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Cooper, James Fenimore - Leben und Biographie



James Fenimore Cooper ist einer der ersten bedeutenden Autoren der USA. Er hat mit seinen historischen Romanen, Seefahrergeschichten und /.edersfrumpf-Erzählungen die amerikanische Literatur und Populärkultur bis ins 20. Jahrhundert hinein beeinflusst. Der amerikanische Western ist ohne die Frontier- Romane von Cooper nicht denkbar, mit denen er wesentlich zum nationalen Mythos beitrug.
      Cooper wuchs in Cooperstown auf, einer typischen Frontier-Siedlung, die sein Vater gegründet hatte und die Vorbild für seinen ersten Lederstrumpf-Roman Die Ansiedler wurde. Er besuchte das Yale College und ging später zur Marine. 1811 heiratete er Susan De Lancey, kam aber bald in finanzielle Schwierigkeiten und begann - angeblich nach einer Wette - zu schreiben. Sein erster Roman Der Spion war bereits ein großer Erfolg: 1826 konnte er mit seiner Familie für einige Jahre nach Europa gehen, wo er unter anderem in Paris und Dresden lebte und sich schriftstellerisch mit europäischer und amerikanischer Kultur sowie Geschichte auseinander setzte und die zwei unterschiedlichen Welten miteinander verglich. Cooper schrieb insgesamt 35 Romane sowie 15 weitere Prosawerke, u.a. Reiseberichte, Memoiren und politische Essays, in denen er Demokratie und Freiheit einerseits sowie Grundbesitz und Standesschranken andererseits vertrat.
      Während seines Europa-Aufenthalts setze er sich für republikanische Prinzipien ein und war deshalb umso mehr enttäuscht, als er sich in den USA heftiger Kritik ausgesetzt sah.

