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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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George, Stefan



Zu Lebzeiten war G. wie weiland Richard Wagner eine umstrittene Größe: den Verehrern standen die Gegner unversöhnlich gegenüber. Neutralität schien es nicht zu geben. Den Jüngern galt er als eine der genialsten Figuren abendländischer Kultur, als eine »antike Natur«. »Nur George hat heute den lebendigen Willen und die menschliche Wesenheit, die zuletzt in Goethe und Napoleon noch einmal Fleisch geworden, die in Hölderlin und Nietzsche zuletzt als körperlose Flamme gen Himmel schlug und verglühte« - so feiert 1920 der anerkannte Literarhistoriker Friedrich Gundolf den Dichter. Diametral entgegengesetzt ist das Urteil Franz Werfeis, das die christlich-religiösen Einwände versammelt. In seinem monumentalen Roman Stern der Ungeborenen , der eine Bilanz abendländischer Kulturleistungen zieht, steht G.s Name »für alle von Herrschsucht berstenden Kalligraphen, die anstatt in Sack und Asche, mit stark geschweiften Röcken, gebauschten Krawatten und falschen Danteköpfen einherwandeln und ihre Schultern und Hüften drehn, wobei sie einen kranken Lustknaben öffentlich zum Heiland machen und die blecherne Geistesarmut in kostbaren Gefäßen umherreichen, während die von ihnen Verführten dem rohesten und blutigsten aller Teufel schließlich ins Garn gehn«. Auch moderne Würdigungen stehen nicht jenseits der Parteien Haß und Hader. Und das, obwohl es seit den 30er Jahren um G. gänzlich still wurde, sein Werk auch nach 1945 ohne Resonanz blieb.
      Stefan Anton G. war der Sohn eines Weingutsbesitzers und Gastwirts. Aber sein Sinn strebte nach Höherem: nach dem Besuch des Darmstädter Gymnasiums und dem kurzzeitigen Studium der Romanistik, Anglistik, Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Berlin erkannte er seine höhere Bestimmung und verzichtete, da das elterliche Vermögen ihm dies erlaubte, bewußt auf die Ausübung eines Brotberufs. Sein ganzes Leben war ausschließlich der Dichtung und dem »Umdichten« fremdsprachiger Lyrik geweiht, wozu seine Sprachbegabung ihn prädestinierte. Er soll außer Griechisch und Latein, Französisch und Englisch, Italienisch, Spanisch, Holländisch, Dänisch, Norwegisch und Polnisch beherrscht haben. Aus den meisten dieser Sprachen liegen Ãœbersetzungen vor, deren künstlerische Geschlossenheit ihresgleichen sucht. Außer im Elternhaus wohnte G., der ein unstetes Reiseleben führte, bei Freunden, die er aus AltersgeWohnorte waren München, Bingen, Berlin, Heidelberg, Basel, Würz-rurg und Marburg.
