Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


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Graf, Oskar Maria - Leben und Biographie



Mit Büchern wie Bayrisches Lesebücherl. Weißblaue Kulturbilder oder Bayrisches Deka-meron erwarb sich Oskar Maria Graf in den 1920er Jahren einen Ruf als Spezialist für bäuerliche Derbheiten. Seine eigentliche Stärke waren aber Romane und Erzählungen, in denen er das wenig idyllische Landleben mit distanzierter Genauigkeit und erzählerischer Kraft darstellte {Kalender-Geschichten, 1929; Unruhe um einen Friedfertigen, 1947). In Romanen wie Bolwieser oder Anton Sittinger entwickelte er die Meisterschaft, scheinbar banale Menschenschicksale so zu erzählen, dass in ihnen sich die »große Welt« spiegelt.
      Graf wuchs am Starnberger See auf und arbeitete zunächst als Bäckerlehrling. Nach dem Tod des Vaters ging er mit 17 Jahren nach München, wo er sich als Tagelöhner durchschlug und Kontakt zur anarchistischen Boheme fand. Nach dem Ersten Weltkrieg gelang ihm die Selbstinszenierung auf dem Literaturmarkt. Seine Autobiografien Wir sind Gefangene. Ein Bekenntnis aus diesem Jahrzehnt , Das Leben meiner Mutter oder Gelächter von außen schildern die Welt der frühen Unterdrückung, den Schrecken des Kriegs und die Unruhen in den Jahren der Weimarer Republik. Die Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland führte Graf über Wien und Brunn nach New York, wo er Hilfsaktionen für europäische Künstler organisierte. Graf, der sich selbst als internationaler Sozialist und bayerischer Katholik bezeichnete, blieb auch nach 1945 in den USA, ohne dort wirklich heimisch zu werden. Seine Urne wurde 1968 in München beigesetzl.
      Bolwieser
Der Roman eines Ehemannes spielt nicht wie viele andere Bücher von Oskar Maria Graf im bäuerlichen, sondern im kleinstädtischen Milieu. Das unauffällige Werk kann zu den gewichtigsten Arbeiten des bayerischen Schriftstellers gerechnet werden. Er erfuhr 1964 unter dem Titel Die Ehe des Herrn Bolwieser. Roman aus Niederbayern eine Neuauflage.
      Inhalt: Der Bahnhofsvorstand Xaver Bolwieser, ein Mann Mitte dreißig, hat mit der »appetitlichen« Tochter eines reichen Brauereibesitzers eine gute Partie gemacht. Der frisch gebackene Ehemann schaut mit »gieriger Zuversicht« in die Zukunft. Er fühlt sich als Sieger und wird von seiner Frau in diesem Gefühl bestärkt. Sein Abstieg erwächst nicht aus den politischen Unruhen, die im Hintergrund immer wieder anklingen, sondern aus den banalen Lügen des Alltags, dem dumpfen Sexus, dem Geschlechterkampf, dem Eheleben. Der Niedergang vollzieht sich schließlich durch einen Meineid, den Bolwieser unaufgefordert vor Gericht leistet. Er versucht damit vergeblich eine heile Ehewelt und die Treue seiner Gattin zu beschwören. Am Ende verliert er seine Beamtenstelle und wird zu einer Gefängnisstrafe verurteilt; seine Frau lässt sich von ihm scheiden. Nach der Entlassung fristet er ein Leben als Fährmann, in dem er demütig mit seiner Umgebung verschmilzt.
      Aufbau: Die eher der mündlichen Erzähltradition als dem modernen Roman verpflichtete Ehegeschichte erzählt von einem verborgenen Geschlechterkrieg, von der verblendenden Macht des Sexus, dem Gegeneinander von Beamten und Geschäftsleuten in einer Kleinstadt, nicht zuletzt von der Macht des Klatschs. Der Erzähler erprobt die Beschränkung auf den kleinen Kosmos, Grafs Maxime gemäß, dass sich im Privaten stets das Allgemeine spiegle .
      Die gesellschaftlichen Prozesse werden scheinbar als naturhafte geschildert. Die deutsche Kleinbürgerseele glaubt sich »versorgt und geborgen«; das politische Donnergrollen vermag Bolwieser nur Abscheu, aber keine Angst einzujagen. Mit einem strahlenden Sommermorgen setzt das Erzählen ein; in den regenschweren Tagen des Herbstes brauen sich die Wolken zusammen; dann bricht der Winter herein und

