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Lenin, Wladimir lljitsch - Leben und Biographie



Wladimir lljitsch Lenin ging als Vordenker, Gründer sowie erster Regierungs- und Staatschef der UdSSR in die Geschichte ein. In seinen theoretischen Arbeiten entwickelte er den Marxismus-Leninismus als Versuch, die marxschen Theorien den veränderten historischen Bedin-gungen anzupassen und die Diktatur durch die Kommunistische Partei zu begründen.
      Lenin wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Die Hinrichtung seines Bruders , der an der Planung eines Attentats auf den Zaren beteiligt war, wurde zum Wendepunkt in Leneins Leben. Nach einem Jurastudium in Samarna war er zunächst dort und ab 1893 in Sankt Petersburg als Rechtsanwalt tätig. Hier schloss er mit Georgi Plechanow die bestehenden marxistischen Zirkel zum »Kampfbund zur Befreiung der Arbeiterklasse« zusammen. 1895 wurde Lenin verhaftet und 1897 nach Sibirien verbannt, wo er seine spätere Frau und enge Mitarbeiterin Nadeshda Krupskaja kennen lernte sowie weiter politisch und schriftstellerisch tätig war [Die Entwicklung des Kapitalismus in Russland, 1899). Nach dem Ende der Verbannung und im Exil war Lenin maßgeblich an der für Russland bestimmten Zeitung Iskra beteiligt. 1909 erschien sein philosophisches Hauptwerk Materialismus und Empiriokritizismus. 1914-17 lebte Lenin in der Schweiz, wo er sich neben der politischen auch der theoretischen Arbeit widmete . Nach Ausbruch der Februarrevolution im April

1917 reiste Lenin nach Sankt Petersburg, muss-te aber nach dem Scheitern des Juliaufstands nach Finnland fliehen. Erst der von Leo Trotzki organisierte Putsch brachte die Bolschewiki an die Macht und ermöglichte es Lenin, die Räterepublik auszurufen. Im August
1918 wurde Lenin durch das Attentat einer nicht marxistischen Sozialrevolutionärin schwer verwundet. Nach seinem dritten Schlaganfall kaum noch regierungsfähig, konnte er die Ablösung des mittlerweile in zentraler Position agierenden Josef Stalin nicht mehr durchsetzen.
      Was tun?

Was tun? von Wladimir lljitsch Lenin gilt als Schlüsselwerk des Marxismus-Leninismus, denn es vollzieht die radikale Abgrenzung von anderen sozialistischen Konzepten und liefert die wichtigsten Argumente für die Schaffung der leninistischen »Partei neuen Typs« als einer »Organisation von Berufsrevolutionären«. Entstehung: Lenin kündigte mit seinem Artikel Womit beginnen? in der Iskra, demim Ausland herausgegebenen Organ der russischen Sozialisten, eine Broschüre an, in der er sich zu den Problemen der sozialistischen Bewegung detailliert äußern wollte. Anlass waren die Zerstrittenheit der verschiedenen sozialistischen Gruppen. 1902 erschien diese Broschüre in einem weit größeren Umfang als ursprünglich geplant.
      Inhalt: In fünf Kapiteln greift Lenin die Sozialisten verschiedener Gruppierungen an, die seiner Meinung nach falsche Ansichten über die Strategie und Taktik der revolutionären Bewegung aufweisen. Schonungslos und polemisch diskreditiert er Sozialdemokraten in Westeuropa wie in Russland als Opportunisten und bürgerliche Sozialreformer, als »eine Familie«, in der sich alle gegenseitig lobten und »gemeinsam gegen den dogmatischen Marxismus zu Felde« zögen.
      Das politische Klassenbewusstsein könne dem Arbeiter aber nur von außen gebracht werden, »aus einem Bereich außerhalb des ökonomischen Kampfes«. Als Konsequenz aus dieser Kritik entwickelte Lenin ein neues Parteikonzept, dessen wichtigstes Charakteristikum die »Elite aus Berufsrevolutionären« ist, d.h. Lenin propagierte eine strikte Trennung von Partei und Arbeiterklasse, was der marxistischen Grundauffassung eigentlich widersprach. Den Vorstellungen von einer für alle offenen Partei mit Massenbasis hielt er entgegen, dass die Arbeiterklasse aus eigener Kraft nur ein gewerkschaftliches Bewusstsein hervorzubringen vermöge. Lenin formulierte dagegen das Ziel, mit Hilfe einer straff organisierten Kaderpartei die Führung im Kampf um den Sozialismus zu übernehmen und die Diktatur des Proletariats zu errichten. Wirkung: Was tun?, das auch als Anleitung zur Schaffung einer revolutionären Organisation verstanden werden kann, richtete sich vor allem an die russischen Sozialisten. Die Schrift formulierte jene Position, die 1903 auf dem Londoner Kongress der Sozialdemokratischen Partei Russlands zur Spaltung in die Bolschewiki unter der Führung von Lenin und der Menschiwiki unter Georgi Plechanow und L. Martow führte. Was tun?ist die wirkungsvollste und meistgelesene theoretische Arbeit von Lenin, die sich im Gegensatz zu seinen philosophischen Hauptwerken des Marxismus-Leninismus mit ihrer klaren und polemischen Sprache an ein breites Publikum wandte. Seine totalitären Züge müssen auch vor dem Hintergrund der Illegalität beurteilt werden, die eine demokratische Legitimation von Parteiführung oder Entscheidungen nicht nur erschwert, sondern auch die Verfolgung durch die Behörden erleichtert hätten.