      In G.s Gestalt kulminiert der Wille einer ästhetischen Lebensgestaltung, die konsequent zur Verabsolutierung des Künstlerideals führt. Auf der Suche nach geeigneten Dichterkollegen begegnete G. dem jungen Hugo von Hofmannsthal, der sich freilich zach einer stürmischen Freundschaft vom besitzergreifenden Kollegen distanzierte. Das Scheitern der Verbindung ist einigermaßen symptomatisch; G. konnte nur zweitrangige Genies um sich versammeln; die größeren brauchten zur Entfaltung ihrer Eigenart keinen Schulmeister. Hochgestylter Dichteranspruch und pädagogisches Streben sind bei G. Zeiten weise so eng miteinander verknüpft, daß seine eigene Dich-tung geradezu Lehrbuchcharakter annimmt - ireüich nicht den eines Schulbuchs für jedermann, sondern einer Bibel für Eingeweihte. Denn exklusiv wollte man sein, bis zur totalen Abschirmung gegen die kulturlose Außenwelt, was bereits die konsequente Kleinschreibung und die neugeschaffene Schrifttype indizieren. Hatte G. anfangs nur die Erneuerung der Literatur auf seine Fahnen geschneben, so weitete er später diesen Anspruch auf die Kultur, die Gesellschaft, den Staat und sogar die Religion aus. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte das etwas wässrig-klassizistische Ideal des Münchner Kreises um Emanuel Geibel und Paul Heyse dominiert; von ihnen und vom vulgären Naturalismus distanzierte sich G. mit Verve. Sätze wie: »In der dichtung ist jeder der noch von der sucht ergriffen ist etwas >sagen< etwas wirken zu wollen nicht einmal wert in den vorhof der kunst einzutreten« und: »Den wert der dichtung entscheidet nicht der sinn sondern die form«, bilden den Kern seiner aus dem französischen Symbolismus übernommenen Kunstdoktrin des »l art pour l art« . Bezeichnend für seinen Kunstwülen ist die Partialität, mit der er sich ihre Themen und Stoffe aneignete: alles Häßliche wurde rigoros ausgeschieden; Aufnahme fand nur das Sittlich-Schöne, das geistig-seelische Erhebung gewährte.
      Geistiges Haupterlebnis des jungen G. war neben der Beziehung zu den Symbolisten der Einfluß Friedrich Nietzsches. Persönliche Begegnungen spielten im Grunde eine untergeordnete Rolle; mit Frauen hatte er, nach einer mißglückten Beziehung zu Ida Coblenz. die bald darauf aparterweise seinen poetischen Intimfeind Richard Deh-mel heiratete, nichts mehr im Sinn; geistigen Kontakt mit ebenbürtigen Männern vermochte er wegen seiner wachsenden Herrschsucht nicht zu pflegen. Die Briefwechsel und die Zeugnisse seines Kreises zeigen auf erschreckende Weise, daß nicht nur die Jüngeren, sondern auch die Gleichaltrigen sich dem Anspruch des Dichters nahezu willenlos unterordneten. Für sie alle galt er als der unfehlbare »Meister«. Gespräche gab es im Grunde nie. die Jünger führten nur seine Verordnungen aus. Wer sich seinem Willen nicht beugte, der wurde aus Kreis und Freundschaft verbannt. Dieses Schicksal traf denn auch mit vorhersehbarer Konsequenz die etwas selbständigeren Geister, die Literaturwissenschaftler Fnedrich Gundolf und Max Kommerell - beides ursprünglich besonders treue Anhänger. Unzweifelhaft prägte G.s Dichterrum ein homoerotisches Moment. Exemplarisch und geradezu tragisch-skurril kommt dieses Erleben in seiner Begegnung mit dem Knaben Maximilian Kronberger zum Ausdruck, in dem er zunächst ein säkulares poetisches Genie zu entdecken glaubte