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Lenz, Siegfried - Leben und Biographie



Siegfried Lenz zählt neben Heinrich -» Böll, Günter -> Grass und Martin ^Walser zu den herausragenden deutschen Autoren nach 1945. In einem umfangreichen Oeuvre, das Romane, Erzählungen. Hörspiele und Essays umfasst, verarbeitet Lenz Themen derNachkriegs-Generation.
      Bereits im Alter von 17 Jahren war Lenz als Soldat in Dänemark stationiert, wo er desertierte und in Gefangenschaft kam. Nach Kriegsende studierte Lenz Philosophie, Anglistik und Literatur in Hamburg und arbeitete als Redakteur für Die Welt sowie für den Rundfunk. Seit 1951 lebt das ehemalige Mitglied der »Gruppe 47« als freier Schriftsteller in der Hansestadt.

      Der unbestechliche Realist, der »durch Darstellung ans Licht bringen« will, schreibt über Gewalt, Zerstörung und Vertreibung, von miss-brauchter Euphorie und sinnlosem Sterben.
      Neben seinen Leistungen als Romancier wird Lenz vor allem als Meister der kleinen erzählenden Form geschätzt. Das belegen Sammlungen wie Lehmanns Erzählungen oder So schön war mein Markt als Aufarbeitung seiner persönlichen Schwarzmarkt-Erfahrungen nach dem Zweiten Weltkrieg.
      Trotz klarer Positionen als politisch engagierter Schriftsteller und bekennender Sozialdemokrat ließ sich Lenz nie von der Politik vereinnahmen. In seinen Büchern ergreift Lenz die Partei der Schwachen. Literatur muss nach Absicht des Autors »un friedlich sein« und erfüllt so für Lenz die Funktion des ethischen Gewissens in einer zur Humanität verpflichteten Gesellschaft.
      Für Werk und Engagement erhielt Lenz u.a. den Friedenspreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, den Thomas-Mann-Preis und 1999 den Goethe-Preis.
      So zärtlich war Suleyken
In So zärtlich warSuleyken versammelt Siegfried Lenz bemerkenswerte Begebenheiten aus einem Dorf, »irgendwo und nirgendwo in Masuren«. Und formuliert damit eine charmante Liebeserklärung an seine Heimat. Inhalt: Mit seinen 20 Geschichten und Skizzen setzt Lenz der Landschaft und ihren Menschennicht nur ein literarisches Denkmal, es sind bei aller Leichtigkeit tiefsinnige »Erkundungen der masurischen Seele«. Der miterlebende Erzähler, dessen Sprachstil geschickt Naivität vortäuscht, trifft damit den Ton seiner Helden, jener Charaktere, die in erfrischend unintellektueller Nachdenklichkeit über die elementaren Dinge des Lebens sinnieren.
      Man könne sich nicht mit großen Namen brüsten und da der Landstrich, so resümiert der Autor, »im Rücken der Geschichte lag«, schöpfen die Erzählungen ihren besonderen Charme aus der Originalität und jener »unterschwelligen Intelligenz« des masurischen Menschenschlags, mit einer »Seele, zu deren Eigenarten blitzhafte Schläue gehörte und schwerfällige Tücke, tapsige Zärtlichkeit und eine rührende Geduld«.
