Deutsche Literatur - Der literarische Treffpunkt


Autoren

Index
» Autoren
» Brecht, Bertolt

Brecht, Bertolt - Leben und Biographie



Bertolt Brecht zählt wie Franz -» Kafka und Thomas^ Mann zu den deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts, die bis heute weltweit als »Klassiker der Moderne« gelten.
      Brecht trug schon als Schüler eigene Lieder zur Gitarre vor. 1917/18 studierte er in München Philosophie und medizin. 1924 übersiedelte er nach. »Bert« Brecht wurde dort ein Trendsetter des Literaturbetriebs, studierte marxistische Theorie, brachte einen ersten Gedichtband heraus und feierte mit der Dreigroschenoper einen stürmischen Theatererfolg. Lebenslang charakteristisch war seine prozesshafte und häufig kollektive Arbeitsweise, die sich in zahlreichen Umarbeitungen einzelner Texte und in der Suche nach möglichst wirkungsvollen Modellen ausdrückte. So wandte er sich im skandinavischen und amerikanischen Exil vom Konzept der politischen Lehrstücke ab und entwickelte den Typus der epischen Schaustücke , die nach Kriegsende ihre Uraufführung fanden. Ab 1949 verfügte Brecht in Ostberlin über das Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm, wo er mit seiner Ehefrau Helene Weigel Maßstab setzende Inszenierungen seiner großen Stücke erarbeitete; dabei geriet er oft in Konflikt mit der SED, die seine experimentelle Arbeitsweise stets mis-strauisch beobachtete.
      Brecht hat sich von Anfang an vor allem als Dramatiker und Theoretiker des Theaters hervorgetan. Heute wird seine lebenslange lyrische Produktion jedoch als mindestens gleichwertig angesehen, aus der mehrere Zyklen herausragen . Auch als Erzähler hat Brecht sich gelegentlich versucht.

      Die Dreigroschenoper
Bertolt Brecht thematisiert in der Dreigroschenoper skrupellose Geschäftemacherei und rücksichtslose Machtausübung. Seine drastische Komik zielt auf die Enttarnung der bürgerlichen Gesellschaft als räuberische. Die Fabel über den Existenzkampf des Londoner Räubers und Geschäftemachers Macheath wurde trotz der heftigen Kritik des Elends als Ergebnis des Warenmarktes zu einem Welterfolg. Entstehung: Als Vorlage für die Dreigroschenoper diente die Beggar's Opera von John Gay aus dem Jahre 1728, seinerzeit eine Parodie der Barockoper. Brecht bearbeitete und aktualisierte den Text sehr großzügig im Sinne einer revolutionären Gesellschaftskritik, die sich in seinen Vorstellungen vom epischen Theater widerspiegelt. Neben eigenen Balladen fügte er dem Text auch Balladenstrophen von Francois Villon hinzu, was ihm später den Plagiatsvorwurf einbrachte, da er den Ãœbersetzer der Villon-Ausgabe nicht erwähnte. Aufbau: Die Dreigroschenoper gliedert sich in ein Vorspiel und acht Bilder. Die Handlung wird regelmäßig durch kommentierende Songs unterbrochen. Die Zuordnung zu einer bestimmten Gattung fällt schwer, Brecht selbst charakterisierte die Dreigroschenoper zuerst als »Stück mit Musik«, später als »Versuch im epischen Theater«, mit dem er zu dieser Zeit neu experimentierte. Die Musik zur Dreigroschenoper schrieb Kurt Weill , der mit Brecht aus der Idee des epischen Theaters die zugehörige Musiksprache als Synthese von zeitgenössischer Tanz- und Unterhaltungsmusik, von Moritat, Chanson und Choral entwickelte. Sie ist jedoch weniger musikalisch strukturiert als das Stück Aufstieg und Fall der Stadt Maha-gonny, das Brecht später ebenfalls als »Oper neuen Stils« konzipierte. Inhalt: Es wird die Geschichte von Macheath erzählt, dem Chef eines Einbrecher- und Straßenräuberunternehmens, dem ein anderer »Unternehmer« gegenübergestellt wird: Jonathan Jeremiah Peachum, Besitzer der Firma »Bettlers Freund«. Dieser beherrscht Londons Bettler, sein Geschäft ist es, das menschliche Mitleid zu erwecken. Als Macheath Polly, die Tochter Peachums, heiratet, kommt es zum Konflikt. Peachum versucht alles, um Macheath zu beseitigen, der jedoch von Polly gewarnt wird. Da er aber auf seinen gewohnten Bordellbesuch nicht verzichten will, fällt er in die Hände der Polizei, weil die von Frau Peachum bestochene Spelunken-Jenny ihn verrät. Macheath gelingt die Flucht, woraufhin Peachum dem Polizeipräsidenten droht, den bevorstehen-den Krönungszug der Königin durch seine Bettler zu stören. Macheath wird erneut verraten und soll gehängt werden. Unterm Galgen wird er gerettet: Ein Bote des Königs übermittelt die Nachricht von seiner Begnadigung. Wirkung: Die Uraufführung in Berlin 1928 wurde zu einem der größten Bühnenerfolge der Weimarer Zeit. Von dieser Zeit an war Brecht populär und als einer der bedeutendsten Autoren der jungen, radikalen Generation anerkannt. Einige der Songs sind »Gassenhauer« geworden, etwa die Moritat von Mackie Messer, deren Anfangszeile - »Und der Haifisch, der hat Zähne ...« - wie manch andere Zeile aus der Dreigrosehenoperm den allgemeinen Sprachge-brauch übergegangen ist. Dass der f-rfoltj auf das bürgerliche Publikum zurückzuführen war, das er in dem Stück eigentlich entlarven wollte, veranlasste Brecht dazu, den Stoff in dem Drehbuch zur geplanten Verfilmung zu verschärfen. Der Regisseur des ebenfalls erfolgreichen Films aus dem Jahre 1931, Georg Wilhelm Pabst, ignorierte jedoch Brechts Vorstellungen. 1962 wurde die Dreigroschenoper ein weiteres Mal verfilmt. Inzwischen gehört die Dreigroschenoper nicht nur zum Standardrepertoire auf deutschen Bühnen, sondern weltweit.

