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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Hofmannsthal, Hugo von



»Allzugenau war es ihm sichtbar, daß er allüberall auf verlorenem Posten stand: aussichtslos war der Weiterbestand der österreichischen Monarchie, die er geliebt hatte und nie zu heben aufhörte; aussichtslos war die Hinneigung zu einem Adel, der nur noch ein karikaturhaftes Scheindasein führte; aussichtslos war die Einordnung in den Stil eines Theaters, dessen Größe nur mehr auf den Schultern einiger überlebender Schauspieler ruhte; aussichtslos war es all das, diese schwindende Erbschaft aus der Fülle des maria-theresiani-schen 18. Jahrhunderts, nun im Wege einer barock-gefärbten großen Oper zur Wiedergeburt bringen zu wollen. Sein Leben war Symbol, edles Symbol eines verschwindenden Österreichs, eines verschwindenden Theaters —, Symbol im Vakuum, doch nicht des Vakuums.«

Wenn H. auf die »formidable Einheit« seines Werks verweist, so scheint sie in Hermann Brochs eindringlicher Analyse auf ihren innersten Begriff gebracht: politische, soziale und künstlerische Aussichtslosigkeit und Vergeblichkeit, denen der Dichter aber dennoch mit seinem Lebenswerk einen unbeirrbaren und beharrlichen Widerstand entgegenzusetzen wußte. Mit dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie 1918 wurde für H. diese Erkenntnis zum Lebensproblem, »das Paradoxon des scheinbaren Noch-Bestehen-Könnens bei tatsächlichem Ende«. Das Kriegsende bildete denn auch die eigentliche Zäsur in seinem Leben und Werk, die beide aus einem geistig-politischen »Vorher« und »Nachher« zu begreifen sind.
      Geboren wird H. in Wien zu einer Zeit, die voller Spannungen ist. Im Jahr der Weltausstellung 1873 kommt es zum großen Börsenkrach, in dem das spekulierende Großbürgertum, darunter auch sein Vater, einen Großteil des Vermögens verliert; trotz des Ausgleichs mit Ungarn von 1867 ist das Nationalitätenproblem im Bunde mit dem erstarkenden Panslavismus, Nationalismus und Antisemitismus eine ständig wachsende Belastung für den Erhalt des Kaiserreichs; Kunst und Literatur antworten auf diese bedrängenden Gegenwartsprobleme mit Flucht in einen unverbindlichen Asthetizismus, dessen unterschwellige Katastrophenstimmung mit den Schlagwörtern »decadence«, »Fin de siecle«, »l art pour l art«, »Symbolismus« oder »Romantizismus« nurmehr kaschiert erscheint. Prägnanter wird die Stimmung der Jahrhundertwende gefaßt in den Seitenhieben von Karl Kraus und Hermann Bahr gegen die herrschende Literatenschicht - die »Kaffeehausdekadenzmoderne« als »fröhliche Apokalypse Wiens«. »Die demolirte Litteratur« - zu ihren Vertretern zählt Karl Kraus 1897 ausdrücklich auch den jungen H., der noch als Gymnasiast in den einschlägigen literarischen Kaffeehauskreisen mit sprachvollendeten Gedichten debütierte und von Bahr und Arthur Schnitzler als Wunderkind gefeiert wurde. Stefan George hatte denjungen Dichter als Mitarbeiter für seine Blätter für die Kunst gewonnen, in denen 1892 das dramatische Fragment Der Tod des Tizian erscheint; bis 1897 treten neben Gedichte voller Musikahtät und Sprachmagie weitere dramatische Arbeiten: Alkestis und Der Thor und der Tod als das wohl berühmteste Werk des jungen H. Er selbst charakterisiert sie im Rückblick als »Stücke ohne Handlung, dramatisierte Stimmungen«. »Das Bekenntnishafte, das furchtbar Autobiographische daran« ist oft übersehen worden; es enthüllt sich als die Auseinandersetzung des jungen Dichters mit dem Todeserlebnis als Lebensüberfluß; die Schrecklichkeit des Todes wird in allen Dramoletts durch ein gesteigertes dionysisches Lebensgefühl überwunden: Tod und Leben verschmelzen im mystischen Erlebnis zu einer höheren, göttlichen Einheit. Die Hingabe an dieses rauschhafte Daseinsgefühl wird aber bereits in dem Märchen der 672. Nacht in Frage gestellt: »Die tödliche Angst vor der Unentrinnbarkeit des Lebens« führt zur Erkenntnis, daß eine humane Existenz jenseits des schönen, aber verarmenden Lebens — von H. als Zustand der »Präexistenz« beschrieben - in Sittlichkeit und in Verantwortung gegenüber der Lebensaufgabe gesucht werden muß. Der Asthetizismus wird erkannt als ausweglose Verstrickung in eine verführerische Scheinwelt; wie wird er überwunden? 