und ihn als moderne Antinous-Figur verherrlichte, ihnjedoch, nach seinem frühen Tod, nachgerade zur religiösen Kultfigur stilisierte. Die blinde Anhängerschar machte diese Farce ergebenst mit: Kronberger erhielt in einer Art Neuauflage der antiken Apotheose den Götternamen »Maximin« und die poetische Unsterblichkeit in G.s Gedichtbuch Der siebente Ring . G. selbst verstand sich vorderhand als Prophet des toten Gottes Maximin; spätere Altersweisheit ließ ihn von dieser Abstrusität jedoch Abstand nehmen.
      Wie stark der Wille sein dichterisches Schaffen prägte, zeigen die frühen, noch weitgehend epigonalen Werke . G. ist ausschließlich Lyriker, weil er nur im lyrischen Ausdruck seine esoterische Sprachkunst verwirklichen konnte. Am Beginn selbständiger Produktion stehen die drei Bücher Hymnen . Pilgerfahrten und Algabal ; die Welt des heidnischen Kaisers Heliogabal dokumentiert den Absolutheitsanspruch des Dichter-Schöpfers. Die nächste Sammlung Die Bücher der Hirten- und Preisgedichte, der Sagen und Sänge und der Hängenden Gärten führen die bukolisch-hymnische Thematik weiter; als Gipfel dieser erlesenen Filigrankunst muß das 1897 erschienene Werk Das Jahr der Seele gelten, das G.s reinste Naturgedichte enthält, obgleich seinen Parklandschaften immer etwas Gewaltsames anhaftet: Einzelwahrnehmungen erscheinen ins künstlerische Gebilde gehämmert und mit symbolischem Sinn aufgeladen. Zunehmend macht sich in G.s lyrischem Werk eine konstruktive Tendenz bemerkbar. Wirken bereits die einzelnen Gedichte wie sorgfältig abgewogene Klang- und Reimkörper, so sind die Gedichtsammlungen selbst von streng symmetrischer Architektur. Das Buch Der Teppich des Lebens und die Lieder von Traum und Tod mit einem Vorspiel besteht aus zwei mal 24 in Zweiergruppen angeordneten Gedichten, jedes Gedicht hat 4 Strophen mit vier Versen. Hier kündigt sich die definitive Wendung des Nur-Ästhetikers zum Lehrmeister an, der Dichtung nur noch als Mittel zum Zweck erkennt. Zunehmend treten politische und historische Themen in den Vordergrund; Zeitkritik im Gefolge Nietzsches mmmt im monumentalen Gedichtbuch Der siebente Ring einen beträchtlichen Rang und Platz ein. G. spielte sich nun als dantesker Richter der Gegenwart auf: was nicht in sein konservativ-hieratisches Weltbild paßte, wurde schlankweg verworfen und mit maßlosen Schmähungen bedacht. Der Stern des Bundes galt als Gesetzbuch der Bewegung: in den 100 Sprüchen, die sich auf drei Bücher zu je 30 Gedichten, einem Eingang mit 9 Gedichten und einem Schlußchor verteilen, wird Reinheit zum obersten Gebot und zwar in recht äußerlichem Sinn - Frauen, Demokraten und Fremdrassige hatten im Geheimklub nichts zu suchen. Alltagsprobleme waren den erlauchten Mitgliedern zu gewöhnlich; man beschäftigte sich lieber mit epochalen Genies. Ein Sproß dieser biographisch-elitären Geisteshaltung ist die Geschichtsschreibung des George-Kreises, der sich immerhin einige hagiographische Meisterwerke verdanken, etwa Friedrich

