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Klopstock, Friedrich Gottlieb



Geb. 2.7.1724 in Quedlinburg; gest. 14.3.1803 in Hamburg
Als K. am 22. März 1803 in Hamburg beigesetzt wurde, war ein Repräsentant deutscher Dichtung, ja deutscher Kultur gestorben, dem Zehntausende hanseatischer Bürger die letzte Ehre gaben. Und doch, der Sänger des großen religiösen Epos Der Messias, seit 1770 in der Hansestadt ansässig und eines ihrer Ruhmesblätter, glich schon damals eher einem Monument aus vergangenen Zeiten. Gotthold Ephraim Lessings polemische Mahnung von 1753, man solle K. -wie die Dichter überhaupt - nicht so sehr loben, sondern lesen, hatte seither noch an Dringlichkeit gewonnen. Die Zeiten waren längst über K.s Dichtungen und theoretische Schriften hinweggegangen. Eine Art versteinerter Ehrfurcht umgab sein ehemals bahnbrechendes Lyrikwerk, seine biblischen und patriotischen Dramen, seine geistlichen Lieder und gewitzten Epigramme, seine dichtungstheoretischen Schriften, Ãobersetzungen und Sprachforschungen, seine grammatischen und historiographischen Unternehmen. Ehrwürdig, aber unzeitgemäß war der alte Sänger der Religion und des Vaterlandes geworden; nur wenig schien man in seinen Gedanken und Werken von der neusten Zeit wiederzufinden. Offenbar hatte der alte Poet einen lebendigen Bezug zur Realität längst verloren. K.s Leben und Werk verkörpern das Dilemma der aufklärerischen Utopie im Deutschland des »bürgerlichen« 18. Jahrhunderts; sie umspannen Aufschwung, Widersprüchlichkeit und Wirkungsverlust einer intellektuellen Bewegung, die aus dem Schoß der alten feudalen Welt heraus eine neue Ã"ra der menschlichen »Glückseligkeit« entwerfen und verwirklichen wollte.

      Aufstieg und Niedergang, die Anstrengung gegen eine widerständige Realität waren wichtige biographische
Erfahrungen schon des ganz jungen Mannes. K.s Vater, aus einem thüringischen Handelshaus stammend und bis 1732 als Stiftsadvokat in Quedlinburgischen Diensten tätig, hatte sich für einige Jahre auf ein riskantes Wirtschaftsunternehmen eingelassen, das schließlich scheiterte und den nahezu ruinierten Juristen in seine alte Amtstätigkeit zurückzwang. Friedrich Gottlieb, das älteste von siebzehn Kindern, hatte unter diesem Niedergang nicht wenig zu leiden. Zunächst noch von einem Hauslehrer unterwiesen, besuchte er seit 1736 das Quedlinburger Gymnasium. Erst durch Vermittlung eines reichen Verwandten gelang es, dem begabten Schüler einen Freiplatz an der Fürstenschule Pforta zu verschaffen. Der junge K. erhält hier bis 1745 eine gründliche humanistische Bildung, treibt fleißige Bibelexegesen und studiert die griechischen und lateinischen Dichter und Historiker. Daß ihn schon zu dieser Zeit eigene poetische Versuche in der deutschen und in den alten Sprachen beschäftigen, zeigt sich in seiner »Abschiedsrede« von Schulpforta. Der junge K. ruft die Deutschen zu größerem kulturellen und dichterischen Selbstbewußtsein auf. Er fordert ein großes nationales Epos, das es mit den Werken der Ausländer, auch mit ihren Klassikern, aufnehmen soll.