      So stellt Lenz Figuren vom Typus eines I lamilkar Schaß dar, dem Großvater des Ich-Erzählers. Schaß, der erst seit kurzem lesen kann, hält nichts von der Lektüre ab, weder Krieg noch akute Lebensgefahr. Stanislaw Griegull, ein von plötzlichem Reichtum geschlagener Mann, liefert sich ein höchst absurdes Duell in puncto Geduld. Eine weiteres Unikum ist der schöne Alec, der angesichts einer drängenden Schuldnerschar dem angekündigten Ableben seines Erbonkels Manoah entgegenfiebert. Lenz schildert Menschen, die einem Ereignis wie der Jungfernfahrt der Kleinbahn misstrauisch gegenüberstehen. Die Dorfbewohner von Suleyken sind der festen Ãœberzeugung, auch ohne technischen Fortschritt überleben zu können.
      Wirkung: Lenz lässt »ganz im Sinne der Wahrheitsfindung« und der Suche nach den verlorenen Wurzeln seinen Ich-Erzähler nach Herzenslust fabulieren. Schließlich wird in einer verklärenden Erinnerung eine Welt reanimiert, die so seit langem nicht mehr existiert. So stießen die Erzählungen auch in Kreisen der nach 1945 aus Masuren Vertriebenen aufzustimmendes Interesse.
      Die wichtigsten Bücher von Siegfried Lenz
Es waren Habichte in der Luft 1951 Lenz'Debüt als unmittelbare Auseinandersetzung mit Krieg und Diktatur, reduziert auf den modellhaften Konflikt am Beispiel eines Lehrers, der in seinem Widerstand gegen das totalitäre Machtsystem zur Zeit des russisch besetzten Finnland scheitert.
      So zärtlich warSuleyken 1955 Sammlung feinsinnig-gewitzter Erzählungen: Anekdotenhafte Schelmengeschichten, in denen Lenz' Heimat Masuren und deren Menschenschlag die Hauptrolle spielen.
      BrotundSpiele 1959 Ein siegverwöhnter Langstreckenstar läuft dem verblassenden Ruhm hinterher. Ein Wettkampf wird zur Abrechnung mit dem Erfolgsdruck, zum Resümee seines Lebens.
      Deutschstunde 1968 Siggi Jepsen arbeitet seinen Konflikt mit dem Vater auf, der 1943 als Polizist das NS-Malverbot gegen den Maler Nansen mit übersteigerter Pflichtbesessenheit überwacht.
      Heimatmuseum 1978 Lenz schildert unsentimentale Lebenserinnerungen an eine Kindheit in masurischer Idylle, die schließlich zerstört wird.
      Exerzierplatz 1985 Die Geschichte eines Heimatvertriebenen und seines Helfers, die auf dem ehemaligen Exerzierplatzgelände unter großen Schwierigkeiten eine Baum- und Pflanzenschule entstehen lassen.
      Arnes Nachlass 1999 Lenz präsentiert das Psychogramm anhand der »kleinen und großen Schätze«, eines schon früh an der Realität und fehlender Geborgenheit gescheiterten Heranwachsenden.