II.

von Ernst Kantorowicz, Sapoleon von Berthold Vallentin, Goethe von Friedrich Gundolf, Wagner und Xietzsche und Piaton von Kurt Hildebrandt, Sietzsche. Versuch einer Mythologie von Ernst Bertram - allesamt Monumentalwerkc, die historische Entwicklungen getreu der Devise »große Männer machen Geschichte« in heroisch frisierter Weise darstellen.
      Maßgebliches Organ von G.s »Kunstlehre« waren die 1892 gegründeten Blätter für die Kunst, die bis 1919 in 12 Folgen erschienen, und das zwischen 1910 und 1912 publizierte Jahrbuch für die geistige Bewegung. Ãœber sie gewann G. zeitweilig großen Einfluß auf die deutsche Geisteswissenschaft, zumal zahlreiche Georgeaner den Beruf des Hochschullehrers ergriffen.
      Das letzte Gedichtbuch, das ältere und neuere Stücke zusammenfaßt, heißt nicht zufällig Das neue Reich . Merkwürdigerweise erscheint G.s Anspruch hier zurückgeschraubt: so finden sich neben hellsichtiger Zeitdiagnose wieder rein lyrische Gebilde von geradezu schlichter Zartheit, die wie eine Rücknahme der früheren Position anmuten. Unverkennbar ist Resignation ein Wesenszug der letzten Jihre des Dichters. Lehnte er früher Dichterehrungen als Ausdruck des verabscheuten Lireraturbetriebs prinzipiell ab, so erteilte er Kultusminister Rust, der ihm einen »Ehrenposten« in der deutschen Dichterakademie anbot, auch aus politischen Gründen eine Absage. Seine Ausreise aus Deutschland im Jahr 1933 kann jedoch nicht als Emigration gewertet werden.
      G. hat sich als »Ahnherr jeder nationalen Bewegung« verstanden. Seine Haltung gegenüber dem neuen Regime schwankt zwischen Zustimmung und Distanz. Am 19. September 1933 äußerte er gegenüber Edith Landmann, es sei doch immerhin das erste Mal, daß seine Auffassungen ihm »von aussen wiederklängen«. Edith Landmanns Hinweis auf die Brutalität des nationalsozialistischen Vorgehens verharmloste er, »im Politischen gingen halt die Dinge anders«. Ähnlich wie bei Ernst Jünger ist seine Distanz weniger Ausdruck der politischen als der aristokratischen Gesinnung: auch wenn er am Nationalsozialismus positive Züge entdeckte, dessen Vertreter waren ihm zu vulgär. Die anfängliche Vereinnahmung seines Werkes und das Faktum, daß viele seiner Anhänger zum nationalsozialistischen Regime umschwenkten, dokumentiert immerhin die Verwandtschaft von ästhetischem Führerkult und politischem Faschismus.
      Die Nachwelt hat sich Bert Brechts nonchalantem Urteil von 1928 über den mirakulösen Poeten angeschlossen: »Ich selber wende gegen die Dichtungen Georges nicht ein, daß sie leer erscheinen: ich habe nichts gegen Leere. Aber ihre Form ist zu selbstgefällig. Seine Ansichten scheinen mir belanglos und zufällig, lediglich originell. Er hat wohl einen Haufen von Büchern in sich hineingelesen, die nur gut eingebunden sind, und mit Leuten verkehrt, die von Renten leben. So bietet er den Anblick eines Müßiggängers, statt den vielleicht erstrebten eines Schauenden«.
      Würffei. Stefan Bodo: Wirkungswille und Prophetie. Studien zu Werk und Wirkung Stefan Georges. Bonn 1978.
      Durzak, Manfred: Zwischen Symbolismus und Expressionismus: Stefan George. Stuttgart, Berlin, Köln. Mainz 1974.
      David. Claude: Stefan George. Sein dichterisches Werk. München 1967.
      Linke. Hansjürgen: Das Kultische in der Dichtung Stefan Georges und seiner Schule. München/ Düsseldorf i960.

      Gunter E. Grimm


George, stefan

Geb. 12.7.1868 in Rüdesheim; gest. 4.12.1933 in Minusio bei Locamo Zu Lebzeiten war G. wie weiland Richard Wagner eine umstrittene Größe: den Verehrern standen die Gegner unversöhnlich gegenüber, Neutralität schien es nicht zu geben. Den Jüngern galt er als eine der genialsten Figuren abendländisc .....
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George, stefan a. s.

Keilson-Leuritz, Marita. In: Castrum peregrini 34, 1985, H. 168/69, S. 24-41. Als wir hinter dem beblümten Tore Landmann, Michael. In: Castrum peregrini 7, 1957/58, H. 34, S. 41 -44. An baches ranft Gomringer, Eugen. In: Frankfurter Anthologie 1, 1976, S. 65-68. Knörrich, Otto. In: Lyr. Te .....
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Vogelschau - stefan george

Weisse schwalben sah ich fliegen Schwalben schnee- und silberweiss • Sah sie sich im winde wiegen • In dem winde hell und heiss. 5 Bunte häher sah ich hüpfen • Papagei und kolibri Durch die wunder-bäume schlüpfen In dem wald der tusferi. Grosse raben sah ich flattern • 10 Dohlen schwarz un .....
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Komm in den totgesagten park - stefan george

Komm in den totgesagten park und schau: Der Schimmer ferner lächelnder gestade • Der reinen wölken unverhofftes blau Erhellt die weiher und die bunten pfade. Dort nimm das tiefe gelb • das weiche grau 5 Von birken und von buchs • der wind ist lau • Die späten rosen welkten noch nicht .....
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George, stefan

