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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Gottsched, Johann Christoph



Wäre es nach Friedrich Wilhelm I., dem »Soldatenkönig«, gegangen, sähe die Literaturgeschichte des 18. Jahrhunderts in Deutschland anders aus. Seine Soldatenwerber hatten ein Auge auf einen hünenhaften jungen Mann geworfen, der das Gardemaß der »Langen Kerls«, der Elitetruppe des preußischen Königs, besaß. Doch der soeben zum Magister promovierte G. hatte andere Pläne. Er entzog sich der Rekrutierung und floh aus Königsberg nach Leipzig. Mit seiner Ankunft in der sächsischen Universitätsstadt beginnt für G. eine steile Karriere als Gelehrter und Schriftsteller, die ihm schon bald den Ruhm eines deutschen Literaturpapstes einbringt. Erst um die Jahrhundertmitte wird seine Autorität ins Wanken kommen, später ins Gegenteil umschlagen: Gotthold Ephraim Lessings zornige Polemiken, Spott und Verachtung der jüngeren Generation um Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang von Goethe prägen ein Bild G.s, das ihn als Vertreter eines altmodischen, pedantischen Klassizismus abstempelt. »Gottsched war nicht der Anfang eines neuen Zeitalters, sondern der Abschluß des alten«, resümiert noch der liberale Literaturhistoriker Hermann Hettner einhundert Jahre später.

      Heute ist das Urteil über G. differenzierter geworden. Seine Biographie zeigt den Zwiespalt zwischen einem noch in der feudal-absolutistischen Ordnung befangenen Denken und bürgerlich-aufklärerischen Reformideen. Programmatisch ist die Antrittsvorlesung, die G. 1725 in Leipzig hält: Sie behandelt die rationalistische Philosophie Christian Wolffs, die den Ã"rger der Theologen heraufbeschwor, weil sie die Einheit von Sein und Denken, von Natur und Vernunft aus Kausalitätsprinzipien ableitete, nicht aus der biblischen Offenbarung.
      Während die Professorenlaufbahn G.s gediegen voranschreitet- insgesamt fünfmal wird er Rektor an der Leipziger Alma Mater -, erregt seine außerakademische Aktivität größere Aufmerksamkeit. Kaum in Leipzig angekommen, wird G. 1726 Wortführer der »Deutsch übenden poetischen Gesellschaft«, die er schon 1727 zur »Deutschen Gesellschaft« umformt, einem Literaturzirkel, der sich um die Reinigung der deutschen Sprache von barocker Ãoberladenheit bemüht. Dann stürzt er sich in journalistische Arbeiten; als Herausgeber der Vernünftigen Tadlerinnen und des Biedermann reiht er sich ein in die noch junge Tradition der Moralischen Wochen-
Schriften, die eine wichtige Stütze der entstehenden bürgerlichen Ã-ffentlichkeit darstellen; allgemeines Aufsehen erregt der junge Gelehrte 1727; er verbindet sich mit der Wandertruppe der Schauspielerin Friederike Caroline Neuber, um auch auf der Bühne »dem guten Geschmack« zum Sieg zu verhelfen. Für die zum untersten Pöbel gerechneten fahrenden Komödianten bedeutete die Gottsched-Neubersche Theaterreform in sozialer wie in künstlerischer Hinsicht eine außerordentliche Aufwertung. Die Verbannung des Harlekin von der Bühne, die Ehminierung der Improvisation, die Verpflichtung auf den Klassizismus der französischen Vorbilder Pierre Corneille, Jean Racine u.a. waren der Preis, den das deutsche Theater zahlte, um aus dem »Zustand der Verwilderung« herauszukommen und am Hof wie im städtischen Bürgertum gesellschaftsfähig zu werden. Gotthold Ephraim Lessing sprach später das Verdammungsurteil: »Es wäre zu wünschen, daß sich Herr Gottsched niemals mit dem Theater vermengt hätte. Seine vermeinten Verbesserungen betreffen entweder entbehrliche Kleinigkeiten, oder sind wahre Verschlimmerungen.« Weder eine Kleinigkeit noch eine Verschlimmerung war jedoch die Verbindung, die G. zwischen dramatischer Dichtung und dem Theater als erster wiederherstellte. Lessing selbst und die nachfolgenden Dramatiker verdankten diesem entscheidenden Schritt mehr, als sie sich eingestehen wollten.
      Was die Positionen G.s so angreifbar machte, war seine Ãoberzeugung, daß sowohl in der Kunst als auch in Natur und Gesellschaft alles nach festen Regeln abüefe, mithin Nachahmung der Natur identisch sei mit der Nachahmung klassischer Muster. 1730 veröffentlichte G. sein poetologisches Hauptwerk, den Versuch einer Critischen Dichtkunst vor die Teutschen. Aristoteles, Horaz und die französischen Dichter erscheinen dann als Gesetzgeber und Vorbilder. Wie ein Rezept klingt die Anleitung z.B. zum Verfertigen einer Tragödie: »Der Poet wählet sich einen moralischen Lehrsatz, den er seinen Zuschauern auf eine sinnliche Art einprägen will. Dazu ersinnt er sich eine Fabel, daraus die Wahrheit eines Satzes erhellet. Hiernächst suchet er in der Historie solche berühmte Leute, denen etwas ähnliches begegnet.« Auch darin folgte G. der normativen Barock-Poetik, daß die Tragödie den Göttern, Heroen und Fürsten, die Komödie hingegen Personen niederen Standes vorbehalten sei.
      Die Opposition, die sich etwa seit 1740 gegen G. zu formieren beginnt, artikuliert sich zuerst in der Hterarischen Fehde zwischen G. und den Schweizer Schriftstellern Johann Jakob Bodmer und Johann Jakob Breitinger. Die Jahrzehnte dauernden Auseinandersetzungen zeigen das Ringen um ein neues Bewußtsein von künstlerischer Subjektivität. Klopstock unter den zeitgenössischen, die englischen Dramatiker William Shakespeare und John Milton unter den älteren Dichtern werden zu den neuen Leitbildern. Die Auffassungen G.s verlieren immer mehr an Boden. Fast zum gleichen Zeitpunkt, 1741, trennen sich G. und die Neuberin in heftigem Streit. Aber selbst die Tatsache, daß diese Auseinandersetzungen öffentlich ausgetragen werden, ist etwas Neues, Ungewohntes. Mehr als ein Versuch, Parteigänger um sich zu scharen, ist auch der Aufruf G.s an junge Dramatiker, Beiträge für ein Sammelwerk deutscher Originalautoren einzusenden. Die von 1741 bis 1745 in sechs Bänden veröffentlichte Deutsche Schaubühne ist von G. zu Recht als Krönung seines Lebenswerks angesehen worden. Den ursprünglichen Plan, vor allem antike Vorbilder darin abzudrucken, ließ der Herausgeber bald fallen. Zu den französischen Klassikern, die ihre Stelle einnah-men, gesellten sich Autoren wie Ludwig Holberg und Johann Elias Schlegel, nicht zu knapp auch eigene Beiträge, wie G.s Mustertragödie Der sterbende Cato ; die letzten drei Bände der Deutschen Schaubühne enthalten bereits ausschließlich Beiträge deutscher »Originalschriftsteller«. Das Fundament für eine deutsche Nationalliteratur auf dem Gebiet des Dramas, in enger Verbindung mit dem Theater, war damit geschaffen.
      Möller, Uwe: Rhetorische Ãoberlieferung und Dichtungstheorie im frühen 18. Jahrhundert, München 1983.
      Wetterer, Angelika: Publikumsbezug und Wahrheitsanspruch. Der Widerspruch zwischen rhetorischem Ansatz und philosophischem Anspruch bei Gottsched und den Schweizern. Tübingen 1981.
      Freier, Hans: Kritische Poetik. Legitimation und Kritik der Poesie in Gottscheds Dichtkunst. Stuttgart 1973.