Dreigroschenroman
Der ehrgeizigste Versuch von Bertolt Brecht im Bereich der erzählenden Literatur und sein einziger abgeschlossener Roman versucht eine satirische Analyse der Zusammenhänge von Kriminalität, Kapitalismus und Faschismus, steht aber insgesamt im Schatten der älteren, stofflich verwandten Dreigroschenoper. Entstehung: Brecht verfasste den Roman 1933/34 in Dänemark für den Amsterdamer Verlag Allert de Lange, der sich auf deutsche Exil-Literatur spezialisiert hatte. Neben der inhaltlichen Herausforderung und dem Anspruch, ein neuartiges Erzählmodell zu entwickeln, war der erst kurz zuvor aus Deutschland geflohene Brecht auch durch das großzügige Honorarangebot motiviert. Inhalt: Ort der Handlung ist die Londoner City im Jahr 1902, als Großbritannien den imperialistischen Burenkrieg führt. Hauptfiguren sind Macheath und der Geschäftsmann Peachum sowie dessen Tochter Polly, deren »Sinnlichkeit« in den Geschäftsplänen der Männerimmer wieder funktional eingesetzt wird. Macheath beherrscht die Einbruchsbranche und verkauft das Beutegut in seinen »B-Läden«. Es gelingt ihm, seine Konkurrenten zu verdrängen und mit seinem neuen ABC-Syndikat zum Monopolisten aufzusteigen. Peachum, der die Londoner Bettler »ausrüstet«, ihren Einsatz organisiert und sie abkassiert, versucht seine anrüchigen Geschäfte in respektable zu überführen. Zu diesem Zweck muss er sich allerhand unmoralischer, ja verbrecherischer Maßnahmen bedienen - vom mehrfachen Verschachern der eigenen Tochter Polly bis zur Ermordung des gefährlichsten Geschäftspartners und Widersachers Coax, in dessen gigantische Geschäfte Peachum einsteigt. Macheath, inzwischen mit Polly verehelicht, hat einige Mühe, sich der Anklage des Mordes an seiner Ex-Geliebten Mary zu entziehen. Auf geschäftlicher wie auf privater Ebene zeigt sich, dass die Verbindung Ma-cheath-Peachum bzw. Macheath-Polly für beide Seiten die profitabelste ist. Sie wird daher am Schluss mit einem bombastisch-sentimentalen Hochzeitsfest gefeiert, während die noch ungeklärten Verbrechen Unschuldigen in die Schuhe geschoben werden. Aufbau: Der Roman hat - wie Brechts episches Theater - eine parabolische Ebene. Im Aufstieg der Ganoven Macheath und Peachum zu Geschäftsleuten großen Stils und Handlangern der Politik beabsichtigt Brecht, seiner marxistischen Ãœberzeugung gemäß, den verbrecherischen Charakter der »Geschäfte« überhaupt sowie die unaufhaltsamen Entwicklung des Kapitalismus zum Faschismus sichtbar machen. Anregungen hierzu erhielt der Autor u.a. von seinem marxistischen »Lehrer« Karl Korsch und der Schrift Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus von Wladimir lljitsch -»Lenin.
      Die Realitätsbezüge - etwa auf Hitler und seine »Machtergreifung« - werden in ein komplexes Erzählmodell eingebettet. Brecht wollte ein kritisches Gegenmodell zur traditionellen, am Individuum und seinen Gefühlen orientierten Erzählweise schaffen. Er blendete daher mehrere epische Gattungsmuster übereinander und arbeitete mit der »verfremdenden« Montage sowie anderen filmischen Mitteln. Die Figuren erscheinen ironisch gebrochen; sie halten pathetische oder sentimentale Reden, in denen sie sich permanent selbst entlarven. Wirkung: Das ehrgeizige Werk wurde von einigen Zeitgenossen hoch gelobt, hat aber insgesamt nicht die Wertschätzung gefunden, die es verdient hätte. Dazu trugen die schwierigen Umstände der Zeit nach 1933, aber auch die Tatsache bei, dass Brecht dieses Erzähl-Experi-ment nicht energisch fortgesetzt hat.
