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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Hölderlin, Friedrich



H. war der Sohn eines schwäbischen Patriziers und herzoglichen Beamten. Sein Vater starb früh, ebenso sein Stiefvater. Mit neun Jahren ist der älteste und einzig leibliche Sohn ohne väterliches Gegengewicht mit der Mutter allein, die wohl warmherzig und bemüht, aber auch engstirnig, wenig einfühlsam war, ebenso Angst vor dem Leben hatte, wie sie selbst Angst verbreitete. Ihren Ehrgeiz für den Sohn richtete sie auf das beruflich höchste Ziel, das an ihrem pietistisch-kleinbürgerlichen Horizont sichtbar war: er sollte Pfarrer werden, und der sicherste und respektabelste Weg dahin führte über die Klosterschulen, strenge rehgiöse Erziehungsstätten, und das Tübinger Stift, die theologische Zwangsanstalt des württembergischen Herzogs. Auf diesen Weg wurde H. geschickt, und er hätte ihn vielleicht stumm hinter sich gebracht, wie so viele Generationen vor ihm, wenn das Datum seines Eintritts ins Stift nicht 1788 gelautet hätte. Die Französische Revolution, die H. in der angeregten und unterschwellig aufsässig gestimmten Atmosphäre des Stifts ein Jahr später, mit neunzehn Jahren, erlebte, brachte einen völligen Umsturz aller moralischen, ideellen und politischen Vorstellungen. Es scheint, als habe sie in ihm eine Rebellion gegen die Mutter und ihren Lebensplan ausgelöst. Er schreibt in seinen Briefen, er wolle lieber Jurist werden als Pfarrer : außerdem nimmt er seine Gedichte immer ernster: schon sind die ersten der Tübinger Hymnen, die »eigentliche Revolutionsdichtung« erschienen. Wie für die Mutter der Pfarrer das Höchste war, was man erreichen konnte, so scheint es für Friedrich immer mehr der Schriftsteller geworden zu sein. Ein emotionales Duell zwischen Mutter und Sohn beginnt. H. argumentiert gegen die mütterliche Sphäre in seinen Briefen, in einem langangelegten, zähen Ãœberzeugungs-, ja Agitationsversuch will er die Mutter zu sich herüberziehen, ein deutliches Anzeichen dafür, daß er von ihrer Zustimmung ganz elementar abhängig gewesen ist. 1793, nach dem Studium, ringt er ihr zunächst einen Aufschub der Pfarre ab: Friedrich Schiller, die von jetzt ab bestimmende, idealisierte »Vatergestalt«, vermittelt eine Hofmeisterstelle bei Charlotte von Kalb, die mit Schiller und Jean Paul befreundet und Mitglied der Weimar-Jenaer Intellektuellenkreise ist. Die Anstellung dauert nicht lange. Schon einige Monate später siedelt H. nach Jena über, in die intellektuelle Hauptstadt Europas im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts. Er hört Vorlesungen bei Johann Gottlieb Fichte, lernt die Friihromantiker kennen, trifft Johann Wolfgang von Goethe, wird von Friedrich Schüler protegiert, der seinen entstehenden Roman Hyperion an den Verleger Cotta in Stuttgart vermittelt. Er schließt Freundschaft mit Isaak von Sinclair, einem demokratisch gesinnten jungen Adeligen aus Homburg vor der Höhe, der bis in die Zeit der großen Krise hinein mit ihm verbunden bleibt und der den Kontakt zur politischen Sphäre, den revolutionären, »jakobinischen« Zirkeln der Zeit herstellt. Für einen jungen Mann mit literarischem Ehrgeiz war H.s Stellung in Jena geradezu ideal. Nach kurzer Zeit jedoch, im Frühsommer 1795, geschieht das Unerwartete, Widersinnige, eigentlich Lebensfeindliche: H. bncht von einem Tag auf den anderen auf und wandert zu Fuß zum mütterlichen Haus nach Nürtingen zurück. Wir wissen nicht, warum. Politische Verwicklungen? Psychotische Episode? Angst vor Friedrich Schillers Nähe? Nach einigen höchst deprimierten Monaten in Nürtingen tritt H. dann eine Stelle an, die inzwischen zu einem der mythischen Schauplätze der deutschen Literaturgeschichte geworden ist: er wird Hofmeister im großbürgerlichen Haushalt des Bankiers Jakob Gontard in Frankfurt am Main. H. hat in der nun einsetzenden Oden-Dichtung und in seinen Briefen die neue Entwicklung festgehalten: den seit Goethes Briefroman Die Leiden des jungen Werthers archetypischen Konflikt zwischen geistloser bürgerlicher Macht und ohnmächtigem bürgerlichen Geist, und — darüber weit hinausgehend - als Substrat dieses Konflikts das ödipale Drama, das seinen Schatten auf die neuen