      Dietrich Kreiät


Johann christoph gottsched - versuch einer kritischen dichtkunst

Von den dreien Gattungen der poetischen Nachahmung und insonderheit von der Fabel 1 .§ Die Nachahmung der Natur [...] kann auf dreierlei Art geschehen. Die erste ist eine bloße Beschreibung oder sehr lebhafte Schilderei von einer natürlichen Sache, die man nach allen ihren Eigenschaften, Schönheit .....
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Johann christoph gottsched - der biedermann, 2. teil

Die Poesie ist eine Kunst, so der Wahrheit und der Tugend viele Dienste tun kann, wenn sie in den Händen eines verständigen und redlichen Bürgers ist und mehr nach den Regeln der Weltweisheit als nach dem verderbten Geschmacke des unverständigen Pöbels eingerichtet wird. Sie preiset die Tugend in Lo .....
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Johann wolfgang goethe - 'lyrische gedichte von johann heinrich voß

[...] Und hier ist wohl der Ort, zu bemerken, welchen Einfluß auf Bildung der unteren deutschen Volksklasse unser Dichter haben könnte, vielleicht in einigen Gegenden schon hat. Seine Gedichte bei Gelegenheit ländlicher Vorfälle stellen zwar mehr die Reflexion eines dritten als das Gefühl der Geme .....
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Der "magus in norden johann georg hamann