      Geschichten vom Herrn Keiiner
Die kurzen Prosastücke teils erzählerischen, teils philosophischen Inhalts von Bertolt Brecht spielen anhand von exemplarischen Situationen und der fiktiven Figur »Herr Keuner« mögliche Verhaltensweisen in einer sich verändernden Welt durch.
      Entstehung: Brecht hat über 30 Jahre hinweg, von 1926 bis zu seinem Tod, Keunergeschich-ten verfasst und sie in Gruppen veröffentlicht. Der Schwerpunkt der Arbeit fällt - parallel zur Entstehung der Lehrstücke - in die späten 1920er Jahre. Eine durchkomponierte Gesamtausgabe hat Brecht offenbar nicht angestrebt; die umfassendste Publikation von seiner Hand findet sich neben anderer Prosa in dem Band Kalendergeschichten . Die nach Brechts Tod erschienenen Werkausgaben enthalten 87 Keuner-Geschichten. Inhalt: Parallel zu den Lehrstücken versuchte Brecht ein kurzes Prosa-Modell zu entwickeln, mit dessen Hilfe Fragen des Verhaltens im politisch-sozialen Kontext sowie Probleme der Erkenntnistheorie abgehandelt werden können. Dazu benutzte er die Kunstfigur des Herrn Keuner, dessen Name als süddeutsche Form von »keiner«, abeT auch als Anspielung auf das griech. koinos verstanden werden kann. Brecht bezeichnete ihn auch als »den Denkenden« und ließ ihn in seinen Beispielgeschichten einerseits als Handlungsfigur auftreten, die sich zu einer überraschenden Situation oder Frage verhalten muss und dabei verschiedene Möglichkeiten abwägt oder erprobt, andererseits aber auch als Lehrerfigur, die ihre aus Erfahrung gewonnenen Erkenntnisse als Lebensweisheit weitergibt. Damit greift Brecht alte, insbesondere femöstliche Traditionen auf, die er mit Motiven desBehaviouris-mus und der marxistischen Theorie verbindet.
      Die Geschichten vom Herrn Keuner sollen also nicht als rein erzählende, sondern müssen nach Brechts Absicht als philosophische Texte gelesen werden; damit weisen sie Querverbindungen nicht nur zu seinem ähnlich strukturierten Werk Me-ti. Das Buch der Wendungen , sondern auch zu seinen Marxistischen Studien auf. Zentral für das Philosophieren des Autors ist die Kategorie der Veränderung, sowohl als historischer Prozess wie als aktives »Eingreifen«. Deshalb »erbleicht« Herr Keuner, als ihm jemand sagt, er habe »sich gar nicht verändert«. Wie man sich zu den Veränderungen verhalten soll, kann nicht abstrakt gelehrt, sondern muss erprobt werden. Deshalb ailt die Maxime: »Weise am
Weisen ist die Haltung« . Eine auf Erfahrung gegründete Lehre abeT vermag die Kluft zwischen Theorie und Praxis - oder Philosophie und Leben - zu überwinden. Es gill daher der Satz: »Denken heißt verändern.«
Aufbau: Die Geschichten weisen in struktureller Hinsicht eine gewisse Variationsbreite auf. Typisch ist ein zweigliedriger Aufbau, der aus einer Minimalhandlung und einer Konsequenz besteht, die als »Lehre« ausformuliert werden kann . Diese eigenwillige Form ist mit lehrhaften Kurzformen wie Fabel, Parabel, Anekdote oder Exemplum verwandt, ohne einer von ihnen ganz zu entsprechen. Wirkung: Die Geschichten vom Herrn Keuner sind vor allem von jüngeren marxistischen Autoren als Modell benutzt worden. So formuliert Volker Braun seine immanente Kritik am Gesellschaftszustand der DDR in seinen Geschichten von Hinze und Kunze . Wichtiger noch ist die Resonanz, die die Geschichten wegen ihrer Kürze, ihres Modellcharakters und ihrer Impulse zum Weiterdenken im Literaturunterricht in OstundWest gefunden haben.


