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Carson, Rachel Louise - Leben und Biographie



1962 sorgte die an Krebs erkrankte Biologin und Schriftstellerin Rachel Carson mit ihrem Buch Der stumme Frühling international für Aufsehen. Das Buch klärt erstmals über die Folgen der weltweiten Umweltverschmutzung und den Einsatz von Pestiziden auf.
      Carson studierte bis 1932 Meeresbiologie an der John-Hopkins-Universität in Baltimore, Maryland. Sie übernahm die Leitung der Pressestelle beim U.S. Fish and Wildlife Service, schrieb Broschüren zu Natur- und Umweltschutz und gab zahlreiche wissenschaftliche Artikel heraus. Ab 1952 verfasste sie einige Bücher zu Natur-und Umwelt-Themen wie Das Geheimnis des Meeresf 1951), AmSaumderGezeiten und Der stumme Frühling und erlangte damit weltweiten Ruf. Als Wissenschaftlerin und Publizistin gelang es Carson, umweltschädigende Prozesse anschaulich darzustellen und somit eine Brücke zwischen Forschung und breiter Ã-ffentlichkeit zu schlagen.
      Carson geriet zu Beginn der 1960er Jahre stark ins Kreuzfeuer von US-Regierung und chemischer Industrie. Kurze Zeit später erlag sie ihrem Krebsleiden. Die Autorin gilt heute als eine der ersten Umweltschützerinnen des 20. Jahrhunderts.

      Der stumme Frühling
Der stumme Frühling von Rachel Louise Carson ist ein Alarmsignal. Nachdem in den 1950er und 1960er Jahren Pestizide als neue Wunderwaffen gegen jede Art von Schädling gepriesen und nahezu unkontrolliert eingesetzt wurden, legt das Buch in einem eindringlichen Appell an Verantwortliche die Fragwürdigkeit des chemischen Pflanzenschutzes dar. Die schädlichen Auswirkungen dieser Umweltgifte auf Natur und Mensch sind bis heute ein brisantes Thema. Entstehung: Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich weltweit die chemische Substanz DDT durch, die zur hochgiftigen Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe gehört. Warnungen über mögliche Nebenwirkungen der Substanz beachtete bis in die 1950er Jahre niemand. In dieser Zeit recherchierte Carson, indem sie Fall-beispiele der todbringenden Wirkung dieser Pflanzenschutzmittel in den USA aufnahm, Wissenschaftler befragte und Statistiken auswertete. Die Aufsehen erregenden Ergebnisse ihrer Studien fasste sie 1962 in Der stumme Frühling zusammen.
      Inhalt: Stichhaltig dokumentiert und belegt Carson die folgenschweren Auswirkungen der Pestizide auf die Umwelt. Die chemischen Pflanzenschutzmittel tilgen nicht nur Ernteschädlinge, sondern vernichten gleichzeitig alle anderen Lebewesen, vor allem aber die natürlichen Feinde des Schädlings.
      Die Natur ist ein einzigartiges Geflecht von Wechselbeziehungen. Jede Art hat ihren festen Platz und reiht sich ein in eine Kette von Organismen, die sich voneinander ernähren. Durch massives Sprühen gelangen die Gifte ins Erdreich und beeinträchtigen die Bodenlebewesen. Sie werden in Flüsse gespült, von den Fischen aufgenommen und geraten sogar ins Meer. Auf diese Weise kommen sie in die Nahrungskette, werden dort angereichert und rotten unbeteiligte Arten aus: Regenwürmer, Singvögel und schließlich die Haustiere. Letztendlich erkrankt auch der Mensch, denn er steht selbst am Ende dieser Kette und nimmt die Gifte über die Nahrung auf.
      Wie der stete Tropfen den Stein höhlt, reichern sich Stoffe wie Chlordan, Parathion oder DDT im menschlichen Körper an. Die Schädlinge selbst werden in kurzer Zeit gegen die Pestizide resistent. Dadurch werden größere Mengen des Giftes in höheren Konzentrationen erforderlich. Diesem scheinbaren Teufelskreis tritt die Autorin Carson mit Alternativen entgegen und nennt biologische Lösungen gegen Insektenplagen. Sterilisation der Schädlinge oder ein kontrolliertes Aussetzen ihrer natürlichen Feinde seien zwar gleichermaßen Erfolg versprechend, aber weniger zerstörerisch als DDT.
      Wirkung: Das Buch löste Anfang der 1960er Jahre kritische Debatten über die übermäßige und unkontrollierte Verwendung von DDT aus. Carson sah sieh heftigen Angriffen durch Industrie und Landwirtschaft ausgesetzt und wurde selbst von der amerikanischen Regierung als Panikmacherin und Unruhestifterin abqualifiziert. Für die beginnende Umweltbewegung wurde das Buch hingegen zum Manifest. Das leidenschaftliche Engagement der Autorin gegen die Umweltverschmutzung blieb nicht ohne Folgen: Ende der 1960er Jahre wurde der Einsatz von DDT in fast allen Industrieländern verboten. 1972 wurde es in Deutschland aus dem Verkehr gezogen. In der Dritten Welt wird es jedoch immeT noch verwendet. Der stumme Frühling hat daher nichts von seiner Aktualität eingebüßt.


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