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Eduard Schullerus - Leben und Biographie



1877 in Kronstadt geboren, besuchte Eduard Schullerus zunächst die Honterusschule und anschließend die Rechtsfakultät in Presov und Klausenburg. Zwischendurch hielt er sich ein Jahr lang in Berlin auf. 1900 kehrte er in seine Vaterstadt zurück, wo er als Praktikant am Kronstädter Gerichtshof, dann als Magistratsbeamter, Polizeikommissär und schließlich als Stadtarchivar tätig war.
      Seit 1907 war er ständiger Mitarbeiter der Karpathen, wo seine besten Dichtungen abgedruckt wurden. Meschendörfer behauptet, es sei 'kaum eines der 168 Hefte erschienen, ohne daß sein Inhalt nachher mit Schullerus durchgesprochen wurde". Ein unheilbares Lungenleiden ließ ihn frühzeitig — 1914 — sterben.
      Außer einigen Prosaversuchen und Ãœbersetzungen aus dem Ungarischen umfaßt sein Werk ausschließlich Lyrik. Seine Gedichte sind zwölf Jahre nach seinem Tod von Meschendörfer herausgegeben worden. Sie sind zwar in einer zuverlässigen Ausgabe zugänglich, doch umfaßt diese nicht das gesamte dichterische Werk. Einiges liegt noch verstreut in den Periodika jener Jahre, anderes dürfte sich im Nachlaß befinden3.
      Das lyrische Werk von E. Schullerus trägt paradigmatisohe Züge. In seiner stilistischen und zeitspezifischen Abrundung ist es vielleicht die typischste Erscheinung der sächsischen Lyrik um_ die Jahrhundertwende. Sein Dichten setzt gegen Ende des vorigen Jahrhunderts ein und reicht bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Zum Unterschied von den Gedichten seines Generationsgenossen Hermann Kloß hatte die Lyrik von E. Schullerus, als Meschendörfers Zeitschrift ihr Erscheinen einstellte, ihren Abschluß gefunden. Schullerus erweist sich somit als der eigentliche Dichter der Karpathen.
      Die heimische Literaturbetrachtung wurde schon frühzeitig auf seine eigenartigen Dichtungen aufmerksam. Mit wenigen _ Ausnahmen äußerte sich die Kritik zu den Gedichten positiv5. Die Kronstädter Zeitung bezeichnete Schullerus als den 'größten lyrischen Dichter" der Siebenbürger Sachsen. Später'weichen diese panegyrischen Äußerungen zwar objektiveren Einschätzungen, dochwurde auch weiterhin mit Lob nicht gespart. Als die Dichtungen im Band vorlagen, wurden sie von Heinrich Zillich immer noch als 'das größte abgeschlossene lyrische Werk eines Siebenbürger Sachsen" bezeichnet. Zillich sah darin jedoch zugleich auch eine Verkörperung 'des üblichen sächsischen Schicksals", das keine höchsten, aber gute Würfe kenne. Ähnlich urteilte auch Bernhard Capesius, als er Schullerus das Recht auf Geltung im gesamten deutschen Sprachraum bescheinigte. Nachher geriet Schullerus immer mehr in Vergessenheit.
Eine eingehende Analyse seines lyrischen Werkes steht noch aus, desgleichen eine sachgerechte Wertung seiner Dichtungen. Der Versuch, sie zu periodisieren, erscheint auf den ersten Blick nicht besonders sinnvoll. Sie sind in einer relativ kurzen Zeitspanne entstanden , wobei die Themen und die lyrische Haltung sich in allen Entwicklungsetappen ungefähr gleich bleiben. Ebenso lassen sich auch in der Darstellungstechnik nicht wesentliche Umbrüche bemerken: in den meisten Gedichten stehen Lebensfragen im Vordergrund, die anhand von Naturbildern abgehandelt werden. Trotzdem kann man das lyrische Werk in drei Entwicklungsabschnitte gliedern, die rein äußerlich ungefähr mit dem jeweiligen Aufenthalt des Dichters in Lungenheilanstalten zusammenfallen. Diese Aufenthalte, die meist mehrere Monate dauerten, wirkten sich zum Teil auch auf die Lyrik strukturbildend aus, denn die neuerfahrenen Wirklichkeitsbereiche und der Stand seiner unheilbaren Krankheit bedingten auch den Gehalt und die Gestaltungsmodalitäten. So wird man als Frühphase die Zeit bis zu seiner Einlieferung in das Sanatorium von Alland ansehen können, als mittlere und zugleich auch als reifste die Periode bis zum Aufenthalt in Ospedalletti und als letzte den Zeitabschnitt bis zu seinem Tode . Das Erscheinungsjahr der Karpathen war kein einschneidendes Ereignis in der lyrischen Entwicklung von Schullerus, die in Meschendörfers Zeitschrift veröffentlichten Gedichte waren bereits früher geschrieben worden.
      Die dichterischen Anfänge von Schullerus fallen noch in die Gymnasialzeit. Später soll er, laut Meschendörfer, als Gelegenheitsdichter 'an nationalen und humoristischen Zeitschriften mitgearbeitet haben, bis er seine lyrische Eigenart entdeckte und die Gelegenheitsarbeiten in Prosa und Versen fast ganz einstellte". Auch ist er um jene Zeit des öftern in den Akademischen Blättern vertreten, allerdings weniger mit lyrischen n als mit rein informativen und literarhistorischen Beiträgen 12. Die Mitarbeit an der siebenbürgisch-sächsischen