Der novelleninhalt

Ort der Handlung ist ein spanisches Karmeliterkloster, das in den Wirren des Bürgerkrieges 1936/37 von den Republikanern in ein Gefängnis verwandelt wurde. Der ehemalige Mönch Padre Consalves, der sich jetzt als Franco-Söldling Paco nennt, wird als Häftling dorthin zurückgebracht und erreicht es, in .....
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Index » Deutsche Novellen » Stefan Andres: Wir sind Utopia

Zur auseinandersetzung zwischen konstanzer rezeptionsästhetik und marxistisch-leninistischer rezeptionstheorie

In der Vergangenheit habe ich mich wiederholt mit dem polemisch geführten Dialog zwischen diesen beiden Iitcraturwisscnschaftlichen Positionen ausführlich befaßt. Hier geht es mir deshalb nicht mehr um eine Aufarbeitung dieser Diskussion, sondern darum, im Anschluß an dieses und das zweite Kapitel .....
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Lenin, wladimir iljitsch (uljanou)

Nach dem Besuch des Gymnasiums in seiner Heimatstadt Simbirsk begann L. 1887 das Studium an der juristischen Fakultät der Universität Kasan, das jedoch noch im selben Jahr durch Relegation und Verbannung unterbrochen wurde. 1890 zum externen Studium an der Universität Petersburg zugelassen, legte e .....
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W. i. lenin - aus: die aufgaben der jugendverbände

Ohne die klare Einsicht, daß nur durch eine genaue Kenntnis der durch die gesamte Entwicklung der Menschheit geschaffenen Kultur, nur durch ihre Umarbeitung eine proletarische Kultur aufgebaut werden kann - ohne eine solche Einsicht werden wir diese Aufgabe nicht lösen. Die proletarische Kultur fäll .....
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Wladimir iljitsch lenin - parteiorganisation und parteiliteratur

{â-  â-  â- } Die Literatur [...] muß Parteiliteratur werden. Im Gegensatz zu den bürgerlichen Sitten, im Gegensatz zur bürgerlichen Unternehmerund Krämerpresse, im Gegensatz zum bürgerlichen Karrierismus und Individualismus in der Literatur, zum 'Edelanarchismus" und zur Jagd nach Gewinn muß das s .....
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Wladimir iljitsch lenin - l. n. tolstoi

Leo Tolstoi ist tot. Seine Weltbedeutung als Künstler, seine Weltberühmtheit als Denker und Künder, beides spiegelt auf seine Art die Weltbedeutung der russischen Revolution wider. L. N. Tolstoi trat als großer Künstler bereits zur Zeit der Leibeigenschaft hervor. In einer Reihe von genialen Werken .....
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Lenin,  Wladimir  lljitsch    





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