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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Weiss, Peter



Der Vater ist Textilfabrikant, die Mutter war vor ihrer — zweiten — Ehe Schauspielerin am Max-Reinhardt-Theater in Berlin. Zusammen mit seinen Schwestern und Stiefbrüdern wächst W. in Bremer und Berliner Villen der 20er Jahre auf, doch in seiner späteren Erinnerung herrscht in dem großbür-gerlichen Milieu immer eine beklemmende Atmosphäre. Die kaufmännische Welt des Vaters bleibt dem Sohn fremd, und er will sich nicht als Nachfolger verstehen. Daß auch die Mutter seinen Anspruch auf künstlerische Selbstverwirklichung nicht anerkennt, empfindet der junge W. als belastende Herausforderung, muß er doch seine ästhetische Produktion — zunächst die Malerei - nicht nur gegen die Widrigkeiten der Zeitläufte verteidigen, sondern auch gegen die Lebens- und Arbeitsvorstellungen seiner Eltern.

      Die Familie emigriert 1934 nach London, weil der Vater Jude ist. Doch die politischen Gründe des Aufbruchs werden von einem tragischen Ereignis überschattet: W. jüngste Schwester stirbt kurz vor der Abreise an den Folgen eines Autounfalls. Der 17jährige versucht, in der Malerei die traumatische Erfahrung zu verarbeiten. Bilder im Stil des magischen Realismus entstehen.
      Als die Eltern 1936 von London nach Böhmen übersiedeln - der Vater kann sich geschäftlich in England nicht halten - setzt W. seine Aufnahme in die Prager Kunstakademie durch, ist aber zwei Jahre später durch den Einmarsch der Deutschen in die Tschechoslowakei gezwungen, seine Ausbildung abzubrechen und seinen Eltern nach Schweden zu folgen. Während er im Sommer des Jahres 1936, den er bei dem verehrten Hermann Hesse im Tessin verbringt, sich zum erstenmal in seiner künstlerischen Tätigkeit bestätigt fühlt, vernichtet die Mutter, die allein den Umzug nach Schweden vorbereitet, aus einer Panik heraus die düsteren Bilder ihres Sohnes, die er zurückgelassen hatte.
      Im Schweden der 40er Jahre bleibt W., ais junger und unbekannter Maler erfolglos und ohne rechte Orientierung, darauf angewiesen, in der väterlichen Fabrik zu arbeiten und im elterlichen Haus in Alingsäs zu wohnen. Doch immer wieder versucht er, sich in Stockholm niederzulassen, ein Atelier einzurichten, selbst wenn er am Rande des Existenzminimums lebt. Hier hat er freundschaftlichen Kontakt zu anderen Emigranten, die ihn in seiner künstlerischen Arbeit und seinem Unabhängigkeitsstreben unterstützen. 1944 heiratet W. eine schwedische Malerin, im gleichen Jahr kommt eine Tochter zur Welt; neue Abhängigkeiten entstehen.
      Seine ersten schriftstellerischen Versuche finden nur ein begrenztes Echo {Von Insel zu Insel, 1947; Die Besiegten, 1948; Dokument IjDer Vogelfreie, 1949; Das Duell, 1953). 1947 kommt W. als Reporter einer schwedischen Zeitung nach Deutschland. Nüchtern, ohne Rancüne, letztlich unberührt von den ehemaligen Bindungen an das Land seiner Kindheit, schildert er das Nachkriegselend. An eine Rückkehr denkt er nicht , aber er beginnt, sich die Sprache seiner Jugend zurückzuerobern und kultiviert in seinen Texten diese