Wie kein Zweiter hat Stefan George der lyrischen Dichtung um 1900 durch die Orientierung an französischen Autoren wie Charles -> Baudelaire und Stephanen Mallarme sowie durch ein nahezu religiöses Verständnis der Literatur zu einem bedingungslosen Ästhetizismus verholfen. Gegen die profanen Tendenz .....
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Stefan george (i868-i933)

ist wohl der entschiedenste Gegner der naturalistischen Dichtung. Er bemüht sich in fein empfundener Lyrik, dem Sprachkunstwerk von der Form her im Sinne Klopstocks und Hölderlins erneut Geltung und Gewicht zu verschaffen. Stefan George stammte aus einem Weinbauerngeschlecht und wurde 1868 in Büdes .....
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Stefan george (i868-i933): komm in den totgesagten park ... - kein laufplatz für jogger

Komm in den totgesagten park und schau: Der Schimmer ferner lächelnder gestade • Der reinen wölken unverhofftes Blau Erhellt die weiher und die bunten pfade. Dort nimm das tiefe Gelb • das weiche grau Von birken und von buchs • der wind ist lau • Die späten tosen welkten noch nicht ganz • .....
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Stefan george

Komm in den totgesagten park und schau: Der schimmer ferner lächelnder gestade. Der reinen wölken unverhofftes blau Erhellt die weiher und die bunten pfade. Dort nimm das tiefe gelb, das weiche grau Von birken und von buchs. der wind ist lau. Die späten rosen welkten noch nicht ganz. Erlese küsse s .....
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Stefan george (i868-i933)

Am 21.11.1890 schrieb der 22-jährige George an einen Schulfreund: Du redest so verächtlich über lyrik als von dem einzigen wozu Du Dich bis jetzt aufgeschwungen hättest. Geht doch von hier aus in erster linie das NEUE aus. Aber mein buch das Du nächstens haben wirst soll für mich sprechen. Der Ve .....
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Stefan andres (geb. i906).

Zwar ist Andres schon vor 1945 bekannt gewesen, der Schwerpunkt seines Schaffens fällt aber in die Nachkriegszeit. Wohl seine bedeutendste Erzählung ist 'Wir sind Utopia , in der vor dem Hintergrunde des spanischen Bürgerkrieges die Frage nach dem Verhältnis von Mensch, Welt, Gott und Schicksal aufg .....
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Georges perec, stendhal und die zukunft der literatur

1978, vier Jahre vor seinem Tod, hat Georges Perec erklärt, [e]n fait, [...] mon ambition d ecrivain serait de parcourir toute la litterature de mon temps sans jamais avoir le sentiment de revenir sur mes pas ou de remarcher dans mes propres traces, et d ecrire tout ce qui est possible ä un homme d .....
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Berkeley, george

Bereits mit 15 Jahren tritt B. in das Trinity College in Dublin ein. wo er alte Sprachen, Philosophie. Logik. Mathematik und Theologie studiert. 1707 wird er Magister of Ans und kurz darauf Priester. Sem erstes philosophisches Werk .4» Essay Towards a Sew l heory of l ision behandelt Probleme de .....
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Zweig, stefan

Letztes Gedicht Wegner, Matthias. In: Frankfurter Anthologie 13, 1990, S. 179 - 182. Weinzierl, Ulrich. In: Frankfurter Anthologie 18, 1995, S. 123 - 126. Ãœberglänzte Nacht Hubert, Gerda. In: Abend und Nacht in Gedichten, 1963, S. 78 - 82. .....
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Mead, george herbert

In ihren Grundzügen ist die Philosophie M.s dem Pragmatismus von William James und lohn Dewey verpflichtet. Möglicherweise ist 111 dieser Verbindung begründet, daß er lange Zeit in deren Schatten stand und in seiner eigenständigen Position nicht gesehen wurde. Ein anderer Grund dafür ist, daß M. zu .....
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Moore, george edward