Frankfurter Beziehungen wirft. H. verliebt sich in die Dame des Hauses, die mit ihrem Ehemann - wie es seit langem bürgerliche Konvention ist - nicht dem Gefühl, sondern nur der Rechtsform nach verheiratet war. Susette Gontards »Madonnenkopf« wird das Ideal für H.s »Schönheitssinn«, von dem er in einem Brief schreibt. Neben der realen Mutter wird ein neues, als »Muttergottes« idealisiertes mütterliches Urbild sichtbar, das von H. als »Rettung« schlechthin empfunden worden sein muß. Ein Aufatmen ist der Grundgestus der Diofiwa-Oden aus der Frankfurter Zeit. Die neue, glückliche Symbiose wird jedoch unvermeidlich gestört durch das Dazwischentreten der »bösen Vatergestalt«, die sich als alles bestimmend, als mächtiger erweist: Jakob Gontard feuert den Hauslehrer 1798; die Geliebte bleibt in ihrem Gefängnis zurück. Aus ihren erhalten gebliebenen Briefen und aus ihrem späteren Lebenslauf ist ersichtlich, daß Susette die Affäre wohl im wörtlichen Sinn das Herz gebrochen hat. H. setzt nun alles auf eine Karte: im nahen Homburg vor der Höhe versucht er, der »guten Vaterfigur« Friedrich Schiller nachzueifern und als Schriftsteller den Durchbruch zu erzwingen. Nach einem Jahr muß er feststellen, daß sein kommerzielles Hauptprojekt, eine literarische Zeitschrift, Iduna, nicht Zustandekommen kann, weil sich keine prominenten Beiträger finden, und daß Friedrich Schiller an seinem früheren Schüler das Interesse verloren hat. Die ehrgeizigste literarische Arbeit der Homburger Zeit, die Tragödie Der Tod des Empedokles, bleibt Fragment. 1800 kehrt er erneut nach Hause zurück. Nach einem glücklichen Sommer bei Freunden in Stuttgart bahnt sich die seelische Katastrophe an. H. quittiert innerhalb weniger Monate zwei Hofmeisterstellen, eine in der Schweiz, die zweite in Bordeaux, von wo aus er über Paris wieder in die Heimatzurückwandert. Während er noch unterwegs ist, stirbt Susette Gontard an den Röteln. Als er im Sommer 1802 wieder in Schwaben eintrifft, begegnet man einem Geistesgestörten. Im Elternhaus tobt er gegen die Mutter; die idealisierte, in alle Höhen der menschlichen Vorstellungskraft gelobte Seelenfreundin ist tot; die Mutter, die stets sein Leben belastet hat, dieser Schatten ragt mächtiger und größer denn je herein. Bei der Mutter, der er entkommen wollte, ausgerechnet bei ihr muß er jetzt Zuflucht suchen. Die »böse« Vaterrepräsentanz. Jakob Gontard, war Sieger gebheben, die »gute« Vaterrepräsentanz, Friedrich Schiller, hatte sich abgewandt. Vielleicht war das der Moment des endgültigen Zusammenbruchs. Die fieberhafte literarische Aktivität, die jetzt einsetzt und der wir sein weltliterarisch einmaliges Spätwerk verdanken, ist jedenfalls auf dem Hintergrund fortschreitender psychischer Regression zu sehen. Zum Schein wird er in Homburg als Bibliothekar angestellt, wird aus der Privatschatulle des landgräflichen Beamten Isaak von Sinclair bezahlt. Als die Landgrafschaft durch Napoleon aufgelöst wird, bringt man H. nach Tübingen. Der Freund Sinclair hat der Mutter geschrieben, daß sein »Wahnsinn eine sehr hohe Stufe erreicht« habe: »Seine Irrungen haben den Pöbel dahier so sehr gegen ihn aufgebracht, daß bei meiner Abwesenheit die ärgsten Mißhandlungen seiner Person zu befürchten stünden.« H. widersetzt sich heftig, glaubt an eine Entführung, will aus der Kutsche fliehen, gelangt aber schließlich in das Klinikum des Medizin-Professors und Kanzlers J.H. Ferdinand Autenrieth, wo man ihn sofort mit Belladonna- und Digitalis-Präparaten ruhigstellt. Dem unheilbar Erkrankten diagnostiziert der Arzt eine Lebenserwartung von nur noch drei Jahren. Er wird dem Schreinermeister Zimmer in Obhut gegeben. Der erinnert sich: »Im Klinikum wurde es mit ihm noch schlimmer. Damals habe ich seinen Hyperion gelesen, welcher mir ungemein wohl gefiel. Ich besuchte Hölderhn im Klinikum und bedauerte ihn sehr, daß ein so schöner und herrlicher Geist zu Grund gehen soll. Da im Klinikum nichts weiter mit Hölderhn zu machen war, so machte der Kanzler Autenrieth mir den Vorschlag. Hölderlin in mein Haus aufzunehmen, er wüßte kein passenderes Lokal. Hölderlin war und ist noch ein großer Naturfreund und kann in seinem Zimmer das ganze Neckartal samt dem Steinlacher Tal übersehen.«

