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Heyerdahl Thor - Leben und Biographie



Die Ãoberquerung des Pazifischen Ozeans 1947 mit einem Floß brachte Thor Heyerdahl in die Schlagzeilen der Weltpresse; das Buch Kon-Tiki und der gleichnamige Dokumentarfilm verschafften ihm internationale Anerkennung.
      Nach dem Studium der Zoologie und Geogra-fie fuhr Heyerdahl 1936/37 erstmals zu Forschungen in die Südsee. Dort kam er zu dem Schluss, dass die pazifischen Inseln von Amerika aus besiedelt worden sein müssen - und nicht, wie allgemein angenommen, von Asien her. Um seine These zu belegen, fuhr er 1947 mit einem Floß über den Pazifik. Zusätzliche Expeditionen in den pazifischen Raum dienten dazu, die Stichhaltigkeit seiner These zu untermauern.
      Mit der Ãoberquerung des Atlantiks in einem Schilfboot 1969/70 wollte Heyerdahl beweisen, dass die alten Ã"gypter in der Lage gewesen seien, nach Amerika zu segeln. Eine ähnliche Fahrt 1977 vom Tigris nach Indien sollte belegen, dass die Sumerer mit der Indus-Kultur Handel treiben konnten. Mit der Ausgrabung in einer phönizischen Siedlung in Marokko griff er 1996 erneut die Frage der Seeverbindung nach Amerika auf.
      Die wichtigsten Bücher von Thor Heyerdahl
Kon-Tiki 1948 Heyerdahl berichtet über seine 1947 unternommene, Aufsehen erregende Fahrt mit einem Floß über den Pazifik.
      AkuAku. Das Geheimnis der Osterinsel 1957 Der Bericht befasst sich mit archäologischen Untersuchungen, welche die schwedische Expedition auf den Osterinseln in den Jahren 1955/56durchführte.
      Indianer und Alt-Asiaten im Pazifik 1966 Heyerdahl liefert in diesem Buch eine populäre Erläuterung der Theorie über die Besiedlung des ganzen pazifischen Raums vom amerikanischen Kontinent aus.
      Expedition Ro 1970 Heyerdahls Versuch, »mit dem Sonnenboot in die Vergangenheit« zu reisen und eine kulturelle Verbindung zwi sehen der altägyptischen Kultur und Mittelamerika nachzuweisen.
      Fatu Hiva. Zurück zur Natur, 1974 Das Buch ist die neue Fassung des Berichts Pajaktefterparadi-set über seine erste Expedition nach Fatu Hiva 1936/37.
      Tigris, 1981 Die Darstellung der Fahrt von Mesopotamien nach Indien 1977.
      Wege übers Meer 1988 Die Zusammenstellung möglicher frühgeschichtlicher Völkerwanderungen über das Meer resümiert die Theorien Heyerdahls.
      Fua Mulaku 1989 Heyerdahl berichtet über seine Expedition zu den Malediven und die Entdeckung frühgeschichtlicher Ãoberreste.
      Die Pyramiden von Tucume, 1995 Das Buch schildert die Ausgrabungen in einer frühzeitlichen Indianersiedlung inTucume in Peru.
      Die amerikanischen Ureinwohnererzählen ihre Geschichte 2000 Das Buch bietet eine kommentierte Zusammenstellung der wenigen noch existierenden historischen Dokumente der Indianer in Mittel- und Südamerika, die der Vernichtung durch die Konquistadoren des 16. Jahrhunderts entgingen.
      Kon-Tiki
Größte Aufmerksamkeit erregte Thor Heyerdahl erstmals 1947 mit der bis dahin für unmöglich gehaltenen Fahrt mit dem Floß »Kon Tiki« über den Pazifik, bei der er und seine fünf Kameraden fast 7800 Kilometer zurücklegten. Es folgten weitere Expeditionen dieser Art, mit denen der norwegische Ethnologe beweisen wollte, dass frühzeitliche Menschen auch mit einfachen Mitteln in der Lage waren, die Ozeane zu überqueren.
      Entstehung: Während seiner ersten Expedition in die Südsee lebte Heyerdahl ein Jahr auf Fatu Hiva, einer Insel im Marquesas-Archipel. Dort sah er Steinfiguren, die ihn stark an südamerikanische Skulpturen in Peru erinnerten. Auf der Grundlage dieser Beobachtung sowie polynesi-scher Sagen und indianischer Legenden entwickelte er die These, dass die Inseln im Pazifik von Amerika aus besiedelt wuTden. Inhalt: In seinem Buch /Con-T/Vc/versucht Heyerdahl in erster Linie nachzuweisen, dass die Südseeinseln - entsprechend seiner Theorie - doch von Amerika her besiedelt wurden. Heyerdahl stellt zunächst die langwierigen Vorbereitungen zu der Expedition dar und konzentriert sich dann auf die ausführliche Beschreibung der 102 Tage dauernden Seefahrt mit der »Kon Tiki«. Die Reise begann in Callao in Peru und führte über den Pazifik bis zum Raroia-Atoll in der Tuamotu-Gruppe, östlich von Tahiti. Un-terwegs erwies sich das Floß als so wenig steuerbar, dass die Skandinavier an den ersten Inseln vorüberfahren mussten, ohne dort landen zu können. Zwischen die Darstellung des alltäglichen Zusammenlebens von sechs Männern auf dem relativ kleinen Floß schiebt er immer wieder fesselnde Details aus der Geschichte der Osterinsel und Polynesiens ein. Wirkung: Mit seiner Fahrt konnte Heyerdahl zwar unstrittig beweisen, dass eine derartige Reise über den Ozean möglich ist, aber nicht, ob die Erstbesiedlung tatsächlich auf diesem Weg stattgefunden hat. Zumindest aber können selbst die größten Skeptiker seitdem nicht mehr bestreiten, dass eine Uberquerung des Ozeans möglich ist. Das Buch wurde in 66 Sprachen übersetzt und ein weltweiter Erfolg. Der gleichnamige Dokumentarfilm, den Heyerdahl 1947 während der Fahrt des Floßes gedreht hatte, erhielt 1952 einen »Oscar«.


Tornow, thorsten

Biografie: *1 in Speyer. T. Tornow studierte Philosophie, Linguistik und Japanologie in Freiburg im Breisgau und Berlin und schloss mit einer Arbeit über Wittgenstein ab. Anschließend lehrte er Deutsch an einer japanischen Universität, kehrte 1994 wieder nach Berlin zurück, wo er u.a. als Sargträger .....
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