Studentenzeitschrift, einem Organ, das für moderne Literaturbelange ein reges Interesse bekundete, dürfte für die spätere lyrische Entwicklung des Dichters nicht unbedeutend gewesen sein. Denn schon um 1900 tritt Schullerus mit einer für siebenbürgische Verhältnisse durchwegs neuen lyrischen Ausdrucksweise auf.
      Seine ersten lyrischen Gebilde, die in der Sprachgebung noch unbeholfen sind, enthalten keimhaft die späteren dichterischen Themen, Motive und Formen. So ist das 'todesmutige" Sterben im Karfreitag-Gedicht eine Vorwegnahme des 'Heldentums", der Bewältigung der Lebensnöte, ein Problemkreis, der in der Lyrik von Schullerus der öftern gestaltet wird. Desgleichen deuten die 'Dämonen" und 'Höllengeister" auf den Einbruch des Irrationalen in geordnete Weltzusammenhänge hin, eine dominierende Thematik im Werk des Dichters. Die Tendenz, die häusliche Idylle als letzte Zuflucht in einer verworrenen Welt hinzustellen, macht sich ebenfalls in der ersten Phase seiner Entwicklung bemerkbar .
      Gewählte sprachliche Fügungen, besondere lexikalische Bildungen , verbal gebrauchte Adjektive werden schon hier mit Erfolg angewandt. Das Gemeinte wird meist bildlich ausgesagt, ohne deklarative Zusätze . Der lyrische Gegenstand wird gewöhnlich mit minimalem Zutun des dichterischen Ichs so dargestellt, daß neben seiner geistigen Struktur auch der Sinnzusammenhang, für den er stellvertretend steht, erkannt werden kann.
      Schullerus' Aufenthalt in einer österreichischen Lungenheilanstalt war ausschlaggebend für die nachherige Entwicklung seiner Lyrik. Die zeitweilige Besserung seines Gesundheitszustandes gestattete es ihm, an sozialen und politischen Tagesfragen regen Anteil zu nehmen.

     
   Einen Niederschlag fand diese Anteilnahme am 'Sauselauf der Zeit" zunächst in der kritischen Auseinandersetzung mit überholten kleinstädtischen Ansichten:
Wir gehen nicht mit. Wir hassen das Nervöse. 'Kultur'' und 'Fortschritt" /.../ Hole sie der Böse! Wir danken Gott für unsre Einfachheit.

