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Burckhardt, Jacob - Leben und Biographie



Mit seinen Büchern hat Jacob Burckhardt noch heute gültige Standardwerke geschaffen und eine neue wissenschaftliche Sicht der Kunstgeschichte begründet.
      Burckhardt studierte Geschichte und Philosophie, zunächst in Basel, später in Berlin und Bonn. Nach der Promotion schrieb er Kunstkritiken für Zeitungen. Mit seinem Stil suchte er von Anfang an ein breites Publikum zu errei-chen. 1844 erhielt Burckhardt in Basel eine Privatdozentur und wurde 1845 Extraordinarius. 1852 erschien sein Buch Die Zeit Constan-tins des Großen, 1855 sein Reiseführer Cicerone, nach eigenen Worten eine »Anleitung zum Ge-nuss der Kunstwerke Italiens«. 1855-58 wirkte Burckhardt als Professor in Zürich und wurde 1858 als Ordinarius für Geschichte, später auch für Kunstgeschichte nach Basel zurückberufen, wo er bis zu seinem Tod lebte. 1860 publizierte er sein Hauptwerk Die Kultur der Renaissance in Italien. 1867 folgte die Geschichte der Renaissance in Italien; das Werk blieb fragmentarisch. Nach seinem Tod erschienen die vierbändige Griechische Kulturgeschichte , eine Zusammenfassung seiner Vorlesungen, und die Weltgeschichtlichen Betrachtungen , eine Art kulturpessimistisches Vermächtnis.
      Die Kultur der Renaissance in Italien
Die Kultur der Renaissance in Italien ist das populärste Buch von Jakob Burckhardt, das die Vorstellungen von der Renaissance nachhaltig prägte. Dem Werk liegt ein völlig neuer, von Burckhardt entwickelter vielschichtiger Kulturbegriff zu Grunde, der die gesamte menschliche Lebensgestaltung umfasst. Erschließt den Staat als kulturelle Ã"ußerung ebenso ein wie die Religion und die Produktion von Kunst aller Art sowie die Formen der Geselligkeit und der Feste. Der große anhaltende Erfolg des Buches ist auch seiner erzählerischen Qualität zu verdanken. Inhalt: Das Werk ist in sechs Abschnitte gegliedert, von denen der erste und der letzte dem Staat bzw. der Religion als den tragenden Kräften gewidmet ist. Die vier dazwischen liegenden Abschnitte behandeln die Entwicklung des Individuums, die Wiedererweckung des Altertums, die Entdeckung der Welt und des Menschen sowie die Geselligkeit und die Feste als besondere Merkmale des neuen Zeitalters. Der Autor beschränkt sich räumlich auf das italienische Gebiet und zeitlich auf das 15. und frühe 16. Jahrhundert, nicht ohne notwendige Rückgriffe auf das Mittelalter. Während die Menschen im Mittelalter in einer von der Religion bestimmten Ordnung lebten, sind jetzt die moralischen Werte verloren gegangen.
      In dieser chaotischen Zeit versuchen die Humanisten und Künstler einen Standpunkt zu finden, sind jedoch macht- und ruhmsüchtig und setzen sich und ihr Schaffen absolut. Dennoch entfalte-ten sich vor diesem wirren Hintergrund ein neues Menschenideal, dem umfassende Bildung als hohes Gut galt, und eine kulturelle Blüte von noch heute sichtbarer Ausprägung. Burckhardt beschreibt die wissenschaftlichen und kulturellen Leistungen der Zeit von den Entdeckungsreisen des Kolumbus über die Sternkunde, die Botanik, die Zoologie bis zur Kunst der Poesie bei -> Dante Alighieri, Giovanni -> Boccaccio oder Francesco -> Petrarca. Des Weiteren widmet er sich der neuen Stellung der Frau in der Renaissance. In den höheren Ständen erhielten Frauen die gleiche Bildung wie die Männer und erbrachten auch bemerkenswerte künstlerische Leistungen in Malerei und Dichtkunst. Schließlich untersucht Burckhardt die moralische Situation des Landes einschließlich der Kirchen und ihrer Vertreter. Er stellt fest, dass Italien sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts in einer schweren sittlichen Krise befand, die sich auf alle gesellschaftlichen Kräfte auswirkte. Der Glauben war erschüttert und das Misstrauen gegenüber der Kirche groß. Wirkung: In seiner Darstellung der Epoche der Renaissance hat Burckhardt zahlreiche Bezüge zur modernen Zeit hergestellt. Für die Kunst-und Kulturgeschichte schuf er ein bahnbrechendes Werk, auf das bis heute Bezug genommen wird. Es gelang ihm, eine unüberschaubare Fülle von Einzelwissen in einen Zusammenhang zu ordnen und dem Kulturbegriff eine neue, erweiterte Bedeutung zu geben. Burckhardt band das Kunstwerk ein in die Gesamtheit historischer Entwicklungen. Wenn die Renaissance-Forschung auch in vielen Punkten zu neuen Erkenntnissen gelangt ist, so ist sie ohne Burckhardt nicht denkbar.