      Deutschstunde

Ein deutsches Phänomen macht Siegfried Lenz zum Thema seines 1968 erschienenen Romans Deutschstunde, seinem erfolgreichsten Werk. Er erteilt eine modellhafte Lektion über die fatalen Folgen unreflektierten Pflichtbewusst-seins. Blindes Mitläufertum wird als gefährliche Schein-Tugend bloßgestellt. Inhalten den 1950er Jahren soll der inhaftierte Ich-Erzähler Siggi Jepsen einen Aufsatz verfassen - über die Freuden der Pflicht. Zwangsläufig kommt ihm sein Vater Jens Ole Jepsen in den Sinn, der in der TMS-Zeit pflichtbeflissen Dienst als Polizeiposten im fiktiven Dörfchen Rugbüll tat. Von der Flut der Erinnerungen überwältigt, findet Siggi keinen Anfang. Als Folge des letztlich leeren Heftes muss Siggi wegen Aufsässigkeit eine Einzelhaft verbüßen. Unter verschärften Bedingungen schreibt er nun wie besessen seine Geschichte: Sie beginnt im Jahr 1943, als der Vater-von oberster Stelle beauftragt - ein verhängtes Malverbot gegen den Künstler Max Ludwig Nansen zu über-wachen hat. Ein Auftrag, den der Ordnungshüter zunächst zögerlich, dann umso strenger und unbarmherziger erfüllt - »Befehl ist Befehl«. Auf die erhoffte Mithilfe des Sprösslings kann er nicht zählen, jener entfernt sich vielmehr, wird zum Verbündeten des Malers, warnt diesen und versteckt seine Bilder vor dem Zugriff des uniformierten Vaters. Der Pflicht-Mechanismus des Polizisten nimmt geradezu paranoide Züge an: Das NS-Regime ist am Ende, das Malverbot längst außer Kraft, doch der Vater hört nicht auf, Nansen zu verfolgen. Ebenso zwanghaft hört auch der Sohn nicht auf, den Künstler vor dem Vater zu schützen. Er stiehlt schließlich Nansens Gemälde und muss ins Gefängnis. Nach Abgabe der Strafarbeit ist sich Siggi sicher, die Strafe stellvertretend für den Vater abgesessen zu haben. Aufbau: Der Roman gliedert sich in eine Rahmenerzählung, in welcher der inzwischen 21-jährige Siggi im Jahr 1954 als Insasse der Jugendstrafanstalt anhand der Strafarbeit die Ereignisse der Jahre 1943 und folgende Revue passieren lässt. Somit bildet die Erinnerung an den eskalierenden Vater-Sohn-Konflikt die Haupthandlung. Als erlebendes und schreibendes Ich verknüpft die die Perspektive dominierende Figur des Siggi Jepsen nicht nur geschickt beide Zeitebenen, sondern beginnt die eigene Rolle zu reflektieren.
      Im Zuge eines objektivierenden Niederschreibens und Bewusstmachens vollzieht der jugendliche Protagonist einen Reifeprozess. So wird das Buch von Lenz zur Initiationsgeschichte, mehr noch: zum Entwicklungsroman. Am Schluss des Romans ist Siggi gereift, wenn auch nicht geläutert. Noch kann er nicht viel Neues mit seiner wiedererlangten Freiheit anfangen: »Etwas Neues? Was soll das sein?« Wirkung: Das Buch gilt bis heute als eine der ersten und wichtigsten literarischen Aufarbeitungen des Dritten Reichs. Verstanden als Demaskierung eines pervertierten Pflichtbegriffs, gelobt als so bahnbrechende wie befreiende künstlerische Auseinandersetzung ist das Werk nicht im Stil einer Moral-Predigt verfasst, sondern in der poetisch-menschlichen, für Lenz typischen Art, Geschichte aufzuarbeiten und zu hinterfragen, verknüpft mit der Verpflichtung der Nachkriegsliteraten, jeglicher Wiederholungsgefahr prophylaktisch entgegenzuwirken. Kritiker bemängeln bei aller epischen Solidität des Romans Schwächen in der formalen Konstruktion, aber auch eine angestrengt traditio-nell-moralisierende Grundhaltung. Aus heutiger Sicht kann das Buch auch als Zeitdokument für die Vater-Sohn-Konflikte der 1968er-Gene-ration gelesen werden. Zur Popularität des Romans trug auch Peter Beauvais' TV-Verfilmung 1972 bei.
     


Lenz, jakob michael reinhold

Geb. 12.1.1751 in Seßwegen ; gest. 23. oder 24.5. 1792 in Moskau »Wir werden geboren - unsere Eltern geben uns Brot und Kleid - unsere Lehrer drücken in unser Hirn Worte, Sprachen, Wissenschaften ... es entsteht eine Lücke in der Republik wo wir hineinpassen - unsere Freunde, Verwandte, Gönner ... .....
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Lenz, siegfried

Geb. 17.3.1926 in Lyck/Masuren Nicht erst seit seinem unerwarteten Bestseller Deutschstunde wird L. vorgeworfen, seine Vermarktung in den Medien und die Breitenwirkung seiner Werke beweise, daß sein Schreiben im Grunde auf das rückhaltlose Einverständnis, auf eine »Komplizenschaft mit dem Leser« .....
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Nietzsche: ambivalenz, dialektik und rhetorik

Mit Recht weist Karl Löwith auf die philosophische Verwandtschaft Nietzsches mit Junghegelianern wie Stirner, Rüge und Feuerbach hin. Denn Nietzsche, der mit Stirners anarchistischem Werk Der Einzige und sein Eigentum vertraut war, knüpfte an die Religionskritik Feuerbachs und Bruno Bauers an und .....
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Ambivalenz und dialektik: nietzsches erbe