Gelegentlich wird H. von »Paroxysmen« befallen, muß Stunden und Tage im Bett verbringen, dann musiziert er wieder, empfängt Besuche, schreibt, kämpft mit den Gespenstern der Vergangenheit: »Der edle Dichter des Hyperion... raset nicht, aber spricht unaufhörlich aus seinen Einbildungen, glaubt sich von huldigenden Besuchernumgeben, streitet mit ihnen__ widerlegt sie mit größter Lebhaftigkeit, erwähntgroßer Werke, die er geschrieben habe, andrer, die er jetzt schreibe«, hat Varnhagen von Ense anläßlich eines Besuches bei dem Kranken festgehalten. Schließlich stirbt H. nach sechsunddreißig Jahren eines dämmernd-wachen Dahinlebens an den Folgen der Brustwassersucht nachts um elf Uhr. H. »habe am Abend noch sehr heiter in den Mond hinaus gesehn und sich an dessen Schönheit gelabt, habe sich dann ins Bett gelegt und sei verschieden«.
      Erst einhundert Jahre später wurde sein Werk wiederentdeckt - im Zeichen der kulturrevolutionären Erneuerungsbewegungen des Jahrhundertbeginns. Man erblickte in seinem Leben wie in seinem Werk die Chiffre eines gebrochenen, sehnsüchtig sich an die antiken Anfänge der europäischen Geschichte rückerinnernden Entfremdungsgefühls. Noch in den heutigen Debatten um H.s Leben und Werk ist solche »Rückprojektion« mancher Aporien der Moderne zu beobachten: So in der Diskussion um den »Jakobiner« H. das Problem der Politisierung des modernen Intellektuellen, und in der mit vielen Vorurteilen behafteten Debatte über H.s Krankheit die Pathographie des bürgerlichen Subjekts schlechthin; so schließlich auch in dem mit Friedrich Nietzsche und Martin Heidegger wieder bewußt gewordenen utopischen Horizont einer als »eigentlicher« Lebensform des menschenwürdigen Daseins rückerinnerten, vorchristlichen Antike.
      Wackwitz. Stephan: Friedrich Hölderlin. Stuttgart 1985.
      Beck. Adolf: Hölderlins Weg zu Deutschland. Fragmente und Thesen. Mit einer Replik auf
Pierre Bertaux »Friedrich Hölderlin«. Stuttgart 1982. Bertaux. Pierre: Friedrich Hölderlin. Frankiurt a.M. 1978. Hartring. Peter: Hölderlin. Ein Roman. Darmstadt:Neuwied 1975. Beck. Adolf: Hölderlin. Chronik seines Lebens mit ausgewählten Bildnissen. Frankfurt a.M.
     