Anstrengung als einen besonderen Stil: komplizierte Grammatik bei einfachem Vokabular und einer immer wieder durchschlagenden Lust am reinen Benennen der Realität. Anfang der 60er Jahre wird man in der Bundesrepublik auf W. Texte aufmerksam. Das schon 1952 entstandene und zunächst von mehreren Verlagen abgelehnte Prosastück Der Schatten des Körpers des Kutschers fällt nun als avantgardistische Prosa verspätet in die Rezeption des »nouveau roman«. Der Text zeigt, wie W. seine visuelle Begabung in Schrift umsetzt. Zwei Aspekte kennzeichnen das Werk vor der Politisierung des Autors Mitte der 60er Jahre: die Bedeutung des Traums, des Unbewußten und die formale Strenge, nüchterne Diktion, häufig mit einem Sinn fürs Groteske, Komische .
      Nach dem Tod der Eltern schreibt W. sich gleichsam frei. Abschied von den Ehern und Fluchtpunkt , autobiographische Romane, welche die Verwirrungen des jungen W., Kindheit und Jugend bis ins schwedische Exil als einen ständigen Abnabelungsversuch von den »Portalfiguren« seines Lebens beschreiben, machen ihn einem breiten Lesepublikum bekannt. Fluchtpunkt schließt mit der endgültigen Entscheidung, allen Widrigkeiten zum Trotz sich zur künstlerischen Existenz zu bekennen: »An diesem Abend, im Frühjahr 1947, auf dem Seinedamm in Paris, im Alter von dreißig Jahren, sah ich, daß es sich auf der Erde leben und arbeiten ließ und daß ich teilhaben konnte an einem Austausch von Gedanken, der ringsum stattfand, an kein Land gebunden.«
In den Texten, Bildern und Filmen der 50er Jahre werden die Schuldgefühle, die das gegen die Eltern behauptete Bohemeleben und das Scheitern der eigenen Familie erzeugen , zunehmend aufgehoben in einem psychoanalytischen Begreifen des libidinösen, sadomasochistischen Beziehungsgeflechts zwischen Mann und Frau, Eltern und Kind. Die aufgeladene Thematik wird allerdings immer in einer kühl-artifiziellen Distanz vorgetragen. Anfang der 50er Jahre unterzieht sich W. einer psychoanalytischen Behandlung, und trotz seiner später geäußerten Kritik daran bleibt seine Produktion von ihren Erkenntnissen geprägt - dem surrealistischen Kunstverständnis verwandt {Der große Traum des Briefträgers Cheval, i960). Die fast kontinuierliche Tagebuchführung, die W. betreibt {Kopenhagener Journal, Notizbücher 1960-1981), dient neben dem Stoffsammeln wesentlich der Selbstvergewisserung und der Beschreibung der eigenen seelischen Verfassung. Das Thema der Schuld wird bald allgemeiner gefaßt: als Schuld des »Bessergestellten« gegenüber den Ausgebeuteten , und des »Davongekommenen« gegenüber denen, die in den Vernichtungslagern der Nazis ermordet wurden. Das »Um-Schreiben« der eigenen Biographie - zunächst in sclbstanalytischer Erinnerung, schließlich im fiktiven Ich der Ästhetik des Widerstands - wird zur literarischen Antwort auf den haltlosen Zustand, ohne gesicherte Identität zu leben. Als Meine Ortschaft hat W. 1965 nicht eine der zahlreichen Stationen seines Lebens bezeichnet, sondern Auschwitz, dem er entkam.
      Der Durchbruch zum internationalen Erfolg findet mit dem Drama Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspieltruppe des Hospizes zu

Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade statt, das 1964 in Berlin uraufgeführt wird. Bei der Textüberarbeitung ändert sich die Beurteilung der beiden Antagonisten durch den Autor: seine Sympathie verschiebt sich vom zögernden Intellektuellen Sade, der die unverantwortliche Kunstproduktion, den selbstinszenierten Lustgewinn, die Beherrschung der Imagination verkörpert, zu Marat, dem Märtyrer der Revolution, der die radikale, zerstörerische soziale Verantwortung lebt. W. selbst hat in den 50er Jahren gerade in seiner Filmarbeit soziales Engagement und avantgardistische Kunstpraxis zu verbinden gesucht .
      In den 10 Arbeitspunkten eines Autors in der geteilten Welt bekennt sich W. zum Sozialismus, und von nun an schaltet er sich mit politischen Statements in die öffentlichen intellektuellen Diskussionen ein, wird in beiden Teilen Deutschlands gespielt, gelesen, diskutiert. Sein Engagement macht ihn manchmal allzu nachsichtig gegenüber den Schwächen und Verbrechen im eigenen Lager, wenngleich er sie durchaus zu registrieren vermag. Sein politisches Denken ist vom Moralismus bestimmt, Machtfragen gegenüber naiv. Sowohl sein antiimperialistisches Dokumentartheater als auch seine Dramen über die Rolle des Intellektuellen zwischen Kunst und Politik zeugen von einer moralisch-politischen Parteinahme für die aufbegehrenden Unterdrückten der Geschichte, die Opfer der Macht. Weitaus überzeugender dagegen ist das Oratorium Die Ermittlung , das auf Dokumenten des Frankfurter Auschwitz-Prozesses von 1963 beruht: durch die sachlich kühle Sprache, den stilisierten Wechselgesang zwischen Täter und Opfer auf der Folie von Dantes Inferno . Nüchternheit, wo Pathos erwartet wird, — diese literarische Technik hat W. bei Brecht und Kafka gelernt, die neben Surrealismus und »nouveau roman« nachhaltigen Einfluß aufsein Schreiben hatten.
      W. Arbeit am und für das Theater wird zum Problem, als Anfang der 70er Jahre der Grundkonsens unter den Linken zerbricht und die Bereitschaft für dokumentarische Aufklärung und Agitation schwindet. Ein Rückzug in die »Innerlichkeit«, wie er die Literatur der 70er Jahre prägt, ist für W., der ja aus der beharrhchen Beschäftigung mit der eigenen Gefühlswelt in weltpolitische Themen aufgebrochen war, nicht annehmbar. Er beginnt - nunmehr 50Jährig - ein Romanprojekt über den antifaschistischen deutschen Widerstand, das die Bedingungen seines Scheiterns zum Thema macht: die Geschichte der deutschen Linken als Geschichte signifikanter Niederlagen. Autobiographische Daten des Autors, Stationen und Begegnungen seines Lebens werden zu einer »Wunschbiographie« verdichtet mit Merkmalen »typischer« Biographien von Sozialisten und Kommunisten in den dreißiger und vierziger Jahren zu einem abstrakten proletarischen »Ich«, das als Verkörperung der politischen wie der künstlerischen Verantwortung gegenüber einem geschichtsphi-losophischen Auftrag funktioniert: der umfassenden Selbstbefreiung der Unterdrückten.
      W. identifikatorischer Umgang mit historischen Dokumenten, aus denen die Äs-thetik des Widerstands zusammengesetzt ist, wird durch den abweisenden, bürokratisch auflistenden, verschachtelten Stil einer Kritik unterzogen. Die Widersprüche seines Werks und Lebens: Einfühlung und Distanz, sich heraushalten/einmischen, proklamieren/befragen finden hier ihren zwiespältigen, ungelösten Ausdruck im Kontrast zwischen Inhalt und Form des monumentalen, fast tausendseitigen Werks. W. hat an seiner »summa« zehn Jahre gearbeitet, zeitweise sehr krank und von der Angst gequält, er könne es nicht mehr vollenden. In den Notizbüchern, die sein Leben und Schaffen begleitet haben, ist auch diese Zeit festgehalten: seine recherchierende, gleichsam wissenschaftliche Arbeitsweise, sein Stockholmer Alltag, seine Reisen und Freundschaften, seine Freude an der 1972 geborenen Tochter Nadja und seine politischen Auseinandersetzungen und Stellungnahmen. Es ist eine unwillkürlich schonungslose Darstellung der eigenen Empfindlichkeiten und Irrtümer, wobei auch hier das Bedürfnis nach Selbstvergewisserung auffällt.
      Das Werk von W. formuliert in exemplarischer Weise die Entwicklung von individualistischer Selbstanalyse zu politischem Bewußtsein und Engagement. Noch der Titel seines letzten großen »Romans«, Die Ästhetik des Widerstands, zeugt von dem Versuch, Politik und Kunst zu vermitteln, aber auch die fortdauernde Spaltung zwischen beiden schreibend auszutragen. Der rigorose Moralismus seiner Äußerungen, auch das hartnäckige Festhalten an geschichtsphilosophischen und marxistischen Kategorien, die für seinen Humanismus verbindlich bheben, verschafften ihm und seinem Werk nicht nur in der literarischen Öffentlichkeit immer wieder Gehör. Er wurde ein in beiden Teilen seines Herkunftslandes kontrovers diskutierter Autor, der sich lieber angreifbar machte, als in seinen Stellungnahmen Kompromisse einzugehen. In seiner letzten Lebenszeit hat er manchmal mit dem Gedanken gespielt, nach Berlin überzusiedeln.


