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Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Fontane, Theodor



Es gab ein geflügeltes Wort unter Theaterleuten, das F. immer wieder zitierte und das ihm zum Trostsatz wurde: »Um neun ist alles aus.« Um neun Uhr abends ging am 20. September 1898 das »künstlerisch abgerundete« Leben F.s zu Ende. -»Man fährt bei solch autobiographischer Arbeit entweder, wie Lübke es tut, in einem offenen Wagen durch eine freie, weit sich dehnende Landschaft, oder man fährt umgekehrt durch eine Reihe langer Tunnels mit intermittierenden Ausblicken auf im Licht aufleuchtende Einzelpunkte.« So F. in einer Besprechung der Lebenserinnerungen seines Freundes, des Kunsthistorikers Wilhelm Lübke. Eine freie, weit sich dehnende Landschaft finden wir bei F. erst in den letzten zwei Jahrzehnten, nach dem Erscheinen seines ersten Romans Vor dem Sturm . Das Konzept dazu trug er überlange in sich herum, und keine Unterbrechungen durch andere Aufgaben konnten ihm die Ãœberzeugung nehmen, daß dieser Roman geschrieben werden würde, •weil ich diese Arbeit als ein eigentlichstes Stück Leben von mir ansehe.« Die Kriegsbücher hielten ihn auf, aber sie waren ihm »keine Herzenssache«. »Wird das Buch geschrieben — gut, wird es nicht geschrieben — auch gut; es geht der Welt dadurch von meinem Eigensten, von meiner Natur... nichts verloren; aer Roman aber darf nicht ungeschrieben bleiben. Die Welt würde es freilich verschmerzen können, aber ich nicht. So hegt die Sache. Ich möchte das Kriegsbuch schreiben, weil der Roman... doch unter allen Umständen geschrieben würde« . Vor dem Sturm war der Beginn für den Romancier, den Heinrich Mann als den Begründer des modernen deutschen Romans bezeichnete und den er als seinen und seines Bruders Vorgänger ansah.

      Es gab genügend »lange Tunnel« im Leben F.s. Zuerst den wirklich so genannten »Tunnel über der Spree«, den Berliner literarischen Sonntagsverein und dem sich F., durch Bernhard von Lepel eingeführt, 1844 anschloß. »Ein Tunnel ist kein Loch, er ist ein Durchgang«, meinte ein Mitglied, eine Verbindung also, die zu einem Ziel führt. Hier in diesem Berliner »Tunnel« wurde F., der mit seiner Balladendichtung dem herrschenden Geschmack entgegenkam, eine Anerkennung zuteil wie kein zweites Mal, so sehr er sich sein Leben lang danach sehnte. »Dort machte man einen kleinen Gott aus mir«, schrieb er fünfzig Jahre später. Dieser Balladenruhm gründete sich vor allem auf seine altenglischen und schottischen Balladen, die auch vielfach vertont wurden. Er ist F. zeit seines Lebens gebheben, später zu seinem Leidwesen, weil er auf Kosten seiner Romane ging. Und doch: Im Alter kehrte er noch einmal »zu den Göttern oder Hammeln« seiner Jugend zurück, so daß er »mit fünfundsechzig wieder bei fünfundzwanzig... angelangt« ist: »Die Schlange, die sich in den Schwanz beißt, der Ring, der sich schließt« . Aber es ist kein Zurückgehen etwa auf die alte Heldenballade; jetzt dringt die zeitgenössische Wirklichkeit in die Ballade ein, und neue Töne werden hörbar, und mit der Spruchdichtung seines Alters findet F. einen neuen, ihm gemäßen Ausdruck lyrischer Empfindung. Der »Tunnel über der Spree« legte für F. auch das Fundament seiner Freundschaften, von denen viele bis in sein Alter erhalten blieben und denen er im Tunnelkapitel seiner Autobiographie Von Zwanzig bis Dreißig viele Seiten widmet.
      Vom Berliner »Tunnel über der Spree« war der Weg nicht weit zum Londoner Tunnel unter der Themse, dem technischen Wunder jener Zeit und Symbol des Fortschritts. »Seit Jahren blickt ich auf England wie diejuden in Ägypten auf Kanaan«, schrieb der Vierundzwanzigjährige in das Tagebuch seiner ersten Englandreise , und in der Tat wurde ihm England das gelobte Land. Der zweiwöchigen Reise nach London folgten acht Jahre später ein halbjähriger Aufenthalt dort und dem wieder ein noch längerer von 1855 bis 1858. Hier war er nun, um »jenes eine große Kapitel England« zu studieren. Er hatte die politische Notwendigkeit eines solchen Studiums seiner Dienststelle, der Zentralstelle für Preßangelegenheiten, nachdrücklich ans Herz gelegt und sich als den jungen Deutschen, »der Lust, ja die Begeisterung zu diesem Studium hat«, dringend zur Berücksichtigung empfohlen. Die Jahre dort waren nicht leicht und seine Arbeit als Korrespondent aufreibend. Und doch wurde England für seine Entwicklung in persönlicher und literarischer Hinsicht von ausschlaggebender Bedeutung. Immer hatte F. unter seiner kümmerlichen Schulbildung gelitten, denn schon mit sechzehn Jahren hieß es, den väterlichen Beruf des Apothekers zu erlernen. In diese vier Lehrjahre von 1836 bis 1840 fallen F.s dichterische Anfänge. Erst in der Weltstadt London wurde ihm die Möghchkeit gegeben, seinen Horizont zu erweitern und sich zu entfalten. In Meine Kinderjahre gedenkt er daher dankbar seines Vaters, der ihm zu dem zweiten Aufenthalt in London verholfen hatte, der dann den dritten nach sich zog: »Und so fügte sich s denn, daß er, der in guten Tagen, in diesem undjenem. wohl manches versäumt hatte, schließlich doch der Begründer des bescheidenen Glückes wurde, das dieses Leben für mich hatte.«