Wie Derrida und Paul de Man bewegt sich auch Miller in einem junghegelianischen und nietzscheanischen Kontext, wenn er Hegels Begriff der Aufhebung ablehnt und dadurch die gesamte hegelianische Dialektik in Frage stellt. Im Zusammenhang mit dem Logozentrismus und dem Nihilismus, die seiner Ansicht n .....
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Kritik an hegel: ambivalenz, dialektik, dialog

Im zweiten Teil dieses Buches wurde der ideologische Diskurs auf semantischer Ebene als dualistische Struktur dargestellt, deren Aussagesubjekt auf die marktbedingten Ambivalenzen des gesellschaftlichen Alltags, auf dessen „Karnevalisierung", würde Bachtin sagen, mit manichäischen Mythen reagiert, d .....
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Ambivalenz und kritik

Die absolute Ablehnung der Marktgesellschaft ist ebenso fragwürdig wie deren Bestätigung in der Indifferenz. Der Gegensatz zwischen Tauschwert und Gebrauchswert, der einer der Ausgangspunkte meiner Argumentation ist, ist ebensowenig absolut wie der zwischen dem 'auratischen" und dem technisch 'repro .....
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Ambivalenz, ironie und reflexion: von broch zu musil

Bevor ich auf einige ideologiekritische Begriffe eingehe, die den Romanen Hermann Brochs und Robert Musils zugrunde liegen, möchte ich an das sechste Kapitel anknüpfen, in dem von der Beziehung zwischen Theorie und Fiktion die Rede war. Im Zusammenhang mit Adornos Parataxis und Derridas Dekonstrukti .....
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Nietzsche: ambivalenz und ausdrucksebene

Sicherlich kann Friedrich Nietzsche nicht als Junghegelianer gedeutet werden: nicht nur weil dies seinem Selbstverständnis widerspricht, sondern auch deshalb, weil er als Hegel-Schüler oder Hegel-Epigone nicht zu verstehen ist. Dennoch hat Wolfgang Eßbach recht, wenn er - nach Volhard und Löwith - .....
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Ontologische valenz

Mit der Behauptung der ontologischen Valenz verbindet sich die pragmatische Trennung von referentiellen Texten und fiktionalen Texten. Mit referentiellen oder Sachtexten verbinden Aktanten eine ontologische Valenzbehauptung. Mit solchen Texten wird ein Anspruch erhoben, eindeutig Aussagen über die s .....
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Epistemologische valenz

Damit komme ich zur zweiten Vorentscheidung, die mit Literaturbegriffen verbunden ist: zur Beurteilung der epistemologischen Valenz. Dieser Punkt verbindet sich mit Versuchen, Literatur aufgrund ihrer eigentümlichen An von Wirklichkeitserkenntnis zu charakterisieren. Grabes unterscheidet zwei Richtu .....
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Kessemeier, siegfried

Me woit nit Schutt, Jochen. In: Reuter, 1975, S. 203 - 208. .....
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Lenz, hermann

In der schlechten Zeit Lenz, Hermann. In: Pausen zwischen den Wor ten, 1986, S. 67 - 70. Regen Hieber. Jochen. In: Frankfurter Anthologie 12 1989, S. 215-218. .....
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Lenz, jakob michael reinhold

Ach bist Du fort? Aus welchen güldnen Träumen Vonhoff, Gert. In: Subjektkonstitution, 1990, S. 62 - 67. An ** Daunicht, Richard. In: Unaufhörlich Lenz gelesen, 1994, S. 109- 117. An ** Vonhoff, Gert. In: Subjektkonstitution, 1990, S. 68 - 70. An die Sonne Ueding, Gert. In: Fr .....
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Die problematiken des modernismus und der postmoderne: ambiguität, ambivalenz und indifferenz

Die literarische und literalurwissenschaftliche Diskussion hat hier auch deshalb einen »paradigmatischen« Stellenwert, weil eine der gegenwärtigen Bedeutungen des Wortes »Postmoderne« in den Jahren 1959-60 entstanden ist, als die amerikanischen Lileraturwissenschaftler Irving Howe und Harry Levin4' .....
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Moderne literatur und ambivalenz: zwischen nietzsche und freud