Peter weiss, die ddr und der dritte standpunkt

Er habe sich gegen den Kapitalismus und für den Sozialismus, gegen die Bundesrepublik und für die DDR entschieden. Also verkündet seit Monaten der deutsche Dichter Peter Weiss. Derartige Erklärungen konnten natürlich nicht ohne Echo bleiben. Drüben respektvolle Anerkennung für den Einsichtigen, herz .....
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Peter weiss (geb. i9i6),

der als tschechischer Staatsangehöriger in Berlin geboren wurde und dort aufgewachsen ist. Er mußte 1933 emigrieren und lebt seit 1939 in Schweden. Sein Schauspiel 'Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Her .....
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Peter weiss: »die Ästhetik des widerstands« (i975/i978/i98i) - epische huldigung an eine befreiungsbewegung

Der aufrechte Gang zum Schafott Gegen Ende des auf drei Bände angewachsenen Romans resümiert der Ich-Erzähler, Sohn eines Arbeiters in der Textilindustrie, die Schwierigkeiten beim Schreiben als »klassenbewußter« Schriftsteller: »Wir mußten durch die Politik hindurch, dieses Störende, das den Sti .....
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Weiss, peter

Peter Weiss gilt heute als eine der zentralen Figuren der Nachkriegsliteratur. Sein Werk kreist um das Thema der lebenslangen Suche nach einem Ort der »Zugehörigkeit«. Weiss war der älteste Sohn einer Schauspielerin und eines jüdischen Kaufmanns. Er wuchs in Bremen und Berlin auf; 1933 musste die F .....
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Zahl, peter-paul

brokdorfer kantate Herdemerten, Frank. In: Europalyrik, 1982, S. 441 - 466. der drucker Krechel, Ursula. In: Lesarten / Gedichte, 1982, S. 207 - 210. innenweit Guntermann, Georg. In: Deutsche Gegenwartslyrik, 1982, S. 278 - 314. Mittel der Obrigkeit Fried, Erich. In: Frankfurter .....
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Peter handke: »der kurze brief zum langen abschied« (i972) - faszination des films

Neue Wahrnehmung der Mitwelt Mit zwei spektakulären Ereignissen sprang der vierundzwanzigjährige österreichische Schriftsteller Peter Handke im Jahre 1966 auf die Bühne der literarischen Öffentlichkeit, mit Schmähreden gegen eine Autorenvereinigung und gegen die zeitgenössischen Zuschauer im Th .....
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Johann peter hebel

Johann Peter Hebel , Lehrer und Pfarrer am Oberrhein, zählt zu den großen Volksschriftstellern. Sein christliches Weltbild kleidete er in die heimatliche Erfahrungswelt seiner Landsleute. Hebel hatte als einer der ersten das poetische Potential des Dialekts und des regionalen Kolorits entdeckt. In s .....
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Sarah kirsch (geb. i935): die luft riecht schon nach schnee - schneeweisser geliebter