1901 gibt H. die durch Dissertation und Habilitationsschrift in Romanistik vorbereitete Universitätslaufbahn zugunsten des Schriftstellerberufs auf; in demselben Jahr heiratet er und zieht in das »Fuchsschlössel« in Rodaun bei Wien, das er bis zu seinem Tode bewohnt. Die neuen Verhältnisse zusammen mit der Erschöpfung des lyrisch-subjektiven Jugendstils führen in eine tiefe schöpferische Krise: der »bivalente Zustand zwischen Präexistenz und Verschuldung«, zwischen Asthetizismus und Lebensschicksal, muß entschieden werden. Der sogenannte »Chandos-Brief« sucht diese Wandlung zu formulieren; in ihm äußert sich nicht nur die Verzweiflung über den Sprachverlust — »die abstrakten Worte zerfielen mir im Munde wiemodrige Pilze« -, sondern auch die Kritik an der Geitihlsintensität, »das ganze Dasein als eine große Einheit« erleben zu wollen. Die in der Jugendlyrik beschworene Einheit von Mensch. Ding und Traum ist endgültig zerbrochen. Nach dem »Tod des Ästheten« sucht H. die Rettung aus der Schaffenskrise durch den »Anschluß an große Form« zu finden. Dies bedeutet die Wende zum objektiveren dramatischen Stil und zur Prosa , in denen sich der Sprache als traditionell geprägter Form der Konversation dennoch schöpferisch begegnen läßt. Mit der Umgestaltung von Thomas Otways Gerettetem Venedig beginnt 1904 die neue Epoche des Dramatikers, die vielen Bewunderern seines Jugendwerks unverständlich bleibt. Gleichzeitig beginnt sich H. dem griechischen Drama zuzuwenden . In der Zusammenarbeit mit Richard Strauß seit 1906 zeigt sein dramatisches Schaffen vertiefteren Ausdruck, »die ErfuDung traditioneller theatralischer Forderung« mit der Oper als »der wahrsten aller Formen«. Die lebenslange enge Verbindung zwischen Dichter und Komponist {Briefwechsel, 1927) findet neben Elektra, Ariadne auf Sa.xos , Die Frau ohne Schatten und Arabella in der triumphalen Auffuhrung des Rosenkavaliers ihren Höhepunkt. Der Stoff aus der Zeit Maria Theresias führt H. zur Entdeckung des Barock und des habsburgischen Mythos; Calderon wird für die Bühne neu zu gewinnen versucht ; die schwierige Umgestaltung des Schauspiels Das Leben ein Traum in ein religiös-politisches Trauerspiel der Gegenwart weist auf die Grenzen dieser Anverwand-lung aus dem Geist des spanischen Barock.
      Aus demselben Geist der Allegone entsteht für die von H. mitbegründeten Salzburger Festspiele 1920 die Neufassung des englischen Jedermann. Die Ãœberzeugung, daß man »nach verlorenen Kriegen Lustspiele schreiben muß«, die »das Einsame und das Soziale« zusammenfügen, läßt ihn an sein Jugendwerk anknüpfen . Es entstehen in rascher Folge Der Schwierige , Der Bürger als Edelmann nach Moliere , Der Unbestechliche . In diesen Komödien findet das Konversationsstück seinen unüberbietbaren Höhepunkt: »Das erreichte Soziale«.
      Die Neubesinnung auf die Rolle Österreichs und seiner kulturellen Grundlagen nach dem Weltkrieg - »Ã–sterreichs tausendjähriger Glaube an Europa« - führt H. zu einer verstärkten kulturpolitischen Aktivität, wie sie in der Münchener Rede Das Schrifttum als geistiger Raum der Sation ihren konzentrierten Ausdruck findet. Die dort verkündete Idee einer »konservativen Revolution« als »schöpferischer Restauration« mit dem Ziel einer »neuen deutschen Wirklichkeit« vor dem Hintergrund europäischer Tradition sollte in den innenpolitischen Krisen Österreichs und Deutschlands ungehört verhauen. 1929 stirbt H. einige Tage nach seinem Sohn.
      Volk. Werner: Hugo von Hofmannsthal. Hamburg 1967.
      Broch. Hermann: Hofmannsthal und seine Zeit. Eine Studie. In: Broch. Hermann: Gesammelte
Werke. Bd. 1. Zürich 1955. S. 43 — 181. — Separatdruck: München 1964. Alewyn. Richard: Ãœber Hugo von Hofmannsthal. Göttingen -1963.
      Karl-Heinz Habersetzer