Brecht auf villons spuren - plagiat oder intertextualität?

Um Bertolt Brecht, der bereits mit seinen ersten Auftritten - und auch später - Furore machte, ist es in letzter Zeit still geworden. Es dürfte interessant sein, und es würde sich zweifellos auch lohnen, Texte von ihm erneut in Erinnerung zu rufen und sie aus dem Blickwinkel neuerer theoretischer un .....
[ mehr ]
Index » Kontextualisierung und Analyse -Zur Literatur der Goethezeit, des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts

Brecht, bertolt

Geb. 10.2.1898 in Augsburg; gest. 14 8. 1956 in Berlin Als B. einmal gefragt wurde, was er tun würde, wenn er einen Menschen liebte, antwortete er: »Ich mache einen Entwurf von ihm und sorge dafür, daß er ihm ähnlich wird.« Auf die erstaunte Rückfrage: »Wer? Der Entwurf?« sagte B. ruhig: »Nein, de .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige autoren

Bertolt brecht (i898-i956)

I. Das Politische bei Brecht Als politischer Dichter ist er unerreicht. Brechts Gedichte haben die Gattung insgesamt auf ein bis dahin nie gekanntes Niveau gehoben. Sein erstes politisches Gedicht, die Legende vom toten Soldaten , stellt die Lügen bloß, die nötig sind, um einen Krieg vom Zaun zu br .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Lyriker des 20. Jahrhunderts (Deutschsprachige)

Bertolt brecht (i898-i956)

Kaum ein Dramatiker hat das Theater des 20. Jahrhunderts so nachhaltig beeinflusstwie Bertolt Brecht. Fr schrieb nicht nur fürs Theater, er führte Regie und prägte eine neue Theaterkultur. Der Sohn eines Fabrikdirektors schreibt über sich später, dass er »in den Gewohnheiten des Bedientwerdens« und .....
[ mehr ]
Index » Literatur & Sprache » Persönlichkeiten

Bert brechts hauspostille

Eine gute Eigenschaft Berlins: man kann die Stadt nicht jahrelang bluffen. Eine bessere Eigenschaft Berlins: in der Literatur nützen weniger als man glaubt; Besuche bei Kritikern wären lächerlich —, in Berlin setzt sich die starke Kraft sehr oft allein durch. Eine schlechte Eigenschaft Berlins: .....
[ mehr ]
Index » Komparatistik » Literaturkritik

Brecht, bertolt

Als B. einmal gefragt wurde, was er tun würde, wenn er einen Menschen liebte, antwortete er: »Ich mache einen Ent-wurt von ihm und sorge dafür, daß er ihm ähnlich wird.« Aut die erstaunte Rückfrage: »Wer? Der Entwurf?« sagte B. ruhig: »Nein, der Mensch.« Diese überraschende Antwort korrespondiert mi .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Brecht, bertolt

1940 Wellershoff, Dieter. In: Ausgewählte Gedichte Brechts, 1981, S. 85 - 91. Als ich in weißem Krankenzimmer der Cha-rite Hamburger. Michael. In: Frankfurter Anthologie 2, 1977, S. 155 - 158. Wellmann-Bretzigheimer, Gerlinde. In: Brecht-Jb 1977, S. 30-51. Als ich nachher von dir ging Wiese .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Goes, albrecht

Aber im Winde das Wort Preuß, Helmut. In: Lyrik in der Zeit, 1971, S. 59 - 62. Allerseelentag Preuß, Helmut. In: Lyrik in der Zeit, 1971, S. 70 - 72. Der Dorfpfarrer Preuß, Helmut. In: Lyrik in der Zeit, 1971, S. 67 - 70. Die Apfelschälerin Goes, Albrecht. In: Dichter, 1983, S. 90 .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Haller, älbrecht von

Die Alpen Martens, Wolfgang. In: Festschrift Kolb, 1989, S. 419 - 429. Preisendanz, Wolfgang. In: DU 44, 1991, H. 6, S. 21 - 29. Morgen-Gedanken Guthke. Karl S. In: Deutsche Barocklyrik, 1973, S. 327 - 347. Unvollkommene Ode über die Ewigkeit Stäuble. Eduard. In: DU 8, 1956, H. 5, S. 5 .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Haushofer, albrecht

Die Mücke {Ein leises Gesurr) Neis, Edgar. In: Tiergedichte, 1976, S. 79 - 81. Maschinensklaven Buch, Hans Christoph. In: Frankfurter Anthologie 9, 1985. S. 183- 186. Schuld Harig, Ludwig. In: Frankfurter Anthologie 19, 1996, S. 183 - 186. .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Schaeffer, albrecht

Ruinenlied Lennert, Rudolf. In: Sammlung 13, 1958, S. 286 -292. .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Index der Gedichttitel

Die vögel warten im winter vor dem fenster - bertolt brecht

l Ich bin der Sperling. Kinder, ich bin am Ende. Und ich rief euch immer im vergangnen Jahr Wenn der Rabe wieder im Salatbeet war. Bitte um eine kleine Spende. 5 Sperling, komm nach vorn. Sperling, hier ist dein Korn. Und besten Dank für die Arbeit! 2 Ich bin .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Die liebenden - bertolt brecht

Sieh jene Kraniche in großem Bogen! Die Wolken, welche ihnen beigegeben Zogen mit ihnen schon, als sie entflogen Aus einem Leben in ein andres Leben. In gleicher Höhe und mit gleicher Eile 5 Scheinen sie alle beide nur daneben. Daß so der Kranich mit der Wolk .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Die schritte - albrecht goes