     
   Dieses Gedicht, das mit seiner Aussage vereinzelt im Band steht, dürfte sowohl ein Vorbote von Meschendörfers Erneuerungsbestrebungen sein als auch eine Rechtfertigung für die selbstgewählte Abgeschiedenheit des Dichters, wie sie in seinen Naturgedichten zum Ausdruck kommt. Die sozial-politische Losgelöstheit seiner
Lyrik, ihre idyllischen Charakterzüge, sind somit eine Folge der gesellschaftlichen Isolation und des Unbehagens an der Realität .
      Der zweite Entwicklungsabschnitt kann als Gipfelpunkt der lyrischen Leistung von Schullerus gelten. Keine der anderen Phasen weist eine so vielschichtige Thematik und gelungene Sprachgebung auf. Die jetzt geschriebenen Verse überragen die früheren und späteren vor allem durch die Art und Weise, in der ein bestimmter Wirklichkeitsbereich angemessen dargestellt wird. Die Naturlyrik dominiert weiterhin, was u. a. auch von einer einfachen Aneinanderreihung einiger Gedichttitel wie Sonnenblick, Stille Nächte, Erntezeit, Astern usw. unterstrichen wird. Doch steht nicht die äußere Widerspiegelung der empirischen Realität im Vordergrund, sondern vielmehr die Art und Weise ihrer dichterischen Aneignung. Kaum jemals wurde früher in der sächsischen Literatur mit der Sprache so geschickt verfahren wie jetzt. Die zahlreichen Fassungen der einzelnen Gedichte, die etwas ungewohnten Wortprägungen zeugen vom vollzogenen Wandel im dichterischen Schaffensprozeß: inspirative Ergriffenheit wird durch handwerkliches Können substituiert. Erwähnung verdient diesbezüglich die eigenartige Anwendung der Farbadjektive, die auf die folgende, expressionistische, Dichtungsepoche hinweist. Schon bei Schullerus finden wir Ansätze, die Farben nicht nur als Epitheta, sondern auch als Metaphern zu gebrauchen:
Schmück' wieder dich mit roten Blumen, Mai; Die rote Farbe zeigt den Drang zum Leben.

     
   Gewöhnlich stehen 'blau", 'rot", 'hell" für Diesseitsfreudigkeit, während 'weiß", 'blaß", 'dunkel" auf Kälte und Starrheit hinweisen. Zeitspezifik und allgemeine Lebensfragen werden auch hier vorwiegend anhand von paradigmatischen Naturbildern dargestellt, obwohl die Bezüge meist locker sind. Die erste Fassung des Gedichtes Astern erweist sich diesbezüglich als besonders gelungen, vor allem durch die Verwendung von aussagekräftigen Bildern, die die Lebens- und Kunstproblematik der Jahrhundertwende adäquat zum Ausdruck bringen:
...Wohlan, so wandern wir Nach unseren Bergen, wo der Sonnenschein, Der herbstlich blasse, seine Kinder wärmt. Aus jeder lacht dir eine kleine Sonne Als Widerglanz des großen Lichts,

Zu dem in frommer Dankbarkeit sie blicken, Weil es so Spätgeborene noch liebt.
Zu Beginn dieser Schaffensperiode überwiegt — thematisch gesehen — im allgemeinen die optimistische, daseinsfrohe Haltung —
Nur Zuversicht, ein wenig Hoffnung nur,
Und nur kein weichlich, stummverzweifelnd Bangen!,die gegen Ende von Resignation, Traurigkeit und Todesahnen verdrängt wird:
Wieder starb ein Tag dahin, Müder falt ich bleiche Hände, Tröstend fließt es durch den Sinn: Näher — näher deinem Ende!

   Die Allgegenwart des Todes —
Eine schwarze Amsel flog vor meinem Schritt, Nahm den sonnescheuen blassen Frohsinn mit