Hugo von hofmannsthal (i774-i929): was ist die welt? - schönheit als droge

Was ist die Welt? Ein ewiges Gedicht, Daraus der Geist der Gottheit strahlt und glüht, Daraus der Wein der Weisheit schäumt und sprüht, Daraus der Laut der Liebe zu uns spricht, Und jedes Menschen wechselndes Gemüt, Ein Strahl ists, der aus dieser Sonne bricht, Ein Vers, der sich an tausend andre f .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Feier später Schönheit

Hugo von hofmannsthal (i874-i929)

Ich habe nie so viel Lyrik gefühlt wie jetzt. Ich kann mir nicht denken, daß das alles so bald ein Ende haben soll; und doch werde ich den Ãœbergang ganz leicht ertragen. Teile est la vie de fin de siecle. Der sechzehnjährige Hugo von Hofmannsthal schreibt diese Sätze - einen Monat nachdem er sein .....
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Vorfrühling - hugo von hofmannsthal

Es läuft der Frühlingswind Durch kahle Alleen, Seltsame Dinge sind In seinem Wehn. 5 Er hat sich gewiegt, Wo Weinen war, Und hat sich geschmiegt In zerrüttetes Haar. Er schüttelte nieder 10 Akazienblüten Und kühlte die Glieder, Die atmend glühten. Lippen im Lachen Hat er berührt, 15 Die weichen .....
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Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Was ist die welt? - hugo von hofmannsthal

Was ist die Welt? Ein ewiges Gedicht, Daraus der Geist der Gottheit strahlt und glüht, Daraus der Wein der Weisheit schäumt und sprüht, Daraus der Laut der Liebe zu uns spricht 5 Und jedes Menschen wechselndes Gemüt, Ein Strahl ists, der aus dieser Sonne bricht, Ein Vers, der sich an tausend andre .....
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Hugo von hofmannsthal - ballade des Äußeren lebens

Und Kinder wachsen auf mit tiefen Augen, Die von nichts wissen, wachsen auf und sterben, Und alle Menschen gehen ihre Wege. Und süße Früchte werden aus den herben Und fallen nachts wie tote Vögel nieder Und liegen wenig Tage und verderben. Und immer weht der Wind, und immer wieder Vernehmen wir un .....
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Gestatten: hugo von hofmannsthal

Hofmannsthals Leben und Schreiben steht im Zeichen der Vollendung am Anfang, der Fragmentarität am Ende. Aus jüdischer Glaubens- und Bildungstradition stammend - obgleich sein Vater zum Katholizismus konvertierte -, verfügt schon der Schüler über eine stupende Belesenheit, die jedoch kein bloß äußer .....
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Hugo von hofmannsthal (i874-i929)

verbindet in bewundernswerter Weise die Kultur des alten Österreich mit weltmännisch-abendländischer Bildung. Achtzehnjährig schrieb er den 'Tod des Tizian" und ein Jahr darauf das dichterische Kleinod 'Der Tor und der Tod". Die Stoffe der späteren Werke entlehnte Hofmannsthal vielfach älteren Di .....
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Index » VOM NATURALISMUS ÜBER DIE JAHRHUNDERTWENDE » Der Symbolismus