Klein ist, mein Kind, dein erster Schritt, Klein wird dein letzter sein. Den ersten gehen Vater und Mutter mit, Den letzten gehst du allein. Seis um ein Jahr, dann gehst du, Kind, 5 Viel Schritte unbewacht, Wer weiß, was das dann für Schritte sind Im Licht und in der Nacht? G .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus sieben Jahrhunderten Interpretationen

Erinnerung an die marie a. - bertolt brecht

An jenem Tag im blauen Mond September Still unter einem jungen Pflaumenbaum Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe In meinem Arm wie einen holden Traum. Und über uns im schönen Sommerhimmel 5 War eine Wolke, die ich lange sah Sie war sehr weiß und ungeheuer oben Und als ich a .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus unserer Zeit - Interpretationen

Legende von der entstehung des buches taoteking auf dem weg des laotse in die emigration - bertolt brecht

l Als er Siebzig war und war gebrechlich, Drängte es den Lehrer doch nach Ruh. Denn die Güte war im Lande wieder einmal schwächlich, Und die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu. Und er gürtete den Schuh. 5 2 Und er packte ein, was .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus unserer Zeit - Interpretationen

An die nachgeborenen - bertolt brecht

I Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten! Das arglose Wort ist töricht. Eine glatte Stirn Deutet auf Unempfindlichkeit hin. Der Lachende Hat die furchtbare Nachricht Nur noch nicht empfangen. 5 Was sind das für Zeiten, wo Ei .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus unserer Zeit - Interpretationen

Rückkehr - bertolt brecht

Die Vaterstadt, wie find ich sie doch? Folgend den Bomberschwärmen Komm ich nach Haus. Wo denn liegt sie? Wo die ungeheueren 5 Gebirge von Rauch stehn. Das in den Feuern dort Ist sie. Die Vaterstadt, wie empfängt sie mich wohl? Vor mir kommen die Bomber. Tödliche Schwärme 10 Melden euch meine R .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus unserer Zeit - Interpretationen

Der radwechsel - bertolt brecht

Ich sitze am Straßenrand Der Fahrer wechselt das Rad. Ich bin nicht gern, wo ich herkomme. Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre. Warum sehe ich den Radwechsel Mit Ungeduld? Wir können uns die Straße, an der dieser Wagen zu Bruch gegangen ist, in Dänemark, Finnland oder am besten in Kalifornien .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus unserer Zeit - Interpretationen

Der rauch - bertolt brecht

Das kleine Haus unter Bäumen am See. Vom Dach steigt Rauch. Fehlte er Wie trostlos dann wären Haus, Bäume und See. Zunächst der bildliche Eindruck, Ausschnitt aus einer Landschaft, offenbar vertraut: das Haus, nicht ein Haus, genauer lokalisiert unter Bäumen am See; eine schöne Lage, scheint ma .....
[ mehr ]
Index » Gedichte aus unserer Zeit - Interpretationen

Bert(olt) brecht (i898-i956).

Er fühlt sich als Beschützer der Mühseligen und Beladenen, der Unterdrückten und Ausgebeuteten, für die er das Heil vom Kommunismus erwartet: 'Denn die einen sind im Dunkeln Und die andern sind im Licht. Und man sieht nur die im Lichte, Die im Dunkeln sieht man nicht", so tönt es von den Brettern, .....
[ mehr ]
Index » DAS ZWANZIGSTE JAHRHUNDERT » Drama der Zeit

Bertolt brecht: »der dreigroschenroman« (i934) - im zeichen swiftscher satire

Der bürgerlich werdende Gauner Auf einem schräg zum Hintergrund der Bühne hin ansteigenden Rondell ein chromblitzendes Auto. Die Sitze mit rosa Kissen und Decken hergerichtet als Brautbett. Drinnen stehen, nachdem die Hochzeitsgesellschaft der Ganoven das frisch vermählte Paar verlassen hat, Mac .....
[ mehr ]
Index » Roman Chronik

Der stückeschreiber bertolt brecht

Bertolt Brecht nannte sich einen Stückeschreiber; er betonte das Handwerkliche. Er entwickelte die Theorie des epischen, antiaristotelischen Theaters; aber seine besten Stücke entstanden, als er sich von dem starren ideologischen und kompositioneilen Korsett seiner sozialistischen Lehrstücke wieder .....
[ mehr ]
Index » Von der Weimarer Republik bis zum Ende des Dritten Reiches

Reinhold schneider (i903-i958): entfremdet ist das volk mir ... -albrecht haushofer (i903-i945): schuld

Selbstgericht Einige der Autoren, die dem Hitlerregime den Beifall versagt, aber das Land nicht verlassen hatten, erhoben nach dem Krieg in ihren Angriffen auf Exilschriftsteller die Literatur der sogenannten »Inneren Emigration« zur Literatur des »besseren« Deutschlands. Auf solche Anmaßung antw .....
[ mehr ]
Index » Stationen der deutschen Lyrik » Lyrik in Henkerszeit