Möglicherweise ließe sich zeigen, daß die Ambivalenz als dialektische Einheit der Gegensätze ohne Synthese, als Zusammenführung unvereinbarer Werte {ambo-vulor) und als Zusammenwirken einander entgegengesetzter Regungen im psychoanalytischen Sinne das strukturierende Prinzip von Nietzsches Philosop .....
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Sprachliche aspekte der ambivalenz

Die karnevalislische Koinzidenz, die jäh alle Werlordnungen und Hierarchien umstürzt, ist für nahezu alle modernen Romane kennzeichnend. Sie hat u.a. zur Folge, daß die herrschenden Werte, die zumeist die Werte der Herrschenden sind, mit Unwerten verknüpft und diskreditiert werden. Wo das Erhabene u .....
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Siegfried lenz (geb. i926).

Er stammt aus Lyck, war als junger Matrose 'Augenzeuge der großen Flucht und des Untergangs vieler Schiffe" und lebt seit 1945 in Hamburg. Als Postulat seines Schaffens nennt er '. . . ein gewisses Mitleid, Gerechtigkeit und einen nötigen Protest". Einige seiner Werke verarbeiten Kriegs- und Nachkri .....
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Siegfried lenz: »heimatmuseum« (i978) - >imaginäre geschichtsschreibung

Episches Protokoll eines Verlustes »Aus dem Ploetz [...] können wir erfahren, wann und wie die Rückführung deutscher Kriegsgefangener vor sich ging, eine Erzählung von Böll oder Borchert aber führt uns vor Augen, was es heißt, aus Krieg und Gefangenschaft zurückzukehren.« So schreibt Siegfried Le .....
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Ãœbersetzung und »Ã„quivalenz«

Die ersten Ansätze einer dezidiert wissenschaftlichen Beschäftigung mit Fragen der Ãœbersetzung schließen sich an die Etablierung der Linguistik in den fünfziger und sechziger Jahren als eigenständige Wissenschaft und die in ihrem Kontext untersuchten Fragen der maschinellen Ãœbersetzung durch den C .....
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Kritik der »Ã„quivalenz«-konzepte: die »skopostheorie«

Eine entschiedene Abwendung vom Äquivalenzkonzept und der damit verbundenen Invarianzforderung findet schließlich in der funktionalen Translationstheorie statt, die von der pragmatischsituativen Eingebundenheit von Texten ausgeht. Ãœbersetzen könne demzufolge nicht als bloßer Umcodierungsprozeß zwi .....
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Das elend des lehrers jakob michael reinhold lenz: der hofmeister oder vorteile

Analyse Wahrscheinlich 1772 schrieb Lenz den Hofmeister; das Stück erschien anonym im Frühjahr 1774 im Leipziger Verlag von Christian Friedrich Wey-gand, der im selben Jahr auch den Werther verlegte. Das Drama hat mit dem Götz einige Gemeinsamkeiten. In beiden Stücken lassen sich die Einflüsse S .....
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Ambivalenz der aufklärung: vernunft und angst

Zu den Konsequenzen einer radikalen Aufklärung, die die Vorherrschaft der Vernunft in das Zentrum individueller wie auch sozialer Entwicklung stellt, zählt die Vorstellung der absoluten Gültigkeit des Rationalitätsprinzips. Zufall, Schicksal, Unerklärliches, Phänomene, die sich einer vernünftigen E .....
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Polyvalenz, gesellschaftskritik und modernität

Die Vielfalt der eingeflochtenen Themen und Motive in Schillers Geisterseher garantiert dem Werk, trotz/wegen seines fragmentarischen Charakters, ein großes Potential an Deutungsmöglichkeiten und Sinnzusammenhängen und bietet dem Leser dadurch vielerlei Möglichkeiten für eine individuelle Rezeption, .....
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Index » Friedrich Schiller: Der Geisterseher » Schauerroman und Kriminalgeschichte: Rationaler Irrationalismus und irrationaler Rationalismus