Johann hörte sich gern mit dem von Friedrich Karl v. Moser geprägten Übernamen den "Magus in Norden" nennen, der an die Weisen aus dem Morgenland erinnert. Ein Gemeinplatz literatur-und ideengeschichtlicher Forschung nennt sein Denken irrational und ihn seihst den Begründer des Irrationalismus. In .....
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Die magna charta des sturm und drang - johann - journal meiner reise im jahre i769

Analyse Johann , nach dem Studium der Theologie in Königsberg 1764 an die Domschule nach Riga berufen, bald auch Prediger dort, ist mit fünfundzwanzig Jahren bereits ein bekannter Autor. Seine Sammlungen von Fragmenten Ãober die neuere deutsche Literatur, ein Nachruf auf Thomas Abbt und die Kritis .....
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Das vorbild des genies johann gottfried herder: shakespeare

Analyse Von Herders Shakespeare-Aufsatz, den er 1773 in dem Bändelten Von deutscher Art und Kunst zusammen mit dem Auszug aus einem Briefwechsel über Ossian veröffentlichte, gibt es zwei frühere Fassungen: einen ersten Entwurf vom Juni 1771, der als Antwort auf Gerstenbergs Versuch über Shakespeare .....
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Johann wolfgang goethe: von deutscher baukunst

Analyse Zu den Neubewertungen, die in Kunsttheorie und Sprachgebrauch der 1770er Jahre die Bedeutung vieler Worte veränderten, gehört auch der Bedeutungswandel, den das Wort gotisch erfuhr: Goethe verband zunächst Vorstellungen von 'unbestimmtem, ungeordnetem, unnatürlichem, zusammengestoppeltem, a .....
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Die entdeckung der naturpoesie johann gottfried herder: auszug aus einem briefwechsel über oßian und die i jeder alter völker

Herder wurde 1 764 mit den Gesängen Ossians bekannt, als in Deutschland die ersten Übersetzungen erschienen. Es waren Gesänge in rhythmisierter Prosa: die F.pen Vingal und Tetnora sowie einundzwanzig kürzere Prosagedichte. Teils waren es Funde altgälischer Volksdichtungen aus dem schottischen Hoch .....
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Johann gottfried herder: volkslieder

Entstehung Im September 1773 kündigte Herder dem Verleger Hartknoch in Riga 'ein Bändchen alte Volkslieder" an. Es war eine Sammlung in zwei Teilen, deren jeder in zwei Bücher unterteilt war. Der erste Teil war überschrieben Englisch und Deutsch, der zweite Englisch-Nordisch und Deutsch. I. 1 enthi .....
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Die 'erlebnisdichtung johann wolfgang goethe: lyrik

Entstehung In den sieben Jahren zwischen der Abreise aus Leipzig am 28. August 1768 und der Ankunft in Weimar am 7. November 1775 hat Goethe nur etwa siebzig Gedichte geschrieben, wenn man 'die beiläufigen Stammbuchverse, Gelegenheitssprüche, Widmungen, die versifizierten Tagebucheintragungen und g .....
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Goethes größter bucherfolg - johann wolfgang goethe: die leiden des jungen werthers

Entstehung Die Handlung des Romans fußt z.T. auf Erlebnissen Goethes in Wetzlar und Ehrenbrcitstein; die Hauptfiguren sind nach historischen Personen beschrieben. Goethe war nach Beendigung seines Jurastudiums in Straßburg 1771 in Frankfurt als Anwalt tätig. Hierzu war, wie sich bald herausstellte .....
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Die stillen im lande - johann heinrich jung: henrich stillings jugend

Entstehung Johann Heinrich Jung , der seine I.ebensgeschichte unter dem Pseudonym Henrich Stilling veröffentlichte, kam 1770 nach Straßburg, um dort Medizin zu studieren. Im Kreise der Tischgesellschaft bei Johann Daniel Salzmann wurde er mit Goethe bekannt, der im neunten Buch von Dichtung und Wah .....
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Die idylle: maler müller und johann heinrich voß

Einleitung Die Gattungsbezeichnung Idylle wurde aufgrund eines fruchtbaren philologischen Irrtums als 'kleines Bild" verstanden. Man leitete das Wort etymologisch vom griechischen Kidyllion - Bildchen - her. Renate Böschenstein und andere vor ihr haben darauf aufmerksam gemacht, daß das Stammwort F .....
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Johann heinrich voß: die pferdeknechte, der Ã"hrenkranz, der siebzigste geburtstag

Analyse Die Pferdeknechte und Der Ã"hrenkranz, die bei der Erstveröffentlichung 1775 nebeneinander standen, wurden in späteren Ausgaben voneinander getrennt. Die Ausgabe von F.va D. Becker, auf die sich diese Analyse stützt, bringt den Text der Erstausgabe ohne die späteren Veränderungen und Erweit .....
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Johann christian günther - abschiedsaria

