Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Autoren

Index
» Autoren
» Bultmann, Rudolf

Bultmann, Rudolf - Leben und Biographie



Die Kerngedanken von Bultmanns Theologie entstanden in der Zeit des Nationalsozialismus. Srache und Stil sind klar und unpathetisch. Seine intellektuelle Redlichkeit wurde in Kollegenkreisen ebenso geschätzt, wie sie Ausgangspunkt theologischer Debatten war. Rätselhaft bleibt, warum er während des Nationalsozialismus nicht nennenswert behelligt wurde.
      Der in Oldenburg aufgewachsene Pfarrerssohn verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Marburg, wo er studierte, seine erste Dozentur für Neues Testament antrat und nach kurzer Unterbrechung auch als Professor blieb. Er entstammte der historischkritischen Schule; die Evangelien untersuchte er mithilfe der formengeschichtlichen Methode. Er setzte sich mit der dialektischen Theologie auseinander und begegnete dem Philosophen Martin -^Heidegger. Mit ihm begann ein fruchtbarer Dialog, der lebenslang anhielt, wenigstens in Form des Briefkontakts. Ab 1934 war Bultmann Mitglied der Bekennenden Kirche. Sein Programm der »Entmythologisierung« bewirkte in der theologischen Fachwelt heftigen Streit, der bisweitnach seiner Emeritierung 1951 andauerte.
      Neues Testament und Mythologie
Neues Testament und Mythologie war der Titel eines schmalen Buchs, das Rudolf Bultmann 1941 auf der Basis eines im selben Jahr für die »Konferenz der Gesellschaft für evangelische Theologie« gehaltenen Vortrags der Öffentlichkeit zugänglich machte. Es sollte eine knappe hermeneutische Grundsatzerklärung sein und die wesentlichen Aufgaben der Bibelauslegung erläutern. Aus Vorlesungen und Publikationen mussten Bultmanns Thesen seinen Studenten und Lesern weitgehend bekannt sein. Dennoch löste das Buch Provokationen aus. Inhalt: Neues Testament und Mythologie geht der Frage nach, wie man im Zeitalter der Wissenschaften an biblische Phänomene glauben kann. Wo sich die Menschen z.B. bei Krankheiten auf medizinische Fachleute verlassen, erscheint ein biblisches Heilungswunder naiv betrachtet als nicht reelle Angelegenheit.
      Nach Bultmann ist das Weltbild des Neuen Testaments dreigeteilt. Himmel, Erde und Unterwelt bilden drei Stockwerke, in ihnen wohnen Geister und Dämonen: In das natürliche Geschehen sowie in das Denken, Wollen und Handeln des Menschen greifen übernatürliche Mächte ein. In neutestanientlicher Zeit herrscht die Vorstellung des nahen Endes der Welt. Etliche Zeichen und Wunder des Neuen Testaments seien nur als Grundbefindlichkeit der damaligen Menschen zu verstehen, weshalb Mirakel, ein im Himmel sitzender Gott u.a. mehr für heutige Menschen »erledigt« seien.
      Bultmann geht es um die Frage, welche Wahrheit das Neue Testament vermittelt, auch wenn man das mythische Weltbild des Altertums nicht mehr anerkennt. Diese Suche führt zur »Entmythologisierung« der Bibel, zur »existenzialen Interpretation«, die eine den gegenwärtigen Menschen auf sich selbst ansprechende Auslegung der neutestamentlichen Botschaft von Gottes Handeln an den Menschen durch Jesus Christus fordert. Hier reiche es nicht aus, die Bibel durch Auswahl oder Abstriche auf Glaubwürdiges zu reduzieren.
      Wie schon Martin -^Luther oder später Seren -^Kierkegaard, sieht Bultmann die Botschaft des Neuen Testaments in der Befreiung des Menschen von den Zwängen des Sichtbaren, Verfügbaren, Vergänglichen. Frei werde der Mensch erst, wenn er die selbst geschaffene Sicherheit als Schein erkenne und aus dem Vertrauen leben könne, das Unsichtbare, Unverfügbare, Unbekannte werde ihm im Medium der Liebe begegnen und ihn retten. Diese Rettung aber könne nur Gott herbeiführen.
      Für Bultmann ist das eigentliche Symbol der Rettung und Zuwendung Gottes das Kreuz Christi. Doch auch die Auferstehung kann nicht als historisches Ereignis, als Mirakel, relevant sein. Historisch fassbar ist für den Theologen lediglich der Osterglaube der ersten Jünger. Sie erkennen, dass im Tod am Kreuz eine Heilstat an ihnen geschieht: Derjenige erfährt Gott, welcher Gottes Zuwendung durch das Elend des Kreuzes Christi im Paradox erkennt. Aufbau: Neues Testament und Mythologie ist nach dem dialektischen Prinzip aufgebaut. Auf die These folgen Antithese , Synthese und die Exemplifizierung anhand des Phänomens der Auferstehung. Wirkung: Viele Katholiken und einige Protestanten kommentierten das Buch ablehnend, darunter Hans Asmussen aus dem Kreis der Bekennenden Kirche, der auch Bultmann angehörte, und Hans Joachim Iwand . Allerdings äußerte sich Dietrich Bonhoeffer erfreut über Bult-manns intellektuelle Redlichkeit und kritisierte die Dünkel aus der BK als »wirkliche Schande«. Kritisch und fruchtbar beschäftigte sich Karl H>Barth mit Bultmann. Das Buch wurde 1948 im Sammelband Kerygma und Mythos I erneut abgedruckt und mehrfach neu aufgelegt.


