Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Autoren

Index
» Autoren
» Isherwood, Christopher

Isherwood, Christopher - Leben und Biographie



Hauptthema derautobiografisch gefärbten Werke von Christopher Isherwood ist der Konflikt zwischen dem psychisch labilen, passiven Individuum und den Forderungen einer aggressiven Gesellschaft, den er fotografisch genau sowie neutral und objektiv abzubilden versucht. Dabei verschwinden die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion.
      Isherwood entstammte dem britischen Landadel, absolvierte das Corpus Christi College in Cambridge und das King's College in London. In den 1920er Jahren gehörte er zum Oxforder Literatenkreis um Stephen Spender und Wystan Hugh ^Auden, mit dem er drei Bühnenstücke schrieb.
      Aus einem geplanten Kurzaufenthalt in Berlin wurden fast vier Jahre . Dort arbeitete Isherwood als Sprachlehrer, in Berlin entstanden seine bekanntesten Romane, Mr. Norris steigt um und Leb'wohl, Berlin, die Vorlage zum Musical Cabaret und dessen Verfilmung von Bob Fosse. Nach mehreren Reisen durch Europa und China kam Isherwood 1939 in die USA und wurde 1946 US-Staatsbürger. Er schrieb Drehbücher, trat zum Hinduismus über, gab die religiöse Zeitschrift Vedanta and the West heraus und übersetzte Hindu-Schriften aus dem Sanskrit. 1959-67 war er Gastprofessor für englische Literatur an mehreren Hochschulen in Kalifornien.
      Schauplatz Berlin am Ende der Weimarer Republik
Alfred Döblin 1929 Berlin Alexanderplatz:Dit Leidensgeschichte des Ex-Häftlings Franz Biberkopf ist einer der ersten Großstadtromane.
      Erich Kästner 1931 Fabian. Die Geschichte eines Moralisten. In dem satirischen Roman wird ein Gelehrter Opfer der Weltwirtschaftskrise.
      Kurt Tucholsky 1931 Schloss Gripsholm: Ein heiterer Schweden-Urlaub dient als liberale Gegenkulisse zur krisenhaften Weimarer Republik.
      Hans Fallada 1932 Kleiner Mann, wasnun?Em Kleinbürger sucht in Berlin sein Glück, landet jedoch im Millionenheer der Arbeitslosen.
      Lion Feuchtwanger 1933 Die Geschwister Oppermann.Oas Schicksal einerjüdischen Familie in Berlin vor und nach der NS-Machtübernahme.
      Erich Maria Remarque,1938 Dre/Kamerader?:Erzähltwird das Schicksal von Veteranen des Ersten Weltkriegs während der Inflationszeit in Berlin.
      Christopher Isherwood, 1939 Leb'wohl Berlinern halbdokumentarisches Porträt des Lebens in Berlin drei Jahre vor der NS-Machtergreifung.
      Elias Canetti 1980 Die Fackel im Qhr:n Berliner Künstlerzirkeln lernt der Autor 1929 Bertolt Brecht, Isaak Babel und George Grosz kennen.
      Leb' wohi Berlin
In sechs Episoden schildert Christopher Isherwood halbdokumentarisch das Leben in Berlin wenige Jahre vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten.
      Inhalt: Ende der 1920er Jahre strömen Menschen aus allen Teilen der Welt mit ihren Hoffnungen nach Berlin . Die »männerverschlingende«, flatterhafte und dabei doch sympathische Sängerin SallyBowles träumt von der großen Karriere, der mittellose Brite Isherwood - er fungiert als Ich-Erzähler, der »registriert, nicht denkt« - schlägt sich schlecht und recht als Sprachlehrer durch, der Arbeiterjunge Otto Nowak entflieht seinem Weddinger Milieu mit fragwürdigen Mitteln, eine im Tiergartenviertel lebende jüdische Warenhausbesitzerfamilie leidet unter den Drangsalierungen durch die Schlägertrupps der SA. Als Isherwood 1933 Berlin verlässt, herrscht auf den Straßen bereits offener Terror. Aufbau: In den lose miteinander verbundenen Episoden des Romans präsentiert Isherwood die strahlenden und die dunklen Seiten der Metropole Berlin fotografisch exakt: Auf den schicken Boulevards mit ihren Cafehäusern, Klubs und Katakomben leben die Nachtschwärmer, Künstler und Fantasten in einer Welt aus Laster, Reichtum, Eitelkeit und Intrigen. Zur gleichen Zeit betteln in den Hinterhöfen tausende Gestrandeter um Brot und Arbeit. Die braunen Po-litbanden kanalisieren deren verzweifelte Wut auf Juden und Kommunisten.
      Isherwood verbindet persönliche Erinnerung, politische Reportage und Fiktion. Seine ehrliche Sprache ist nüchtern, ohne moralisches Pathos. Diese Welt aus Banalität, ekstatischem Rausch und politischer Brutalität spricht für sich selbst. Seismografisch präzise hält der ausländische Autor einen Ausschnitt der jüngsten deutschen Geschichte fest, wie es in dieser Intensität nur wenigen Schriftstellern gelungen ist. Wirkung: Die Episoden des Buches sollten mit dem Roman Mr. Norris steigt um Teil einer groß angelegten Berliner Chronik am Ende der Weimarer Republik mit dem Titel The Lost werden. Sie blieb jedoch unvollendet.
      Den Stoff aus Leb' wohl Berlin verarbeitete John van Druten 1954 in seinem Drama / am a Camera. Daraus entstand das 1966 in New York uraufgeführte Musical Cabaret von John Kan-der. Nach der mit acht Oscars ausgezeichneten Musical-Verfilmung , die Hauptdarstellerin Liza Minnelli zum Weltstar machte, erreichte lsherwoods Roman nach mehr als 30 Jahren einen breiten Leserkreis.
     


Barr, christopher

Pseud. für: Gamber, Hans und Fischer, Claus Cornelius Christopher Barr, so kündigte eine der ersten Verlagsinformationen an, signalisiere »das Auftreten eines neuen deutschen Autors. Seine Romane sind der harten amerikanischen Schule verpflichtet und haben internationales Thrillerflair«. Hinter de .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachigen Krimi-Autoren

 Tags:
Isherwood,  Christopher    


Impressum

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com