Von der Schottlandreise führte den gebürtigen Neuruppiner. den Märker hugenottischer Abstammung, der Weg zur literarischen Erfassung der Heimat: Die Arbeit an den Wanderungen durch die Mark Brandenburg schloß sich unmittelbar an seine Bücher über England und Schottland an. Zweck dieses Werks war es, die Schauplätze, auf denen sich das politische Leben Preußens und der Mark abgesponnen hatte, »auf denen die Träger eben dieses politischen Lebens tätig waren«, zu beleben und die »Lokalität« wie die Prinzessin im Märchen zu erlösen. Wandernd, plaudernd, reisenovellistisch ging er vor. Als »Historische Landschaft« charakterisierte ein Rezensent dieses Werk, das in unserer Gegenwart erneute Bedeutung erlangt hat.
      Die Wanderungen entstanden aus innerem Bedürfnis und stellten sich als folgerichtige schriftstellerische Entwicklung dar. Anders stand es mit den Kriegsberichten, die auf äußere Anstöße hin entstanden: die drei Bismarckschen Kriege von 1864, 1866 und 1870/71. Eine ungeheure Fleißarbeit am Schreibtisch und Reisen auf die Kriegsschauplätze waren nötig. Recherchieren kann gefährlich sein: Der als Spion verdächtigte Dichter wurde vor dem Denkmal der Jungfrau von Orleans in Domremy am 5. Oktober 1870 gefangen genommen. Mehrere Wochen saß F. auf der Isle d Oleron gefangen. »Oh, Jeanne d Arc! il faut queje paye eher pour vous«. schreibt er von dort an seine Frau. Wir lesen darüber in Kriegsgefangen. Erlebtes 1870 . Ãœber ein Jahrzehnt hat F. an den Kriegsbüchern gearbeitet. Anerkennung haben sie ihm nicht gebracht, nur Enttäuschung. Erst jetzt wird ihnen eine positivere Einschätzung zuteil. Das Ende dieser Arbeit fiel in das Krisenjahr 1876, in dem F. noch einmal seiner Frau Emilie zuHebe den Versuch machte, sein Leben wirtschaftlich abzusichern. Im März 1876 wird er zum Ersten Sekretär der Königlichen Akademie der Künste in Berlin berufen. Ende Mai bittet er bereits wieder um seine Entlassung. Schon die berufliche Bindung in den 50er Jahren war für ihn oft unerquicklich gewesen. Die zehn Jahre als Korrespondent des englischen Artikels in der konservativ-preußischen Kreuzzeitung waren erträglich, weil man ihm genug Zeit für seine Wanderungen ließ; aber auch diese Stellung gab er auf, um einen lockeren Vertrag mit der Vossischen Zeitung zu schließen, für die er fast zwanzig Jahre Theaterrezensionen schrieb, eine Arbeit, die seinem kritischen Bück lag. Der erneute Versuch, eine feste Anstellung zu erlangen, das Interludium einer Sekretariatsstelle an der Königlichen Akademie der Künste , endete mit Demütigungen und allseitiger Verstimmung. Er war schließlich froh, seinen Kopf aus »dieser dreimal geknoteten Sekretärschlinge herausgezogen zu haben« und wählte für den Rest seines Lebens, trotz »Abgrund und Gefahren«, die freie Schriftstellerexistenz: »Mir ist die Freiheit Nachtigall, den andern Leuten das Gehalt« . Die beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens verliefen ebenmäßig, mit Ausnahme einer mehrmonatigen schweren psychischen Krise . In der Zurückgezogenheit seines Arbeitszimmers entstanden nach dem Erscheinen von Vor dem Sturm