      So ist es kaum verwunderlich, daß der wenig bemittelte Student der Theologie schon 1745 in lena und seit Juni 1746 in Leipzig vor allem auf poetische Pläne sinnt. Im Kreis der »Bremer Beiträger«, der Herausgeber der Neuen Beiträge zum Vergnügen des Verstandes und des Witzes, erwachsen ihm Anregungen genug. Dieser Leipziger Freundschaftsbund ist ganz auf eine Dichtung eingeschworen, die sich nicht länger dem Geschmack adliger oder großbürgerlicher Gönner beugen, sondern eine selbstbewußte und autonome moralische Richterfunktion in der Gesellschaft übernehmen soll. Der Poet sei ein »Schöpfer«, kein bloßer »Nachahmer« der Natur und vor allem kein Verseschmied nach scheinbar ewig geltenden Kunstregeln. Statt sich auf die höfische oder stadtpatrizische Indienstnahme einzulassen, beschwören die »Bremer Beiträger« ihr solidarisches Lebensprinzip der »Freundschaft« oder der »Familiarität«, wie K. später formuliert hat. Gegenüber dem »Falschheitsvollen Hof« liegt in der »Freundschaft« ein Garant für Mitmenschlichkeit, Aufrichtigkeit, Gleichberechtigung und gegenseitige Achtung. Auch der junge K. macht in diesem Kreis eine kritische Sozialisation durch. Später wird er immer wieder den Gegensatz von Menschlichkeit und gelehrtem »Verdienst« auf der einen und arroganter, kalter Machtsphäre des Hofes auf der anderen Seite hervorheben.
      Schon im Herbst 1745 hatte der junge Dichter begonnen, die ersten drei Gesänge seines Messias in einer Prosafassung zu Papier zu bringen; 1748 druckten die Neuen Beiträge eine erste Versfassung dieser wortmächtigen Eingangsgesänge ab. Gleichsam über Nacht wird aus dem stud. theol. K. der hochgelobte Dichter des Heilands; ein literarischer Wurf, der die Lebensbahn des jungen Mannes auf Anhieb verändern sollte. K. will nun endgültig Schriftsteller werden und gibt sein theologisches Studium auf. Bescheiden genug muß er beginnen: als Hofmeister in Langensalza. Bis in den Sommer 1750 hält es ihn hier, dann aber lockt der frühe Ruhm in die Welt hinaus. Der berühmte Schweizer Gelehrte und Schriftsteller Johann Jakob Bodmer macht dem Dichter das Angebot, in seinem Züricher Haus den begonnenen Messias zu vollenden. K. nimmt an, aber der Aufenthalt endet in bösem Streit, weil Bodmer einen weltentrückten Dichter, nicht aber einen Mädchenfreund und lebensfrohen Gesellen erwartet hatte.
      Dennoch war bedeutend, was K. inder Schweiz an Lebenserfahrungen gewinnen konnte. Vor dieser Zeit sei er nur »auf Schulen« gewesen, schrieb er später einmal. Doch schon seit den Leipziger Zeiten war er sich vor allem der gesellschaftlich-politischen Aufgaben eines Dichters wohl bewußt. Er hat die »Beherrscher der Nazionen« seither immer in ein kritisches Licht gerückt, auch wenn sie, wie in der Schweiz, als »Aristokraten in den Republiken« die Macht in Händen hielten. Nur wenige Monate hatte der junge Dichter in der »republikanischen« Schweiz zugebracht, da erreichte ihn ein Angebot des dänischen Ministers Graf von Bernstorff, an den Hof nach Kopenhagen zu kommen und dort bei einer Jahrespension von 400 Talern ein achtbares Auskommen zu finden. 26 Jahre ist K. zu dieser Zeit alt, ein ganzes Dichterleben liegt noch vor ihm. Soll er es einem wenn auch vielgepriesenen Hof weihen? Was würden die Freunde sagen, die sich seit langem Gedanken darüber gemacht hatten, wie sie ihm eine unabhängige Existenz verschaffen und die Zwänge einer höfischen Indienstnahme ersparen könnten? Der berühmte Hamburger Dichter Friedrich von Hagedorn beschwört K. damals, sich in Dänemark auf keinen Fall eine Besoldung geben zu lassen: der Messias könne unmöglich unter den Bedingungen eines Hofamtes vollendet werden.
