Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Schiller, Friedrich von



»Ich möchte nicht gern in einem anderen Jahrhundert leben und für ein anderes gearbeitet haben. Man ist ebensogut Zeitbürger als man Staatsbürger ist; und wenn es unschicklich ist, ja unerlaubt gefunden wird, sich von den Sitten und Gewohnheiten des Zirkels, in dem man lebt, auszuschließen, warum sollte es weniger Pflicht sein, in der Wahl seines Wirkens den Bedürfnissen und dem Geschmack des Jahrhunderts eine Stimme einzuräumen?« . Als S. dies schrieb, hatte er noch wenig mehr als zehn Jahre zu leben, waren Die Räuber, Die Verschwörung des Fiesko zu Genua, Luise Millerin und Don Carlos längst veröffentlicht und aufgeführt, hatte er seine berühmt gewordene Antrittsvorlesung an der Universität Jena gehalten und neben zahlreichen kleineren auch seine beiden großen historischen Abhandlungen Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung und Geschichte des 30jährigen Krieges geschrieben, hatte sich als Herausgeber mehrerer Anthologien und Zeitschriften versucht, zahlreiche Rezensionen verfaßt und sichschließlich unter dem starken Einfluß Immanuel Kants intensiv mit Philosophie beschäftigt.

      Jetzt fragte er provozierend - und nicht nur höflich-rhetorisch: »Ist es... außer der Zeit, sich nach einem Gesetzbuch für die ästhetische Welt umzusehen, da... der philosophische Untersuchungsgeist durch die Zeitumstände so nachdrücklich aufgefordert wird, sich mit dem vollkommensten aller Kunstwerke, mit dem Bau einer wahren politischen Freiheit, zu beschäftigten?« Welche Freiheit hatte S. bisher persönlich kennengelernt? Der biographische Katalog enthält in dieser Hinsicht eine lange Liste negativer Erfahrungen: keine kontinuierliche Familienbindung, keine wirkliche Verwurzelung in der schwäbischen Heimat; der gewünschte Beruf durfte nicht gewählt werden, weil der Vater Soldat im Dienste des Herzogs Carl Eugen von Württemberg war, sich aus finanziellen Gründen nicht selbständig machen konnte und der Landesherr die Geschicke der Familie, vor allem des Sohnes, bestimmte.
      So absolvierte der junge S. auf Befehl Carl Eugens eine militärisch-medizinische Ausbildung an der neugegründeten Karlsschule in Stuttgart und wurde zum schlecht bezahlten und noch schlechter behandelten »Regimentsmedikus« , bis er sich dem Unverständnis des absolutistischen Fürsten durch Flucht entzog.
      Denn schon in der Karlsschulzeit hatte der junge S. eine Art Doppelleben geführt: Während er äußerlich seiner Pflicht nachkam, wandte er sich immer mehr der Literatur zu. Zunächst eignete er sich die Ideen und Werke bekannter Dichter an: William Shakespeare, Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Anton Leisewitz, Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Maximilian Klinger wurden ihm durch Professor Abel, einen sehr umsichtigen, gütigen Lehrer der Akademie, zugänglich gemacht, bald aber wurde er selbst produktiv. Dichtung stand an der Karlsschule in keinem hohen Ansehen, weil sie sich dem straff organisierten Zugriff der Drillschule entzog; den meisten der jungen Eleven war Dichtung allenfalls ein elegantes Spiel mit Worten. Auch die wenigen, die Literatur hier anders sahen, waren von S.s Tun nicht sehr begeistert; sie warfen ihm vor, seine Texte wirkten »künstlich«, »exaltiert«, ja »herzlos«. S. war zunächst betroffen, doch wurde ihm sein »Mangel« bald klar: Es gelang ihm nicht, seine innere Bewegung in angemessener, ausgewogener, sprachlich differenzierter Weise