Siegfried lenz ein sehr empfindlicher hund

1. Textanalyse 1.1. Der Leser der Geschichte wird sagen: ein echter Lenz! Denn folgende Wesenszüge, die Siegfried Lenz charakterisieren, treten deutlich hervor: 1.1.1. Der ruhige, unkomplizierte Erzählfluß entfaltet das Geschehen so durchsichtig und plastisch, daß die Freude am Les .....
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Siegfried lenz der beweis

Grundlagen der Erzählkunst von Siegfried Lenz 'Schreiben ist eine gute Möglichkeit, um Personen, Handlungen und Konflikte verstehen zu lernen", sagt Lenz in einer 'Autobiographischen Skizze"1. Sein Bestreben ist es, 'einen wirkungsvollen Pakt mit dem Leser herzustellen, um die bestehenden Ãœbel zu .....
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Siegfried lenz das wrack

Analyse In dieser Geschichte erzählt Lenz vom Unglück des armen Fischers Baraby, dessen Fleiß und Wagemut ihn nicht vor dem Schicksal des Glücklosen bewahren. Baraby gehört zu einer Gruppe von Flußfischern, die im breiten Mündungsgebiet der Elbe fischen. Gelegentlich schlachten sie ein Wrack aus, a .....
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Siegfried lenz die große konferenz

Die Erzählung 'Die große Konferenz" von Siegfried Lenz ist der bekannten Sammlung masurischer Geschichten entnommen, die 1955 unter dem Titel 'So zärtlich war Suleyken" herausgegeben wurde. Hier werden Jugenderinnerungen in einer besonderen Form dargeboten. Weder die Personen noch geographische Einz .....
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Das aquivalenzprinzip der wortkunst: poetische rede

Eine gute Grundlage für die Lyrikanalyse bietet die These des russischamerikanischen Sprach- und Literaturwissenschaftlers Roman Jakobson, die Funktionsweise poetischer Rede nutze ein Prinzip, das wir bei Äußerungen in der Prosasprache des Alltags nicht in der Abfolge der Laute, Silben, Wörter, Sät .....
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Vers und strophen als konstituenten von Äquivalenz

«Vers» kommt von lateinisch vertere, vom Wenden des Pflugs beim Pflügen. Parallel wie die Furchen im Acker liegen die Verse im Gedicht. Anders als die oben zitierten Gedichte von Plath und Gernhardt, die den Vers mit der syntaktischen Struktur zur Deckung bringen, indem sie den Satz am Versschluss .....
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Kracauer, siegfried

Biographen begegnete K. mit Mißtrauen. »Meine Art der Existenz«, schrieb er in einem späten Brief an Theodor W. Adorno, »würde buchstäblich aufs Spiel gesetzt, wenn die Daten aufgeschreckt würden und mich von außen her überfielen.« Festlegungen wehrte er als heteronom ab, um das Eigenste zu bewahren .....
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Lenz, hermann

Ein Foto von einer Straße aus der Zeit vor den Weltkriegen — und sei eine noch so finstere oder belanglose Gegend abgebildet — löst ein »realistisches Märchengefühl« aus: Trauer, Heimeligkeit, zugleich das konkrete Wissen, das die Zirkel der »oral history« und der Alltagsgeschichtsschreibung fül .....
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Lenz, jakob michael reinhold

Wir werden geboren — unsere Eltern geben uns Brot und Kleid — unsere Lehrer drücken in unser Hirn Worte, Sprachen, Wissenschaften —... es entsteht eine Lücke in der Republik wo wir hineinpassen — unsere Freunde, Verwandte, Gönner... stoßen uns glücklich hinein — wir drehen uns eine Zeitlan .....
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Lenz, siegfried

Nicht erst seit seinem unerwarteten Bestseller Deutschstunde wird L. vorgeworfen, seine Vermarktung in den Medien und die Breitenwirkung seiner Werke beweise, daß sein Schreiben im Grunde auf das rückhaltlose Einverständnis, auf eine »Komplizenschaft mit dem Leser« hin angelegt sei. Seine Aufarbeit .....
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