   Stephan Wackwitz


Friedrich hölderlin

Johann Christian Friedrich Hölderlin wird als erstes Kind des Klosterhofmeisters Heinrich Friedrich 1 lölderlin und seiner Frau Johanne Christiana am 20. Mär/. 1770 in Lauften am Neckar geboren. Zwei Jahre später stirbt der Vater nach einem Schlaganfall. Die Mutter heiratet Johann Christoph Gok, den .....
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Begegnung mit einem unbekannten - Ãœber friedrich hölderlin

Friedrich ist Magister der Philosophie, vierundzwanzig Jahre alt, Verfasser hymnischer, schwer verständlicher Gedichte -und Hauslehrer, weil man auf irgendeine Weise ja seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Schon auf der Reise hierher, nach Jena, hat es ihn gefröstelt. Und immer noch friert ihn, se .....
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Friedrich hölderlin (i770-i843)

das Wesen des Dichters an sich verwirklichte. Er ist geradezu „der Dichter des Dichters" geworden, wie Martin Heidegger es ausdrückte. Jeder Vers und jede Zeile, die er schrieb, bezeugen die gerade an seinem Werk gewonnene Erkenntnis, daß Dichtung nicht nur das Ergebnis eines genialen und geschulten .....
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Hölderlin, friedrich

Johann Christian Friedrich Hölderlin ist ein Hauptvertreter des Klassizismus, seine Dichtung bezieht jedoch auch Frühromantik und Idealismus mit ein. Bekannt vor allem für seine Lyrik, sind auch der Roman Hyperion und die unvollendete Tragödie Der Tod des Empedokles bedeutend. Obwohl mit vielen Pe .....
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Hölderlin, friedrich

Abbitte Klein, Johannes. In: WW 1, 1950/51, S. 83 - 86. Cormeau-Diruf, Antonia. In: Begegnung mit Gedichten, 1977, S. 165 - 168. Schulz, Gerhard. In: Frankfurter Anthologie 8, 1984, S. 53 - 56. Abendphantasie Beissner, Friedrich. In: Gedenkschrift, 1943, S. 240 - 247. Hubert, Gerda. In: Ab .....
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Friedrich hölderlin

Die Rückkehr des Menschen zur ursprünglichen Einheit mit der Natur in einer freien Gesellschaft ist das große Thema in den Werken von Johann Christian Friedrich Hölderlin . Von der Mutter, die aus einem pietistischen Pfarrhaus stammte, für den geistlichen Beruf bestimmt, trat er zwar 1788 in das Tü .....
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Hälfte des lebens - friedrich hölderlin

Mit gelben Birnen hänget Und voll mit wilden Rosen Das Land in den See, Ihr holden Schwäne, Und trunken von Küssen 5 Tunkt ihr das Haupt Ins heilignüchterne Wasser. Weh mir, wo nehm ich, wenn Es Winter ist, die Blumen, und wo Den Sonnenschein, 10 Und .....
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Friedrich hölderlin - brot und wein