Bolwieser schrumpft zusammen zu einem »geduldigen Pudel«.
      Graf nimmt Anteil an seinen Figuren, aber weder ergreift er Partei noch denunziert er sie. Sein erzählerischer Ton ist durchaus boshafter als der seiner älteren Kollegen wie Ludwig
->Thoma oder der seiner Zeitgenossen wie Adam Scharrer . Wirkung: Die erzählerische Genauigkeit, mit der große und kleine Welt, banale Privatheit und politische Bewegungen gespiegelt werden, ergibt in Verbindung mit der distanzierten Kraft des Erzählers einen unverwechselbaren Ton, der Graf in den 1930er Jahren Anerkennung und Erfolg beschert hat. In den 1960er und 1970er Jahren sind Graf und sein Roman dann von jungen Autoren wie Martin Sperr , Herbert Achternbusch oder Franz Xaver Kroetz wieder entdeckt worden. Einen Höhepunkt der Wirkungsgeschichte stellt Rainer Werner Fassbinders Verfilmung von 1976/77 dar.


Rilke, rainer maria

Geb. 4.12.1875 in Prag; gest. 29.12.1926 in Val-Mont/Wallis »Generationen deutscher Leser galt und gilt er als die Verkörperung des Dichterischen, sein klangvoll-rhythmischer Name wurde zum Inbegriff des Poetischen« . Als Fazit von R.s Nachruhm liest sich das wie die Sockelinschrift für die Büste .....
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Rainer maria rilke (i875-i926)

Auch in diesem Zusammenhang möchte es gesagt sein: Rilke gehört zu den wenigen großen Lyrikern deutscher Sprache im 20. Jahrhundert. Dennoch gerät man, 80 Jahre nach seinem Tod, in ein schwer auflösbares Paradox, bedenkt man Rilkes dichtungsgeschichtliche Bedeutung und die Rezeption seines Werkes, G .....
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Oskar loerke (i884-i94i)

Der Dichter, 1884 in eine westpreußische Bauernfamilie hineingeboren, nannte die Weichsel seine 'zweite Mutter und den Himmel über den Ebenen und Hügeln am Strome" seinen zweiten Vater und betonte damit eine gleichsam naturphilosophische Selbstdeutung. Der Gymnasiast geriet in Graudenz in pietistis .....
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Oskar pastior (-i927)

I. Beschreibung der Beschreibung Monologophagie. Damit lässt sich aufhören, damit lässt sich beginnen. Wer über Oskar Pastior schreibt, gerät unweigerlich in den Sog der Selbstbezüglichkeit, in dem sich das eigene Schreiben selbst verzehrt. Man weiß den Text nach der Lektüre von Pastiors Texten in .....
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Oskar loerke

Im Gegensatz zu Trakls statischer Gedichtlandschaft, die von der reinen Kälte der Gestirnwelt einen Hauch ver= spüren läßt, herrscht in Oskar Loerkes Gedichten der flie= ßende Charakter vor, auch da, wo die Großstadt ihm ver= wehrend entgegentritt. Es ist hier des slawischen Unter» Stroms zu gedenke .....
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Graf, oskar maria

Zwei Tage nach der Bücherverbrennung erschien in der Wiener Arbeiterzeitung ein Artikel G.s unter dem Titel »Verbrennt mich!«, der danach durch die Weltpresse lief. In die erste Liste verbotener Bücher hatten die Nazis von den 13 selbständigen Titeln G.s nur seine Autobiographie Wir sind Gefangene .....
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Grün, anastasius (d.i. anton alexander graf von auersperg)

In Johann N. Nestroys Revolutionsposse Freiheit in Krähwinkel prallen der freiheitlich gesinnte Nachtwächter und der reaktionäre Ratsdiener Klaus zusammen. Jener hatte sich erkühnt zu bemerken: »Wir werd'n so frei sein«, was als »ruchloser Ausdruck« von dem bornierten Amtsbüttel scharf gerügt wird. .....
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Holzapfel, carl maria

S. A.-Weihnacht Hippe, Robert. In: Dt. politische Gedichte, 1974, S. 21-23. .....
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Kalckreuth, wolf graf von

Amsterdam Neis, Edgar. In: Städte und Landschaften, 1978, S. 98 - 100. .....
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Kanehl, oskar

Nachtcafe Froehlich, Jürgen. In: Liebe, 1990, S. 83 - 86. .....
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Loeben, otto heinrich graf von

