Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Däubler, Theodor



Man sagt, D. habe »ein Epos von 30000 Versen geschrieben, das nun in München erscheinen soll«, er sei »groß geworden ohne Schule und Schulung« und »allerhöchst intelligent und ein Temperament wie von Shakespeare«, so berichtet 1909 Ernst Barlach über D., den er zu dieser Zeit in der Toscana kennengelernt hat und sich mit ihm befreundet hat. Die Persönlichkeit D.s wird Barlach nie mehr loslassen; immer von neuem wird D., der in seiner monumentalen Körpermasse wie eine von Barlach erfundene Figur anmutet, diesem Kunstler zum »Modell« für Zeichnungen und Plastiken, selbst zur Romangestalt. D. hat damals schon ein vieljähriges Wanderleben als Vagabund und Clochard hinter sich: Mit 15 Jahren ist er als Schiffsjunge auf See; nachdem er seinen einjährigen Militärdienst in Wien abgeleistet hat, gaukelt er ab 1898 ruhelos durch die Lande - Neapel, Berlin, Wien. Venedig und Rom sind seine Stationen. Ab 1903 hält er sich längere Zeit in Paris auf, wo er die moderne Malerei kennenlernt.

      Unter südlicher Sonne im damals noch österreichischen Triest geboren, dort und in Venedig zweisprachig aufgewachsen, zieht es D. als »mittelländischen Menschen« sein Leben lang in die wärmeren Gefilde. Seit 1921 lebt er in erbärmlicher Armut in Griechenland, einige Zeit sogar unter den Mönchen des Bergs Athos. Von dort aus reist er u.a. nach Konstantinopel, Syrien, Ã"gypten, Nubien. 1926 muß D. schwerkrank nach Berlin zurückkehren, fährt aber bald wieder nach Neapel und Capri und unternimmt Vortragsreisen quer durch Europa.
      Als er Barlach begegnet, ist das eigentliche Hauptwerk gerade abgeschlossen, das großartig-ungeheuerliche und schwer zu lesende Epos Das Sordlicht . Freunde und Verleger drängten ihn wiederholt dazu, das auf einer privaten Mythologie gründende Epos lesbar und verständlicher zu machen; dies geschah durch eine geeignete Auswahl , eine erleichternde Einführung {Die Treppe zum Sordlicht, 1920), diesen Mythos faßbarer darstellende Gedichtbände . Natürlich zwang die Notwendigkeit, Geld zu verdienen, D. auch zu einfacheren Werken, zu Erzählungen und Romanen wie Der unheimliche Graf, 1921: Der Schatz der Insel, 1925, oder L Africana, 1928. Barlach ist nur einer von zahlreichen Künstlern, denen D. freundschaftlich verbunden war und über die er begeistert und begeisternd schreibt, einprägsam-ausdrucksstarke Formeln und Interpretationen findend . Trotz öffenthcher Anerkennung und Ehrung - Mitglied der Preußischen Akademie , mehrmals Präsident des deutschen PEN-Clubs . Verleihung der Goethe-Medaille - bleibt er ohne jeden materiellen Erfolg. 1932 erkrankt D. schwer an Tuberkulose, wird zur Erholung nach Davos und Arosa geschickt. Ein Jahr später erleidet er einen Schlaganfall und kommt in das Sanatorium St. Blasien. D. stirbt, wie er voraussagt, »als schwindsüchtiger Lump, ein Lappen im Wind«, hielt es jedoch für möglich, daß Bücher von ihm »in kommender Zeit gelesen werden«. Aui seinem Grabstein steht der letzte Vers seines großen Epos: »Die Welt versöhnt und übertönt der Geist!«
Kemp. Friedhelm und Pfäfflin. Friedrich: Theodor Däubler. Marbach 1984.
      Ludwig Dietz


Däubler, theodor

Geheimnis Neis, Edgar. In: Mond in der Lyrik, 1971, S. 46 - 47. Winter Hennecke, Hans. In: Mein Gedicht, 1961, S. 48 - 49. .....
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Theodor däubler (i876-i934).

Auch seine Gedichte sind ausdrucksstarke Wortmusik: Am Meer Ich stehe in Frieden am silbernen Meer. Die Stille verdeutlichen Silberdelphine. Was unterdunkelt das heilvolle Schweigen? Alles entzückt sich. Götter, beschreitet ihr wieder die Höh ? Das Mittelmeer bleibt und belacht seine Würde. Sohn .....
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Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Der Expressionismus

Ernst theodor amadeus hoffmann (i776-i822)

Der Ostpreuße E. T. A. Hoffmann war eine typisch romantische Doppelnatur: von Haus aus war er Jurist und verteidigte als Kammergerichtsrat in Berlin die Unabhängigkeit des Richterstandes gegen reaktionäre Ãobergriffe, wobei er sich vor allem der freiheitlichen Studenten und des Turnvaters Jahn annah .....
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Die brück am tay - theodor fontane