zum Ausdruck zu bringen. In einer bemerkenswerten Mischung aus Selbstbewußtsein und Bescheidenheit hatte er das früh erkannt: »Ich bin ein Jüngling von feinerm Stoff als viele, und selten traf ich das rechte Ziel, oft, oft gleite ich neben aus« . Wie sehr S. auch später immer wieder mit dem Problem angemessener Sprache zu kämpfen hatte, zeigt eine vorsichtige Bemerkung Jean Pauls in seiner Vorschule der Ästhetik : »Oft spielet er auf den poetischen Saiten mit einer so reichen, zu Juwelen versteinerten Hand, daß der schwere Glanz, wenn nicht das Spielen, doch das Hören stört.« Deutlicher wird Caroline Schlegel in einem Brief an ihre Tochter Auguste Böhmer von 1799: »Ãœber ein Gedicht von Schiller, Das Lied von der Glocke, sind wir gestern mittag fast von den Stühlen gefallen vor Lachen.«
S.s Bemühungen um eine Inszenierung seines ersten Dramas, der Räuber, lösten eine Kette von Folgen aus, die für ihn von weitreichender Bedeutung waren: Er mußte rasch erfahren, daß er auch als Regimentsarzt völlig unter dem Befehl des Herzogsstand. Der liebte künstlerische Neigungen bei seinen Soldaten nicht. Als er erfuhr, daß S. 1782 zweimal von Stuttgart ohne Urlaub nach Mannheim gereist war, ließ er den jungen Arzt einfach zwei Wochen lang einsperren und verbot ihm zusätzlich jede hterarische Tätigkeit. Daraufhin floh S. bei der ersten sich bietenden Gelegenheit aus Württemberg.
      Die Kontakte mit dem Intendanten des Mannheimer Nationaltheaters gestalteten sich schwierig. Wolfgang Heribert Freiherr von Dalberg wollte ein »opportunes« Stück inszenieren, auf keinen Fall Protest oder »Revolutionäres«. Opportunität war eine Frage der politischen und gesellschaftlichen Einschätzung und nicht des literarischen Werts: S. erlebte bei der Premiere seiner nun schon mehrfach umgearbeiteten Räuber im Januar 1782, daß das Drama in ein Ritterschauspiel verändert worden war. Er konnte aber ebenfalls wahrnehmen, daß es eine überwältigende Wirkung hatte; die literarische Kritik allerdings schwieg sich fast vollständig aus.
      S. begriff, daß er einen Kampf um die »Ã–ffentlichkeit« seiner Dramen fuhren mußte, und daß er diesen Kampf nur gewinnen konnte, wenn er neben seinen literarischen Werken auch eine verständliche Bühnentheorie anbieten konnte. Mehrfache Versuche, seine Bühnentheorie in den 80er Jahren publik zu machen, scheiterten, so auch seine Rede vor der »Deutschen Gesellschaft« in Mannheim . Sie wurde zwar mit Beifall aufgenommen, aber Dalberg änderte seine Einstellung nicht; der einjährige Vertrag als Theaterdichter wurde im August 1784 nicht verlängert: die Ansichten der beiden über die »Wirkung einer Schaubühne auf das Volk« waren zu verschieden. Dalberg wollte unterhalten, S. Bewegung durch Ideen Ziele setzen.
      Anders als Christian Friedrich Daniel Schubart war S. durch seine Flucht aus Stuttgart zwar der qualvollen Kerkerhaft auf dem Hohen Asperg entgangen, unabhängig schreiben und leben konnte er aber nicht. Schon die Zusammenarbeit mit Dalberg veranschaulichte das Problem: Wenn S. seiner Berufung zum Schreiben folgen wollte, war er auf Gönner angewiesen; er mußte bitten, und er hat es getan. Auf seine Bitte hin wurde er »fürstlicher Rat« , was ihm den Zugang zur Weimarer Gesellschaft erleichtern sollte; auf ein späteres Gesuch machte ihn der Meininger Hof zum »Hofrat« ; aber erst die Erhebung in den erblichen Adelsstand eröffnete ihm völlige Gleichberechtigung — und seiner Frau überhaupt erst die Möglichkeit, an Hofgesellschaften teilzunehmen .