      Aber die Befürchtungen der Freunde waren unbegründet. Schon in den Berufungsverhandlungen trat der junge Dichter ungewöhnlich selbstbewußt auf. Er betrachtete sich als einen Repräsentanten der bürgerlichen »Gelehrtenrepublik« Deutschlands, der von vornherein jede höfische oder repräsentative Unterordnung seiner Person verweigern zu müssen glaubte. Tatsächlich ist K. in den folgenden nahezu zwanzig Jahren seines Dänemarkaufenthalts nur »titu-lär« als »Hofraad« eingestuft worden und hat sich weitgehende persönliche und öffentliche Freiräume sichern kön-nen. Zumal im Kreise von Freunden wie Johann Andreas Cramer, Heinrich Wilhelm von Gerstenberg, Helferich Peter Sturz, den Grafen Stolberg, Johann Bernhard Basedow und dänischer Gelehrter hat der Dichter des Messias erheblichen kulturpolitischen Einfluß nehmen können. Der Nordische Aufseher, eine politisch engagierte Moralische Wochenschrift, war das Sprachrohr dieses humanistisch gebildeten Zirkels von »Patrioten«, die unablässig für die moralische Unterweisung und literarische Kultivierung der sozialen Führungsgruppen in der dänischen Hauptstadt arbeiteten und gegenüber der fürstlichen Obrigkeit die Rechte einer unabhängigen Ã-ffentlichkeit wahrnahmen. Belobigt wurden im Nordischen Aufseher zwar die verfassungsrechtliche Limitierung der königlichen Gewalt in Dänemark und der humane Reformgeist bei ihren Spitzenbeamten, bekämpft und kritisiert dagegen die Neigung vor allem der großbürgerlichen Kreise, auf den Hof und die Nobilitie-rung zu schielen und jede bürgerliche »Anständigkeit« vermissen zu lassen. »Religion«, »Tugend« und »Patriotismus«, jene vielgerühmten Attribute einer moralisch geläuterten, libertären Lebensform, hat auch K. damals zu seinem Programm erhoben.
      Ãoberhaupt konnte er am Funktionieren des dänischen Absolutismus entscheidende Erfahrungen und Einsichten darüber gewinnen, wie eine nationale Integration der Gelehrten und Schriftsteller in Deutschland geschaffen werden könnte, die sich der Kulturlosigkeit und Machtanmaßung der feudalabsolutistischen Kleinstaaten entgegenzustellen vermochte. Die Organisation einer unabhängigen Ã-ffentlichkeit schien dazu das wichtigste Mittel; sie war ja zugleich jene Lebensform, die es K. im Umkreis des dänischen Hofes gestattete, eine »freie« und damit repräsentative Existenz als »bürgerlicher« Schriftsteller zu führen. Verschiedentlich hat K. in
Dänemark darüber nachgedacht, wie eine nationale »Societät« der deutschen Gelehrten praktisch zu realisieren sei. Im Jahre 1768 dediziert er Kaiser Joseph

II.

sein patriotisches Drama Hermanns Schlacht, da ihm zu Ohren gekommen ist, am Wiener Hof stehe die Errichtung einer großen Akademie der Künste und der Wissenschaften bevor. Aber das Vorhaben scheitert kläglich am Desinteresse des Monarchen. Der Patriot K., der seit einigen Jahren schon Stoffe und Motive aus der Geschichte und Mythologie der Deutschen in seinen Dichtungen propagiert hat, muß sich mit jener großen, freiheitsrechtlich verklärten Vergangenheit bescheiden.