Bezeichnend für M.s Persönlichkeit wie für sein gesamtes Schaffen ist eine Episode aus seinen ersten Studienjahren in Cambridge. Von Bertrand Russell war er zu einer Unterhaltung mit dem bekannten Philosophen John M.E. McTaggart eingeladen worden. Im Laute des Gesprächs trug dieser seine These von d .....
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Stefan andres das trockendock

Der Autor erzählt diese schaurige Geschichte mit den stilistischen Mitteln der traditionellen Novelle: Die Handlung verläuft mit einer inneren Notwendigkeit, sie enthält ein bedeutsames, überraschendes Ereignis, das über sich hinausweisen soll : Verweis auf eine Idee , die hinter dem Ganzen steht. .....
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Typologien

Nach der Phase einer quantitativen Ausweitung des Angebots von Scienceficti-on-Kinder- und Jugendbüchern in den 70er Jahren wurden zu Beginn der 80er Jahre Versuche unternommen, die vielgestaltigen Texte zu beschreiben und zu kategorisieren. Das Ergebnis waren Typologien, in denen sich sehr stark de .....
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Index » Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur » HELMUT MELZER

Stefan zweig (i88i-i942)

begann mit symbolistischen Gedichten, wandte sich aber bald unter dem Einfluß des Wiener Arztes Sigmund Freud den Hintergründen der menschlichen Seele zu. Vornehmlich in seinen Novellenbänden 'Amok" und 'Verwirrung der Gefühle" entwickelte er die expressionistische Erzählkunst zu hoher Blüte. Als me .....
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Bataille, georges

»Man weiß es heute: B. ist einer der wichtigsten Schriftsteller seines Jahrhunderts.« So leitet Michel Foucault lapidar die zehnbändige Ausgabe von B.s CEurres completes ein. B.s Denken ist ebensowenig dem Strukturalismus wie dem Existentialismus zuzuordnen. Von 1922 an arbeitete er als Bibliotheksk .....
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Heilbut, iven george

Die Blinden Pieczonka, Annette. In: Sprachkunst / Bildende Kunst, 1988, S. 84 - 92. .....
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Grosz, george

Gesang an die Welt I Rühmkorf, Peter. In: Frankfurter Anthologie 7, 1983, S. 183 - 186. .....
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Zweig, stefan

Geb. 28.11.1881 in Wien; gest. 23.2.1942 in Petropolis bei Rio de Janeiro »Jeder von uns, auch der Kleinste und Geringste, ist in seiner innersten Existenz aufgewühlt worden von den fast pausenlosen vulkanischen Erschütterungen unserer europäischen Erde; und ich weiß mir inmitten der Unzähligen k .....
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Stefan andres

Um Zugang zu dem Novellenwerk des Dichters zu gewinnen, ist es nötig, einige Daten seines Lebens zu erwähnen. Nicht gleichgültig für das Verständnis ist seine Herkunft aus der Mosellandschaft. 1906 ist Stefan Andres im Trierer Land geboren. Ohne die Verwurzelung in dieser Landschaft sind die ,Mosell .....
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Das 'utopia von stefan andres

Diese Polarität ist auch ein Grundgesetz der Dichtung von Stefan Andres. Sein groß angelegter Roman 'Die Sintflut", in dem er zu einer Bewältigung der Katastrophe ausholt, gibt in zwei Bänden die Exposition des geschichtlichen Dramas. Der erste 'Das Tier aus der Tiefe", der zweite 'Die Arche" betite .....
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Aust, stefan

Stefan Aust gehört zu den prominenten Vertretern des deutschen Aufklärungsjournalismus. Er ist für seinen unerschrockenen Umgang mit brisanten Themen ebenso bekannt wie für seine klaren, informativen und gut lesbaren Stil. Austs Karriere begann in Hamburg bei der linken Zeitschrift »konkret«. 1969 .....
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