      Problematisch war, daß S.s Gönner entweder selber adelig waren oder ein Leben in deutlicher Abhängigkeit von einem Hofe führten ; S. machte als einer der ersten deutschen Dichter den Versuch, Hterarische Tätigkeit als bürgerlichen Broterwerb zu betreiben. Später faßte er seine Lage nach der Flucht in einem Brief an seinen dänischen Bewunderer Jens Baggesen zusammen : »Von der Wiege meines Geistes bisjetzt, da ich dieses schreibe, habe ich mit dem Schicksal gekämpft, und seitdem ich die Freiheit des Geistes zu schätzen weiß, war ich dazu verurteilt, sie zu entbehren... Ich habe mir diesen Beruf gegeben, eh ich seine Forderungen geprüft, seine Schwierigkeiten übersehen hatte.«
Diese Entschiedenheit hatte für S. schlimme Folgen: Zehn Jahre äußerster finanziel-ler Bedrängnis, Einschränkung, Abhängigkeit und Rastlosigkeit trieben den jungen Dichter auf Wanderschaft. Oggersheim, Bauerbach bei Meiningen , Mannheim , Gohlis bei Leipzig und die Umgebung Dresdens , Weimar und schließlich Jena waren die Stationen dieser kurzen Zeitspanne. Dennoch hat S. auch in dieser Zeit mit erstaunlicher Kontinuität gearbeitet.
      S. empfand zu zahlreichen Frauen eine intensive oder gar stürmische Zuneigung, erkannte aber auch, daß seinen Empfindungen Grenzen gezogen waren ; deshalb setzte er — oft freilich unter Schmerzen — Prioritäten: »Ich verehre, ich liebe die herzliche empfindende Natur, und eine Kokette, jede Kokette, kann mich fesseln. Jede hat eine unfehlbare Macht auf mich durch meine Eitelkeit und Sinnlichkeit; entzünden kann mich keine, aber beunruhigen genug. Ich habe hohe Begriffe von häuslicher Freude und doch nicht einmal so viel Sinn dafür, um sie mir zu wünschen. Ich werde ewig isoliert bleiben in der Welt, ich werde von allen Glückseligkeiten naschen, ohne sie zu genießen... Bei einer ewigen Verbindung, die ich eingehen soll, darf Leidenschaft nicht sein« . Wenige Monate später schrieb er dem Freund K.; »Herz und Kopf jagen sich bei mir immer und ewig; ich kann keinen Moment sagen, daß ich glücklich bin, daß ich mich meines Lebens freue. Einsamkeit, Abgeschiedenheit von Menschen, äußere Ruhe um mich her und innere Beschäftigung sind der einzige Zustand, in dem ich noch gedeihe. Diese Erfahrung habe ich diesen Sommer gar häufig gemacht.« Der hier zitierte Sommer war der von 1788 in Volkstedt, der seiner Verlobung und Heirat mit Charlotte von Lengefeld vorauslief, in dem er Charlotte und deren Schwester täglich sehen, daneben aber auch unter relativ günstigen Bedingungen arbeiten konnte.
      S. ließ sich von seiner literarischen Arbeit nicht abbringen, auch nicht durch die Ernennung zum Professor für Geschichte in Jena . Diese Tätigkeit wurde für ihn schon bald zur Last, aber er erkannte den Vorteil einer solchen »literarischen Ãœbung«, wie er Körner mehrfach versicherte. Zugleich geschah aber mehr: S. wollte in seinen geschichtlichen Darstellungen »die ganze moralische Welt« vorstellen . Er suchte also in der Geschichte nach den großen verbindenden Ideen, die er seiner Zeit bewußt machen wollte, und repräsentierte in dieser Einstellung durchaus den Optimismus aufgeklärter Geschichtswissenschaft. Für S. war Universalgeschichte nicht Ãœbersicht über das Weltgeschehen, sondern er suchte nach Kategorien, die über das empirische Geschehen hinausreichten, und er wollte diese sichtbar machen, indem er zeigte, daß sich die »endliche Form« immer aufs neue mit der Idee verband. S. huldigte dabei keineswegs einem primitiven Fortschrittsglauben, sondern er wollte die »beschädigte« menschliche Gesellschaft zu sich selbst zurückfuhren und sie von innen reformieren durch stete Konfrontation mit der »Idee der Totalität« . Der Göttinger Historiker August Ludwig von Schlözer ist mit seiner zweibändigen Vorstellung einer Universalhistorie , konzipiert »für den Weltbürger«, S. vorausgegangen auf einem Wege, den vor allem Voltaire und Charles de Montesquieu vorgezeichnet, den aber auch Jacques Bossuet in seinem Discours sur l histoire universelle schon 1681 angedeutet hatte.
