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Atwood, Margaret - Leben und Biographie



Margaret Atwood ist die bedeutendste zeitgenössische Autorin Kanadas, die sowohl als Lyrikerin als auch als Erzählerin Erfolg hat. Zentrales Thema ihres Werks ist die Wechselwirkung zwischen den gesellschaftlichen Strukturen und dem Individuum, die sie aus feministischer Sicht schildert. Ihre Heldinnen versuchen in einer männerdominierten Gesellschaft zu bestehen.
      Nach einem Literaturstudium in Toronto und an der Harvard Universität in Cambridge arbeitete Atwood als Dozentin an mehreren Hochschulen, als LiteratUTkritikerin und als Cartoonistin sowie für Rundfunk und Fernsehen. Mit der Abhandlung Ãoberleben: Ein thematischer Führer der kanadischen Literatur legte sie 1972 ein wichtiges Werk zur Literaturtheorie ihres Heimatlandes vor.
      Der Report der Magd
Das düstere Bild eines totalitären Staats aus der Sicht einer unterdrückten Frau, das Margaret Atwood im Report der Magd entwirft, ist ein typisches Beispiel für das Leitthema ihrer Romane und Gedichte: In einer männerdominierten und frauenverachtenden Welt kämpft das weibliche Individuum um seine Identität. Inhalt: In einem fiktiven Staat in Nordamerika haben religiöse Fundamentalisten die totalitäre Republik Gilead errichtet. Nach einer atomaren Verseuchung ist ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Frauen werden entmündigt und in drei Gruppen eingeteilt: Ehefrauen von Führungskräften, Dienerinnen und Mägde. Letztere werden zur Fortpflanzung rekrutiert und sollen nach biblischem Vorbild für unfruchtbare Ehefrauen Kinder empfangen. Können sie ihre Aufgabe als Gebärmaschine nicht erfüllen, werden sie in entfernte Kolonien zu gefährlichen Arbeiten wie Giftmüllentsorgung abgeschoben.
      Desfred, Hauptfigur und Erzählerin, wird dem Kommandanten Fred als Zweitfrau in dessen Haushalt zugewiesen, wo regelmäßig die entwürdigende Prozedur des Geschlechtsakts in Gegenwart der Ehefrau durchgeführt wird. Ihr Zimmer darf Desfred nur zu seltenen Einkäufen und zu öffentlichen Hinrichtungen verlassen. Sie hat sich dem totalitären Regime unterworfen, dem sie nur durch Zufall entfliehen kann.
      Aufbau: Desfreds Tonbandauf-zeichnungen schildern in einfachen Worten den Alltag in einer entmenschlichten Gesellschaft mit vollständiger Ãoberwachung und grausamer Unterdrückung. Unterbrochen werden die Beschreibungen von Desfreds Erinnerungen an die alte Zeit: an Mann und Kind, aber auch an die Errichtung des Ãoberwachungsstaats. Eindringlich entsteht das Bild der totalen Repression, das umso bedrückender auf die Leser wirkt, als es eine geringe Distanz zur Gegenwart aufweist: mit alltäglichen Requisiten wie Computer und Kreditkarte, die hier in den Dienst der Republik Gilead gestellt werden. Trotz offenkundiger Parallelen zu /9S4von George -> Orwell ist Der Report der Magd weniger als Utopie denn als Stellungnahme zu politischen Strukturen zu verstehen. Wirkung: Das Thema Unterdrückung der Frau, die mit Entmenschlichung der Gesellschaft einhergeht, hat dem Roman von Margaret Atwood große Breitenwirkung verschafft. Der Stoff wurde 1989 von Volker Schlöndorff unter dem Titel Die Geschichte der Dienerin verfilmt.


Hannsmann, margarete

Pfad in Eftalu Hinderer, Walter. In: Frankfurter Anthologie 11, 1988, S. 203 - 206. Zugauskunft Kaiser, Gerhard. In: Heine bis Gegenwart, 1991, S. 502 - 505. .....
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Mead, margaret

Zu den bekanntesten Anthropologen und Ethnologen unserer Zeit gehört die Amerikanerin M. Sie zählt wie Alfred L. Kroeber. Edward Sapir und Ruth Benedict zu den Schülern des deutsch-amerikanischen Ethnologen Franz Boas, einem der Begründer der amerikanischen »cultural an-thropology«. Hiermit wird - r .....
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Atwood,  Margaret    


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