In der Zeit, da Sarah Kirsch noch als ein Juwel der Lyrik in der DDR galt , beschrieb Peter Hacks halb kritisch, halb bewundernd den »Sarah-Sound«: »Ihre Tricks sind gekonnt und leise. Es geht widersprüchlich her, ohne daß es immerzu knirscht. Ihre Erlebnisse sind echt, ihre Wunder glaublich; die S .....
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Peter rühmkorf (geb. i929): auf eine weise des joseph freiherrn von eichendorff

Des Mühltals Idylle in Moll Auf eine Weise des Joseph Freiherrn von Eichendorff In einem Knochenkopfe da geht ein Kollergang, der mahlet meine Gedanken ganz außer Zusammenhang. Mein Kopf ist voller Romantik, meine Liebste nicht treu — Ich treib in den Himmelsatlantik und lasse Stirnenspreu. Ac .....
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Peter huchel (i903-i98i): ophelia. shakespeare-variationen - menschenfang

Auch nachdem Peter Huchel im Jahr 1971 mit seiner Ausreise aus der DDR die heimatliche märkische Landschaft verlassen hatte, blieb in Gedichten gegenwärtig, was den Lyriker von Anfang an in Bann gezogen und berückt, manchmal auch als Beklemmung heimgesucht hatte: die Flut der Bilder von sandigen Ebe .....
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Exemplarische analysen - hans peter richter: damals war es friedrich (i96i)

In diesem Abschnitt sollen einige wenige Kinder- und Jugendbücher genauer vorgestellt werden, die entweder eine besondere Wirkung entfaltet haben oder unter dem Gattungsaspekt Beachtung verdienen. Dieses Buch ist inzwischen millionenfach verkauft und zählt in den 5. und 6. Schuljahren fast zur Ka .....
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Peter huchel (geb. i903),

der bis 1971 in der DDR lebte. Unter dem Einfluß der Naturlyrik von Wilhelm Lehmann entstanden seine ersten seiner märkischen Heimat gewidmeten Gedichte, die bereits einen unverwechselbaren eigenen Ton zeigen: Wenn aus den Eichen der Tau der Frühe leckt, knarren die Türen, rädern die Speichen v .....
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Peter handke (geb. i942),

der in seinem ersten Stück 'Publikumsbeschimpfung" unter dem Einfluß von Beat in abgehackten Sätzen alte Theatergewohnheiten ad absurdum führt und damit bewußt die Theaterbesucher schockieren will. Auch in seinem Stück 'Kaspar" nimmt er die Geschichte des Findlings Kaspar Hauser zum Anlaß, Macht u .....
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Der glückliche garten - peter huchel

Einst waren wir alle im glücklichen Garten, ich weiß nicht mehr, vor welchem Haus, wo wir die kindliche Stimme sparten für Gras und Amsel, Kamille und Strauß. 5 Da saßen wir abends auf einer Schwelle, ich weiß nicht mehr, vor welchem Tor, und sahn wie im Mond die mondweißen Felle der Katzen und Hun .....
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Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Letzte fahrt - peter huchel

Mein Vater kam im Weidengrau und schritt hinab zum See, das Haar gebleicht vom kalten Tau, die Hände rauh vom Schnee. 5 Er schritt vorbei am Grabgebüsch, er nahm den Binsenweg. Hell hinterm Röhricht sprang der Fisch, das Netz hing naß am Steg. Sein altes Netz, es hing beschwert, 10 er stieß die St .....
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Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Der garten des theophrast - peter huchel

Meinem Sohn Wenn mittags das weiße Feuer Der Verse über den Urnen tanzt, Gedenke, mein Sohn. Gedenke derer, Die einst Gespräche wie Bäume gepflanzt. Tot ist der Garten, mein Atem wird schwerer, Bewahre die Stunde, hier ging Theophrast, Mit Eichenlohe zu düngen den Boden, Die wunde Rinde zu binden m .....
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Unter der wurzel der distel - peter huchel