Loreley Mohr, Franz Karl. In: Wächter 38, 1957, H. 3, S. 42 - 52. .....
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Loerke, oskar

Alle Wesen Stephens, Anthony. In: Oskar Loerke, 1986, S. 155 - 157. An die Grundmächte Jung, Roswitha. In: Loerke, 1971, S. 8 - 13. Andacht König, Dieter. In: Loerkes Gedichte, 1963, S. 43 - 52. Ans Meer König, Dieter. In: Loerkes Gedichte, 1963, S. 164 - 187. Lorbe, Ru .....
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Pastior, oskar

Abendlied Hildesheimer, Wolfgang. In: Frankfurter Anthologie 8, 1984, S. 253 - 256. .....
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Redwitz, oskar von

Volkskrieg Menne, Angelika. In: Einigkeit und Unite, 1980, S. 268-271. .....
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Rilke, rainer maria

Abend Langenheim, Karin. In: Rilke / Buch der Bilder, 1962, S. 162 - 164. Hubert, Gerda. In: Abend und Nacht in Gedichten, 1963, S. 27 - 39. Abend in Skäne Langenheim, Karin. In: Rilke / Buch der Bilder, 1962, S. 160 - 162. Fülleborn, Ulrich. In: Blätter der Rilke-Gesellschaft 17, 1990, S. 1 .....
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Stolberg, friedrich leopold graf zu

An die Natur Sowinski, Bernhard und Schuster, Dagmar. In: Sturm und Drang, 1992, S. 62 - 65. An die Natur Sowinski, Bernhard. In: Sturm und Drang, 1992, S. 66 - 67. Der Mond Neis, Edgar. In: Mond in der Lyrik, 1971, S. 65 -67. Lied, auf dem Wasser zu singen, für meine Agnes Kranz, Gisbe .....
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Strachwitz, moritz graf von

Das Herz von Douglas Schmidt. Erhard. In: Pädagogische Welt 15, 1961, S. 359 - 362. Freund, Winfried. In: Ballade, 1978, S. 88 - 94. Herrn Winfreds Meerfahrt Egger, Fritz. In: Wege zur Ballade, 1976, S. 351 -358. .....
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Willemer, mariane von

Das Heidelberger Schloß Manger, Klaus. In: Heidelberg, 1987, S. 175 - 209. .....
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Herbsttag - rainer maria rilke

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren laß die Winde los. Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; gib ihnen noch zwei südlichere Tage, 5 dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren We .....
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Das karussell - rainer maria rilke

Jardin du Luxembourg Mit einem Dach und seinem Schatten dreht sich eine kleine Weile der Bestand von bunten Pferden, alle aus dem Land, das lange zögert, eh es untergeht. 5 Zwar manche sind an Wagen angespannt, doch alle haben Mut in ihren Mienen; ein böser roter Löwe geht mit ihnen und dann und wa .....
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Der panther - rainer maria rilke

Im Jardin des Plantes, Paris Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt. Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, 5 der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz v .....
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Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Der silberdistelwald - oskar loerke

Mein Haus, es steht nun mitten Im Silberdistelwald. Pan ist vorbeigeschritten. Was stritt, hat ausgestritten 5 In seiner Nachtgestalt. Die bleichen Disteln starren Im Schwarz, ein wilder Putz. Verborgne Wurzeln knarren: Wenn wir Pans Schlaf verscharren, 10 Nimmt niemand ihn in Schutz. Vielleicht, .....
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Kleines ruhmesblatt für alexander graf von faber castell - reiner kunze

1 Als wir zu beginn der sechziger jähre nach Greiz in Thüringen gezogen waren, sagte eines morgens die briefträgerin: »Was die leute so reden, herr Kunze.« Sie wollte sich nicht nur der post entledigen, und ich ermutigte sie. »Sie hätten eine so tüchtige frau«, sagte sie. »Stimmt«, sagte ich. »Jed .....
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Kleines ruhmesblatt für alexander graf von faber castell

Die seele hat ihren sitz in der nähe des herzens Mit jedem bäum, dessen wipfel s ausdünnt, treibt in der seele er angstnadeln In der nähe des herzens verschanzt er die tümpel seiner uferau, echos gewesener landschaft, 10 und steckt an den wald sich letztes reihersilber Das ergebnis des p .....
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Index » Gedichte aus unserer Zeit - Interpretationen

August graf von platen-hallermünde (i796-i835)

Wer je die Schönheit angeschaut mit Augen, Ist dem Tode schon anheimgegeben, Wird für keinen Dienst auf Erden taugen, Und doch wird er vor dem Tode beben, Wer je die Schönheit angeschaut mit Augen! Gleich dem ihm befreundeten Rückert war Platen ein Sprach- und Formkünstler hohen Grades. Schon di .....
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Index » DIE DEUTSCHE ROMANTIK

Rainer maria rilke (i875-i926).