Grimmeishausen, hans jacob christoph von

Geb. 1621 in Gelnhausen; gest. 17.8.1676 in Renchen/Baden In der Vorrede zum Satyrischen Pilgram , G.s erster Veröffentlichung, fragt Momus, der personifizierte literarische Neid, was denn »von einem solchen Kerl wie der Author ist / zu hoffen« sei. Man wisse ja wohl, »daß Er selbst nichts studirt .....
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Die brüder jacob (i785-i863) und wilhelm (i786-i859) grimm

Sie scheinen uns ihrer Zeit enthoben, die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, denn ihre Märchensammlung steht auch heute noch in jedem Kinderzimmer. Sie wuchsen im hessischen Flanau auf. Mit dem Tod des Vaters, eines verbeamteten Juristen, verlor die neunköpfige Familie schon bald ihre sichere Existenz .....
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Bälde, jacob

»Jetzt erwacht unser Landsmann aus seinem lateinischen Grabe«, so charakterisiert Johann Gottfried Herder nicht unzutreffend seine Ãobertragungen von Gedichten B.s in seiner Terpsichore . Was jedoch in den folgenden Jahrhunderten die Rezeption erschwerte, die lateinische Sprache, war im 17. Jahrhund .....
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Bidermann, jacob

Geb. 1578 in Ehingen b. Ulm; gest. 20. 8. 163g in Rom Die Zeitgenossen, wenn sie nicht gerade Zeugen von Aufführungen semer Stücke an einem Jesuitengymnasium waren, kannten ihn wohl vor allem als neulateinischen lyrischen und epischen Dichter: Epigramme , ein Herodes-Epos , Heldenbriefe und die s .....
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Grimmeishausen, hans jacob christoph von

In der Vorrede zum Satyrischen Pilgram , G.s erster Veröffentlichung, fragt Momus, der personifizierte literarische Neid, was denn »von einem solchen Kerl wie der Author ist / zu hoffen« sei. Man wisseja wohl, »daß Er selbst nichts studirt, gelernet noch erfahren: sondern so bald er kaum das ABC beg .....
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Bälde, jacob

Ad Somnum Häußler, Reinhard. In: Arcadia 13, 1978, S. 113 - 145. An Sabinus Fuscus aus Tirol Wehrli, Max. In: Rückschau und Ausblick, 1962, S. 116- 122. Chorae Mortualis Kohlschmidt, Werner. In: Orbis litterarum 25, 1970, S. 157 - 170. Heliotropium Herzog, Urs. In: Deutsche Barocklyrik, .....
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Burckhardt, jacob

By Liecht Weber, Werner. In: Forderungen, 1970, S. 142 - 146. .....
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Jacobi, johann georg

Abends Hippe, Robert. In: Interpretationen, 1982, S. 29. An die Liebe Hippe, Robert. In: Liebe im Gedicht, 1971, S. 27 - 28. .....
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Jacobi, friedrich heinrich

In der Vorrede zu seinem Hauptwerk Die Welt als Wille und I 'orstellung warnt Schopenhauer die Leser davor, seine »Art zu spekuliren« mit der »eines noch lebenden großen Philosophen« vergleichen zu wollen, »welcher wahrhaft rührende Bücher geschrieben und nur die kleine Schwachheit hat. Alles, was .....
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Arjouni, jacob

Biografie: *1 in Frankfurt/M. J. Arjouni lebte nach dem Abitur einige Jahre in Frankreich, wo er sich mit Gelegenheitsjobs durchschlug und mit dem Schreiben begann. Nach einem kurzen Besuch der Schauspielschule in Berlin studierte er an der Freien Universität. Als J. Arjounis Krimis Happy Birthday .....
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Burckhardt,  Jacob    


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