hintereinander seine Romane und Novellen. Zu den Höhepunkten gehören Irrungen, Wirrungen , Unwiederbringlich , Frau Jenny Treibet , Effi Briest und Der Stechlin . Die Entwicklung Berlins zur Weltstadt löste seine schöpferischen Energien aus. Äußere Unterbrechungen boten die Sommerfrischen, die durch die Begegnung mit neuen Menschen stimulierend wirkten: »Ich betrachte das Leben, und ganz besonders das Gesellschaftliche darin, wie ein Theaterstück und folge jeder Szene mit einem künstlerischen Interesse wie von meinem Parkettplatz No. 23 aus« . Ein solcher zweiter Parkettplatz wurde ihm vor allem Krummhübel in der Nähe seines Schmiedeberger Altersfreundes Georg Friedlaender. Dem geselligen Beisammensein schloß sich ein lebhafter Briefwechsel an, und diese uns erhaltenen Briefe F.s stellen eine reiche Quelle für die letzten fünfzehn Jahre seines Lebens dar. Sie spiegeln vor allem seine immer kritischer werdenden Anschauungen über die Entwicklung in Preußen-Deutschland wieder. Auch hier schließt sich ein Kreis. Seit dem Briefwechsel mit dem Jugendfreund Bernhard von Lepel, aus dem das politische Engagement des jungen F. in den Revolutionsjahren 1848/49 deutlich hervorgeht, haben wir nur selten solche Töne gehört, wie in diesen letzten zwei Jahrzehnten. Eine lebhafte Auseinandersetzung mit seiner Zeit charakterisiert den jungen wie den alten F. Alles geht ein in sein Romanwerk, das, wie Heinrich Mann schreibt, »das gültige, bleibende Dokument einer Gesellschaft, eines Zeitalters« wurde. Hier in seinen Romanen zeigt sich F.s Kritik an der Gesellschaft seiner Zeit subtiler als in seinen Briefen durch die Dialektik seiner Gespräche. Das Plaudern, der Dialog beherrscht seine Romane und verleiht ihnen ihren besonderen Reiz. Aus dem »strengen Zeitgenossen« wird der »versöhnliche Dichter« .
      F. war von einer nervösen Labilität und stark von Stimmungen abhängig. Durchdrungen von einem starken Selbstbewußtsein, war er in hohem Grade empfindlich; »Empfindung« nannte er sich selbst einmal. Jahrzehntelang stand er unter wirtschaftlichem Druck. Immer wieder raffte er sich auf, »das Leben zu zwingen«. Seine Romane verraten jedoch wenig von den Spannungen seines Wesens und Lebens, die ein weiser Humor verdeckt. Sie sind, wie Hans-Heinrich Reuter sagt, »das harmonische Ergebnis einer glücklich bewältigten Synthese von Lebensanschauung und Kunstverstand. »Das Endresultat«, schreibt F., sein Leben überblickend, »ist immer eine Art dankbares Staunen... Es ist alles leidlich geglückt, und man hat ein mehr als nach einer Seite hin bevorzugtes und, namentlich im kleinen, künstlerisch abgerundetes Leben geführt, aber, zurückblickend, komme ich mir doch vor wie der Reiter über den Bodensee in dem gleichnamigen Schwabschen Gedicht, und ein leises Grauen packt einen noch nachträglich«, schrieb er am 23. August 1891 an seine Frau.
      Jolles. Charlotte: Theodor Fontane. Stuttgart31983.
      Müller-Seidel. Walter: Theodor Fontane. Soziale Romankunst in Deutschland. Stuttgart 2io8o.
      Reuter. Hans-Heinrich: Fontane. 2 Bde. Berlin/München 1968.
      Charlotte Jolles


