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Cicero - Leben und Biographie



Cicero ging in die Geschichte ein als bedeutender Politiker des 1. Jahrhunderts v. Chr., als engagierter Redner und philosophisch gebildeter Schriftsteller. Er verband Lehren verschiedener Philosophen und ist selbst eine Hauptquelle für die Beschäftigung mit der Geschichte und dem Geistesleben Korns.
      Cicero studierte in Rom Rhetorik. Philosophie und Rechtswissenschaft. Neben seiner Tätigkeit als Anwalt und Redner begann er eine politische Karriere, wurde 74 v.Chr. in den Senat gewählt und übernahm in den folgenden Jahren hohe Staatsämter. 63 v.Chr. wurde er Consul, 58 v.Chr. musste er ins Exil. Ein Jahr später kehrte er zwar ehrenvoll zurück, hatte aber seinen politischen Einfluss eingebüßt. In der Folgezeit entstanden seine Hauptwerke Ãober den Redner, Ãober den Staat und Ãober die Gesetze . Im Bürgerkrieg schloss er sich zunächst Pompejus , nach dessen Niederlage 48 v.Chr. dem Sieger -> Caesar an. Nach dessen Ermordung spielte Cicero eine wichtige Rolle im Senat, er unterstützte Augustus gegen Marcus Antonius . Nachdem sich diese verbündet hatten, wurde Cicero im Jahr 43 v.Chr. auf Befehl des Marcus Antonius von Soldaten ermordet. Von Cicero ist das umfangreichste Werk der römischen Antike überliefert; neben rhetorischen und philosophischen Schriften sind 58 Reden und über 800 Briefe erhalten. Biografien: M. Fuhrmann, Cicero und die römische Republik. Eine Biographie, 1999; M Giebel, Cicero .
      Ãober den Redner
Dem Dialog Ãober den Redner von Marcus Tullius Cicero kommt der große Verdienst zu, der Redekunst, die immer unter dem Verdacht stand, Demagogie und Ãoberredung an die Stelle von Sachargumenten und Ãoberzeugung zu setzen, ihren Platz als maßvolle Kunst der anziehenden und wohl geordneten Rede zugewiesen zu haben.
      Inhalt: In den drei Büchern des philosophischen Dialogs finden sich zwar reichhaltige Ausführungen über die Gestaltung einer überzeugenden Rede, doch ist das Werk nicht in erster Linie ein Lehrbuch wie etwa die Rhetorik des
-> Aristoteles. Im Zentrum steht der perfekte Redner als Bildungsideal, der verantwortungs-bewusste, sachkundige Gelehrte, der sich der Rede zur Vermittlung seines Wissens und Standpunkts zu bedienen weiß. Der ideale Redner müsse nicht nur ein Wortkünstler sein, sondern habe sich vor allem auch durch Sachverstand auszuzeichnen. Die Redekunst sei eine Sache, von der der Redner Bescheid wissen müsse, über die er nachgedacht, deren Möglichkeiten und Gefahren er kennen muss. Ciceros Buch besteht aus kunstvollen Reden von Personen, die selbst mehr oder minder gewandte Redner waren. Die Ausübung der Rhetorik ist an Philosophie und Rechtskenntnis geknüpft, da sie nicht bloße Technik sein soll, sondern eine klare Darstellung zum Ziel hat, um dem Zuhörer ein ausgewogenes Urteil zu erlauben. Ciceros Redekunst beschränkt sich nicht allein auf die Gestaltung der Rede, sondern bezieht den ganzen Menschen ein, sein Sprechen, sein Denken, seinen Körper, seine Verantwortung für die Hörerschaft und das Thema, über das er sich verbreitet. Struktur: Cicero erzählt Gespräche nach, die an zwei Tagen des Jahres 91 v.Chr. in Tusculum stattgefunden haben sollen. Der Hausherr Crassus und Marcus Antonius sind die Hauptpersonen der Unterredung, die den ersten Tag fast allein bestreiten. Für Crassus ist der ideale Redner der Garant eines jeden Glücks, des privaten wie des öffentlich-staatlichen. Antonius vertritt dagegen eine eher realistischpragmatische Position, stellt das von Crassus geschilderte Redner-Ideal als zwar erstrebenswert aber unrealistisch dar. Wahrhaft umfassende Bildung zu erwerben trägt Crassus dem idealen Redner auf, Antonius dagegen will den Rede-Schülern zwar ebenfalls Bildung und Urteilsfähigkeit vermitteln, ihnen aber keine umfassende wissenschaftliche Ausbildung vorschreiben. Den ersten Teil des zweiten Tags bestreitet Antonius mit seiner Schilderung der Ausbildung des Redners, die in erster Linie auf der Nachahmung klassischer Vorbilder, in zweiter Linie in theoretischen Studien besteht. Die Ausführungen des Crassus im zweiten Teil des zweiten Tags stellen die universale Gelehrsamkeit des Redners in den Mittelpunkt. Beide schildern ihr Verständnis von Zielen und Aufgaben des Redners und diejeweils geeignete Ausbildung. Wirkung: Die Wirkung, die Cicero durch seine Schriften ausübte, ist unbestritten. Durch sie ist er der eigentliche Schöpfer der lateinischen Kunstprosa geworden. Besonders in den letzten Jahren entfaltete er als Vermittler der griechischen Gedankenwelt an die Römer eine große literarische Schaffenskraft. Die Beschäftigung mit der Rede als Kunst und Methode kam und kommt an Cicero nicht vorbei.


Cicero, marcus tullius

Die Iden des März hatten neben ihren politischen Folgen auch zumindest eine literarische Konsequenz. Während des Komplotts gegen Caesar war sein sechsjahre älterer Zeitgenosse C. mit der Abfassung einer religionsphilosophischen Schritt beschäftigt. Der Staatsstreich bewog den Autor, das zweite Buch .....
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