Hofmannsthal, hugo von

Auch hier beweget sich Pereis, Christoph. In: Hofmannsthal-Jb 1, 1993, S. 8- 18. Ballade des äußeren Lebens Weissenberger, Klaus. In: Formen der Elegie, 1969, S. 80 - 82. Schier, Rudolf Dirk. In: Österreich 17, 1973, S. 218 - 226. Mennemeier, Franz Norbert. In: Die deutsche Lyrik 2, 19 .....
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Hofmannsthal, hugo von

Geb. 1.2.1874 in Wien; gest. 15.7.1929 in Rodaun bei Wien »Allzugenau war es ihm sichtbar, daß er allüberall auf verlorenem Posten stand: aussichtslos war der Weiterbestand der österreichischen Monarchie, die er geliebt hatte und nie zu lieben aufhörte; aussichtslos war die Hinneigung zu einem Ade .....
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Der ästhetische maßstab - eopold andrians garten der erkenntnis und hugo von hofmannsthals ein brief

I. Die Priorität der Kunst vor dem Leben führt in der Prosa des Asthetizismus zu einer Gestaltung von Personen, an denen ästhetisches Verhalten als reales inszeniert wird. Die handelnden Personen verhalten sich in der Fiktion gegenüber ihrer Umwelt ästhetisch, sie tun dies jedenfalls entschiedener .....
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Index » Kontextualisierung und Analyse -Zur Literatur der Goethezeit, des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts

Hugo von hofmannsthal et les „gentillesses de la langue francaise (französische redensarten, i897)

Les bases de l enseignement secondaire autrichien contemporain ont ete je-tees en 1849, au moment de la grande reforme du Systeme educatif et universitäre qui a suivi le mouvement revolutionnaire de 1848 et la reprise en main neo-absolutiste de la monarchie habsbourgeoise. Avec sept lustres de reta .....
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Hofmannsthal, hugo von

Hugo von Hofmannsthal ist einer der bedeutendsten Vertreter des österreichischen Impressionismus und Symbolismus. In seinen Gedichten, Erzählungen, Essays und Dramen wie Jedermann beschreibt er die Themen und Stimmungen des Fin de Siede: Schönheit und Tod, Fremdheit des Lebens und Introversion als .....
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Autobiographie im zeitalter des mißtrauens: le miroir qui revient von alain robbe-grillet und livret defamille von patrick modiano

1. Die autobiographischen Texte des Nouveau Roman als Abkehr vom experimentellen Roman? Als traditionelle Gattung wurde die Autobiographie lange von denjenigen Autoren gemieden, die sich zur literarischen Avantgarde zählten. Als 1984 ein "nouveau romancier" wie Alain Robbe-Grillet nahezu gleichz .....
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Index » Autobiographie

Faust (teil i: i808, teil 2: i832) tragödie von johann wolfgang von goethe

Zahlreiche Verfilmungen und ständig neue Theateraufführungen seheinen die dauerhafte Aktualität des >Faust< zu beweisen. Als Sage hat das Leben des Doktor Faustus schon vor Goethes Zeit immer wieder Menschen in ihren [Sann gezogen. Goethe hat die Puppenspielversion wahrscheinlich bereits in seiner K .....
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Index » Literatur & Sprache » Meisterwerke

Novelle von heinrich von kleist

Novelle Kleist ist in keinem seiner Stücke Ideendramatiker, sondern immer Wirklichkeitsdichter. Dies trifft genauso für seine Prosawerke zu. 'Es gibt im deutschen Schrifttum keine Novellen, deren Form und Vortrag so konzentriert, so kristallisch sind wie diejenigen Kleists." . Zu einer Zeit, da man .....
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Index » ZWISCHEN KLASSIK UND ROMANTIK

Im abstände folgt mörike von den lyrikern dieser zeit der unglückliche - deutsch-ungar- nikolaus lenau (niembsch von strehlenau), i802-i850.