      S. setzte in der Geschichtswissenschaft also bereits Begonnenes fort, tat dies aber aufsehr eigenwillige Weise, da ihn moralisches Handeln und die Idee einer allgemeinen »politischen Ästhetik« mehr interessierten als detailgetreue Wiedergabe der »Fakten«. Darüber hinaus aber sollten die Geschichtsquellen die Vielfalt politischer, soziologischer, theologischer, philosophischer Aspekte aufzeigen — und damit auch den Widerstreit von Idee und »Wirklichkeit«. Schon während der historischen Arbeiten verschiebt sich also S.s Schwerpunkt zum Dichterischen hin. So ist Wallenstein z.B. mehr ein »interessanter Charakter«, ein gescheiterter Ideenträger als eine rein historische Figur: S. spürte, daß er als Historiker die Fragen nicht beantworten konnte, die ihm die Figur aufgab. In dieser Situation war die Begegnung mit der Philosophie Immanuel Kants von nicht zu unterschätzender Bedeutung; denn durch sie wandte sich sein Interesse von der Historie zur Ästhetik, von der »Realität« zur Kunst. Zugleich bekam S. endlich die Möglichkeit, ein »System« der Ästhetik zumindest anzustreben, als »Versuch eines mündig gewordenen Volkes, seinen Naturstaat in einen sittlichen umzuformen« .
      Die Schriften Kants haben S. in dieser Zeit intensiv beeinflußt, und in der Auseinandersetzung mit Kants Gedankenwelt ist S. — besonders in ästhetischen Fragen — zu einer Klarheit vorgedrungen, die weit über die ästhetischen Schriften hinaus sein späteres Schaffen geprägt hat. Wilhelm von Humboldt, der ab 1793 engen Kontakt zu S. hatte, empfand dessen Verhältnis zu Kant kongenial nach; er schrieb 1830 über S.: »Ihn, der immer über seiner jedesmaligen Beschäftigung schwebte, der die Poesie selbst, für welche die Natur ihn bestimmt hatte und die sein ganzes Wesen durchdrang, doch auch wieder an etwas noch Höheres anknüpfte, mußte eine Lehre anziehen, deren Natur es war, Wurzel und Endpunkt des Gegenstandes seines beständigen Sinnens zu enthalten... Sich fremder Individualität nicht unterzuordnen, ist Eigenschaft jeder größeren Geisteskraft, jedes stärkeren Gemüts, aber die fremde Individualität ganz, als verschieden, zu durchschauen, vollkommen zu würdigen und aus dieser bewundernden Anschauung die Kraft zu schöpfen, die eigne nur noch entschiedener und richtiger ihrem Ziele zuzuwenden, gehört wenigen an und war in S. hervorstechender Charakterzug. Allerdings ist ein solches Verhältnis nur unter verwandten Geistern möglich, deren divergierende Bahnen in einem höher liegenden Punkte zusammentreffen, aber es setzt von Seiten der Intellectualität die klare Erkenntnis dieses Punktes, von Seiten des Charakters voraus, daß die Rücksicht auf die Person gänzlich zurückbleibe hinter dem Interesse an der Sache.« Diese »Sache« war für S. die ästhetische Erziehung des Menschen zur geistigen Freiheit. Die »Eigentümlichkeit seines intellektuellen Strebens« bestand gerade darin, die Identität des Ursprungs von Philosophie und Poesie »zu fassen und darzustellen« : Mit dem Blick auf die Verhältnisse in Europa fragte S. deshalb im 8. Brief zur ästhetischen Erziehung: »Woran liegt es, daß wir noch immer Barbaren sind? Es muß also, wenn es nicht in den Dingen liegt, in den Gemütern der Menschen etwas vorhanden sein, was der Aufnahme der Wahrheit... im Wege steht. Ein alter Weiser hat es empfunden, und es hegt in dem viel bedeutenden Ausdrucke versteckt: sapere aude. Erkühne dich, weise zu sein. Energie des Muts gehört dazu, die Hindernisse zu bekämpfen, welche sowohl die Trägheit der Natur als die Feigheit des Herzens der Belehrung entgegensetzen.« Denn nach S. soll »alle Verbesserung im Politischen... von Veredlung des Charakters ausgehen«. Glaubte S. also an diese »Wahrheit« und die Möglichkeit, eine Veredlung des menschlichen Charakters zu erreichen?

