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Hornby, Nick - Leben und Biographie



Nick Hornby ist einer der erfolgreichsten britischen Gegenwartsautoren. In seinem Werk, das stark autobiografische Züge aufweist, variiert er tragisch-komisch die Themen Leben, Liebe und Leidenschaften. Den Protagonisten seiner Romane fehlt es zumeist an stabilen menschlichen Bindungen, die Betonung ihrer Individualität ist zentrales Motiv.
      Hornby wuchs im Londoner Vorort Maidenhead auf, seine Eltern ließen sich scheiden, der Vater lebte zeitweise im Ausland. Diese Erfahrungen des Erwachsenwerdens spiegeln sich auch in seinen Romanen. Er studierte in Cambridge englische Literatur und arbeitete anschließend als Englischlehrer. Seit Ende der 1980er Jahre schrieb er journalistische Beiträge für renommierte englische Zeitungen.
      Sein Debütroman FeverPitch, ein autobiogra-fischer Roman über seine Begeisterung für Fußball und seinen Lieblingsclub, Arsenal London, war beim Erscheinen 1992 sogleich außerordentlich erfolgreich, sodass Hornby sich fortan ganz dem Schreiben widmen konnte. Spätestens mit seinen nachfolgenden Romanen - High Fidelity über die Leidenschaft zur Popmusik und Abouta Boy über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem 38-jährigen Yuppie und dem 12-jährigen Sohn seiner depressiven Freundin -wurde er zum viel gefeierten Kultautor. Alle drei Romane wurden auch verfilmt. Mit Spea-king with the Angel gab Hornby einen Sammelband mit Kurzgeschichten namhafter britischer Schriftsteller heraus, der Erlös kam einer Schule für autistische Kinder zugute. Hornby ist selbst Vater eines autistischen Sohnes. Der Roman HowtobeGood , den er aus weiblicher Sicht zu schreiben versuchte, wurde von Kritik und Publikum weniger gut als die Vorgänger angenommen.

      High Fidelity
Nick Hornby schrieb mit High Fidelity einen zugleich tragischen wie komischen Roman, bei dem seine Leidenschaft zur Popmusik im Mittelpunkt steht. Wie kaum einem anderen Gegenwartsautor gelang es ihm dabei, witzig, detailgetreu und erzählerisch beeindruckend das normale, teilweise absurde Leben und die spezifischen Alltagssituationen der von der Popmusik der 1970er und 80er Jahre sozialisierten Generation zu schildern. Inhalt: Der 35-jährige Robert Fleming ist Besil -zer eines mehr schlecht als recht laufenden Plattenladens und soeben von seiner beruflich erfolgreichen Freundin Laura wegen seiner Antriebs- und Orientierungslosigkeit verlassen worden - weil er sich weigert, erwachsen zu werden. Rob hat grundsätzlich Probleme mit Veränderungen, in seinem Geschäft werden ausschließlich Schallplatten aus Vinyl verkauft, neumodische CDs kommen nicht infrage. In seinem Leben dreht sich alles um Popmusik. Wer nicht mindestens 500 Schallplatten besitzt, dem verweigert er jeglichen Respekt.
      Nach Lauras Auszug sucht er erst einmal Trost darin, seine Plattensammlung neu zu sortieren, und zwar nicht chronologisch, nicht alphabetisch, sondern autobiografisch. Rob unternimmt den Versuch, sein Leben zu bilanzieren, und geht der Frage nach, warum seine Beziehungen immer scheitern. Um die Frage zu beantworten, versucht er die fünf Frauen, die ihm am meisten Liebeskummer zugefügt haben, ausfindig zu machen und zu treffen. Immer wieder versucht ersieh einzureden, dass Liebeskummer in seinem Alter nicht mehr wirklich bedeutend sei, sondern nur lästig wie ein Schnupfen oder Geldmangel, und dass das Singleleben durchaus viele Vorzüge biete. Doch auch das Herumhängen mit seinen Angestellten Dick und Barry im Plattenladen, zwei Geschmacksfundamentalisten, die er allerdings mehr als tragische Gestalten und weniger als wirkliche Freunde begreift, und eine Affäre mit einer Sängerin füllen ihn nicht aus. Als er reflektiert, dass seine Fxfreundin Laura mit ihrer Kritik nicht immer ganz falsch lag und sich Schallplatten und Frauen nicht ausschließen, hat er nur noch eins im Sinn: sie wieder zurückzugewinnen.
      Aufbau: Der Autor schreibt aus der Perspektive Rob Flemings. Die häufig eingestreuten inneren Monologe und Reflexionen unterbrechen die Handlung, sie gewähren einen Einblick in das Innenleben des Ich-Erzählers: Kann man sich in eine Frau verlieben, deren Lieblingsband die »Simple Minds« sind? Und warum tragen Frau-en nur beim ersten Date schöne Unterwäsche? Das sind die Fragen, die Rob beschäftigen. Der Roman beginnt mit einer Top-Five-Liste der unvergessensten Trennungen von Rob in chronologischer Reihenfolge. Das Element der Top-Five-Listen kehrt immer wieder und durchzieht den Roman bis zum Schluss: die Top Five der besten Stücke über den Tod, die Top li've der Traumjobs, die Top Five der besten Filme aller Zeiten, die fünf besten Montagmorgensongs. Hornby beschränkt sich auf den sehr eingeschränkten Lebenskreis seiner Figuren, der durch die häufig witzigen Dialoge ausgesprochen unterhaltsam gestaltet wird. Wirkung: Die literarische Bearbeitung der eigenartigen Beziehung von Männern zu Sehallplatten wurde rasch zum Erfolgsroman und war monatelang auf den Bestsellerlisten. Die Verfilmung des Romans im Jahre 1999 durch Stephen Frears trug darüber hinaus zur Popularität von High Fidelity bei.
     


Heynicke, kurt

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Hornby,  Nick    


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