When shall we three meet again? Macbeth. 'Wann treffen wir drei wieder zusamm?" 'Um die siebente Stund , am Brückendamm." 'Am Mittelpfeiler." 5 'Ich lösche die Flamm." 'Ich mit." 'Ich komme vom Norden her." 'Und ich vom Süden." 'Und ich vom Meer." 10 'He .....
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Die stadt - theodor storni

Am grauen Strand, am grauen Meer Und seitab liegt die Stadt; Der Nebel drückt die Dächer schwer, Und durch die Stille braust das Meer Eintönig um die Stadt. 5 Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai Kein Vogel ohn Unterlaß; Die Wandergans mit hartem Schrei Nur fliegt .....
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Storm, theodor

Abends Krolow. Karl. In: Frankfurter Anthologie 3, 1978, S. 87 - 90. Abseits Wilhelmsmeyer, Johannes. In: Gedichtstunde, 1964, S. 117- 118. Müller, Harro. In: Storms Lyrik, 1975, S. 82 -86. Spycher, Peter. In: Die deutsche Lyrik 2, 1975, S. 191 - 200. Weber, Horst. In: Deutsche und ru .....
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Adorno, theodor w.

"Wenn ein geistiger Mensch in unserer Zeit des Ãobergangs den Namen des Genies tragen dart. dann gebührt er ihm.« Diese Ã"ußerung Max Horkheimers von 1969 gilt A.. dem gerade verstorbenen Freund. Mitarbeiter und Mitstreiter an dem Projekt einer Kritischen Theorie der Gesellschaft. Das von Horkheimer .....
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Kramer, theodor

Die Gaunerzinke Fröhlich, Hans J. In: Frankfurter Anthologie 2, 1977, S. 151- 154. Im Burgenland Kaiser, Gerhard. In: Heine bis Gegenwart, 1991, S. 297 - 298. Lied am Bahndamm Frischmuth, Barbara. In: Frankfurter Anthologie 17, 1994, S. 161 - 164. Lob der Verzweiflung Kunert, Günte .....
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Körner, theodor

Abschied vom Leben Neis, Edgar. In: Krieg im Gedicht, 1980, S. 34 - 35. Auf der Riesenkoppe Neis, Edgar. In: Städte und Landschaften, 1978, S. 32-33. Aufruf Binder, Alwin und Scholle, Dietrich. In: Ca Ira, 1975, S. 92 - 94. Jöst, Erhard. In: Agitation, 1978, S. 40 - 47. Gebet während .....
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Theodor körner (i79i-i8i3)

Die Wunde brennt - die bleichen Lippen beben -Ich fühl s an meines Herzens mattern Schlage: Hier steh ich an den Marken meiner Tage -Gott, wie du willst! Dir hab ich mich ergeben. Theodor Körner, der ideale Vertreter der Jugend von 1813, war der Sohn des Konsistorialrates Körner, des getreuen Fre .....
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Theodor storm (i8i7-i888)

mit Conrad Ferdinand Meyer gemeinsam. Wie bei Keller und Stifter überwiegt bei Storm jedoch das Landschaftliche; rauhes Meer, einsamer Strand, Nebel mit dem Schrei der Wandergans: 'Am grauen Strand, am grauen Meer / und seitab liegt die Stadt.. ." Dieser düstere Grundton wird durch Storms eigene, en .....
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Theodor fontane (i8i9-i898),

den letzten großen Erzähler des 19. Jahrhunderts, die preußische Hauptstadt Berlin und die Mark Brandenburg, jene Kiefern-, Seen- und Sandlandschaft, die man mit Ironie und Treffsicherheit 'die Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reiches" genannt hat. Die karge Schönheit dieses Landstrichs und ih .....
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Theodor storm (i8i7-i888): die nachtigall - fest des gleichklangs

Noch in der Lyrik des 18. Jahrhunderts begegnen wir der Nachtigall unter dem Namen Philomele. In jener griechischen Sage, nach der die Königstochter Philomela von den Göttern in eine Nachtigall verwandelt wurde, gehen dem Gestaltwandel blutrünstige Ereignisse voraus, die zur poetischen Aura des Nach .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Die Wirklichkeit der Landschaften

Ausgang - ohne jammern - theodor fontane (i8i9-i898)

Ausgang Immer enger, leise, leise Ziehen sich die Lebenskreise, Schwindet hin, was prahlt und prunkt, Schwindet Hoffnung, Hassen, Lieben, Und ist nichts in Sicht geblieben Als der letzte dunkle Punkt. Dieser Sechszeiler zählt zu den Gedichten, die man nicht unbedingt kommentieren muss. Form und .....
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Index » Stationen der deutschen Lyrik » Riss im Dasein

