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Carter, Howard - Leben und Biographie



Am 4. November 1922 machte Howard Carter eine der sensationellsten archäologischen Entdeckungen aller Zeiten. Er entdeckte das Grab des Tut-ench-Amun, das bis heute einzige unversehrt gebliebene Grabmal eines altägyptischen Pharaos.
      Der Sohn eines Künstlers kam 1891 erstmals nach Ã"gypten, um an einer Ausgrabung des britischen »Egypt Exploration Funds« teilzunehmen. Bei einigen Ausgrabungen arbeitete Carter mit dem berühmten Archäologen William Matthew Flinders Petrie zusammen und erlernte von diesem die praktische Arbeit der Ausgrabungstechnik. 1899-1904 war Carter Chefinspektor der ägyptischen Altertümerverwaltung für Oberägypten und 1904/05 für Unterägypten.
      Nachdem er aus diesem Amt ausgeschieden war, arbeitete Carter 1905-07 als Aquarellmaler in Luxor und leitete später für Lord Carnarvon mehrere Ausgrabungen in Westtheben bzw. ab 1915 im Tal der Könige, wobei ihm die Entdeckung mehrerer neuer Gräber gelang. Trotz seiner großen Erfolge erhielt Carter nie die Anerkennung der Ã"gyptologen.
      Wichtige Bücher zu den Themen Natur und Umwelt
Rachel Louise Carson 1962 Der stumme Frühling:Das Buch ist ein Alarmsignal. Wissenschaftlich fundiert klärt die Autorin über die Folgen der Umweltverschmutzung durch den weltweiten Einsatz von Pestiziden auf.
      Klaus Michael Meyer-Abich 1990 Aufstand für die Natur. Von der Umweltzur Mitwelt: Das Buch ist ein Aufruf für die Natur als schützenswertes Gemeingut und gegen ihre industrielle Zerstörung in der heutigen Zeit.
      Heinrich und Gerlinde Lamping 1995 Naturkatastrophen. Spielt die Naturverrückt?: Durch menschliche Einflüsse können Naturereignisse zu Katastrophen werden. Die Autoren geben Beispiele für Ursachen und Folgen.
      Peter Nilson 1996 Zurück zur Erde: Das Buch erklärt globale Zusammenhänge von Mensch und Natur. Es verknüpft Natur- und Kulturgeschichte mit neuesten Forschungsergebnissen, Ethik und Philosophie.
      Wolfgang Engelhardt 1997 Das Ende der Artenvielfalt. Aussterben und Ausrottung von Tieren: Das derzeitige Artensterben hat Dimensionen angenommen, die sich mit dem Sauriersterben vor Jahrmillionen vergleichen lassen. Der Autor erläutert Ursachen und ihre Folgen.
      Ernst-Ulrich von Weizsäcker 1997 Faktorvier. Doppelter Wohlstand - halbierterVerbrauch: Das Know-how für eine umweltschonende Wachstumspolitik ist längst vorhanden. Eine weitaus effizientere Nutzung von Naturgütern wäre mit politischer Unterstützung möglich.
      Joachim Radkau 2000 Natur und Macht. Eine Weltgeschichte der Umwelt: Eine ungewöhnliche Sammlung historischer Beispiele - wann und wie hat der Mensch im Laufe der Geschichte in die Natur eingegriffen?

Das Grab des Tut-ench-Amun
Die Entdeckung eines unberaubten Grabmals eines altägyptischen Königs machte Howard Carter weltweit bekannt. Wegen der atemberaubenden Schätze, in die der Bestattete eingebettet war, wurde der unbedeutende Tut-ench-Amun zum heute bekannteslen König Ã"gyptens, obwohl, wie Carter es trocken formulierte, »das einzige Bemerkenswerte in seinem Leben darin bestand, dass er starb und begraben wurde«. Entstehung: Die dreibändige Originalausgabe entstand im Zuge der Bergung der immensen Schätze und der Auswertung der Funde unmittelbar nach der Entdeckung des Grabs zwischen 1923 und 1933. 1972 erschien eine einbändige, gekürzte Ausgabe. Inhalt: Das Buch ist der sachlich gehaltene Bericht über die Entdeckungsgesehichte des -neben den Pyramiden von Gizeh - berühmtesten Grabmals Ã"gyptens. Im Mittelpunkt des Berichts steht Tut-ench-Amun, der nur etwa 18 bis 20 Jahre alt wurde. In die wissenschaftliche Darstellung bringt Carter immer wieder seine eigenen Erlebnisse und Empfindungen mit ein. Nicht ohne Stolz berichtet er, wie er ab 1907/08 anhand mehrerer Funde US-amerikanischer Archäologen im Tal der Könige zur Ãoberzeugung gelangte, dass das Grabmal von König Tut-ench-Amun noch seiner Entdeckung harrte. Doch erst als sein Auftraggeber Lord Carnarvon 1915 eine Grabungslizenz erhielt, konnte Carter selbst systematisch im vermuteten Gebiet suchen. Carter stellt die eigentliche Entdeckungsgeschichte sowie die langwierige Bergung der zahlreichen Funde ausfühlich dar und lockert seine Ausführungen durch fachliche und historische Erläuterungen immer wieder auf. Wirkung: Auch 80 Jahre nach der Entdeckung des Grabmals hat das Buch wenig von seiner Faszination verloren - obwohl bei den Neuausgaben die meisten der wissenschaftlichen Anhänge gestrichen wurden. Carters Buch brachte einem breiten Publikum die sensationellen Funde aus dem Tal der Könige nahe und bescherte durch das plötzliche rege Interesse an allen vorgeschichtlichen Funden den Archäologen in aller Welt für einige Zeit einen überraschenden Geldsegen. Die »Ã"gyptomanie«, die von der Entdeckung des Grabmals ausgelöst worden war, hat sich bis heute nicht gelegt, wie die zahlreichen Touristen in Kairo und Luxor tagtäglich beweisen.


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