Schweig du doch nur, du Hälfte meiner Brust; Denn was du weinst, ist Blut aus meinem Herzen. Ich taumle so und hob an nichts mehr Lust Als an der Angst und den getreuen Schmerzen, Womit der Stern, der unsre Liebe trennt, die Augen brennt. Die Zärtlichkeit der innerlichen Qual Erlaubt mir kaum, ein .....
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Johann wolfgang goethe - willkommen und abschied

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde! Es war getan fast eh gedacht. Der Abend wiegte schon die Erde, Und an den Bergen hing die Nacht; Schon stand im Nebelkleid die Eiche, Ein aufgetürmter Riese, da, Wo Finsternis aus dem Gesträuche Mit hundert schwarzen Augen sah. Der Mond von einem Wol .....
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Johann wolfgang goethe - heidenrÃ-slein

Sah ein Knab ein Röslein stehn, Röslein auf der Heiden, War so jung und morgenschön, Lief er schnell, es nah zu sehn, Sahs mit vielen Freuden. Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden. Knabe sprach: Ich breche dich, Röslein auf der Heiden! Röslein sprach: Ich steche dich, Daß du ewig d .....
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Johannes bobrowski (i9i7-i965): dorfmusik - umarmung durch den reim

Beim ersten Lesen des Gedichts Dorfmusik meldeten sich in meiner Erinnerung sofort die Verse von Detlev von Liliencrons Die Musik kommt. »Klingling, bum-bum und tschingsdada, / Zieht im Triumph der Perserschah? / Und um die Ecke brausend bricht s / Wie Tubaton des Weltgerichts, / Voran der Schellent .....
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Johannes r. becher (i89i-i958): spreewald -bertolt brecht (i898-i956): der rauch

Harmonie in Ãoberfülle Als Rebell betrat Johannes R. Becher die literarische Arena. »Der Dichter meidet strahlende Akkorde. / Er stößt durch Tuben, peitscht die Trommel schrill. / Er reißt das Volk auf mit gehackten Sätzen.« So beginnt das berühmt gewordene Gedicht Vorbereitung, das 1916 in Beche .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Sackgassen der Naturlyrik

Volkslied: röslein auf der heiden -johann wolfgang goethe (i749-i832): heidenröslein

Röslein auf der Heiden Sie gleicht wohl einem Rosenstock Drum g liebt sie mir im Herzen; Sie trägt auch einen roten Rock Kann züchtig, freundlich scherzen; Sie blühet wie ein Röselein, Die Bäcklein wie das Mündelein; Liebst du mich, so lieb ich dich, Röslein auf der Heiden. Der die Röslein wird br .....
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Der zauberlehrling - johann wolfgang von goethe

Hat der alte Hexenmeister Sich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister Auch nach meinem Willen leben. 5 Seine Wort und Werke Merkt ich und den Brauch, Und mit Geistesstärke Tu ich Wunder auch. Walle! walle 10 Manche Strecke, Daß zum Zwecke Wasser fließe, Und mit reichem, v .....
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Willkommen und abschied - johann wolfgang von goethe

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde! Es war getan fast eh gedacht. Der Abend wiegte schon die Erde, Und an den Bergen hing die Nacht; 5 Schon stand im Nebelkleid die Eiche, Ein aufgetürmter Riese, da, Wo Finsternis aus dem Gesträuche Mit hundert schwarzen Augen sah. Der Mond von einem Wolkenhü .....
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Mailied - johann wolfgang von goethe

Wie herrlich leuchtet Mir die Natur! Wie glänzt die Sonne! Wie lacht die Flur! 5 Es dringen Blüten Aus jedem Zweig Und tausend Stimmen Aus dem Gesträuch Und Freud und Wonne 10 Aus jeder Brust. O Erd , o Sonne O Glück, o Lust, O Lieb , o Liebe, So golden schön 15 Wie Morgenwolken Auf jenen Höhn .....
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An den mond - johann wolfgang von goethe

Füllest wieder Busch und Tal Still mit Nebelglanz, Lösest endlich auch einmal Meine Seele ganz; 5 Breitest über mein Gefild Lindernd deinen Blick, Wie des Freundes Auge mild Ãober mein Geschick. Jeden Nachklang fühlt mein Herz 10 Froh- und trüber Zeit, Wandle zwischen Freud und Schmerz In der Ei .....
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Prometheus - johann wolfgang von goethe

Bedecke deinen Himmel, Zeus, Mit Wolkendunst! Und übe, Knaben gleich, Der Disteln köpft, An Eichen dich und Bergeshöhn! 5 Mußt mir meine Erde Doch lassen stehn, Und meine Hütte, Die du nicht gebaut, Und meinen Herd, 10 Um dessen Glut Du mich beneidest .....
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Gottsched,  Johann  Christoph    





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