Theodor storni - abseits

Es ist so still; die Heide liegt Im warmen Mittagssonnenstrahle, Ein rosenroter Schimmer fliegt Um ihre alten Gräbermale; Die Kräuter bliihn; der Ueidcduft Steigt in die blaue Sommerluft. Laufkäfer hasten durchs Gesträuch In ihren goldnen Panzcrröckchen, Die Bienen hängen Zweig um Zweig Sich a .....
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Theodor weißenborn die stimme des herrn gasenzer

1. Analyse formaler und inhaltlicher Aspekte 1.1. Die Funktion des ersten Absatzes 1.1.1. Bereits im knappen Einleitungssatz, mit dem der erste kurze, aber wichtige Absatz der Erzählung beginnt, wird dem Leser klar, daß es sich um eine Ich-Erzählung handelt. Offensichtlich berichtet .....
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Index » Erzählungen der Gegenwart

Theodor weißenborn die sache mit dad

Der Schriftsteller Theodor Weißenborn hat sich in mehreren Erzählungen und Kurzgeschichten mit den Nöten und Problemen junger Menschen auseinandergesetzt und entwickelt dabei ein so großes Einfühlungsvermögen und eine so ausgeprägte Offenheit, daß Schüler von ihm zum Lesen stark motiviert werden, we .....
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Index » Erzählungen der Gegenwart

Reisdorf, theodor j.

Biografie: *29.1.1 in Neuss. Th. J. Reisdorf erlernte nach dem Abitur den Beruf des Industriekaufmanns und studierte anschließend in Hamburg, Köln und Mannheim Wirtschaftsund Sozialwissenschaften mit dem Ab-schluss als Diplom-Handelslehrer. Sein Referendariat leistete er in Bielefeld ab, anschließen .....
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Fontane, theodor

Geb. 30.12.1819 in Neuruppin; gest. 20.9.1898 in Berlin Es gab ein geflügeltes Wort unter Theaterleuten, das F. immer wieder zitierte und das ihm zum Trostsatz wurde: »Um neun ist alles aus.« Um neun Uhr abends ging am 20. September 1898 das »künstlerisch abgerundete« Leben Es zu Ende. - »Man fährt .....
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Fontane, theodor

Aber es bleibt auf dem alten Fleck Honnefelder, Gottfried. In: Frankfurter Anthologie 17, 1994, S. 101 - 104. Archibald Douglas Erckmann, Rudolf. In: DU 8, 1956, H. 4, S. 45 - 51. Wasmer, Udo. In: Moderne deutsche Balladen, 1970, S. 99 - 107. Moritz, Karl. In: Deutsche Balladen, 197 .....
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Storm, theodor

Theodor Storm ist neben Theodor -> Fontane der bedeutendste Vertreter des poetischen Realismus. Mit seinen 58 Novellen gilt er bis heute als einer der populärsten deutschsprachigen Erzähler. Storm stammte aus einer alteingesessenen Husumer Patrizierfamilie. Der Sohn eines Advokaten studierte Jura i .....
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Hoffmann, ernst theodor amadeus

Geb. 24.1.1776 in Königsberg; gest. 25.6.1822 in Berlin Der Zeitpunkt, an dem H. als Ausdruck seiner Bewunderung für Mozart seinen dritten Vornamen Wilhelm durch Amadeus ersetzte , fällt in die Jahre, in denen er sich den beiden Seiten seines Künstlertalents widmete, die heute mit seinem Namen erst .....
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Storm, theodor

Geb. 14.9.1817 in Husum/Schleswig; gest. 4.7.1888 in Hademarschen/ Holstein »In Stornis Potsdamer Hause ging es her wie in dem öfters von ihm beschriebenen Hause seiner Husumer Großmutter ... Das Lämpchen, der Teekessel, dessen Deckel klapperte, die holländische Teekanne daneben«, dies alles, so Th .....
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Theodor storm (i8i7-i888)

Theodor Storm ist fast ausschließlich als Novellist bekannt geworden. Begonnen hat er seine literarische Arbeil mit Prosaminiaturen, wie etwa Marthe und ihre Uhr aus dem Jahr 1848, sowie mit kulturhistorischen Skizzen. Des Weiteren schrieb er Märchen, Gespenstergeschichten und phantastische Novellen .....
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Index » Bürgerlicher Realismus » Die Novellenliteratur des Bürgerlichen Realismus

Theodor kramer (i897-i958)

Theodor Kramer ist eine paradoxe Erscheinung: Naturlyriker, aber gleichzeitig linkspolitisch engagiert, jüdischer Abstammung, aber von den Nazis Anfang der 30er Jahre zeitweise für einen der ihren gehalten, Landsmann und Städter, Dichter der Inneren Emigration und des Exils, österreichischer Heimatd .....
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Index » Autoren » Lyriker des 20. Jahrhunderts (Deutschsprachige)

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Däubler,  Theodor    





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