Die ästhetischen und philosophischen Schriften, die ebenso wie die spätere Lyrik in enger Zusammenarbeit mit Johann Wolfgang von Goethe entstanden , die großen Dramen , Maria Stuart und das Fragment des Demetrius, aber auch den Gedichtentwurf Deutsche Größe , umkreisen direkt oder indirekt die Frage der Veredlung des menschlichen Charakters. Eine Antwort kann nur mit S. gegeben werden: Immer wieder ist auf die »Unzulänglichkeit« seiner Helden hingewiesen worden — von Karl Moor über Fiesko bis Wallenstein und Demetrius. In seiner Ästhetik hat Georg Wilhelm Friedrich Hegel diese Frage am Beispiel Wallensteins erörtert; über ihn heißt es dort: »Kaum hat er sich entschlossen, als er die Mittel, deren er sich gewiß glaubt, unter seinen Händen zerlaufen, sein Werkzeug zerbrechen sieht. Denn was die Obristen und Generale letztlich bindet, ist nicht die Dankbarkeit für das, was er ihnen Dankenswertes durch Anstellung und Beförderung erwiesen hat, nicht sein Feldherrnruhm, sondern ihre Pflicht gegen die allgemein anerkannte Macht und Regierung, ihr Eid, den sie dem Oberhaupte des Staats, dem Kaiser... geschworen haben.« Wo kann bei solch verwirrenden Beziehungen, wie S. sie Wallenstein vor den Augen des Zuschauers erleben läßt, der handelnden Figur Wahrheit erreichbar sein? Muß ein solcher Wallenstein sich nicht in seiner Schwäche an alte vertraute Fehler halten?
Kritische Beobachter haben früh erkannt, daß S. in der Struktur seiner Dramen, in Aufbau und Verknüpfung der Handlung viel stärker, als es auf den ersten Blick erscheinen mag, der Aufklärung verpflichtet geblieben ist. Seine ganz auf die Verkörperung von Ideen gerichtete Darstellungsweise nahm eine manchmal krasse Schwarzweißzeichnung der Charaktere in Kauf, um die durch die handelnden Figuren vermittelte Grundidee so klar wie möglich heraustreten zu lassen: nämlich die auf dem Wege der Vernunft zu erreichende Freiheit des Menschen zum Absoluten - im Guten wie im Bösen. Dabei wollte S. durchaus »die Seele gleichsam bei ihren geheimsten Operationen ertappen«, wie er sich ausdrückte; er wollte also nicht Kunstfiguren um jeden Preis schaffen. Aber seine als »Ideenträger« konzipierten Figuren verfügen nicht über eine reiche Psyche, sie repräsentieren selten ihr Unbewußtes dem Publikum. Das unterscheidet sie deutlich von Dramcnfiguren des 19. und 20. Jahrhunderts. Schon Friedrich Hebbel kritisierte deshalb »die mangelnde Gestaltungskraft, die hier, wie in allen Schillcrschen Werken, doch nur Symbole statt individueller Charaktere hinstellt... Es zeigt sich, daß der konsequenteste Verstand im Verein mit einer mächtigen Phantasie, die aber immer nur das Allgemeine sieht und es nicht aus dem Besonderen hervorspinnt, sie nicht ersetzen kann« . Die Form ist in S.s Dramen »mehr rhetorisch im eigentlichen Sinne als mimisch-rhetorisch« . Die Sprache dieser Figuren kann also nicht so sehr Ausdruck subjektiver Gefühls- und Gedankenwelt lebendiger Individuen sein, als vielmehr kommentierende und transzendierende Reflexion des Dichters, der den Reden der auftretenden Personen die Tendenz zum Ideell-Gültigen geben will. Otto Ludwig hat das in das Bild gefaßt, die Reflexionen des Dichters seien in die Reden seiner Figuren eingelagert »wie Juwelen zum Herausnehmen«. Tatsächlich reden und handeln S.s Dramenfiguren immer in einem über Raum und Zeit hinausweisenden Sinngefüge.