Rudolf alexander schröder

Bei den Wahrern der Form mußten die Gegensätze da am tiefsten aufklaffen, wo sie Rückhalt an einem persönlichen Bekenntnis suchten. Borchardt, der für jederlei Falschmün= zerei ein empfindliches Organ besaß, zollte der monumen= talen Beispielhaftigkeit Georges Bewunderung, jedoch nicht seinem schill .....
[ mehr ]
Index » DIE DEUTSCHE LITERATUR » GRUNDSITUATION DER LYRIK

Rudolf herzog - ein deutscher mann

Subordination ist das fortgesetzte und mit Erfolg gekrönte Bemühen eines Untergebenen, dümmer zu scheinen, als der Vorgesetzte ist. Deutscher Kriegsartikel Das hat jeder erlebt —: wenn man das erstemal eine Eisenbahnstrecke fährt, paßt man auf jeden Baum am Wege auf. Beim dritten Mal legt sich d .....
[ mehr ]
Index » Komparatistik » Literaturkritik

Borchardt, rudolf

»Ich bin 25 Jahre alt, evangelisch reformierter Konfession. Doktor der Philosophie. Ich habe an den Universitäten Berlin, Oxford, Bonn und Göttingen klassische Philologie und Archäologie studiert und bereite mich auf die Habilitation für diese Disziplin vor. Mein freies selbständiges und disponibles .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Fallada, hans (d. i. rudolf ditzen)

Sein Leben würde Stoff für einige Romane bieten, wenn es darum ginge, die vielfältigen seelischen Brechungen zu zeichnen, denen ein im Schoß des Wilhelminismus aufgewachsener, für die Wahrheit empfindlicher Charakter unterworfen ist, der den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik, das Dritte Reich .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Binding, rudolf g.

Der heilige Reiter Neis, Edgar. In: Krieg im Gedicht, 1980, S. 41 - 47. .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Borchardt, rudolf

Absage Walter, Hugo. In: The Apostrophic Moment, 1988, S. 87- 107. Abschied Hummel, Hildegard. In: Rudolf Borchardt, 1983, S. 234-241. Osterkamp, Ernst. In: Gedichte und Interpretationen 5, 1983, S. 230 - 243. Kaiser, Gerhard. In: Heine bis Gegenwart, 1991, S. 289 - 296. An Hofmanns .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Gottschall, rudolf von

Am Strand Kämper-Jensen, Heidrun. In: Lieder von 1848, 1989, S. 137 - 140. .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Hagelstange, rudolf

Ballade vom verschütteten Leben Habart, Michel. In: Critique 77, 1953, S. 837 - 851. Fromm, Hans. In: DU 8, 1956, H. 4, S. 84 - 99. Hagelstange, Rudolf. In: Gedicht mein Messer, 1969, S. 37 - 47. Bericht des alten Hirten Preuß, Helmut. In: Lyrik in der Zeit, 1971, S. 42 - 45. Der Strom .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Langer, rudolf

Möglichkeit zur Freude Langer, Rudolf. In: Kinder, 1979, S. 69 - 71. .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Leonhard, rudolf