Auch Lenau fand den Ausgleich zwischen romantischem Wesen und der wirklichen Welt nur in seiner Dichtung. Er hat den Sprung aus der romantischen Befangenheit seines Wesens in die Realität der Welt um 1840 wohl gewagt und ist nach Amerika gegangen, um Farmer zu werden; aber vor der Wirklichkeit .....
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Index » VON DER ROMANTIK ZUM REALISMUS

Hellmut holthaus wahrhaftige geschichte von der spazierfahrt oder mit dem auto sieht man etwas von der welt

1. Erster Arbeitsschritt: Motivationsphase Methode: Vor Lektüre der Erzählung können die Schüler von Autospazierfahrten, z. B. an Sonntagen, berichten. 1.1. Wie sehen unsere Sonntagsausflüge aus? 1.2. Warum unternimmt man Spazierfahrten mit dem Auto? 2. Zweiter Arbeit .....
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Index » Erzählungen der Gegenwart

Der simplicissimus (i668) - roman von hans jakob christoffel von grimmeishausen

Hans Jakob Christoffcl von Grimmelshausen wird als Begründer des deutschen Prosaromans angesehen, das Werk geht auf Grim-mclshauscns Erfahrungen im Dreißigjährigen Krieg zurück. Im hessischen Gelnhausen wuchs er im einfachen, protestantischen Bürgermilieu auf und geriet mit 15 jähren unter die Söld .....
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Index » Literatur & Sprache » Meisterwerke

Hugo von hof mannsthal

Literarhistorisch ordnet man das Schaffen des Dichters häufig in der Weise ein, daß man ihn mit der Romantik in Verbindung bringt. Vor allem von den frühen Dichtungen Hofmannsthals sprach man als von beispielhaften Schöpfungen der Neuromantik. Wenn man den Dichter so verstehen will, ist es allerding .....
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Index » Hugo von Hof mannsthal

Ludwig achim von arnim - von volksliedern â–  an kapellmeister reichardt

[...] Ein schönes Lied in schlechter Melodie behält sich nicht, und ein schlechtes Lied in schöner Melodie verhält sich und verfängt sich, bis es herausgelacht; wie ein Labyrinth ist es: einmal hinein, müssen wir wohl weiter; aber aus Furcht vor dem Lindwurm, der drin eingesperrt, suchen wir gleich .....
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Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Gestohlene stunden und gewonnene zeit: der alltag von autorinnen

Wenn dagegen die Dichterin und Erzählerin Marie Luise Kaschnitz im Cafe schrieb, bedeutete es für sie eine kleine Flucht aus dem Hausfrauen- und Mutteralltag. Sie verstand es als wichtigste Aufgabe, für die Familie da zu sein. Ihre literarischen Werke entstanden so zuweilen in gestohlenen Momenten: .....
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Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Vormittag eines Schriftstellers

Heimito von doderer (i896—i966)

dar. Er steht deutlich unter dem Einfluß von Robert Musil. Die Gestalten seiner Romane sind Repräsentanten einer untergehenden Gesellschaft, der ehemaligen k. u. k. Monarchie Österreich. Vor diesem historischen Hintergrund spielt sich in seinem wohl bedeutendsten Roman 'Die Strudlhofstiege" das Sc .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Nach 1945

Gertrud von le fort (geb. i876).

Einer ihrer tiefsten Romane ist die 'Magdeburgische Hochzeit", in der das Schicksal der von Tilly eroberten Reichsstadt in symbolischem Zusammenhang steht mit der auseinandergerissenen und erst im Elend wieder vereinigten Liebe eines jungen Paares. Ihr Hauptwerk, 'Das Schweißtuch der Veronika", sch .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Zwischen den beiden Weltkriegen

Von einflussreichen schreibwerkzeugen, unentbehrlichen hilfsmitteln und erschöpften arbeitsräumen

Den Geruch der Tinte mag ich sehr. Fast riecht sie so nachtschwarz, wie sie schimmert, da im Tintenglas, aus dem ich meinen Füller fülle. Ob das die Worte, die ich gerade hinschreibe, beeinflusst? Ich weiß es nicht. Vielleicht merkst du ja einen Unterschied: Die eine Hälfte dieses Buches entstand an .....
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Index » Schreiberlust und Dichterfrust » Zettels Traum im eigenen Zimmer

Fritz von unruh (geb. i885)

brachte nach früheren erfolgreichen Bühnenwerken erst der Krieg die tiefste Erschütterung, aus der heraus er ein neues Menschenbild gewann. In der ergreifenden Erzählung 'Opfergang" klingt die Hoffnung auf eine neue Menschheit an. In den Dramen 'Ein Geschlecht" , 'Platz" und 'Dietrich" rechnet de .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Drama

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