Bertolt brecht (i898-i956): zufluchtsstätte - atemholen auf der flucht

Zufluchtsstätte Ein Ruder liegt auf dem Dach. Ein mittlerer Wind Wird das Stroh nicht wegtragen. Im Hof für die Schaukel der Kinder sind Pfähle eingeschlagen. Die Post kommt zweimal hin Wo die Briefe willkommen wären. Den Sund herunter kommen die Fähren. Das Haus hat vier Türen, daraus zu fl .....
[ mehr ]
Index » Stationen der deutschen Lyrik » Exildichtung

Bertolt brecht (i898-i956): die pappel vom karlsplatz - das freundliche grün

Die Pappel vom Karlsplatz Eine Pappel steht am Karlsplatz Mitten in der Trümmerstadt Berlin Und wenn Leute gehn übern Karlsplatz Sehen sie ihr freundlich Grün. In dem Winter sechsundvierzig Fror'n die Menschen, und das Holz war rar Und es fielen da viele Bäume Und es wurd ihr letztes Jahr. Doc .....
[ mehr ]
Index » Stationen der deutschen Lyrik » Erneuerungs- und Warngedicht

Johannes r. becher (i89i-i958): spreewald -bertolt brecht (i898-i956): der rauch

Harmonie in Ãœberfülle Als Rebell betrat Johannes R. Becher die literarische Arena. »Der Dichter meidet strahlende Akkorde. / Er stößt durch Tuben, peitscht die Trommel schrill. / Er reißt das Volk auf mit gehackten Sätzen.« So beginnt das berühmt gewordene Gedicht Vorbereitung, das 1916 in Beche .....
[ mehr ]
Index » Stationen der deutschen Lyrik » Sackgassen der Naturlyrik

Bertolt brecht - erinnerung an die marie a

An jenem Tag im blauen Mond September Still unter einem jungen Pflaumenbaum Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe In meinem Arm wie einen holden Traum. Und über uns im schönen Sommerhimmel War eine Wolke, die ich lange sah Sie war sehr weiß und ungeheuer oben Und als ich aufsah, war sie nimmer .....
[ mehr ]
Index » Sonstige

Bertolt brecht vier männer und ein pokerspiel

Man pflegt die Dichtung Brechts in die didaktische Literatur einzureihen. Der wichtigste didaktische Leitgedanke seines ganzen Werks läßt sich so zusammenfassen: Jeder Mensch möchte von Natur aus gut, freundlich, hilfsbereit, also menschlich sein. Wer nach diesem Wunsch handelt, muß jedoch bei den b .....
[ mehr ]
Index » Erzählungen der Gegenwart

Albrecht, johannes

Pseud. für: Johann-Albrecht Keiler Biograhe: *12.8.1 in Breslau. J. Al- brecht lebte während der Kriegsjahre in Hirschberg im Riesengebirge, danach in Ilmenau in Thüringen. Das Studium der Chemie in Berlin schloss er mit Diplom und Promotion zum Dr. rer. nat. ab, Habilitation 1971. Albrecht arbeite .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachigen Krimi-Autoren

Schau, albrecht

Biografie: *19.1.1 in Gleiwitz. A. Schau studierte nach dem Abitur in Frankfurt/Main an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Germanistik und Sport im Hauptfach, Theologie, Philosophie und Pädagogik im Nebenfach. Nach dem Referendariat an Frankfurter Gymnasien promovierte er über Märchenformen bei .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachigen Krimi-Autoren

Weitbrecht, gudrun e.

Biograhe: *1 in Hessen. G. Weitbrecht war als med.-techn. Assistentin tätig. Krim.-Erz.: 2001 In Vino Exitus, in: Wein & Leichen, Hrsg. Angela Eßer u. Ingrid Fack-ler, Plöger; 2002 Fugo, in: Tierisch tot, Hrsg. Anke Cibach, Hannah Mitglied: SinC Kontakt: guweit@aol.com; www.weitbrecht/net/gudrun .....
[ mehr ]
Index » Autoren » Deutschsprachigen Krimi-Autoren

Joachim g. boeckh, gÜnter albrecht, kurt bÖttcher, klaus gysi, paul gÜnter krohn, hermann strobach

Geschichte der deutschen Literatur. Bd. 5: 1600-1700 [...] Die innerhalb der Literaturentwicklung des 16. und 17. Jahrhunderts - die sich insgesamt als Ãœbergangsepoche vom Feudalismus zum Kapitalismus darbietet - kurz vor 1600 gesetzte Zäsur bezeichnet den Anfang einer neuen gesellschaftlichen un .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Die umstände der 'aneignung von tanikÖ durch brecht

Im Jahr 1929 kreisten Brechts Gedanken, die sich mit dem von ihm zu vertretenden Menschenbild beschäftigten, um den Begriff des 'Einverständnisses": des Einverständnisses in die Auslöschung der Individualität zugunsten der Allgemeinheit, wie sie die Lehre des philosophisch erweiterten Marxismus verl .....
[ mehr ]
Index » Literatur als Vermittlung » Brecht und das NO-Spiel Tanikö