Fontane, theodor

Geb. 30.12.1819 in Neuruppin; gest. 20.9.1898 in Berlin Es gab ein geflügeltes Wort unter Theaterleuten, das F. immer wieder zitierte und das ihm zum Trostsatz wurde: »Um neun ist alles aus.« Um neun Uhr abends ging am 20. September 1898 das »künstlerisch abgerundete« Leben Es zu Ende. - »Man fährt .....
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Ausgang - ohne jammern - theodor fontane (i8i9-i898)

Ausgang Immer enger, leise, leise Ziehen sich die Lebenskreise, Schwindet hin, was prahlt und prunkt, Schwindet Hoffnung, Hassen, Lieben, Und ist nichts in Sicht geblieben Als der letzte dunkle Punkt. Dieser Sechszeiler zählt zu den Gedichten, die man nicht unbedingt kommentieren muss. Form und .....
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Theodor fontane (i8i9-i898),

den letzten großen Erzähler des 19. Jahrhunderts, die preußische Hauptstadt Berlin und die Mark Brandenburg, jene Kiefern-, Seen- und Sandlandschaft, die man mit Ironie und Treffsicherheit 'die Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reiches" genannt hat. Die karge Schönheit dieses Landstrichs und ih .....
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Die brück am tay - theodor fontane

When shall we three meet again? Macbeth. 'Wann treffen wir drei wieder zusamm?" 'Um die siebente Stund , am Brückendamm." 'Am Mittelpfeiler." 5 'Ich lösche die Flamm." 'Ich mit." 'Ich komme vom Norden her." 'Und ich vom Süden." 'Und ich vom Meer." 10 'He .....
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Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Fontane, theodor

Aber es bleibt auf dem alten Fleck Honnefelder, Gottfried. In: Frankfurter Anthologie 17, 1994, S. 101 - 104. Archibald Douglas Erckmann, Rudolf. In: DU 8, 1956, H. 4, S. 45 - 51. Wasmer, Udo. In: Moderne deutsche Balladen, 1970, S. 99 - 107. Moritz, Karl. In: Deutsche Balladen, 197 .....
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Fontane, theodor

Theodor Fontane verfasste im ausgehenden 19. Jahrhundert zahlreiche gesellschaftskritische Romane für ein breiteres Publikum und gilt heute als der bedeutendste Vertreter des bürgerlichen Realismus. Er begann erst im Alter von fast 60 Jahren zu schreiben. In seinen Ro- manen verbindet sich eine prä .....
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Theodor fontane

