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Brown, Dee - Leben und Biographie



Als auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges das Selbstwertgefühl vieler Amerikaner bereits erheblich angeschlagen war, traf sie das Werk eines bis dahin in der Ã-ffentlichkeit kaum bekannten Bibliothekars »mitten ins Herz«: Schon wenige Tage nach Veröffentlichung stieg Dee Alexander Browns Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses über den Untergang der letzten freien Indianerstämme Nordamerikas bis an die Spitze der Bestseller-Listen und wurde das bis heute am häufigsten verkaufte Sachbuch in den USA.
      Brown verließ nach der Ausbildung zum Lehrer seine Heimat Arkansas und ging nach Washington, wo er als Bibliothekar in einem Ministerium arbeitete und gleichzeitig Geschichte und Bibliothekswesen studierte. Nach Ab-schluss des Studiums war er in den folgenden Jahrzehnten fast ausschließlich in Bibliotheken beschäftigt.
      Bereits kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs begann Brown Bücher zu schreiben. Er veröffentlichte u.a. eine romantische Novelle über den legendären Westernhelden Davy Cro-ckett und zahlreiche historische Sachbücher über die Zeit der Eroberung des amerikanischen »Wilden Westens« .
      Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses
Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses, eine Darstellung des letzten Indianer-Krieges in Nordamerika aus der Sicht der Indianer, machte Dee Alexander Brown in kürzester Zeit zu einem der bekanntesten Autoren zur amerikanischen Geschichte. Der Autor stellt mit dem Buch viele Legenden und Geschichten über die Eroberung des Westens schonungslos in Erage.
      Inhalt: Das Werk beschreibt die Eroberung des nordamerikanischen Westens, speziell von der Mississippi-Missouri-Linie bis an die Pazifikküste. Allerdings stehen in dieser Darstellung nicht die heldenhaften Siedler im Mittelpunkt, sondern die Indianer, Brown greift nicht nur auf offizielle Protokolle zurück, die während der zahllosen Verhandlungen zwischen der US-Regierung und Vertretern der Indianerstämme mitgeschrieben wurden, sondern auch auf Zeitungsinterviews, die bereits zu jener Zeit einige engagierte Reporter aufgezeichnet hatten. Mithilfe dieser relativ begrenzten Quellen rekonstruiert Brown in jeweils abgeschlossenen Einzelepisoden die wichtigsten Ereignisse, erzählt von berühmten Massakern an und von Indianern und beschreibt den langjährigen Guerillakrieg der Apachen und Comanchen. Er berichtet ausführlich vom Krieg der US-Armee gegen die Prärieindianer, die Cheyenne und Sioux, der 1876 in der Schlacht am Little Bighorn River im Untergang deT 7. US-Cavallerie unter General Custer gipfelte. Das Buch ist eine unerbittliche Anklageschrift gegen alle »weißen« Amerikaner, den guten und naturliebenden Indianern stehen die verlogenen und umweltfeindlichen »weißen« Eindringlinge gegenüber. Wirkung: Nach anfänglichen Protesten überwog der Schock über den von Brown schonungslos offen gelegten Genozid an den Indianern, wie er in den L'SA vorher noch nie in dieser Deutlichkeit beschrieben worden war. Dies löste in erster Linie unter liberalen Intellektuellen eine enorme Betroffenheit aus, die in folgenden Jahren viele Amerikaner zu einervölligen Kehrtwendung bei der Betrachtung ihrer eigenen Geschichte bewegte. In den USA wurde Begrabt mein Herz an der Biegung des Flussesbis heute über 5 Millionen Mal verkauft und im Jahr 2001 wählten die Leser der New York Times es zu einem der vier einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts.
     


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