      Die Zeiten werden Ende der 1760er Jahre für K. etwas bewegter. Sein Freund und Gönner Bernstorff verliert alle politischen Ã"mter in Kopenhagen und geht nach Hamburg, wohin ihm der Dichter folgt. Nicht zufällig fällt seine Wahl auf die freie Reichs- und Handelsstadt. K. fühlt sich als »Republikaner«, als »Patriot«, als Wortführer derjenigen, die ihre kritische geistige Kraft in den Dienst des »Civismus« und der »Glückseligkeit« von Gesellschaft und Staat stellen wollen. Gerade als »bardischer« Dichter, dessen »Genie« sich aus den naturrechtlichen Urgründen der vaterländischen Geschichte speist, will K. die »heilige Dichtkunst« nie »durch höfisches Lob entweihn«, will er für »der Vernunft Recht vor dem Schwertrecht« das Wort ergreifen.
      Kein Wunder, daß sich die hitzigen Dichterjünglinge des Sturm und Drang und des »Göttinger Hain« begeistert auf die Seite dieses selbstbewußten »patriotischen« Sängers stellten. Der nahezu fünfzigjährige Dichter als Idol, ja als Busenfreund von politisch aufbegehrenden Jünglingen, das hatte es in Deutschland noch nicht gegeben. Oft genug sind K. und die ihm folgenden »Genies« wegen ihrer radikalen Fürstenschelte und ihrer als »regellos« und »verstiegen« empfundenen Dichtungen an den Pranger der Ã-ffentlichkeit gestellt worden. Die Fraktion der älteren Aufklärer war geradezu entsetzt, als K.s Deutsche Gelehrtenrepublik erschien: ein in die Fiktion nationalhistorischer »Landtage« verwobener Organisationsplan für die bürgerliche Intelligenz im deutschen Reich, den der Dichter 1774 im Selbstverlag herausgegeben hatte. Als ein Skandal wurden die Verhöhnung der unpatriotischen und biederen Stubengelehrsamkeit, die witzige bis scharfe Kritik am Mittelmaß und an der Eitelkeit des Ã-ffentlichkeitsbetriebes sowie an der fürstlichen Ignoranz empfunden. Weit über 3000 Subskribenten des Buches bewiesen dennoch, wie sehr der Name des Dichters für eine kulturell geachtete Instanz zu stehen vermochte.
      Der Markgraf Karl Friedrich von Baden hatte eben diese Autorität im Sinn, als er den gerühmten Sänger in Karlsruhe zum Hofrat befördern ließ, um sich seines kulturpolitischen Sachverstandes und seiner Anwesenheit zu erfreuen. Doch dieses Reiseunternehmen K.s, das ihn natürlich auch zU )ohann Wolfgang Goethe nach Frankfurt a. M., vorher schon im Triumphzug zum »Hain« nach Göttingen geführt hatte, endete nach wenigen Monaten mit der unwiderruflichen Heimkehr des Dichters nach Hamburg. Im folgenden Jahr zieht K. auf Lebenszeit zu Johanna Elisabeth von Winthem, der Nichte seiner in Dänemark 1758 verstorbenen Frau Meta; 15 Jahre später vermählt er sich mit der entfernt verwandten Dame.
      In Hamburg kann K. insgesamt ein geruhsames Leben führen; die dänische und die badische Pension bilden einen soliden finanziellen Grundstock. Der Dichter und Wissenschaftler aber bleibt rastlos tätig. Allerdings macht nicht mehr der »bardische«, im altdeutschen Gewand daherkommende Poet von sich reden, obwohl er seine patriotischen Dramen Hermann und die Fürsten und Hermanns Tod nochvollendet, sondern der Abschluß des Messias, Studien über Sprache, Grammatik und Dichtung der Deutschen sowie die Publikation seines ausgefeilten Lyrikwerks treten in den Vordergrund.