An Heinze 1 Rings um ruhet die Stadt; still wird die erleuchtete Gasse Und, mit Fackeln geschmückt, rauschen die Wagen hinweg. Satt gehn heim von Freuden des Tags zu ruhen die Menschen, Und Gewinn und Verlust wäget ein sinniges Haupt Wohlzufrieden zu Haus; leer steht von Trauben und Blumen, Und .....
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Friedrich hölderlin - lebenslauf

Größers wolltest auch du, aber die Liebe zwingt All uns nieder, das Leid beuget gewaltiger, Doch es kehret umsonst nicht Unser Bogen, woher er kommt. Aufwärts oder hinab! herrschet in heiiger Nacht, Wo die stumme Natur werdende Tage sinnt, Herrschet im schiefesten Orkus Nicht ein Grades, ein Recht .....
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Friedrich hölderlin - die eichbÄume

_Aus den Gärten komm ich zu euch, ihr Söhne des Berges! Aus den Gärten, da lebt die Natur geduldig und häuslich, pflegend und wieder gepflegt mit den fleißigen Menschen zusammen. Aber ihr, ihr Herrlichen! steht, wie ein Volk von Titanen In der zahmeren Welt und gehört nur euch und dem Himmel, Der e .....
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Sonnenuntergang - friedrich hölderlin (i770-i843) - götterlose gegenwart

In einer vierstrophigen Fassung, die Hölderlin Ende Juni 1798 mit weiteren Gedichten an Schiller schickte, hieß das Gedicht noch Dem Sonnengott. Schiller nahm zwar andere der übersandten Gedichte, nicht aber dieses in den Musenalmanach fiir das Jahr 1799 auf. Und Hölderlin arbeitete die vierstrophig .....
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Hälfte des lebens - friedrich hölderlin (i770-i843) - heilignüchtern

Hälfte des Lebens Mit gelben Birnen hänget Und voll mit wilden Rosen Das Land in den See. Ihr holden Schwäne, Und trunken von Küssen Tunkt ihr das Haupt Ins heilignüchterne Wasser. Weh mir, wo nehm ich, wenn Es Winter ist, die Blumen, und wo Den Sonnenschein, Und Schatten der Erde? Die Mauer .....
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Hölderlin, friedrich

Geb. 20.3.1770 in Lauffena.N.; gest. 7.6.1843 in Tübingen »Klare Linien« in etwas so Verworrenem wie einem Menschenleben kommen meistens nur durch Stilisierung zustande. Von Johann Wolfgang Goethe weiß man - scheinbar - deshalb so viel, weil er bewußt ein Bild von sich arrangierte. H. ist als »Klas .....
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Friedrich rückert (i788-i866)

Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit Klingt ein Lied mir immerdar. O wie liegt so weit, o wie liegt so weit Was mein einst war! Auch Rückert, gebürtig aus Schweinfurt, gestorben in Neuses bei Coburg, rief in seinen 'Geharnischten Sonetten" zum Kampf gegen Napoleon auf. In seinen sechs Bänden ly .....
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Wenn nicht mehr zahlen und figuren - novalis (friedrich leopold freiherr von hardenberg, i772-i80i): das eine geheime wort

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren Sind Schlüssel aller Kreaturen Wenn die so singen, oder küssen, Mehr als die Tiefgelehrten wissen, Wenn sich die Welt ins freye Leben Und in die Welt wird zurück begeben, Wenn dann sich wieder Licht und Schatten Zu ächter Klarheit wieder gatten, Und man in Mährche .....
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Friedrich hebbel (i8i3-i863)

Als Sohn eines Maurers in Wesselburen geboren, wuchs der junge Hebbel in drückender Armut auf. 'Die Armut hatte die Stelle seiner Seele eingenommen", sagte der Dichter später von seinem Vater, der die dichterischen. Pläne seines Sohnes unterdrückte und ihn zum Maurerhandwerk zwang. Als er starb, kam .....
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Index » VON DER ROMANTIK ZUM REALISMUS

