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France, Anatole - Leben und Biographie



Als aufgeklärter Epikureer und Verfechter sozial engagierter Ideen vertrat Anatole France die Gegenposition zum morbiden Irrationalismus der symbolistischen Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
      Der Sohn eines Buchhändlers wuchs ganz im Geist des Humanismus auf. Sein literarisches Schaffen, das sich parallel zu seiner Tätigkeit als Bibliothekar und Lektor entwickelte, konzentriert sich im Wesentlichen auf den historischen Roman. Sein Hauptwerk, der Romanzyklus Zeitgenössische Geschichte, der zwischen 1897 und 1901 in vier Bänden mit verschiedenen Titeln erschien, beleuchtet mit bitterem Scharfsinn und Humor die gesellschaftlichen Missstände im Frankreich der Jahrhundertwende. 1897 engagierte sich France anlässlich der Dreyfusaffä-re auf Seiten der Sozialisten für eine rückhaltlose Aufklärung sämtlicher Hintergründe.
      Seine kritische Haltung gegenüber Staat und Kirche ließ France in zunehmendem Maße zum Kommunismus tendieren. Einen Vergleich mit
-»Voltaire legen sowohl sein Eintreten für Toleranz und individuelle Freiheit als auch sein eleganter, von Ironie und Skeptizismus durchzogener Stil nahe. Stärker ausgeprägt als bei Voltaire ist bei France allerdings die persönliche Anteilnahme am menschlichen Leid, so etwa im Erzählband Crainquebille . 1914 zog er sich durch die Aufforderung, im Falle eines Sieges die Deutschen als Freunde zu behandeln, den Vorwurf des Defätismus zu. 1921 erhielt France den Nobelpreis für Literatur »in Anerkennung seiner glänzenden Leistungen, die sich durch Adel und Kraft des Stils, hochherzige Menschlichkeit, echten Charme und französisches Temperament auszeichnen« .
      Die Götter dürsten
In seinem meistgelesenen Roman Die Götter dürsten schildert Anatole France den politischen Fanatismus im revolutionären Paris der Schreckensjahre 1793/94. Inhalt: Der junge, erfolglose Maler Evariste Ga-melin. ein begeisterter Anhänger der Revolution, bekommt durch Beziehungen einen Platz als Geschworener im gefürchteten Revolutionstribunal. Aus dem empfindsamen, von glühenden Idealen erfüllten Jüngling entwickelt sich rasch ein fanatischer Befürworter des revolutionären Schreckens, der selbst die Hinrichtung des eigenen Schwagers gutheißt. Auch die Liebe seiner wannherzigen Freundin Elodie Blaise kann seinen inneren Verhärtungsprozess nicht aufhalten. Mit dem Sturz Robespierres endet jedoch auch die Karriere von Evariste. Von den Menschen verachtet und gehasst, erwartet ihn -wie die meisten der ehemaligen Betreiber des Schreckens - der Tod unter der Guillotine. Am Beispiel menschlicher Einzelschicksale aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten führt France vor Augen, wie der private Lebensbereich unaufhaltsam unter den Einfluss der politischen Vorgänge gelangt. Durch die vielen Diskussionen der Romanfiguren über den Stellenwert der Künste wird deutlich, dass Frankreich während der Revolution auch Brennpunkt moralischer und ästhetischer Kontroversen war.
      Wirkung: Die Götter dürsten ist eine Anklage gegen Fanalismus jeglicher Art. Der Erfolg des Romans gründet in der sublimen Geschichtskenntnis und der umfassenden Bildung des Autors, der den alltäglichen Schrecken der Jahre 1793/94 für den Leser erfahrbar macht.

Hauptpersonen in »Das Tagebuch der Anne Frank«
â–  DIE UNTERGETAUCHTEN Otto Heinrich Frank, Anne Franks Vater, wurde am 27. Januar 1945 im KZ Auschwitz von der Roten Armee befreit. Er kehrte im Juni 1945 nach Amsterdam zurück. Edith Frank, Annes Mutter, starb am 6. Januar 1945 im KZ Auschwitz-Birkenau. Margot Berti Marie Frank, Annes ältere Schwester, starb Anfang März 1945 im KZ Bergen-Belsen.
      Anne Frank, die jüngere Tochter von Otto und Edith, starb wenige Tage später in Bergen-Belsen. Hermann van Pels, Geschäftspartner von Otto Frank, floh 1937 mit seiner Familie von Osnabrück nach Amsterdam. Er wurde 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet. Auguste van Pels, seine Frau, starb vermutlich im Frühjahr 1945 inTheresienstadt.
      Peter van Pels, ihr Sohn, starb am 5. Mai 1945 in Mauthausen, drei Tage vor der Befreiung des Konzentrationslagers. Fritz Pfeffer, Zahnarzt, floh 1938 aus Frankfurt am Main nach Amsterdam. Er kam am 20. Dezember1 im KZ Neuengamme ums Leben. â–  DIE HELFER
Victor Kugler wurde nach dem Verrat des Verstecks ins holländische KZ Amersfoort gebracht. Im März 1945 konnte er bei einem Transport fliehen und bis Kriegsende untertauchen.
      Johannes Kleiman wurde ebenfalls im KZ Amersfoort interniert, erkrankte dort und wurde auf Vermittlung des Roten Kreuzes im September 1944 nach Hause entlassen. Miep Gies und Bep Voiskuijl wurden nicht verhaftet.
     


Tour de france - günter grass

Als die Spitzengruppe von einem Zitronenfalter überholt wurde, gaben viele Radfahrer das Rennen auf. Spruchweisheit, Apodiktum, Lakonie? Ganz anders: mir scheint, dieser Vierzeiler bannt auf seltsam intensive Weise ein Leitmotiv des Günter Grass — Skepsis. Das Gedicht will verstanden sein nich .....
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