Rilke wurde in Prag geboren und besuchte, von seinem Vater zum Offizier bestimmt, die Kadettenschule in St. Polten und die Militär-Oberrealschule in Mährisch-Weißkirchen . Da ihm aber der Soldatenstand nicht zusagte, wählte er den Beruf eines freien Schriftstellers, studierte an der Universität in .....
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Index » VOM NATURALISMUS ÜBER DIE JAHRHUNDERTWENDE » Der Symbolismus

Erich maria remarque (i898-i970)

schildert in seinem vielgelesenen und vielgeschmähten Buch 'Im Westen nichts Neues" mit bitterem Sarkasmus die Sinnlosigkeit des Krieges. Im Banne der Geschichte Das Erlebnis des gigantischen Völkerringens hatte die Fragen nach Sinn und Ziel der Geschichte neu aufgerissen. Und so wird nun in der F .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Zwischen den beiden Weltkriegen

Rainer maria rilke: »die aufzeichnungen des malte laurids brigge« (i9i0) - roman des einsamen ich

Der Weg nach innen »Daß man erzählte, wirklich erzählte, das muß vor meiner Zeit gewesen sein.« Auch wenn dieser Satz in den »Aufzeichnungen« auf Makes Erfahrungen mit den Personen in seiner Kindheitswelt gemünzt ist, verweist er doch zugleich auf das künstlerische Problem. Nie zuvor in der deuts .....
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Index » Roman Chronik

Fotografie

Die Kreuzungen von Literatur- und Mediengeschichte verdanken sich der Verschaltbarkeit ihrer Archive. Georg Büchner läßt den Lenz seiner gleichnamigen Erzählung, der zwei schöne Mädchen betrachtet, über das Ungenügen der seinerzeitigen Speichertechniken klagen: »Die schönsten, innigsten Bilder der a .....
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Index » Voraussetzungen und Grundfragen der Literaturwissenschaft » Literatur und Medien

August graf von platen (i796-i835): venedig liegt nur noch im land der träume ... nur noch im land der träume?

Zur poetischen Ausbeute, mit der Platen von seiner ersten Italienreise im Jahre 1824 zurückkehrte, gehören die Sonette aus Venedig. Sie signalisieren schon Pla-tens Übersiedlung nach Italien im Jahre 1826. Der aus einer verarmten adligen Familie stammende Autor, der dem Bayerischen Königshaus vier .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Die Republik - ein Traum

Rainer maria rilke (i875-i926): herbsttag - wer jetzt kein haus hat

Das Gedicht Herbsttag entstand im Herbst 1902. Rilke hatte die Wohngemeinschaft mit seiner Frau, der Bildhauerin Clara Westhoff, und der gemeinsamen Tochter in Westerwede aufgegeben und war nach Paris gezogen, um an einem Rodin-Buch zu arbeiten. Der biographische Hintergrund, der sich im Gedicht an .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Feier später Schönheit

Oskar loerke (i884-i94i): brief-wilhelm lehmann (i882-i968): auf sommerlichem friedhof (i944)

Zwei Gränchen Staub im Wind Oskar Loerke, Träger des Kleist-Preises von 1913, war als Cheflektor des S. Fischer Verlags eine der Schaltstellen des literarischen Lebens in den zwanziger Jahren. In seinen Dichtungen bleiben Landschaftserlebnisse einer Kindheit im Osten prägend. Seine Naturlyrik str .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Magie der Natur

Oskar pastior (geb. i927): heißer abend im alten tulcea - das karussell

Das Gedicht gehört nicht zu den Texten Pastiors, die aus der lyrischen Tradition radikal ausbrechen ins experimentelle Spiel mit der Sprache und neue Sprachlegierungen erproben. Es steht noch im Vorfeld der Anagrammgedichte, der Umstellung von Buchstaben und Silben, oder der Gedichte in Palindromen, .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Der Lyriker als Laut-Mime und Sprach-Virtuose