Friedrich nietzsche (i844-i900)

Der im gleichen Jahr wie Liliencron in Röcken bei Lützen geborene F. Nietzsche wurde noch vor Erwerbung des Doktorgrades sdion 1869 als Universitätsprofessor nach Basel berufen, machte den Krieg 1870/71 als Sanitäter mit, zog sich aber den Keim zu einer Krankheit zu, die ihn später aufzehren sollte. .....
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Index » VOM NATURALISMUS ÜBER DIE JAHRHUNDERTWENDE » Der Symbolismus

Friedrich dürrenmatt (geb. i92i)

stellt oft mit dem Unterton tiefster Bitterkeit mutige Zeitsatiren auf die Bühne. „Romulus der Große" läßt die ganze Weltgeschichte zur Farce werden: der letzte weströmische Kaiser interessiert sich mehr für Hühnerzucht als für die Aufgaben der Staatslenkung. Die Komödien „Die Ehe des Herrn Mississ .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Nach 1945

Nänie - friedrich schiller (i759-i805) - Ãœber die sterblichkeit des schönen

Nänie Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget, Nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus. Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher, Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk. Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde, .....
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Friedrich gottlieb klopstock (i724-i803): die frühen gräber - die sommernacht - mond, der gedankenfreund

Die frühen Gräber Willkommen, o silberner Mond, Schöner, stiller Gefährt der Nacht! Du entfliehst? Weile nicht, bleib, Gedankenfreund! Sehet, er bleibt, das Gewölk wallte nur hin. Des Maies Erwachen ist nur Schöner noch, wie die Sommernacht, Wenn ihm Tau, hell wie Licht, aus der Locke träuft, U .....
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Friedrich baron de la motte-fouque (i777-i843)

Fouque war zu seiner Zeit einer der beliebtesten Modeschriftsteller, der durch seine Dichtungen aus dem Mittelalter am meisten vor Richard Wagner zum Bekanntwerden der germanisch-deutschen Götter- und Heldensagen beige^ tragen hat. Ihm verdanken wir das heute noch am meisten gelesene Märchen der Rom .....
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Novalis (friedrich von hardenberg, i772-i80i)

Der bedeutendste dichterische Geist der Frühromantik, ja der Inbegriff des Romantikers überhaupt, war der frühvollendete Novalis. Seine dichterische Begabung entzündete sich an dem frühen Tod seiner jugendlichen Braut, die er nur um wenige Jahre überlebte. In seinen 'Hymnen an die Nacht" rührt Noval .....
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Nietzsche, friedrich

Ich kenne mein Loos. Es wird sich einmal an meinen Namen die Erinnerung an etwas Ungeheures anknüpfen, - an eine Knsis. wie es keine auf Erden gab, an die tiefste Gewissens-Gollision, an eine Entscheidung heraufbeschworen gegen Alles, was bis dahin geglaubt, gefordert, geheiligt worden war... L nuve .....
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Schelling, friedrich wilhelm joseph

Die klassische deutsche Philosophie - in Verkennung der sie bestimmenden Dialektik von Idealismus und Materialismus auch als »Deutscher Idealismus« bezeichnet - ist im ausgehenden 18. und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Zeitzeugin eines Zyklus von Revolutionen und eines Anti-Zyklus von Restaurati .....
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Schleiermacher, friedrich daniel ernst

»Alle Menschen sind Künstler.« Mancher mag vielleicht heute diesen Satz spontan mit einem Diktum Joseph Beuys identifizieren, dessen Auffassung: »Kunst kommt nicht von Können, sondern von Künden«, von der Ãœberzeugung lebt, daß in jedem einzelnen - wenn auch zumeist verschüttet — die Fähigkeit un .....
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Hölderlin,  Friedrich    





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