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Horaz - Leben und Biographie



Horaz hinterließ nur ein schmales Werk, das ihn aber als einen der bedeutendsten römischen Dichter ausweist.
      Horaz, Sohn eines Freigelassenen, zog 54 v. Chr. mit seinem Vater nach Rom, wo er Grammatik studierte. Als 20-Jähriger reiste er nach Athen, um dort Philosophie zu studieren. 44 v. Chr. schloss er sich Brutus und Cassius an, die nach der Ermordung -» Caesars zur Wiederherstellung der Republik aufriefen. Er erlebte die Niederlage bei Philippi 42 v.Chr. und anschließend die Enteignung seines Vaters. Horaz musste sich in Rom als Schreiber durchschlagen und begann mitersten Dichtungen. Sein Ruf verbreitete sich schnell; im Jahr 35 v.Chr. wurde er von Vergil in den Kreis des Maecenas eingeführt, der ihm ein Landgut schenkte.
      Fortan widmete sich Horaz der Abfassung von Satiren, arbeitete an den Oden und bekam Aufträge auch von Augustus , der ihn zu seinem Sekretär machen wollte. In späteren Lebensjahren verfasste Horaz seine berühmte und einflussreiche Abhandlung Ãœber die Dichtkunst 14 v.Chr.). Er starb als verehrter und hoch geachteter Dichter kurz nach Maecenas, an dessen Seite er beerdigt wurde.

      Oden
Die heute unter dem griechischstämmigen Namen Oden bekannten Dichtungen - von Horaz selbst unter dem lateinischen Titel Car-mina veröffentlicht - sind das lyrische Hauptwerk der römischen Literatur. Inhalt: Die Oden handeln von griechischer und römischer Mythologie und Geschichte, von der aktuellen politischen Situation, aber auch von Privatem. Philosophischer Tiefsinn und zarte Liebeserklärungen , Gedichte über die Freundschaft und Trinklieder reihen sich aneinander. Horaz reflektiert über die Dichtung, besingt Kleopatra , seinen Gönner Maecenas , den Gotl Bacchus und nicht zuletzt sich selbst und seinen Nachruhm . In den sechs Römeroden am Beginn des 3. Buchs tritt Horaz für die Reformen des Augustus ein. In det Gesamtschau stel-len sich die Dichtungen als Kaleidoskop der politischen und historischen, der öffentlichen und privaten Dimensionen des römischen Lebens im 1. Jahrhundert v. Chr. dar. Struktur: Die Abfolge der Gedichte scheint keinem einheitlichen Plan zu folgen; sie sind nicht durch ein gemeinsames Thema oder ein Leitmotiv geordnet, ebenso wenig durch formale Gruppierungen oder Grundstimmungen. Fröhlichkeit grenzt unmittelbar an Tiefsinn, leichter Gesang an Schwermut. In der formalen Gestaltung knüpft Horaz an griechische Vorbilder an und greift auf traditionelle lateinische Metren und Versformen zurück. Wirkung: In der Lyrik Europas hat Horaz tiefe Spuren hinterlassen, etwa bei -»Dante, der ihn zum zweitgrößten Dichter neben -> Homer erklärte, über ^Goethe,-^Schiller, ^Baudelaire bis hin zu -> Hofmannsthal, — Hesse und -.Brecht.

      Kritische Theorie
Bedeutung: Kritische Theorie versteht sich, gemäß der programmatischen Formulierung von Max Horkheimer [Traditionelle und kritische Theorie, 1937), im Gegensatz zum neuzeitlichen Ideal einer »reinen«, scheinbar wertfreien Wissenschaft als ein Ansatz, der die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse nicht bloß beschreiben, sondern auch kritisch hinterfragen will. Auf die Ziele und Ideale der Aufklärung verpflichtet und primär an einer marxistischen Gesellschaftsanalyse sowie an der Psychoanalyse von Sigmund -> Freud orientiert, versteht sich kritische Theorie vor allem als Ideologiekritik. Sie versucht den Verblendungszustand zu durchstoßen, der die Menschen darin hindert, ihre eigene Unterdrückung und Entfremdung in der morder-nen, scheinbar so liberalen Gesellschaft zu erkennen. Es geht ihr um praktische Verän-derung der Gesellschaft, mit dem Ziel, die Mechanismen einer zunehmend »verwalteten Welt« zu entlarven und den Menschen ein Leben in gehaltvoller Freiheit und Mündigkeit zu ermöglichen. Vertreter: Die Kritische Theorie ist eng mit dem Frankfurter Institut für Sozialforschung verbunden. Ihre Vertreter werden deshalb auch als Mitglieder der Frankfurter Schule bezeichnet. Als sehr heterogene Strömung umfasst sie zahlreiche sozialwissenschaftliche, psychologische und philosophische Disziplinen. Zur frühen Kritischen Theorie sind neben Horkheimer und Adorno u.a. Walter -» Benjamin, Erich -» Fromm, Leo Löwenthal , Herbert-» Marcuse und Friedrich Pollock zu rechnen. In der zweiten Generation gilt Jürgen -» Habermas als ihr bedeutendster Vertreter.

     


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