Rainer maria rilke - spanische tÄnzerin

Wie in der Hand ein Schwefelzündholz, weiß, eh es zur Flamme kommt, nach allen Seiten zuckende Zungen streckt —.• beginnt im Kreis naher Beschauer hastig, hell und heiß ihr runder Tanz sich zuckend auszubreiten. Und plötzlich ist er Flamme, ganz und gar. Mit einem Blick entzündet sie ihr Haar .....
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Rainer maria rilke - die erste elegie

Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge von seinem stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen v .....
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Graf, roger

Biografie: *27.11.1 in Zürich. R. Graf schrieb bereits während seiner Ausbildung zum Sportartikelverkäufer erste Gedichte und Kurzgeschichten, erfand außerdem zwei Kartenspiele, ver-fasste Drehbücher und Filmkritiken und schrieb fürs Radio Satiren, Sketche, Spiele und Nonsense. Der Schöpfer von imme .....
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Heim, uta-maria

Biografie: "14.10.1 in Schramberg. U.-M. Heim studierte Literaturwissenschaft, Linguistik und Soziologie und veröffentlichte 1985 ihren ersten Gedichtband. Während ihres Studiums arbeitete sie als Kritikerin bei einer Stuttgarter Zeitung und schrieb erste Hörspiele und Rundfunkfeatures. 1991 veröffe .....
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Matray, maria und krüger, answald

auch unter dem Pseud.: Maria Solveg Biografie: Maria Matray, geb. Stern *14.7.1 in Niederschönhausen bei Berlin, +1993, Answald Krüger *1919, +1977. M. Matray absolvierte eine Ausbildung zur Tänzerin und arbeitete in Berlin als Schauspielerin. 1927 heiratete sie den Regisseur und Ch .....
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Mudrich, eva maria

Biografie: *1927. E. M. Mudrich arbeitete bei einer Berliner Tageszeitung und für verschiedene Rundfunkanstalten. Seit 1970 schrieb sie vorwiegend Hörspiele. Sie gehört zu den deutschsprachigen Autorinnen, die sich mit dem Science-Fiction-Hörspiel befassten, das in den Achtzigerjahren besonders v .....
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Reuther, marianne

Biografie: *11.10.1 in Ortenberg. M. Reuther wuchs in Frankfurt/Main auf. Sie besuchte die Lehrerbildungsanstalt in Königstein und die Werkkunstschule Offenbach. Als Entwurfszeich-nerin war sie in einem Architekturbüro tätig, später als Prokuristin im Außen- handel. Berufliche Reisen führten sie in .....
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Oskar loerke: »leitspruch. november i940«

Oskar Loerkes »Leitspruch«, datiert auf November 1940, wurde von Peter Suhrkamp aus dem Nachlass des Dichters veröffentlicht: Jedwedes blutgefügte Reich Sinkt ein, dem Maulwurfshügel gleich. Jedwedes lichtgeborne Wort Wirkt durch das Dunkel fort und fort. Die vier Zeilen sind Widmungsverse, die .....
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Index » Lyrik des 20. Jahrhunderts (1900-1945) » Lyrik in finsteren Zeiten 1930-1945

Loerke, oskar

Der Sohn eines Ziegelei- und Hofbesitzers aus der Weichselniederung reiste und wanderte gern, es waren L.s extensivste Erfahrungen, mit der Welt, vor allem mit der Natur in Kontakt und Dialog zu kommen. Seine weiteste Reise führte ihn nach Nordafrika, dank eines Reisestipendiums des »Norddeutschen L .....
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Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Remarque, erich maria (d.i. erich paul remark)

»Irgend etwas fehlt mir an seinem gesicht, wahrscheinlich ein monokel« . In Berhn hatte sich R. noch Auge geklemmt, mit Spazierstock, Melone plus ge-kauftem Adelstitel in der Pose des Dandys paradiert, um sich von den kleinbürgerlichen Verhältnissen abzusetzen, aus denen er stammte. Buchbin .....
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Rilke, rainer maria

»Generationen deutscher Leser galt und gilt er als die Verkörperung des Dichterischen, sein klangvoll-rhythmischer Name wurde zum Inbegriff des Poetischen« . Als Fazit von R.s Nachruhm liest sich das wie die Sockelinschrift für die Büste eines endgültig ins Musee imagi-naire kanonischer Dichtung abg .....
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