     
Dadurch werden einzelne Handlungen und Fakten relativiert, mancher Auftritt mag abstrakt oder »hölzern« erscheinen. Das berühmte Urteil Georg Büchners von 1835, »Idealdichter« wie S. hätten »fast nichts als Marionetten mit himmelblauen Nasen und affektiertem Pathos, aber nicht Menschen von Fleisch und Blut« geschaffen, kritisierte einen Mangel, den S. selbst kaum als Vorwurf empfand; ihm waren nicht einzelne Figuren und deren Tun oder Lassen entscheidend, sondern die Gesamtheit der Ideen, die sie verkörpern.
      Wie S. in seinen ästhetischen Schriften immer wieder darlegte, wollte er die »Totalität in unsrer Natur«, die den Menschen geraubt oder von der Gesellschaft mutwillig zerstört worden war, »durch eine höhere Kunst wiederherstellen« . Diese Aufgabe sah S. durchaus politisch, wenn er kritisierte: »Das jetzige Zeitalter, weit entfernt, uns diejenige Form der Menschheit aufzuweisen, welche als notwendige Bedingung einer moralischen Staatsverbesserung erkannt worden ist, zeigt uns vielmehr das direkte Gegenteil davon.« Jede Hoffnung auf eine Verbesserung dieser Verhältnisse werde solange »schimärisch« bleiben, »bis die Trennung in dem inneren Menschen wieder aufgehoben und seine Natur vollständig genug entwickelt ist, um selbst die Künstlerin zu sein und der politischen Schöpfung der Vernunft ihre Realität zu verbürgen« .
      S. wollte, wenn man seine Dramen durchgeht, gerade bei denen, die sich für Große halten, immer wieder menschliche Unzulänglichkeiten aufdecken. Dabei trennte er sich allerdings deutlich von einer Gerechtigkeitsharmonie christlicher Grundprägung, die für Karl Moor vielleicht noch gelten mochte; indem der Mord an Wallenstein aber nicht in einer höheren Gerechtigkeit aufgehoben wird, sondern das Werk schwacher Menschen bleibt, hatte S. seine Ideen vom christlichen Dogma erkennbar abgelöst. Ein solches Heraustreten aus allen Konventionen der Zeit wurde von vielen Zeitgenossen als Blasphemie empfunden und auf fast alle Werke S.s übertragen. Die 1794 einsetzende Freundschaft mit Goethe bedeutete für S. ein unendliches Gespräch über alle Gegenstände der Kunst, der Literatur, des Denkens überhaupt: eintausend Briefe und mehr als sechzig Wochen gegenseitiger Besuche bis zu S.s Ãœbersiedlung nach Weimar im Dezember 1799 legen aller Kritik zum Trotz ein deutliches Zeugnis von der geistigen Nähe der beiden ab, mochten auch ihre Anschauung der Natur und ihre Wege zur Kunst völlig verschieden sein, wie vor allem S. mehrfach brillant formuliert hat.