   bedingte auch das zwiespältige Weltbild, das in einigen dieser Gedichte in Erscheinung tritt. Wohl hat der Einbruch des Zufälligen in sonst rationell erfaßbare Realitätsbereiche zunächst rein persönliche Gründe, doch spielt dabei nicht minder die Unübersichtlichkeit sozial-politischer Gegensätze eine Rolle, die sich vor dem Ersten Weltkrieg immer mehr zuspitzten. Die empirische Welt entzieht sich somit dem dichterischen Erfassen und gebärdet sich als ein dem 'Willen fernentrücktes Wirken", als Schicksal, das das Individuum 'blind" in 'dunkles Unheil" lenkt. Eine ähnliche Problematik kommt auch in Gedichten wie Ihr Reich und Dorfnachtfrieden zum Ausdruck, die ungefähr zur selben Zeit entstanden sind.
      Im Laufe des Jahres 1909 verschlimmerte sich der Gesundheitszustand des Dichters, in äußerster Lebensgefahr sieht er sich genötigt, nach Italien zu fahren. Dies blieb für die Lyrik nicht ohne Einfluß: Ãœberliefertes wird aufgegeben, bereits Erprobtes fortgesetzt, Ansätze werden zu Entwicklungen.
      Stofflich gesehen bedeuten, neben ein paar Kriegsgedichten, vor allem die Riviera-Gedichte eine beträchtliche Erweiterung. Ge-wohnlich dient die fremde Landschaft bloß als negative Entgegensetzung zur vertrauten Heimat:
Was willst du Sonne mir, du Frühlingsluft Zur Weihnachtszeit... O Kerzenschimmer, Heimattannenduft So weit — so weit!
Gelegentlich jedoch wird sie auch um ihrer selbst willen in angemessener Weise gezeichnet:
Durch alte, starre Palmen Blaut glatte Meeresflut. Um ragende Agaven Zittert die Mittagsglut.

   Die Kriegsgedichte entsprechen dem Denken seiner Zeit. Eiae gewisse einseitig nationale Haltung lag auch ihnen nicht fern. Trotzdem läßt sich auch hier eine Tendenz zur objektiven Einschätzung des Weltkrieges erkennen:

Es ist dem Wahn gelungen: Der Weltkrieg aufgezwungen.

   Den thematischen Mittelpunkt der meisten Gedichte aus dieser Zeit bildet die Auseinandersetzung mit dem 'Tod" als Phänomen des menschlichen Daseins. Persönliche Erfahrungen werden hier als Paradigmen des Lebens überhaupt hingestellt. Dabei ringt sich Schullerus auch hier von einer nihilistischen Einstellung —
Was quält ihr euch? Was schafft ihr ohne Ruh? Es kommt der Tod, drückt euch die Augen zu zur Erkenntnis durch:
Es geht doch auf der Erde nichts verloren. Der Tod, das Sterben rings ist nur ein Schein. Die Form zerbröckelt, um zu neuem Leben Nach kurzer Zeit gewandelt sich Zu heben, Mit andern Augen in die Welt zu sehn.
      Formal bedeuten die Gedichte der letzten Periode einen ästhetischen Rückgang. Das alltägliche Wort wird hier nicht neu potenziert, noch kommt seine Doppelbödigkeit zum Vorschein. In lästiger Weitschweifigkeit wird an längst Bekanntes in überlieferter Darstellungstechnik herangegangen.

     
Vergleicht man das lyrische Gesamtwerk von Eduard Schullerus mit jenem seiner sächsischen Vorgänger und Zeitgenossen, so ist tatsächlich mit ihm, wie auch mit jenem von Hermann Kloß, in einem gewissen Sinne ein Höhepunkt erreicht worden. Bei keinem anderen sächsischen Lyriker seiner Zeit finden wir eine annähernd gleiche Beherrschung des Sprachmaterials, bei keinem eine ähnliche Sorgfalt für den poetischen Ausdruck, und kaum einer wird so viele Wortprägungen wie Schullerus aufweisen können. Mit Recht kann er somit als der erste bedeutende moderne Lyriker der Siebenbürger Sachsen angesehen werden.
     


Mörike, eduard

Geb. 8.9.1804 in Ludwigsburg; gest. 4.6.1875 in Stuttgart Die Familie hatte auf ihn gesetzt. Die Onkel und Tanten sorgten nach dem Tod seines Vaters, eines Amtsarzts, für die gehörige theologische Ausbildung am Tübinger Stift. Er scheint die Situation damals intuitiv so erfaßt zu haben: die Großfam .....
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Mörike, eduard

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Mörike, eduard

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