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Augustinus - Leben und Biographie



Aurelius Augustinus gehört - neben Ambrosius , Gregor 1. und Hierony-mus - zu den lateinischen Kirchenvätern, die die Lehre der römisch-katholischen Kirche nachhaltig prägten. Sein überliefertes schriftstellerisches Werk umfassl 113 Bücher. 218 Briefe und nahezu 1000 Predigten.
      Nach einer Rhetorik-Ausbildung in Karthago sowie der Tätigkeit als Lehrer der Rhetorik und Grammatik reiste Augustinus 383 nach Rom und weiter nach Mailand, wo er als Lehrer und Redner tätig war. Er beschäftigte sich mit der Philosophie, vor allem mit-» Cicero und -»Piaton, und war ein Anhänger der Manichäer - einer Religion, deren Hauptlehre die eigenständige Existenz eines Prinzips des Bösen gegenüber Gott war. 386 bekehrte sich Augustinus zum christlichen Glauben, wurdeim Jahrdaraufgetauftund kehrte nach Afril.i ' m"nl- ~.ii wurde er zum Priester und 395 zum Bischof von Hippo Regius geweiht; er betrieb intensive Bibelstudien und publizierte.
      Bekenntnisse
Die Bekenntnisse von Augustinus schildern den Kampf zwischen den körperlichen und geistigen Dimensionen des Menschen, die Auseinandersetzung einer faszinierenden Person mit sich selbst und seiner Biografie, die dem Leser zugleich Wegweiser zu Gott sein soll. Es ist die Geschichte einer Bekehrung, fesselnd in ihrer Suche nach Ruhe und absoluter Wahrheit, erschreckend in der konsequenten Ablehnung des körperlichen Menschen. Entstehung: Die Bekenntnisse zeugen von einer Epoche, die man als »Zeitalter der Angst« bezeichnet hat. Die römische Welt versank: Bereits in zwei Teile gespalten, wurde Rom von wandernden Völkern angegriffen, im Jahr 410 von den Goten erobert. Um 400 zogen die Wandalen durch römische Provinzen und eroberten 438 Karthago. Der christliche Glaube war Staatsreligion geworden und hatte den Kaiserkult abgelöst. Die Strukturen des römischen Reiches waren einem tief greifenden Wandel unterzogen; historisch kann vom Ende der Antike gesprochen werden. Mit Augustinus beginnt die Geistesgeschichte des christlichen Mittelalters, die in den Bekenntnissen ihren exemplarischen Ausgangspunkt erhält.
      Inhalt: Augustinus beginnt mit harscher Kritik an den Bildungsinhalten, die er in der Schule erlernte, die ihn aber nur von Gott entfernten. Ebenso scharf geht er mit sinnlichen und körperlichen Vergnügungen ins Gericht. Ausführlich beschreibt er seine fehlgeleitete Leidenschaft, die er auf körperliche Genüsse und materiellen Reichtum zurückführte, anstatt sie als eine Sehnsucht nach Gott zu verstehen. Mit Verachtung schildert er seine Jugendzeit voller Irrtümer, Vergehen und Sünden, berichtet von seinem geistigen »Irrweg« zur heidnischen Philosophie und zum Manichäismus.
      Ãœber die Lehren Piatons kommt Augustinus zu Paulus und zur Einsicht Gottes. »Nimm und lies« fordert ihn im 8. Buch eine Stimme auf. Er greift zum Römerbrief und wird von der zweifelsfreien Einsicht übermannt. In einem Akt der Erleuchtung begreift er Gott als das Zentrum seiner Hoffnungen, Wünsche und Sehnsüchte.
      Zunächst nur eingestreut finden sich knappe Bestimmungen fundamentaler philosophischer
Begriffe wie des Schönen. Nach der Schilderung seiner Bekehrung bestimmen diese theologischphilosophischen Spekulationen und Reflexionen die weiteren Bücher. Augustinus entwirft darin eine Theorie des Geistes, der Sinne und des Gedächtnisses sowie eine Auslegung der Genes/s. Berühmt ist die Abhandlung über die Zeit im 11. Buch.
      Aufbau: Die Bekenntnisse sind eine Mischung aus verzweifelter Anrufung Gottes, philosophisch-theologischer Spekulation und Autobiograne. Die 13 Bücher richten sich an Gott, schildern den stilisierten Werdegang des Verfassers so, dass der Leser sich darin wiederfinden kann.
      Wirkung: Die Schriften des Augustinus haben das christliche Abendland zutiefst geprägt; durch seine Verbindung von philosophischer Reflexion und christlichem Glauben kann er als Vater der Theologie gelten. Mit den Bekenntnissen schuf er das Genre der Autobiografie; er prägte eine Literaturform, die den eigenen Werdegang reflektiert, das Individuelle mit dem Allgemeinen verbindet und damit dem Leser Anleitung zur Selbstreflexion gibt. Bereits zu Lebzeiten, im Mittelalter, in der Renaissance und bis in die Moderne hinein war und ist Augstinus der wohl meistgelesene christliche Philosoph.


Augustinus, aurelius

In der römischen Provinz Africa. als Kind des paganen Beamten Patncius und der Christin Monnica, wird A. geboren. Kindheit und lugend auf dem Land scheinen hart gewesen zu sein — was er später davon erzählt, wirft ein ernüchterndes Licht auf die zeitgenössische Realität eines Heranwachsenden. Schw .....
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