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Butler d J., Samuel - Leben und Biographie



In seinen Romanen kritisiert Samuel Butler d.J. die Grundpfeiler des Viktorianischen Zeitalters: Sittenstrenge, den Glauben an den unaufhaltsamen industriellen Fortschritt sowie die Auto-ritätvon Staat und Kirche. Butler veröffentlichte außerdem zahlreiche Essays sowie kunsttheoretische Schriften.
      Der Sohn eines Geistlichen besuchte das St. John's College in Cambridge. 1859 führte eine Auseinandersetzung mit seinem Vater zu Butlers Flucht nach Neuseeland, wo er sich vorübergehend als Schafzüchter niederließ. Fünf Jahre später kehrte er nach England zurück und beschäftigte sich mit Literatur, Malerei und Musik.
      Nach verschiedenen Abhandlungen über die Evolutionstheorie von Charles -> Darwin veröffentlichte Butler 1872 seinen ersten Roman Erewhon. Darin setzt er sich auf ironisch-kritische Weise mit der gesellschaftlichen Situation in seiner Heimat auseinander. Mit dem postum erschienenen Roman DerWeg allen Fleisches]e-ferte Butler eine Satire auf das viktorianische Familienleben.

      Der Weg allen Fleisches
Samuel Butlers autobiografischer Roman Der Weg allen Fleisches zählt zu den aufschlussreichsten literarischen Dokumenten über die viktorianische Gesellschaft mit ihrem bigotten Moral- und Ehrenkodex. Entstehung: Butler stellte die Rohfassung des autobiografisch geprägten Romans 1884 fertig und legte ihn zur späteren Ãoberarbeitung beiseite. Sein Tod 1902 vereitelte diesen Plan, so dass im Folgejahr die Manuskriptfassung veröffentlicht wurde.
      Inhalt: Das Werk - erzählt vom Freund der Familie, Edward Overton - stellt mehrere Generationen der Familie Pontifex vor. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Ernest, der nach dem Willen seines Vaters, Pastor Theobald Pontifex, ebenfalls eine geistliche Laufbahn einschlagen soll. Ernest studiert Theologie in Cambridge und wird anschließend Hilfsgeistlicher in London. Doch bald kommt er vom »rechten Weg« ab: Bei einem Streit mit einer Hure, die ihn um sein Ver-mögen betrügt, wird er verhaftet und muss für sechs Monate ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung heiratel er eine ehemalige Hausangestellte seiner Familie. Doch die Ehe verläuft problematisch. Diejunge Frau verfällt dem Alkohol, darüber hinaus erfährt Ernest, dass sie bereits verheiratet ist. Als ihm eine Erbschaft zufällt, nutzt Ernest die Chance und wird Schriftsteller. Wirkung: Der Weg allen Fleisches leitete mit seiner deutlichen Kritik an der viktorianischen Gesellschaft die Abkehr der zeitgenössischen Sinnesart ein und übte Einfluss auf nachfolgende Autoren des 20. Jahrhunderts wie W. Somerset -^Maugham und D.H. -^Lawrence aus. Besonders deutlich werden Anklänge des Werks in dem Roman Ein Porträt des Künstlers als junger Mann von James-> Joyce.
      Dystopie
Herkunft: Im Gegensatz zum neutralen Begriff »Utopie«, der sich vom griechischen »u-topos« ableitet und »Nicht-Ort« bedeutet, ist »Dystopie« eindeutig negativ besetzt und bedeutet »schlechter Ort«. Bedeutung: Ebenso wie die Utopie schildert die Dystopie eine fiktive, zeitlich oder räumlich entfernte Welt. Die Utopie entwirft ideale Gesellschaftsformen und hinterfragt bestehende Zustände. Die Dystopie zeigt warnend die Schreckensvisionen einer meist künftigen Welt. Zu den häufigsten Szenarien gehört der totalitäre Staat, in dem die Bürger, ihrer individuellen Freiheit beraubt, in ständiger Furcht vor der Obrigkeit leben. Im Unterschied zum Scienee-Fiction-Roman wird der Fortschritt derTechnik kritisch gesehen und oft als weiteres Mittel der staatlichen Kontrolle geschildert. Auch die permanente Bedrohung durch Krieg gehört zum Motivreper-toire des dystopischen Romans. Im Gegensatz zur Utopie, die einen idealen gesamtgesellschaftlichen Zustand schildert, steht in der Dystopie meist die Geschichte eines Individuums im Mittelpunkt. Anwendung: Die Dystopie ist eine Gattung des 20. Jahrhunderts, wobei Samuel Butlers Erewhon oder Jenseits der Berge , eine Satire auf das viktorianische England, als Vorläufer angesehen werden kann. Den Beginn der negativen Utopien bilden Die Zeitmaschine und Wenn der Schläfer erwacht von H.G. -»Wells. Zu den bekanntesten Dystopien über totalitäre Gesellschaftsformen gehören Jevgenij -»Samjatins Wir , Aldous ->Huxleys Schöne neue Welt und George ->0r-wells 1984. Ein aktuelleres Beispiel ist Robert Harris' Roman i/ofer/and, der die Fiktion zu Grunde legt, Adolf Hitler habe den Krieg gewonnen.
     


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