Theodor Fontane wird am 30. Dezember 1819 in Ncuruppin bei Berlin als Sohn des Apothekers Louis Henri Fontane und seiner brau Fmilie geboren. Fr besucht das Neuruppiner Gymnasium und ab 1833 die Gewerbeschule in Berlin. 1836 wird er Apothekerlehrling und arbeitet dann bis 1844 als Apothekergehilfe .....
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Index » EINE LITERATURGESCHICHTE IN GESCHICHTEN

Das glück auf der schaukel - Ãœber theodor fontane

Der alte Herr mit den listig-gütigen Augen und dem buschigen, weißen Schnurrbart saß an seinem Schreibtisch, vor sich ein leeres Blatt. Seit einiger Zeit fühlte er sich nicht recht wohl, das Schreiben wollte nicht recht von der Hand gehen. Kr hatte eine üble Grippe hinter sich, von der er sich noc .....
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Theodor fontane - gottfried keller: die leute von seldwyla

Alle diese Erzählungen — allenfalls mit Ausnahme von einer — sind reizend zu lesen. Sie bewegen uns das Herz, wir begleiten sie unter Weinen und Lachen, überall sprechen Liebe, Sorgfalt und ein durchaus originaler Dichtergeist zu uns. Nichts komischer, als solchen Arbeiten gegenüber von dem Verf .....
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Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Theodor fontane prinz louis ferdinand.

Sechs Fuss hoch aufgeschossen, Ein Kriegsgott anzuschaun, Der Liebling der Genossen, Der Abgott schöner Fraun, Blauäugig, blond, verwegen Und in der jungen Hand Den alten Preussendegen: Prinz Louis Ferdinand. Den Generalitäten lebt er zu undiät, Sie räuspern sich und treten Vor seine Majestät, .....
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Theodor fontane (i8i9-i898)

Nach dem Fall der Berliner Mauer nahmen manche Westdeutsche auf der Suche nach Herrn von Ribbecks Birnbäumen im Havelland Theodor Fontanes Reisebeschreibungen durch die Mark Brandenburg wieder zur Hand. Schon Fontane war entsetzt über den Kontrast zwischen Vorstellung und Wirklichkeit einiger Städte .....
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Theodor storm (i8i7-i888)

Theodor Storm ist fast ausschließlich als Novellist bekannt geworden. Begonnen hat er seine literarische Arbeil mit Prosaminiaturen, wie etwa Marthe und ihre Uhr aus dem Jahr 1848, sowie mit kulturhistorischen Skizzen. Des Weiteren schrieb er Märchen, Gespenstergeschichten und phantastische Novellen .....
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Index » Bürgerlicher Realismus » Die Novellenliteratur des Bürgerlichen Realismus

Ernst theodor amadeus hoffmann (i776-i822)

Der Ostpreuße E. T. A. Hoffmann war eine typisch romantische Doppelnatur: von Haus aus war er Jurist und verteidigte als Kammergerichtsrat in Berlin die Unabhängigkeit des Richterstandes gegen reaktionäre Ãœbergriffe, wobei er sich vor allem der freiheitlichen Studenten und des Turnvaters Jahn annah .....
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Theodor körner (i79i-i8i3)

Die Wunde brennt - die bleichen Lippen beben -Ich fühl s an meines Herzens mattern Schlage: Hier steh ich an den Marken meiner Tage -Gott, wie du willst! Dir hab ich mich ergeben. Theodor Körner, der ideale Vertreter der Jugend von 1813, war der Sohn des Konsistorialrates Körner, des getreuen Fre .....
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Theodor storm (i8i7-i888)

mit Conrad Ferdinand Meyer gemeinsam. Wie bei Keller und Stifter überwiegt bei Storm jedoch das Landschaftliche; rauhes Meer, einsamer Strand, Nebel mit dem Schrei der Wandergans: 'Am grauen Strand, am grauen Meer / und seitab liegt die Stadt.. ." Dieser düstere Grundton wird durch Storms eigene, en .....
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Storm, theodor

Geb. 14.9.1817 in Husum/Schleswig; gest. 4.7.1888 in Hademarschen/ Holstein »In Stornis Potsdamer Hause ging es her wie in dem öfters von ihm beschriebenen Hause seiner Husumer Großmutter ... Das Lämpchen, der Teekessel, dessen Deckel klapperte, die holländische Teekanne daneben«, dies alles, so Th .....
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Theodor däubler (i876-i934).