Das verlassene Dorf Neis, Edgar. In: Mond in der Lyrik, 1971, S. 65 - 67. Der mongolische Totenkopf Kaiser, Gerhard. In: Heine bis Gegenwart, 1991, S. 544 - 546. .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Bultmann, rudolf karl

Wenige Denker haben wie B. die abendländische Theologie dieses Jahrhunderts bewegt. Seine Wirkung nicht nur aut die Theologie selbst, sondern darüber hinaus aut die hermeneuti-sche Diskussion 111 den Geisteswissenschaften ist schwer eingrenzbar. Er ist eine jener markanten Persönlichkeiten der Wiss .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Philosophen biographisch

Carnap, rudolf

Der Sprachphilosoph. Wissenschaftstheoretiker und Logiker C.. war der hcrausragende Vertreter der Philosophie des Logi-schen Empirismus. Diese etwa 1925 in Wien entstandene Schule - für die Philosophen um C. gebraucht man auch die Sammelbezeichnung 'Wiener Kreis« - führte die Tradition cies klassisc .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Philosophen biographisch

Riedler, rudolf

Sklavenhaus bei Dakar (Erinnerung an Rootsj Riedler, Rudolf. In: Pausen zwischen den Worten, 1986, S. 89 - 93. .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Schröder, rudolf alexander

Der Landbau Wierzejewski, Achim. In: Literatur und Kritik 13, 1978, S. 235 - 238. Deutscher Schwur Kaiser, Gerhard. In: Heine bis Gegenwart, 1991, S. 469-471. Die Ballade vom Wandersmann Pfeiffer, Johannes. In: Das Dichterische, 1967, S. 211 -219. Es mag sein Pfeiffer, Johannes. In: .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Wiemer, rudolf otto

Wenn Gott Mensch wäre Schröer, Henning. In: Moderne dt. Literatur, 1972, S. 152- 154. .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Sommerliches gebet - rudolf hagelstange

Methodisch bietet sich zur Erschließung des fünfstrophigen Gedichts — im Sinne wechselseitiger Erhellung — sowohl der Vergleich mit dem Vaterunser an wie mit anderen Sommergedichten. Aus dem lyrischen Werk Hagelstanges wäre zu denken an: »Veroneser Sommernacht« , »Indian Summer« . Die religiöse .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Rudolf alexander schröder (i878-i962)

der unbeirrbare Glaube die Grundlage für die Würde des Menschen. In seiner formvollendeten Lyrik feiert Schröder Vaterland und Heimat, Treue und Freundschaft, abendländische Kultur und Glaubensüberlieferung. In der Zeit nationalsozialistischer Bedrückung richtete Schröder durch seine gläubigen Worte .....
[ mehr ]
Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Zwischen den beiden Weltkriegen

Rudolf hagelstange (geb. i9i3).

Er findet zuchtvolle, oft hohe, manchmal aber auch schlichte Worte, wenn er das Ewige im Hauche des Vergänglichen aufklingen läßt: Wie ist die Fahrt so wundersam, als ging es über Zeit und Tod . .. Der Mond stieg auf, und Friede kam, indes ich still die Ruder nahm und heimwärts hielt. .....
[ mehr ]
Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Nach 1945

Rudolf dau: - aus: umfrage - zum erbe in wissenschaft und praxis

[...] Die Hauptaufgabe der marxistischen Literaturgeschichtsschreibung in der DDR besteht darin, gesicherte Erkenntnisse, Materialien und Gesetzmäßigkeiten für die Planung und Leitung ideologischer und kultureller Prozesse durch die Partei der Arbeiterklasse und die Regierung der DDR bereitzustelle .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Leonhard, rudolf

Im französischen Exil, zur Zeit der Naziherrschaft, hat L. unter vier verschiedenen Pseudonymen publiziert und politisch gearbeitet: Als Robert Lanzer veröffentlichte er 1944 ein an die deutschen Soldaten gerichtetes Bänd-chen Deutschland muß leben...! Raoul Lombat war sein »nom de guerre« in der f .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Schröder, rudolf alexander

»Von den besten Absichten beseelt, etwas für die Entwicklung unserer Literatur- und Kunst Verhältnisse Ersprießliches« in die Welt zu setzen, kündigten die Herausgeber Otto Julius Bierbaum, Alfred Walter Heymel und S. im September 1899 das Erscheinen einer neuen literarischen Monatsschrift Die Insel .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

 Tags:
Bultmann,  Rudolf    


Impressum

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com