Der jasager brechts

Brecht hat zwei Fassungen des Jasagers angefertigt, wobei die erste der Vorlage näher war. Die zweite Fassung entstand, wie eingangs dargelegt, nachdem die erste probeweise vor Schülern aufgeführt und diskutiert worden war. 6.1. Die erste Fassung11 Schon die ersten Worte 'Wichtig zu lernen vor a .....
[ mehr ]
Index » Literatur als Vermittlung » Brecht und das NO-Spiel Tanikö

Der neinsager brechts

Nachdem Brecht in den beiden Fassungen des Jasagers den Mythos schrittweise eliminiert hatte, weil er seinen rationalistisch-moralisierenden Begriff vom 'Einverständnis" störte, hat es ihn offenbar gereizt, in einer weiteren Bearbeitungsvariante die Ãœberwindung des Mythos selbst zu zeigen -ein ganz .....
[ mehr ]
Index » Literatur als Vermittlung » Brecht und das NO-Spiel Tanikö

Konkretisierung: goethe in sri lanka, brecht in japan'

Ein Beispiel dafür, wie 'fremd" ein so 'allgemeinmenschliches" Literaturwerk wie Goethes Lyrik wirken kann, wenn man sie nur weit genug von ihrem Ursprung entfernt, kann folgende Erfahrung von der Lektüre des Gedichts 'Auf dem See" mit Studenten in einem Tropenland, in Sri Lanka, abgeben. Während .....
[ mehr ]
Index » Kontextualisierung von Literatur » Die Kategorie der Fremde

Bertolt brecht - die expressionismusdebatte

[...] Da gingen einige Jahrgänge von Künstlern durch eine expressionistische Periode. Diese Kunstrichtung war etwas Widerspruchsvolles, Ungleichmäßiges, Verworrenes , und sie war voll von Protest . Der Protest richtete sich gegen die Art der Darstellung durch die Kunst, zu einem Zeitpunkt, wo auch .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - Ãœber den formalistischen charakter der realismustheorie

Die Erinnerung an den Expressionismus ist für viele eine Erinnerung an freiheitliche Stimmungen. Ich selbst war auch damals gegen das 'sich ausdrücken" als Beruf. Ich stand skeptisch vor diesen peinlichen, beunruhigenden Unfällen, wo einer 'außer sich gerät". Wohin gerät er da? Es wurde bald darauf .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - fünf schwierigkeiten beim schreiben der wahrheit

Wer heute die Lüge und Unwissenheit bekämpfen und die Wahrheit schreiben will, hat zumindest fünf Schwierigkeiten zu überwinden. Er muß den Mut haben, die Wahrheit zu schreiben, obwohl sie allenthalben unterdrückt wird; die Klugheit, sie .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - der geist der versuche

Auf der Umschau nach Vorbildern für die junge proletarische Literatur hat eine große Gruppe innerhalb der marxistischen Literaturtheorie in letzter Zeit die Parole Zurück zum frübbürgerli-chen Roman! aufgestellt und zugleich den entschiedenen Kampf mit gewissen technischen Elementen aufgenommen, die .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - ergebnisse der realismusdebatte in der literatur

Die große Realismusdebatte in der Literatur, die, ausgehend von der Sowjetunion, eine internationale Bewegung ausgelöst hat, scheint mir zumindest folgende Punkte herausgearbeitet zu haben: 1) Die Romanschriftsteller, welche die Beschreibung des Menschen durch eine Beschreibung seiner seelischen R .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - volkstümlichkeit und realismus

Wenn man Parolen für die zeitgenössische deutsche Literatur aufstellen will, muß man berücksichtigen, daß, was Anspruch erheben will, Literatur genannt zu werden, ausschließlich im Ausland gedruckt und fast ausschließlich nur im Ausland gelesen werden kann. Die Parole Volkstümlichkeit für die Litera .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - volkstümliche literatur

Ob ein literarisches Werk volkstümlich ist oder nicht, das ist keine formale Frage. Es ist keineswegs so, als ob man, um vom Volk verstanden zu werden, ungewohnte Ausdrucksweise vermeiden, nur gewohnte Standpunkte einnehmen müßte. Es ist nicht im Interesse des Volkes, seinen Gewohnheiten diktatoris .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - kleine liste der beliebtesten, landläufigsten und banalsten irrtümer * über das epische theater

1 Es ist eine ausgeklügelte, abstrakte, intellektualistische Theorie, die nichts mit dem wirklichen Leben zu tun hat. In Wirklichkeit ist sie entstanden in und verbunden mit langjähriger Praxis. Die Stücke, auf denen sie beruht, sind in vielen deutschen, eines, 'Die Dreigroschenoper", ist in fast a .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - dreigespräch über das tragische

KARL: Wenn ich dich reden höre über eure Art, Theater zu machen, dann kommt es mir vor, als hättet ihr einfach aus der Komödie soundso viele Elemente genommen und sie in das ernste Stück gesteckt. Solche Verfremdungseffekte, wie du sie benützt, findet man im niedersten Schwank. Ich erinnere mich, wi .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - Ãœber das zerpflücken von gedichten

Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflük-ken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muß gesagt werden, daß .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - zu wordsworths: 'she was a phantom of delight

[...] Lyrik ist niemals bloßer Ausdruck. Die,lyrische Rezeption ist eine Operation so gut wie etwa das Sehen oder Hören,d. h. viel mehr aktiv. Das Dichten muß als menschliche Tätigkeit angesehen werden, als gesellschaftliche Praxis mit aller Widersprüchlichkeit, Veränderlichkeit, als geschichtsbedin .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - nicht nur spiegel der wahrheit

Denken wir immer daran, die Entpersönlichung ist ein Zeichen der Kraft. Wir müssen den Gegenstand in uns aufnehmen, er muß in uns kreisen und wieder aus uns herausgehen, ohne daß man diese wunderbare Verwandlung hegreifen kann. Unser Herz darf nur die Herzen der anderen fühlen. Wir müssen Spiegel se .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - Ãœber sozialistischen realismus

Was 'sozialistischer Realismus" ist, sollte nicht einfach vorhandenen Werken oder Darstellungsweisen abgelesen werden. Das Kriterium sollte nicht sein, ob ein Werk oder eine Darstellung andern Werken oder Darstellungen gleicht, die dem sozialistischen Realismus zugezählt werden, sondern ob es sozial .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - was ist formalismus?

Die bürgerliche Freiheit ist für die Proletarier ein Formalismus, etwas 'auf dem Papier", eine leere Phrase, etwas zum Augenauswi-schen; denn*sie sind nur 'der Form nach" frei. Der pompöse Satz der Weimarer Verfassung 'Jeder kann ein Grundstück erwerben" ist nur ein formaler Fortschritt gegenüber Ze .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - das typische

1 Historisch bedeutsam sind Menschen und Geschehnisse, die nicht die durchschnittlich häufigsten oder am meisten in die Augen fallenden sein mögen, die aber für die Entwicklungsprozesse der Gesellschaft entscheidend sind. Die Auswahl des Typischen muß nach dem für uns Positiven wie nach dem Negati .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - wie man gedichte lesen muß

Liebe Pioniere, ihr beschäftigt euch mit meinen Gedichten. Da ich nun ab und zu über Gedichte ausgefragt werde und da ich aus meiner Jugend weiß, wie wenig Spaß uns Kindern die meisten Gedichte in unseren Lesebüchern machten, will ich ein paar Zeilen darüber schreiben, wie man nach meiner Ansicht G .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht - kleines organon für das theater

1 Theater besteht darin, daß lebende Abbildungen von überlieferten oder erdachten Geschehnissen zwischen Menschen hergestellt werden, und zwar zur Unterhaltung. Dies ist jedenfalls, was wir im folgenden meine, wenn wir von Theater sprechen, sei es von altem oder neuem. 2 Um noch mehr unterzubringen .....
[ mehr ]
Index » Textsammlung zur deutschen Literaturgeschichte

Bertolt brecht: »vom armen b.b.«

Eines der bekanntesten Gedichte Brechts, ein unumstrittener lyrischer Kanontext aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ist die Ballade »Vom armen B.B.« ein poetisches Selbstporträt des Dichters. 1 Ich, Bertolt Brecht, bin aus den schwarzen Wäldern. Meine Mutter trug mich in die Städte hinein .....
[ mehr ]
Index » Lyrik des 20. Jahrhunderts (1900-1945) » Lyrik der zwanziger Jahre

Brentano, brecht, horst wessel und johnson

Wenn das deutsche Volk in der Welt weniger als das Volk der Dichter und Denker, sondern eher als das »der Richter und Henker« gilt, so ist das nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß in diesem Land die Machthaber mit besonderer Vorliebe eben die Dichter und Denker bekämpft und ver- folgt haben .....
[ mehr ]
Index » wer schreibt provoziert

Das team brecht/neher/engel

Brecht hatte nie Bedenken, seine Freunde mit ihren Fähigkeiten voll in seinen Dienst zu nehmen. Wer in seinen Kreis trat, mußte damit rechnen, als Mitarbeiter rekrutiert zu werden. Schon in seiner Pennälerzeit stand für Brecht fest, daß sein Augsburger Schulfreund Caspar Neher mit seinem Maltalent s .....
[ mehr ]
Index » Biographische und werkgeschichtliche Hintergründe

Grundzüge der epischen dramaturgie brechts und ihre entwicklung

Brecht wollte auf dem Theater Vorgänge beschreiben, 'damit das Veränderbare der Welt herauskomme und uns Vergnügen bereite". Gezeigt werden soll der dialektische Wandel, der Fluß aller Dinge und deren Widersprüchlichkeit zur Begründung der gesellschaftlichen Antagonismen. Die begriffliche Paradoxie .....
[ mehr ]
Index » „Mutter Courage und ihre Kinder" als Muster epischer Theaterkunst

 Tags:
Brecht,  Bertolt    


Impressum

Tags: a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Kontact Sitemap
Copyright © litde.com