Auch seine Gedichte sind ausdrucksstarke Wortmusik: Am Meer Ich stehe in Frieden am silbernen Meer. Die Stille verdeutlichen Silberdelphine. Was unterdunkelt das heilvolle Schweigen? Alles entzückt sich. Götter, beschreitet ihr wieder die Höh ? Das Mittelmeer bleibt und belacht seine Würde. Sohn .....
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Theodor storm (i8i7-i888): die nachtigall - fest des gleichklangs

Noch in der Lyrik des 18. Jahrhunderts begegnen wir der Nachtigall unter dem Namen Philomele. In jener griechischen Sage, nach der die Königstochter Philomela von den Göttern in eine Nachtigall verwandelt wurde, gehen dem Gestaltwandel blutrünstige Ereignisse voraus, die zur poetischen Aura des Nach .....
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Hoffmann, ernst theodor amadeus

Geb. 24.1.1776 in Königsberg; gest. 25.6.1822 in Berlin Der Zeitpunkt, an dem H. als Ausdruck seiner Bewunderung für Mozart seinen dritten Vornamen Wilhelm durch Amadeus ersetzte , fällt in die Jahre, in denen er sich den beiden Seiten seines Künstlertalents widmete, die heute mit seinem Namen erst .....
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Theodor storni - abseits

Es ist so still; die Heide liegt Im warmen Mittagssonnenstrahle, Ein rosenroter Schimmer fliegt Um ihre alten Gräbermale; Die Kräuter bliihn; der Ueidcduft Steigt in die blaue Sommerluft. Laufkäfer hasten durchs Gesträuch In ihren goldnen Panzcrröckchen, Die Bienen hängen Zweig um Zweig Sich a .....
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Theodor weißenborn die stimme des herrn gasenzer

1. Analyse formaler und inhaltlicher Aspekte 1.1. Die Funktion des ersten Absatzes 1.1.1. Bereits im knappen Einleitungssatz, mit dem der erste kurze, aber wichtige Absatz der Erzählung beginnt, wird dem Leser klar, daß es sich um eine Ich-Erzählung handelt. Offensichtlich berichtet .....
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Theodor weißenborn die sache mit dad

Der Schriftsteller Theodor Weißenborn hat sich in mehreren Erzählungen und Kurzgeschichten mit den Nöten und Problemen junger Menschen auseinandergesetzt und entwickelt dabei ein so großes Einfühlungsvermögen und eine so ausgeprägte Offenheit, daß Schüler von ihm zum Lesen stark motiviert werden, we .....
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Reisdorf, theodor j.

Biografie: *29.1.1 in Neuss. Th. J. Reisdorf erlernte nach dem Abitur den Beruf des Industriekaufmanns und studierte anschließend in Hamburg, Köln und Mannheim Wirtschaftsund Sozialwissenschaften mit dem Ab-schluss als Diplom-Handelslehrer. Sein Referendariat leistete er in Bielefeld ab, anschließen .....
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Die stadt - theodor storni

Am grauen Strand, am grauen Meer Und seitab liegt die Stadt; Der Nebel drückt die Dächer schwer, Und durch die Stille braust das Meer Eintönig um die Stadt. 5 Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai Kein Vogel ohn Unterlaß; Die Wandergans mit hartem Schrei Nur fliegt .....
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Storm, theodor

Abends Krolow. Karl. In: Frankfurter Anthologie 3, 1978, S. 87 - 90. Abseits Wilhelmsmeyer, Johannes. In: Gedichtstunde, 1964, S. 117- 118. Müller, Harro. In: Storms Lyrik, 1975, S. 82 -86. Spycher, Peter. In: Die deutsche Lyrik 2, 1975, S. 191 - 200. Weber, Horst. In: Deutsche und ru .....
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