      Diese außerordentlich produktive und von materieller Not endlich freie letzte Lebensphase S.s ist von mehr als einem Dutzend schwerer Krankheiten verdüstert; nach 1795 ist S. eigentlich niemals völlig ohne Beschwerden gewesen. »Es war ein Sicheinrichten mit der Krankheit, eine Gewöhnung an sie, eine Art von Zusammenleben mit ihr«, wie Thomas Mann anschaulich bemerkt und sogleich hinzufugt, daß »Verfeinerung«, »Sensibilität« und »Benervung« ihm nur realisierbar wurden durch »Arbeit, die ihm doch alles ist, ihm, dem fleißigsten der Dichter!«. S. selbst bestätigt dies, etwa wenn er sagt: »Der Fleiß... gibt nicht nur die Mittel des Lebens, sondern er gibt ihm auch seinen alleinigen Wert.« Dies galt sogar noch für die letzten Wochen seines Lebens, als er sich unmittelbar nach der Arbeit am Wilhelm Teil an Ãœberlegungen, Entwürfe und Sammlungen zum Demetrius machte, »dem wohl gewaltigsten Entwurf seines Lebens, der mit allen seinen Implikationen undungeheuren Anforderungen seinen Cieist produktiv aufflammen ließ, während sein Körperliches am knappsten Rande der Lebensmöglichkeit schwebte. Die Sektion, wenig später, ergab..., daß eigentlich kein Organ mehr funktionsfähig war. Und dabei arbeitete er. Tat es in größerem Maßstabe, wog in seiner schon toten Brust felsenschwere Problemgewichte ab, visierte Aufgaben von Massenbewegung und symbolischer Massenvertretung auf der Bühne, wie sie sich ihm noch nicht gestellt« hatten .
      Mitten in diesen Vorarbeiten zum Demetrius finden sich unter den Gründen, die gegen das Schreiben des Stückes sprechen, die Worte: »Die Größe der Arbeit.« Es ist schwer nachzuvollziehen, in welchem Maße in diesen letzten Wochen seines Lebens das Bewußtsein von der Tragik des Demetrius und des eigenen Lebens ineinanderflössen, bis die Natur den Abwehrkräften seines Körpers gegen die Krankheit ein Ende setzte. »Aber welch ein Leben! - verbracht in nie rastender, immerfort vorwärts, aufwärts drängender Tätigkeit, im Zustande... eines motus animi continuus« .
      Das irdische Nachspiel ist rasch berichtet. Der Gewohnheit der Zeit entsprechend , wurde der Leichnam schon zwei Tage später nachts im Kassengewölbe auf dem alten Friedhof der St. Jacobskirche beigesetzt; Goethe war nach der Nachricht von S.s Tod krank geworden und nicht dabei. Offizielle Totenfeiern fanden im Mai in Weimar und im August in Lauchstädt statt . 1827 wurden die Gebeine S.s in der herzoglichen Familiengruft auf dem neuen Weimarer Friedhof beigesetzt; vor dieser Umbcttung hatte Goethe S.s Schädel mehrere Monate bei sich in der Wohnung. In einem Gedicht auf den Schädel verehrte er »die gottgedachte Spur, die sich erhalten«; seiner Schwiegertochter Ottilie sagte er etwa zur gleichen Zeit auf die Bemerkung, daß die Lektüre S.s sie oft langweile: »Ihr seid alle viel zu armselig und irdisch für ihn.«
Als Goethe den Briefwechsel, den er zwischen 1794 und 1805 mit S. gehabt hatte, herausgab , spottete August Wilhelm Schlegel in scharfen Epigrammen: »Doch jeder bleibt er selbst: der Famulus, der Meister/Der blasse Wagner und der kräftge Faust.« Eine außerordentlich einfühlsame Würdigung skizziert Eduard Mörike in einem Brief vom Mai 1829: »Mein Kopf war aufs äußerste angespannt - meine Gedanken liefen gleichsam auf den Zehenspitzen, ich lag wie über mich selbst hinausgerückt und fühlte mich neben aller Feierlichkeit doch unaussprechlich vergnügt. Statt mich niederzuschlagen, hatte der Geist dieser beiden Männer eher die andere Wirkung auf mich. Gar manche Idee — das darf ich Dir wohl gestehen — erkannte ich als mein selbst erworbenes Eigentum wieder, und ich schauderte oft vor Freuden über seiner Begrüßung.«