Unter der Wurzel der Distel Wohnt nun die Sprache, Nicht abgewandt, Im steinigen Grund. Ein Riegel fürs Feuer 5 War sie immer. Leg deine Hand Auf diesen Felsen. Es zittert das starre Geäst der Metalle. 10 Ausgeräumt ist aber Der Sommer, Verstrichen die Frist. .....
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Auf eine weise des joseph freiherrn von eichendorff - peter rühmkorf

In meinem Knochenkopfe da geht ein Kollergang, der mahlet meine Gedanken ganz außer Zusammenhang. Mein Kopf ist voller Romantik, 5 meine Liebste nicht treu — Ich treib in den Himmelsatlantik und lasse Stirnenspreu. Ach, war ich der stolze Effendi, Der Gei- und Tiger hetzt, .....
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Die aufstellung des i. fc nürnberg vom 27. i. i968 peter handke

Diesen Text Peter Handkes halte ich für einen seiner gelungensten; gleichwohl ist er falsch. Umgetrieben von wissenschaftlicher Gewissenhaftigkeit und mehr noch von meiner jahrzehntelangen Vorliebe für den 1. FC Nürnberg — als vorwissenschaftlichem Erkenntnisinteresse — habe ich dieses Gedicht .....
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Index » Gedichte aus unserer Zeit - Interpretationen

Johann peter hebel (i760-i826)

Wie Jean Paul steht auch J. P. Hebel, Deutschlands größter 'Volksdichter", zwischen den Zeiten. Wir finden bei ihm Züge, die zur Aufklärung, zur Romantik, ja sogar bis zum späteren Realismus führen. Am nächsten ist er wohl Matthias Claudius verwandt. Hebel, als Bauernbub aufgewachsen, wurde später .....
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Index » ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK

Peter rosegger (i843-i9i8)

auf biedermeierliche Ideale zurück. In Anlehnung an Stifter preist er in dem pädagogischen Roman 'Die Schriften des Waldschulmeisters" die Weltferne und Stille der heimatlichen Landschaft und verfolgt mit wehmütigem Pessimismus den Einbruch des modernen Geistes in die Steiermark. So ist sein Roman .....
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Peter dörfler (i878-i956),

der die schlichten und dennoch großen Tugenden der in seiner Heimat erlebten Menschen vor allem in zwei Roman-Trilogien gestaltete. Zentrale Figur in seiner 'Apollonia-Trilogie ist eine edelgesinnte Jungfrau, deren Leben ganz in der dienenden Liebe am Nächsten aufgeht. Die Industrialisierung seine .....
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Index » VOM NATURALISMUS ÜBER DIE JAHRHUNDERTWENDE » Der Impressionismus

Peter barth - der Ãœbergang zum tag

Die Nacht ist finster. Nirgend ein hervorbrechender Mondenschein. Die Wolken ziehen leise, leise dahin auf ihrer weiten Reise ins Endlose des Raums hinein. Das Astgezweig am kahlen Baum schrickt auf aus seinem starren Traum Ein Luftzug bringt aus weiter Ferne den Atemzug der vielen Sterne, die allv .....
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Peter bichsel die erde ist rund

Die Erzählung „Die Erde ist rund" von Peter Bichsel stammt aus einem Sammelband mit dem Titel: „Kindergeschichten". Die sieben Geschichten dieses Werkes sind nicht hinreichend charakterisiert, wenn sie ausschließlich Kindern vorbehalten sein sollten. Sicher ist die Sprache leicht verständlich und in .....
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Index » Erzählungen der Gegenwart

Schmidt, peter

auch unter dem Pseud.: Peter Cahn Biografie: *11.8.1 in Gescher. P. Schmidt war bis 1977 in verschiedenen Berufen tätig. Dann studierte er Literaturwissenschaft und Philosophie, nachdem er mit einer literaturtheoretischen Arbeit über den Wahrheitsund Realitätsbegriff der Literatur durch das Votum d .....
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