      Einen Höhepunkt erlebt K.s lyrische Dichtung zur Zeit der Französischen Revolution. Schon früh hatte er in seinen kunstvoll versifizierten bis freirhythmischen Oden, Elegien und Hymnen politische Interessen und Forderungen artikuliert, gegen fürstliche Anmaßungen, Kabinettskriege, Leibeigenschaft und Soldatenhandel und für den amerikanischen Unabhängigkeitskampf oder für den Tyrannenmord das Wort ergriffen. Im Beginn der Französischen Revolution wollte er nun eine »neue/ labende, selbst nicht geträumte Sonne« erblicken und feierte des »Jahrhunderts edelste That«: »Ach du wärest es nicht, mein Vaterland, das der Freyheit/Gipfel erstieg, Beispiel strahlte den Völkern umher«. Doch dieses innige Bedauern K.s schlug während der jakobinischen Terrorzeit in bittere Enttäuschung und aggressive Anklage um. Die Hinrichtung der Königsfamilie in Paris, die bluttriefende Wohlfahrtsdiktatur und der vermeintlich von den Jakobinern allein angezettelte Krieg erschreckten den »empfindsamen Revolutionär« aufs tiefste. K.s Beurteilung der revolutionären Ereignisse entsprach der seines »liberalen« Hamburger Freundeskreises. Als christlich inspirierter Denker sah er in der Aufklärung einen langwierigen Diskussions- und Ãoberzeugungsvorgang, der die kollektive Sensibilisierung und Kultivierung der Menschen zur Folge haben würde. K. wollte den friedlichen Austausch von Fürsten und Untertanen, die gütliche politische Reform. Und nur wo blutige Tyrannis herrschte oder sich ein Volk umbruchartig entschloß, »Republik« zu werden, schien ihm ein politisches Aufbegehren rechtens zu sein. Ein gewaltsames praktisches Erzwingen der »Freiheit« konnte es damit freilich immer noch nicht ge-ben, war doch gerade sie eine »göttliche« Verheißung. Nur »weise Menschlichkeit« galt ihm als das Mittel einer emanzipatorischen geschichtlichen Praxis in der säkularen Welt. Der Messias-Dichter war und blieb davon überzeugt, daß die »Freyheit von Handlungen« und die Kraft des »Immerwirkenden« in der Geschichte der Menschen ineinandergreifen und mit Gewißheit »zu der Schöpfung letztem Zweck, der Seligkeit Aller« führen werden.
      So aufmerksam der historische und politische Denker K. zeitlebens auch gewesen sein mochte, seine aufklärerische Utopie und sein ideeller Patriotismus gründeten in jener beharrlich festgehaltenen Theodizee. Wie diese, so war auch seine Dichtungsauffassung früh schon entwickelt und wollte sich - bei aller bahnbrechenden Bedeutung für das Entstehen einer autonomen Bürgerkultur um die Mitte des 18. Fahrhun-derts - selbstbewußt gegen die weitere historisch-intellektuelle Entwicklung behaupten. Als empfindsamer Dichter der Liebe, der Freundschaft, der Natur und des Allerheiligsten, als patriotischer Dramatiker und Historiograph, als Dichtungstheoretiker, Sprach- und Grammatikforscher, ja als Repräsentant eines neuen, »freien« Schriftstellertypus hat K. zeitlebens einem christlich-empfindsam getönten Rationalismus angehangen. Mit der »göttlichen« erwartete er, immer wieder verstört aber letztlich unverdrossen, auch die »menschliche, edle Verheißung« auf Erden. Dieser wollte er als Dichter und als Wissenschaftler, als tätiger Propagandist eine historisch angemessene geistige Wirkungskraft verleihen; er wollte »Wahrheit ... und Geschichte« zusammenführen, damit die Welt dereinst endlich die Gestalt der moralischen Idee annehmen möge.
      Dem gealterten Dichter erschien die Wirklichkeit seiner Zeit immer mehr als ein transitorisches Reich, als eine VorZukunft. »Ich will mich der Siegendenfreuen/die mein Aug' entdeckt in der immer ändernden Zukunft«, hat er 1798 geschrieben. Am Ende hielt K. seine Lebensarbeit für geleistet, sein Vermächtnis für ganz und gar ausformuliert. In den Augen der Mit- und Nachwelt gerann dieses große Werk aber schon bald zum Monument einer ehrwürdigen Vergangenheit.
     

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Klopstock,  Friedrich  Gottlieb    





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