Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Autoren

Index
» Autoren
» Galbraith, John Kenneth

Galbraith, John Kenneth - Leben und Biographie



Bereits Anfang der 1950er Jahre machte John Kenneth Galbraith mit Büchern wie Der amerikanische Kapitalismus im Gleichgewicht der Wirtschaftskräfte auf sich aufmerksam. Gesellschaftim Uberfluss wurde ein Weltbestseller, der seinen Ruf als einer der einflussreichsten Ökonomen der Nachkriegszeit und als Vorbote des Wohlfahrtsstaats begründete.
      Galbraith studierte Agrar-, später Wirtschaftswissenschaften. 1933 promovierte er an der Universität von Kalifornien in Berkeley und übernahm im folgenden Jahr einen Lehrauftrag an der Harvard University in Cambridge , die er 1939 angetreten hatte, gab er nach kurzer Zeit wieder auf, um die Leitung der PTeisabteilung im Büro für Preispolitik und öffentliche Versorgung in Washington Ãœ.C. zu übernehmen. 1948 kehrte er nach Harvard zurück, wo er als Professor für Wirtschaftswissenschaften bis zu seiner Emeritierung 1975 lehrte. Auch als Berater des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy wamte er vor den Folgen unkontrollierten Wachstums für Menschen und Natur.
      Gesellschaft im Uberfluss
In seinem gesellschaftskritischen Buch Gesellschaftim Uberfluss erläutert Galbraith stilistisch brillant seine These vom Ãœbermaß privater Güter und dem Mangel öffentlicher Dienste. Es verweist insbesondere auf die in modernen Industriegesellschaften bestehende Abhängigkeit zwischen der zunehmenden Konsumgüterproduktion und den von ihr künstlich geschaffenen Bedürfnissen. Nicht nur wegen seiner populärwissenschaftlichen Texte, sondern auch als Exponent der ökonomischen Linken ist Galbraith ein Außenseiter der zumeist konservativ geprägten Zunft geblieben. Inhalt: In dem in 25 Kapiteln unterteilten Buch versucht Galbraith die Unzulänglichkeit der in den USA in den 1950er Jahren vorherrschenden liberalen Wirtschaftsideologie nachzuweisen,
II K
V F
S 0 C

40TH ANNIVERSARY I
.i oii n k r.
G A Ldie sich in einem Missverhältnis von privater Verschwendung und öffentlicher Armut ausdrücke. Zunächst widmet er sich der Entstehung der liberalen Wirtschaftstheorie, deren Vertreter Armut, Ungleichheit und Ãœberbevölkerung als naturgegebene Parameter akzeptierten und ungehemmten Wettbewerb predigten. Spätestens die ökonomische Krise der 1930er Jahre habe aber offenkundig werden lassen, dass eine solche Wettbewerbsvorstellung die bestehenden wirtschaftlichen und sozialen Probleme verschlimmere. In einer Ãœberflussgesellschaft wie den USA verliere die liberale Lehre die Verbindung zur Realität. Nach wie vor, so Galbraith, ;'c°ö".',"'";»c."*".; hänge die liberale Ökonomie [-"^""" den Ãœberzeugungen einer Theorie nach, die der Vergangenheit angehöre: Obwohl die moderne Industriegesellschaft die Bedürfnisse der Bevölkerung befriedigen könne, strebe sie weiter nach mehr Wachstum und erzeuge bis dahin unbekannte Bedürfnisse. Der private Konsum werde durch aufwändiges Marketing gesteigert, für den Bereich der öffentlichen Güter sei dagegen kein vergleichbarer Mechanismus vorhanden. Im Gegenteil: Ausgaben der öffentlichen Hand würden zumeist als Verschwendung empfunden und vernachlässigt. Das Ungleichgewicht zwischen Privatwirtschaft und Staat zeige sich in heruntergekommenen Städten und in Armut.
      Grundprobleme der Wirtschaft wie Inflation, Arbeitslosigkeit und die Finanzierung künstlich geschaffener Bedürfnisse könnten nur gelöst werden, wenn sich die moderne Ökonomie vom liberalen Wettbewerbsmodell verabschiede. In seiner Theorie des »sozialen Gleichgewichts« fordert Galbraith die Verwirklichung einer Balance von privatem und öffentlichem Reichtum und empfiehlt u.a. die Einführung einer flexiblen Arbeitslosenunterstützung sowie die Neuverteilung des Steuereinkommens, um auf diese Weise Gesundheitsvorsorge, Wohnungsbauprogramme und eine bessere Ausbildung zu gewährleisten.
      Wirkung: Zunächst wurde Galbraith' sozialkritische Studie mit Begeisterung aufgenommen. Erst allmählich setzte sich die Erkenntnis durch, dass der Begriff »Ãœberflussgesellschaft« nicht auf alle Bevölkerungsschichten der USA angewendet werden kann. Dass sich aber in der Folgezeit mehr Ökonomen mit Disziplinen wie der Wohlfahrtsökonomie auseinander setzten, ist auch das Verdienst von Galbraith.