      Die Lederstrumpf-Erzählungen
Die /.edersfnvmpf-Erzählungen entwarfen zum ersten Mal in der Literatur historische Prozesse als Erfahrung des Einzelnen in der Weite der neu gegründeten Nation. Die Romanreihe mit ihrem zwiespältigen Helden Natty Bumppo trug auf diese Weise zur Suche nach einereigenständigen Literatur in der amerikanischen Romantik bei. Lederstrumpf wurde somit auch Teil des zutiefst widersprüchlichen, aber iden-titätsstiftenden Frontier-Mythos, der den amerikanischen Bürger als neuen Menschen in der Wildnis entstehen lässt.
      Entstehung: Modell für die fünf Lederstrumpf-Erzählungen waren die H/over/y-Romane des schottischen Schriftstellers Sir Walter -> Scott. Auch Elemente des sentimentalen Romans und des Schauerromans flössen unter Verwendung spezifisch amerikanischer Themen in Coopers Romane ein, die ursprünglich nicht als Reihe geplant waren, sondern wegen ihres Erfolgs nach Ergänzung verlangten. Inhalt: Obwohl die Romanserie das Leben des Jägers und Pfadfinders Bumppo von seiner Jugend bis zum Tod erzählt, stellt sie keine ungebrochene Biografie dar. Jeder der Romane bietet ein neues Panorama der Siedlungsgrenze, an der Lederstrumpf als moralische Instanz demokratische Prinzipien und eine besondere Ethik der Männlichkeit vertritt. Die Gewalt, durch die in fast jedem der Romane eine moralisch wie erotisch ideale junge Frau gerettet wird, verweist auf den tragischen Widerspruch im Akt der Landbesiedlung. Der Mythos der »notwendigen« Ausdehnung Amerikas ist hier mit dem Mythos des »unweigerlichen« Verschwindens der amerikanischen Ureinwohner verknüpft. Die Romanserie bleibt in diesem Punkt ambivalent: weder verurteilt sie die euroamerikanischen Ansiedler pauschal noch begrüßt sie die Vernichtung der indianischen Kultur.
      Struktur: Die Litcraturkritik stellt immer wieder die Frage nach der geeigneten Reihenfolge bei der Lektüre der Romane, da die Chronologie der Publikation nicht mit dem Lebenslauf der Hauptfigur übereinstimmt. Die Reihe beginnt mit Lederstrumpf als alterndes, jedoch Respekt gebietendes Faktotum in Die Ansiedler und endet mit Bumppo als jugendlichem Jäger auf dem ersten Kriegspfad in DerWildtö-ter . Im kurz davor erschienen Der Pfadfinder ist er etwa 40 Jahre und zum ersten Mal in eine romantische Affäre verwickelt. Der bis heute populärste Roman der Serie, Der letzte Mohikaner , zeigt Lederstrumpf als reifen Mann und Die Prärie erzählt von seinem hohen Alter und erhabenem Tod. Wirkung: Die Lederstrumpf-Er-zählungen haben den Roman in den USA und weltweit die Verbreitung von Indianerstereoty-pen geprägt. Das Werk hat Schriftsteller der Weltliteratur wie Honore de -> Balzac, Alexandre ^ Dumas oder Charles Sealsfield , aber auch deutsche Autoren wie Karl -»May auf unterschiedliche Weise beeinflusst. Eine breitere Wirkung hatten die Erzählungen von Cooper auf die Populär- und Jugendliteratur durch Bearbeitungen und Verfilmungen. Schwerer fassbar, aber umso wichtiger ist jedoch ihr Einfluss auf das amerikanische Selbstverständnis insgesamt, das sich als rechtmäßiger Kampf des Helden auch in der Science-Fiction fortsetzt.
      Hauptfiguren in den »Lederstrumpfii-Erzählungen von James F. Cooper
Nathaniel »Natty« Bumppo wird im Verlauf der Serie immer mehr zum zentralen Helden. Sein bester Freund ist der Delaware-Häuptling Chingaehgook und sein ständiger Begleiter sein Gewehr. Er trägt in den Romanen verschiedene besehreibende Ehrennamen: Lederstrumpf, Falkenauge, Die lange Büchse, Pfadfinder und Wildtöter. Chingaehgook repräsentiert als Häuptling eines zum Untergang verurteilten Stammes den Typus des »edlen Wilden«, stellt aber das erste komplexe Porträt eines Indianers aus euroamerikanischer Sicht dar. Uncas ist Sohn von Chingaehgook in Der Letzte Mohikaner; ebenso edelmütig wie sein Vater. Durch seine Liebe zu Cora kann er seine »Wildheit« überwinden, diese Liebe führt ihn aber letztendlich in den Tod. Elizabeth Temple: Sie ist die weibliche Hauptfigur in Die Ansiedler. Mutig, schön und intelligent repräsentiert sie einen Frauentyp, der in ähnlicher Form in jeder iet/erstrumpf-Erzählung wiederkehrt. Siewird mit Bumppos Hilfe aus scheinbar unüberwindlicher Gefahr gerettet und heiratet den jungen Helden. Oliver Effingham: Der jugendliche Held in Die Ansiedler ist von edler Geburt und gibt sich ais armer Jäger aus. Letztendlich lüftet er das Geheimnis und kann Elizabeth Temple heiraten. Wie die gerettete Jungfrau hat auch sein Typus Entsprechungen in den anderen Lederstrumpf-Romanen. Judith Hutter: Sie ist eine für ihre Schönheit und Intelligenz berühmte Frauenfigur in Der Wildtöter. Judith widersetzt sich letztendlich dem männlichen Schutzanspruch und bleibt unverheiratet, schenkt aber dem jungen Lederstrumpf das legendär präzise Gewehr, das ihn bis zu seinem Tod begleiten wird.
      Ishmael Bush: Er ist der tyrannische Patriarch der Squatterfamilie in Die Prärie. Bush will sich keinem Gesetz unterwerfen, sucht deshalb die Freiheit in der Wildnis und nimmt sich das Recht des Stärkeren.
     


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