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BAUDELAIRE



Der Dichter der Modernität
Mit Baudelaire wurde die französische Lyrik zu einer europäischen Angelegenheit. Man sieht das an der Wirkung, die sie von nun an auf Deutschland, England, Italien und Spanien ausübte. In Frankreich selbst zeigte sich bald, daß Ströme anderer, erregenderer Art von Baudelaire ausgingen als von den Ro [ ... ]
Entpersönlichung
Die Forschung hat viel geleistet in der Aufdeckung der Zusammenhänge, die zwischen Baudelaire und den Romantikern bestehen. Wir haben hier aber von seiner Andersartigkeit zu sprechen, von dem, was ihn befähigte, romantisches Erbe umzuwandeln in ein Dichten und Denken, das seinerseits die Lyrik der S [ ... ]
Konzentration und Formbewußtsein; Lyrik und Mathematik
Die Fleurs du Mal sind von einem thematischen Geäder durchzogen, das sie zu einem konzentrierten Organismus macht. Man könnte sogar von einem System sprechen, zumal die Aufsätze, die Tagebücher und auch einige Briefe für die durchdachte Verstrebung der Themen sorgen. Es sind nicht viele Themen. Auch [ ... ]
Endzeit und Modernität
Auch im Thematischen ist die Wendung zu erkennen, mit der sich Baudelaire von der Romantik entfernt. Was er aus ihr ererbt hat -und es ist vieles -, macht er so sehr zu einer harten Erfahrung, daß im Vergleich zu ihm die Romantiker sich ausnehmen wie Spieler. Sie hatten die seit der Spätaufklärung w [ ... ]
Ã"sthetik des Häßlichen
Baudelaire hat oft von der Schönheit gesprochen. Doch in seiner Lyrik hat sie sich zurückgezogen auf die metrischen Formen und auf das Vibrieren der Sprache. Seine Gegenstände ertragen den älteren Schönheitsbegriff nicht mehr. Baudelaire bedient sich umdeutender, paradoxer Ergänzungen, um Schönheit [ ... ]
Das aristokratische Vergnügen, zu mißfallen
Ein Dichten, das zu seiner Rechtfertigung solcher Begriffe bedarf, provoziert den Leser oder entzieht sich ihm. Der mit Rousseau eingetretene Riß zwischen Autor und Publikum hatte in der Romantik zu dem noch einigermaßen melodisch behandelten Lieblingsthema vom einsamen Dichter geführt. Baudelaire g [ ... ]
Ruinöses Christentum
Von jenen inneren Dissonanzen braucht hier nicht im einzelnen gesprochen zu werden. Zu erörtern ist lediglich die schon berührte Gesamtdissonanz zwischen Satanismus und Idealität. Das ist notwendig, weil hierin ein gehaltliches Merkmal späterer Lyrik auftaucht, das wir die leere Idealität nennen. , [ ... ]
Die leere Idealität
Indessen versteht man von diesem ruinösen Christentum her eine weitere, für die Folgezeit bedeutsame Eigentümlichkeit Baudelaire-schen Dichtens. Sie haftet an Begriffen wie , , . Aber Aufstieg wohin? Da und dort wird Gott als Ziel genannt. Viel häufiger aber hat es nur unbestimmte Namen. Was ist es? [ ... ]
Sprachmagie
Die Fleurs du Mal sind keine dunkle Lyrik. Sie fassen ihre abnormen Bewußtseinslagen, ihre Geheimnisse und Dissonanzen in verstehbare Verse. Auch die Dichtungstheorie Baudelaires ist durchaus klar. Indessen entwickelt sie Einsichten und Programme, die, von seiner eigenen Lyrik nicht oder nur in Ans [ ... ]
Kreative Phantasie
Baudelaire spricht mehrfach von seinem [ ... ]
Zerlegen und Deformieren
In den Erörterungen Baudelaires über die Phantasie liegt wohl sein bedeutendster Anteil an der Entstehung der modernen Lyrik und Kunst. Sie gilt ihm, der sie ohnehin mit dem Traum gleichsetzt, als das kreative Vermögen schlechthin, [ ... ]
Abstraktion und Arabeske
Ein anderer Satz schließt Phantasie und Intelligenz zusammen. 1856 schreibt Baudelaire in einem Brief: [ ... ]

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