Johnson, uwe

Geb. 20.7.1934 in Kammin/Pommern; gest. 23.2.1984 in Sheerness Schon Mitte der 1950er Jahre erkannte der Leipziger Literaturhistoriker Hans Mayer das große erzählerische Talent des damals zwanzigjährigen Germanistikstudenten J. und empfahl seinen Schüler, der eine hervorragende Diplomarbeit über E .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige autoren

Saint-john perse - exil (i942) (auszüge)

II A nulles rives dediee, ä nulles pages confiee la pure amorce de ce chant... D'autres saisissent dans les temples la corne peinte des autels: Ma gloire est sur les sables! ma gloire est sur les sables!... Et ce n'est point errer, 6 Peregrin, Que de convoiter l'aire la plus nue pour assembler a .....
[ mehr ]
Index » Gedichte des 20. Jahrhunderts mit Übersetzungen

Saint-john perse - verbannung (auszüge)

II Keinen Ufern zugedacht, keinen Blättern anvertraut die reine Lok-kung dieses Lieds ... Andere greifen in den Tempeln nach dem bemalten Hörn der Altäre: Mein Ruhm ist auf dem Sand! Mein Ruhm ist auf dem Sand!... Und es heißt nicht, daß man irrt, o Fremdling, Wenn man die nackteste Tenne begehr .....
[ mehr ]
Index » Gedichte des 20. Jahrhunderts mit Übersetzungen

Auf dem nachttisch - john dos passos

(John Dos Passos .....
[ mehr ]
Index » Komparatistik » Literaturkritik

Austin, john latigshaw

Der Name A.s ist eng verbunden mit den Bemühungen um die »Philosophie der normalen Sprache« . die im wesentlichen von ihm — zu nennen wären außerdem noch Ludwig Wittgenstein und Gilbert Ryle — begründet wurde. Dem Oxforder philosophischen Klima gemäß entfaltete A. seine Ãœberlegungen vornehmlich .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Philosophen biographisch

Dewey, john

Neben William James haben D.s Schriften am meisten zur Verbreitung des Pragmatismus beigetragen. Für D. in spezifischer Weise charakteristisch war, wie er die Philosophie für die Pädagogik fruchtbar machte. Die Kombination von philosophischem Denken und Interesse an sozialen Problemen der Gesellscha .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Philosophen biographisch

Locke, john

Auch jenseits der Philosophie waren die Interessengebiete von L. weit gespannt: So bedachte er seine Landsleute reich mit Traktaten über Weinbau, mit Reiseberichten und praktischen ökonomischen Kompendien, wie das eigene Hab und Gut zu mehren sei. Die Nachwelt versetzte der Enzyklopädist L. mit sein .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Philosophen biographisch

Mill, john stuart

Tatsachenwissen und die »Benutzung mathematischer Figuren«, die »eine genaue Beweisführung« zulassen, war das Lernziel der jungen Gradgrinds in der Musterschule ihres Vaters, in der sie von ihrem zartesten Alter an. »kaum daß sie allein laufen konnten«, geschulmeistert worden waren. Charles Dickens .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Philosophen biographisch

Searle,john rogers

Der Name von S. ist unauflöslich mit dem Begriff »Sprechakt« verbunden. Ein Sprechakt ist eine sprachlich vollzogene Handlung, die in einen Kommunikationskontext eingebettet ist und nach bestimmten Regeln abläuft, damit das Gelingen der Sprachhandlung, vor allem die erfolgreiche Ãœbermittlung der In .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Philosophen biographisch

Uwe johnson (geb. i934)

siedelte 1959 nach West-Berlin über, als sein erstes Romanmanuskript von ostdeutschen Verlagen nicht angenommen wurde. Hier fand er sogleich einen Verlag für seinen Roman 'Mutmaßungen über Jakob", der das Thema der Teilung Deutschlands zum Gegenstand hat. Auch seine nächsten Werke behandeln menschli .....
[ mehr ]
Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Nach 1945

Uwe johnson: »mutmassungen über jakob« (i959) - romanpoetik der unbestimmtheit

Im Netz der Ãœberwachung Wer Wegweiser für das Leseabenteuer in der Unübersichtlichkeit dieses Romans braucht, der lese zunächst die am Schluß angefügten »Angaben zur Geschichte Jakobs«. Sie sind ein Inhaltsabriß. Und so erinnert das Ganze an jene Text-Bild-Rätsel in Zeitungen und Magazinen, unte .....
[ mehr ]
Index » Roman Chronik

Brentano, brecht, horst wessel und johnson

Wenn das deutsche Volk in der Welt weniger als das Volk der Dichter und Denker, sondern eher als das »der Richter und Henker« gilt, so ist das nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß in diesem Land die Machthaber mit besonderer Vorliebe eben die Dichter und Denker bekämpft und ver- folgt haben .....
[ mehr ]
Index » wer schreibt provoziert

Johnson, uwe

Schon Mitte der 50er Jahre erkannte der damals in Leipzig ansässige Literaturhistoriker Hans Mayer das große erzählerische Talent des damals zwanzigjährigen Germanistikstudenten J. und empfahl seinen Schüler, der eine hervorragende Diplomarbeit über Ernst Barlach angefertigt hatte, dem westdeutschen .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

 Tags:
Galbraith,  John  Kenneth    


Impressum

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com