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Jimenez, Juan Ramon - Leben und Biographie



Als Nachfolger von Rüben Dario war Juan Ramön Jimenez der wichtigste Repräsentant des Modernismo mit großem Einfluss vor allem auf Dichter der »27er Generation« wie Rafael Alberti , Federico Garcia Lorca , Nicolas Guillen und Pedro Salinas.
      Der Sohn eines Weinhändlers führte ein bewegtes Leben, das 1956 in der Verleihung des Nobelpreises für Literatur gipfelte. Nach der Erziehung im Jesuitenkolleg von Puerto de Santa Maria , wo er unter Einsamkeit und 1 leimweh litt, lebte er 1896-1900 in Sevilla.
      Nach dem Abbruch des Jurastudiums ging er nach Madrid, wo er Kontakt zu vielen bekannten Schriftstellern hatte. Nach dem Tod seines Vaters wurde Jimenez depressiv . 1903 feierte er mit Traurige Gesänge seinen ersten großen Erfolg. 1911 entstand im heimatlichen Moguer u.a. die erste Fassung des weltberühmten Jugendbuchs Platero und ich . Die endgültige
Ãobersiedlung nach Madrid brachte ihm neue literarische Bekanntschaften, zumal im inspirierenden Milieu der Residencia de Estudian-tes.
      1916 reiste Jimenez nach New York, um eine in den USA aufgewachsene Spanierin zu heiraten; unterwegs entstand das Tagebuch eines frisch verheirateten Poeten , das eine neue Entwicklung in seinem Schaffen einleitete. Fortan schrieb er für die »inmensa minoria« eine reimlose, »nackte« Poesie . Der Rückkehr nach Madrid folgten Jahre intensiven Schaffens .
      Während des Spanischen Bürgerkriegs lebten Jimenez und seine Frau auf Puerto Rico, Kuba und in Florida. 1942 erschienen die Porträts und Karikaturen spanischer und amerikanischer literarischer Persönlichkeiten . Weitere Stationen seines Lebens waren neben den USA und Kanada Buenos Aires und Montevideo. 1951 ließ sich Jimenez endgültig in San Juan de Puerto Rico nieder, wo er an der dortigen Universität einen Lehrstuhl erhielt. Ein großer Teil seines Werks wurde erst postum ediert.
      Platero und ich
Im Werk von Juan Ramön Jimenez markiert die »andalusische Elegie« einen ersten Wendepunkt; der Poet der Schwermut, für den die Außenwelt Vorwand zur Selbstbespiegelung war, wendet sich der Welt der Dinge zu: Der Esel Platero dringt in seine Welt der Einsamkeit und Melancholie ein. Aufbau: Platero und ich hat eine sorgfältig durchkomponierte Struktur. Die Folge »kleiner Gedichte in Prosa« besteht aus 138 mit Untertiteln versehenen Abschnitten von variierendem Umfang . Die szenische Struktur des Werks ermöglicht die Aneinanderreihung von heterogenen Erzählpartien .
      Inhalt: Die im Frühling beginnende und im Winter endende Reisefabel hat ebenfalls die Freundschaft des Autors mit seinem Esel zum Thema. Aus ihrer beider Perspektive wird der Leser Zeuge einer am Jahreszyklus orientierten Wanderung durch die Heimat von Jimenez: Landschaften und Feste, Sitte und Brauchtum, Mensch und Tier verbinden sich zu einem »impressionistischen« Porträt ländlicher Lebensformen.
      Wirkung: Als eines der wichtigsten Werke der spanischen Prosa des 20. Jahrhunderts ist Pla-tero und ich zugleich tief in der abendländischen Geistes- und Literaturgeschichte verwurzelt. Die Anklänge an elegisch-bukolische Traditionen, an Motive der Fabel und des Märchens, an die Naturfrömmigkeit des hl. Franz von Assisi und den Pantheismus eines Baruch de -> Spinoza, dessen »Einssein von Gott und Natur« Jimenez aufgreift, werden zu modernen Metaphern und Assoziationen verdichtet. Durch unzählige Neuauflagen und Ãobersetzungen ist Platero und ich in Spanien zu einer Art Schulfibel geworden, volkstümlich und kunstvoll zugleich.


Diefenbach, ramona

Biografie: R. Diefenbach debütierte 2000 mit ihrem Roman Das Spiegelhaus als Krimiautorin. Kriminalromane: 2000 Das Spiegelhaus, Büchergilde Gutenberg, HC Sonstige Publ.: Ein Jugendbuch .....
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