Eine der ersten Würdigungen, welche die Grundidee von S.s Arbeit vollkommen erfaßte, ist Goethes Epilog zu Schillers Glocke . 1830 leitete Wilhelm von Humboldt seinen Briefwechsel mit S. mit einem ungewöhnlich scharfsinnigen Essay ein: Ãœber Schiller und den Gang seiner Geistesentwicklung. Man wird ohne Ãœbertreibung sagen dürfen, daß alle wesentlichen Feststellungen dieses Essays bis heute ihre Gültigkeit und Frische behalten haben und daß sie in der »Nähe zum Gegenstand« nicht übertroffen werden können. Der »dynamischen« Seite S.ssetzte Heinrich Heine im ersten Buch der Romantischen Schule 1833 ein Denkmal: »Schiller schrieb für die großen Ideen der Revolution, er zerstörte die geistigen Bastillen, er baute an dem Tempel der Freiheit, und zwar an jenem ganz großen Tempel, der alle Nationen, gleich einer einzigen Brüdergemeinde, umschließen soll; er war Kosmopolit.« 1905 und 1955 schließlich hat Thomas Mann sich mit S. auseinandergesetzt: 1905 in der Erzählung Schwere Stunde und 1955 in dem Versuch über Schiller . S.s Selbstverständnis ist in lapidarer Kürze einem Stammbuchblatt für einen Unbekannten zu entnehmen: »Alles unser Wissen ist ein Darlehn der Welt und der Umwelt. Der thätige Mensch trägt es an die Mitwelt und Nachwelt ab, der unthätige stirbt mit einer unbezahlten Schuld. Jeder, der etwas Gutes wirkt, hat für die Ewigkeit gearbeitet« .
     


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Logau, friedrich freiherr von

Ehstand dess Hertzens und der Zunge Wehrli, Max. In: Reiz der Wörter, 1978, S. 245 - 248. Heutige Weltkunst Kußler, Rainer. In: Fremde Lyrik, 1981, S. 54 - 55. .....
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Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Friedrich schiller (i759-i805)

Friedrich Schiller gilt bis heute als der klassische Dichter und Denker, der die deutsche Kultur und Sprache nachhaltig mit geprägt hal. Kr wuchs im würtlembergi-schen Marbach in ärmlichen Verhältnissen auf. Im strengen Umfeld einer Mililärhochschule studierte erzunächsl Jura, dann Medizin, ab 1780 .....
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Index » Literatur & Sprache » Persönlichkeiten

Novelle von heinrich von kleist

Novelle Kleist ist in keinem seiner Stücke Ideendramatiker, sondern immer Wirklichkeitsdichter. Dies trifft genauso für seine Prosawerke zu. 'Es gibt im deutschen Schrifttum keine Novellen, deren Form und Vortrag so konzentriert, so kristallisch sind wie diejenigen Kleists." . Zu einer Zeit, da man .....
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Index » ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK

Friedrich schiller - Ãœber bürgers gedichte

[...] solange zwischen dem sittlich ausgebildeten, vorurteilsfreien Kopf und dem Dichter ein andrer Unterschied stattfindet, als daß letzterer zu den Vorzügen des erstem das Talent der Dichtung noch als Zugabe besitzt, so lange dürfte die Dichtkunst ihren veredelnden Einfluß auf das Jahrhundert verf .....
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Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Johann wolfgang goethe und friedrich schiller - Ãœber epische und dramatische dichtung

Der Epiker und Dramatiker sind beide den allgemeinen poetischen Gesetzen unterworfen, besonders dem Gesetze der Einheit und dem Gesetze der Entfaltung; ferner behandeln sie beide ähnliche Gegenstände und können beide alle Arten von Motiven brauchen; ihr großer wesentlicher Unterschied^ beruht aber d .....
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Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

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Schiller,  Friedrich    





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