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Blake, William - Leben und Biographie



William Blake gehört als revolutionärer Dichter und tiefsinniger Visionär zu den herausragenden Gestalten der englischen Literatur. Der Romantiker, der sich auch als Maler und Grafiker große Verdienste erwarb, schuf eine von mystischem Erleben sowie von politisch-gesellschaftlicher Radikalität geprägte Kunst.
      Bereits die frühe Lyrik des gelernten Kupferstechers, die 1783 veröffentlichten Poetischen Skizzen, offenbaren, dass Blake die Dinge nicht als Realität begriff, sondern als Symbole einer transzendentalen Welt. Die Lehre des schwedischen Mystikers Emanuel Swedenborg beeinflusste ihn genauso nachhaltig wie seine Kontakte zu den revolutionären Denkern William Godwin und Thomas Paine . 1789 veröffentlichte Blake seine Lieder der Unschuld, fünf Jahre später ergänzte er sie durch die Lieder der Erfahrung . Die dialektisch aufeinander bezogenen Texte beschreiben konträre Seelenzustände.
      In den großen Epen Die vierZoas , Milton und Jerusalem thematisierte Blake die zunehmende Vereinzelung des Menschen und entfaltete seine Vision einer umfassenden geistig-seelischen Einheit von Mensch und Kosmos. Düsterer Mystizismus und übersteigerte Symbolik beherrschen Blakes Spätwerk, wie etwa das Gedichtfragment Das ewige Evangelium .
      Zu Lebzeiten weitgehend unbeachtet, wurde Blake von den Präraffaeliten, deren Kunstauffassung er beeinflusste, wieder entdeckt. Als William Butler Yeats 1893 Blakes kompliziertes Symbolsystem entschlüsselte, fand der Dichter international Anerkennung. James ^> Joyce und Stefan-»Zweig gehörten zu seinen Bewunderern sowie später etwa Andre -> Gide, Aldous->Huxley und D.H. ^Lawrence.
      Lieder der Unschuld und Erfahrung
Die komplementären Gedichtfolgen Lieder der Unschuld und Lieder der Erfahrung gehören zu William Blakes Frühwerk, das von dem kosmisch-visionären Pathos und den komplizierten mythologischen Systemen späterer Werke noch weitgehend frei ist. Der Dichter entfaltet hier bereits die zentralen Themen seines Gesamtwerks - gesellschaftliche Versklavung, religiöser Zwang, heuchlerische Moral und soziales Elend. Die eingängigen Gedichte zeichnen sich durch einen nahezu naiven, traditionellen Volksliedton aus. Erst die Zusammenschau deT beiden Folgen offenbart ihre Dialektik und gedankliche Tiefe. Sie werden durch das auf dem Titelblatt deT ersten Gesamtausgabe festgehaltene Programm »showing the two contrary states of the human soul« zusammengehalten. Inhalt: In den Liedern der Unschuld herrscht die vornehmlich statische Beschreibung kindlichnaiven Glücksgefühls vor. In einer von Ã"ngsten und Konflikten freien Welt lebt der Mensch noch in Harmonie mit der Natur. Löwe und Lamm liegen friedlich beieinander, Engel beschützen die Schafe vor dem Wolf und dem Tiger. In den Liedern der Erfahrung hingegen schildert der Dichter, wie die Erfahrungen des heranwachsenden Menschen die kindliche Unschuld nach und nach zerstören. Konnten sich die Kinder zuvor z.B. noch uneingeschränkt dem Spiel hingeben, so werden sie nun von einer strengen Amme wegen der Nutzlosigkeit ihres Spiels gescholten. Während die Kinder etwa in dem Gedicht The Echoing Green noch frei in ihrer eigenen und der sie umgebenden Natur aufgehen, herrschen im Garten der Liebe Verbote und Zwänge vot, religiöse und soziale Restriktionen unterdrücken alle Freuden und Wünsche. Aufbau: Die im Versmaß der traditionellen Lieder und Hymnen gehaltenen Gedichte sind dialektisch aufeinander bezogen. Nahezu jedem Gedicht der ersten Folge entspricht - bis hin zu identischen Titeln -eines der zweiten. In Das Lamm besingt Blake z.B. die Unschuld, in Der Tiger erscheint das Tier hingegen als Inbegriff destruktiver Gewalt.
      Wirkung: Lange Zeit wurde Blakes Liedern aufgrund ihrer Einfachheit nuT eine untergeordnete Rolle in seinem Gesamtwerk zugeschrieben. Erst die Blake-Forschung im 20. Jahrhundert erkannte hinter der formalen Schlichtheit und Verständlichkeit der einzelnen Gedichte das komplexe Strukturprinzip und die inhaltlichen Bezüge der Sammlungen.


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